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--- Flugschnur verfängt sich an den vordersten Ringen beim Schiessenlassen - Baufehler? (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/thread.php?threadid=10146)
Geschrieben von fly_infected am 08.12.2015 um 18:55:
Flugschnur verfängt sich an den vordersten Ringen beim Schiessenlassen - Baufehler?
Hallo
Habe die 11ft 2/3wt ARE heute eingeweiht.
Ging auch recht gut. Schnur war eine DT4 - bissl schwer aber auf kurze Distanz mit Nymphe OK.
Beim dynamischen Rollwurf hat sich mehrmals die Schnur zwischen 2.letztem oder letztem Schlangenring zur Spitze verhedert.
Schnur zog gut durch die Ringe los, wurde aber vor der Spitze "gefangen" und hing dann in einer Schlaufe mit etwa 20-30cm Halbkreis durch.
Irgendwas bremst dort. Ursache
1) Der Angler, die Wurftechnik - eh klar
2) Ein Fehler im Aufbau
Da Nummer Eins aus der Ferne schwer zu korrigieren ist bitte um Rückmeldung zu Nummer Zwei.
Habe Spitzenring mit 5mm Innendurchmesser, 1., 2., 3. Ring haben Innendurchmesser von 5,5mm, 4., 5.von 6,5mm
meiner Meinung nach sollten die groß genug sein, oder?
Abstände sind 11, 13, 14,5, 17, 19cm mittels dem xls berechnet. Insgeamt ist sie 12+1 beringt.
Sieht hier der Fachmann einen groben Fehler im Aufbau?
Spitzenring zu klein? Generelle Schlangenringgrösse falsch? Ringabstände falsch....
Gruesse
Hannes
Geschrieben von sepp73 am 09.12.2015 um 08:23:
RE: Flugschnur verfängt sich an den vordersten Ringen beim Schiessenlassen - Baufehler?
Servus!
Ich denke nicht dass es am Aufbau liegt, wohl eher am Werfer. Das Problem ist natürlich aus der Ferne schwer zu beurteilen aber ich hab da nen Verdacht:
Es handelt sich um eine relativ langsame Glasrute, die beim Wurf natürlich etwas mehr "nachfedert" als ne schnelle Kohlerute. Ich habe den Verdacht, dass du beim Vorwurf die Rute etwas zu tief schwingen lässt, was die Schnur in den Ringen abbremst, letztlich so weit, dass sie sich zwischen den oberen Ringen "fängt".
Als Lösungsversuch probiere, die Schnur bereits in einer ca. 10-11 Uhr Position schiessen zu lassen und die Rute erst dann tiefer zu senken, wenn die Schnur schon am fliegen ist oder schon am Wasser liegt. Denke damit ist das Problem zu lösen...
Gruss, Sepp
Geschrieben von Reinhard 02 am 09.12.2015 um 12:57:
Wurffehler
R.
Geschrieben von fly_infected am 10.12.2015 um 12:59:
Hallo Sepp
Deine Erklärung ist schlüssig. Die Spitze ist sehr weich und könnte durchaus "durchnicken" werde den Wurf höher stoppen.
Hab auch noch ein wenig hier nachgelesen:
http://rutenbauforum.de/rodbuilding/thread.php?threadid=211&hilight=ringe+ausrichten
Habe bis jetzt immer nur die Ringe frei haltend ausgerichtet mit Ringe nach oben. Werde das nochmal am Tisch aufliegend machen. Das Spitzenteil war nicht ganz gerade vorm Aufbau.
Gruesse
Hannes
Geschrieben von fly_infected am 10.12.2015 um 20:55:
Die Überprüfung der Ringe hat überrascht
Der vorletzte Schlangenring war wie am Bild dargestellt um einen Drahtdurchmesser nach rechts gebogen. Der Spitzenring um 30-40° nach links rotiert.
Weiters hat die Spitze einen Verzug nach links von etwa 5mm auf den letzten 20cm.
Was ist zu tun?
Schlangenring zurückgebogen, Spitzenring neu ausgerichtet. Schlangenring könnte beim Transport passiert sein obwohl ich aufgepasst habe - wer weiss
Wenn ich mir das Bild ansehe bilden Spitzenring, Verzug und die Schlangenringkante einen schönen Bogen an der die Schnur entlangreiben musste.
Zwei Fragen:
Kann ich den Blank etwas "richten"? Etwa über längere Zeit zwischen Bücher plan einspannen oder so?
Wäre es in dem Fall hilfreich einen Large Spitzenring zu montieren um der Schnur einen direkteren Weg zu ermöglichen?
Gruesse
Hannes
Geschrieben von chrischan am 10.12.2015 um 22:28:
Nabend,
wenn ich mir die Bilder so ansehe, dann scheinst du bereits einen verbogenen Ring aufgebunden zu haben - die Ringfüße fluchten ja auch nicht mit dem Blank.
