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Geschrieben von Hamiota am 24.12.2008 um 07:12:

  Aus aktuellem Anlaß:

Gibt es den Weihnachtsmann?

1. Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier kann fliegen. ABER es gibt 300.000 Spezies von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden müssen, und obwohl es sich dabei hauptsächlich um Insekten und Bakterien handelt, schließt dies nicht mit letzter Sicherheit fliegende Rentiere aus, die nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.

2. Es gibt 2 Milliarden Kinder (Menschen unter 18 ) auf der Welt. ABER da der Weihnachtsmann (scheinbar) keine Moslems, Hindu, Juden und Buddhisten beliefert, reduziert sich seine Arbeit auf etwa 15 % der Gesamtzahl - 378 Millionen Kinder (laut Volkszählungsbüro). Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Häuser. Wir nehmen an, dass in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.

3. Der Weihnachtsmann hat einen 31-Stunden-Weihnachtstag, bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen, wenn er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint). Damit ergeben sich 822,6 Besuche pro Sekunde. Somit hat der Weihnachtsmann fuer jeden christlichen Haushalt mit braven Kindern 1/1000 Sekunde Zeit für seine Arbeit: Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, die Socken füllen, die übrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle übriggebliebenen Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern und zum nächsten Haus fliegen. Angenommen, daß jeder dieser 91,8 Millionen Stops gleichmäßig auf die ganze Erde verteilt sind (was natürlich, wie wir wissen, nicht stimmt, aber als Berechnungsgrundlage akzeptieren wir dies), erhalten wir nunmehr 1,3 km Entfernung von Haushalt zu Haushalt, eine Gesamtentfernung von 120,8 Millionen km, nicht mitgerechnet die Unterbrechungen für das, was jeder von uns mindestens einmal in 31 Stunden tun muß, plus Essen usw.

Das bedeutet, dass der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1040 km pro Sekunde fliegt, also der 3.000-fachen Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: das schnellste von Menschen gebaute Fahrzeug auf der Erde, der Ulysses Space Probe, fährt mit lächerlichen 43,8 km pro Sekunde. Ein gewöhnliches Rentier schafft höchstens 24 km pro STUNDE.

4. Die Ladung des Schlittens führt zu einem weiteren interessanten Effekt. Angenommen, jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgrosses Lego-Set (etwa 1 kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen, nicht gerechnet den Weihnachtsmann, der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird.

Ein gewöhnliches Rentier kann nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst bei der Annahme, dass ein "fliegendes Rentier" (siehe Punkt 1) das ZEHNFACHE normale Gewicht ziehen kann, braucht man für den Schlitten nicht acht oder vielleicht neun Rentiere. Man braucht 216.000 Rentiere. Das erhöht das Gewicht - den Schlitten selbst noch nicht einmal eingerechnet - auf 410.400 Tonnen. Nochmals zum Vergleich: das ist mehr als das vierfache Gewicht der Queen Elizabeth.

5. 410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugt einen ungeheuren Luftwiderstand - dadurch werden die Rentiere aufgeheizt, genauso wie ein Raumschiff, das wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Das vorderste Paar Rentiere muß dadurch 16,6 TRILLIONEN Joule Energie absorbieren. Pro Sekunde. Jedes. Anders ausgedrückt: sie werden praktisch augenblicklich in Flammen aufgehen, das nächste Paar Rentiere wird dem Luftwiderstand preisgegeben, und es wird ein ohrenbetäubender Knall erzeugt.

Das gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von 5 Tausendstel Sekunden vaporisiert. Der Weihnachtsmann wird währenddessen einer Beschleunigung von der Grösse der 17.500-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein 120 kg schwerer Weihnachtsmann (was der Beschreibung nach lächerlich wenig sein muß) würde an das Ende seines Schlittens genagelt - mit einer Kraft von 20,6 Millionen Newton.

Damit kommen wir zu dem Schluss: WENN der Weihnachtsmann irgendwann einmal die Geschenke gebracht hat, ist er heute tot.

P.S.: Es lebe die Weinachtsfrau!





Geschrieben von derextremexxl am 24.12.2008 um 08:42:

 

Lachen-5

.... unser Georg!

Klasse! Daumenhoch3



Geschrieben von hirs am 24.12.2008 um 11:24:

 

ich schmeiß mich Lachen-5 Lachen-5 Daumenhoch4



frohes fest, Matthias



Geschrieben von fischerblut am 24.12.2008 um 11:47:

 

Eine sehr besinnliche Geschichte großes Grinsen

Wenn da keine Weihnachtsstimmung aufkommt

XMas



Geschrieben von AngelDet am 24.12.2008 um 20:01:

 

Fröhliche Weihnachtshasen, wie das Bild im ersten Post! Daumenhoch2



Geschrieben von carptom am 24.12.2008 um 20:09:

 

Einspruch ! ;-)
Vielleicht erinnert ihr euch noch daran, dass unser Nikolaus uns bei der letzten Weihnachtsfeier eine wissenschaftliche Abhandlung vortrug, derzufolge es keinen Weihnachtsmann, respektive Nikolaus geben könne.
Es war die Rede von Rentieren, die ja wohl nicht fliegen könnten, vom großen Gewicht der Geschenke und von der Unmöglichkeit, alle Kinder rechtzeitig bescheren zu können usw..