Bei älteren Glasfaserruten hatte ich es schon mehrmals, dass sie sich bei falscher Lagerung (In der Zimmerecke schräg angelehnt) etwas verbogen hatten. Mit der Zeit haben sie jedoch ihre ursprüngliche Form wieder eingenommen. Ich glaube kaum, dass sich da was machen lässt.
Einen Versuch wäre es zwar wert, ich würde jedoch aufgrund des schiefen Ringes eher das Spitzenteil neu wickeln und die Krümmung nach oben verschieben und hoffen, dass sich dann die Teile beim Werfen nicht verdrehen.
Gruß
Christian
Geschrieben von sepp73 am 10.12.2015 um 23:17:
Einen Blank durch "Lagerung" zu richten, das kannst vergessen. Bei einer gespließten mag es passieren, dass diese sich bei dauerhaft falscher Lagerung mit der Zeit verbiegt, bei einer Glas- oder Kohlerute glaub ich nicht dass du das erwarten kannst.
Die Wurfprobleme liegen m.E. nicht an dem schief angebundenen Ring, der Stecken ist so weich, dass er sich allein schon durch sein eigenes Gewicht biegt, erst recht aufgrund des Schnurgewichtes in den Ringen. Optisch würd mich der schiefe Ring aber ankotzen und ich würde ihn schnellstmöglich neu anwickeln.
Auch ein größeres Top bringt dich da nicht vorwärts, schaut auch bekloppt aus.
Solltest du eine haben, probier doch mal eine leichtere Schnur oder wie oben schon erwähnt, bringt den meisten Erfolg sicherlich die richtige Wurftechnik...
Gruss, Sepp
Du schreibst ja auch, dass das ST schief ist. Das kommt bei den meisten Blanks vor, ich halte es i.d.R. so, dass ich die Rute so beringe, dass das Gewicht der Ringe das Blankstück gerade zieht. Als Preis musst du dann halt zahlen, dass du den Springpunkt wenns blöd läuft genau an der falschen Seite hast. Eine gerade Rute wär mir aber wichtiger...
Geschrieben von fly_infected am 11.12.2015 um 10:03:
| Zitat: |
Original von chrischan
Nabend,
wenn ich mir die Bilder so ansehe, dann scheinst du bereits einen verbogenen Ring aufgebunden zu haben - die Ringfüße fluchten ja auch nicht mit dem Blank.
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| Zitat: |
Original von sepp73
Optisch würd mich der schiefe Ring aber ankotzen und ich würde ihn schnellstmöglich neu anwickeln. |
Ring wird neu gemacht - heute ist endlich das T24 Paket gekommen. Neuer Schlangenring + neue Leitringe PacBay Minima (ARE Ring ist zu wuchtig) + WindingCheck. Geht nun ans reparieren und fertigstellen.
Bezüglich leichterer Schnur bin ich am suchen - Barrio SLX WF3F oder eine Nymphschnur von Scandinavian Flylines sind vorselektiert.
Danke für eure Rückmeldungen.
Hannes
Geschrieben von fly_infected am 26.12.2015 um 17:03:
Hallo Sepp
Reparaturen wurden ausgeführt und die neue Schnur haben deutliche Verbesserungen gebracht. Drei Stunden gefischt und nur einmal hat sich die Schnur oben verfangen und da war ich definitiv zu niedrig beim Stop
Danke für die Anregungen funktioniert nun ganz gut.
Nochmal zurück zum Spitzenring. Lässt mit keine Ruhe.
Wie gross sollte der dimensioniert sein?
Derzeit ist er etwa 0,5-0,7mm enger als die obersten Schlangenringe. Beim durchschauen durch die Ringe ist er deutlich begrenzend zu erkennen. Sollte er nicht gleich groß oder leicht grösser sein? Zu dem Thema hab ich nix gefunden. Ist ein REC extraleicht, die Schlangenringe sind von ARE.
http://tackle24.de/index.php?a=948
Der Spitzenring von ARE wäre auch deutlich größer gewesen. Unsicherheit schleicht sich ein.
Gruesse
Hannes
Geschrieben von Reinhard 02 am 27.12.2015 um 10:22:
Das ist eine rein optische Sache, die Ringgröße reicht wurftechnisch völlig aus.
Mich stören eher zu große Spitzenringe in Relation zu den nächsten Ringen.
Reinhard
Geschrieben von fly_infected am 28.12.2015 um 18:21:
Hallo Reinhard
Hab die verschiedenen Spitzenringe vermessen.
Werde mal den PacBay probefischen und berichten.
Der passt mit den 5,6mm sehr schön, meine Meinung, mit dem letzten Schlangenring zusammen.
Die Farbe könnte noch geändert werden
Gruesse
Hannes
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