Unter großen Mühen ist es mir nunmehr gelungen, diese Thesen widerlegen zu können!!!!


Es gibt den Weihnachtsmann!

1. Selbstverständlich können Rentiere fliegen – natürlich nur die, die nördlich des Polarkreises geboren und aufgewachsen sind.

Bei einem Besuch in Norwegen konnte ich mich davon überzeugen, dass diese Tiere breite, gepolsterte Hufe haben. Wenn sie auf dem Boden eine gewisse Geschwindigkeit erreicht haben, heben sie ab und können sich dank der großen Auftriebsfläche ihrer Hufe problemlos in der Luft halten.

Dieses Prinzip funktioniert schließlich auch bei
entschieden schwereren Flugzeugen – wieso sollte
das bei Rentieren nicht klappen?

2. Na gut, es gibt ca. 380 000 000 Kinder christlichen Glaubens in der Welt,
aaaber ………..
nicht alle muss der Weihnachtsmann persönlich
bescheren.
In Italien ist es die Befana, die erst am 6. Januar kommt, in Spanien bringen die Heiligen Drei Könige die Geschenke, in Mexico erledigt man das Beschenken eine Woche vor Weihnachten mit einer gefüllten Pinata und in Russland arbeitet Väterchen Frost als Subunternehmer für den Weihnachtsmann.
In Brasilien mit seiner großen Kinderzahl kommt übrigens der Weihnachtsmann ganz modern mit dem Hubschrauber!
Also verringert sich die Arbeit an einem bestimmten Tag schon ganz erheblich, oder?

3. Eine durchschnittliche Kinderzahl von 3,8 Kindern wurde uns da vorgegaukelt!
Dass ich nicht lache!
Lediglich in den Ländern, die sowieso von den Sub-
Unternehmern bearbeitet werden, gibt es das noch.
Der normale, vom Weihnachtsmann zu bearbeitende Haushalt hat genau 1,2 Kinder und die meisten wohnen in Hochhäusern zusammen, da entfallen weite Wege. Durch Kamine muss sich der Weihnachtsmann auch nicht mehr zwängen, es gibt ja kaum noch welche. Und das Aufessen der Weihnachtsbraten-Reste hat ihm sein Arzt verboten wegen des Risikos, einen zu hohen Cholesterinspiegel zu bekommen.

In den 31 Stunden, die seine Arbeitszeit weltweit
ausmachen, muss er sich natürlich mächtig
ranhalten, aber er konnte ja auch das ganze Jahr
Kraft sammeln für diese schwere Aufgabe.

4. Die Schallgeschwindigkeit des Schlittens wird
ganz einfach dadurch erreicht, dass die Rentiere
einige Wochen vor dem Einsatz nur noch mit Kohl
und Bohnen gefüttert werden. Dadurch ergibt sich
ein raketenähnlicher, natürlicher Düsenantrieb, der
sehr hilfreich ist.

5. Der Schlitten ist aus einem himmlischen Glasfasermaterial und wiegt fast nichts.
Die Geschenke wären selbstverständlich ein wenig schwer, daher hat er ein Geschenke-Minimier-Gerät, somit ist auch dieses Problem vom Tisch.

Und was heißt hier, der Weihnachtsmann sei
übergewichtig?

Vielleicht sollte man mal bedenken, dass der Mann am Nordpol wohnt und mitten im Winter in einem offenen Fahrzeug unterwegs sein muss bei starkem Gegenwind. Der ist lediglich dick bekleidet!!

In der übrigen Zeit des Jahres macht er Bodybuilding und hat daher einen Waschbrettbauch und einen Knack….!
Also braucht man weder gewaltige Mengen an Rentieren, um den Schlitten zu ziehen, die sich dann infolge der hohen Geschwindigkeit in Luft auflösen, noch andere Merkwürdigkeiten.

6. Leider ist es jedoch so, dass auch im Himmel
gespart werden muss.

Der Weihnachtsmann hat im Jahr 2008 die
Altersgrenze für beamtete Weihnachtsmänner
bereits um ein Beträchtliches überschritten.
Daher geht er Ende des Jahres in Pension und seine Stelle wird in der herkömmlichen Form aus Rationalisierungsgründen nicht neu besetzt.

Die himmlische Verwaltung steht in Verhandlungen mit dem Paketdienst der Deutschen Post und mit UPS. Es gibt jedoch Schwierigkeiten, denn beim Paketdienst der Post wollen sich die Brüder Gottschalk betätigen und UPS ist nicht bereit, auf die braunen Uniformen zu verzichten.
Wie soll da bei den Kindern Stimmung aufkommen?
Und womöglich gäbe es dann nur noch Haribo-Goldbären als Geschenke!
Also ist noch nichts geklärt.

Der Weihnachtsmann wird seinen Ruhestand auf Gran Canaria verbringen, dort, wo es nur Sand und keinen Schnee gibt, keine Tannenbäume und keine Stechpalmen und wo er nicht mehr hinter furzenden Rentieren sitzen und frieren muss.

Es sei ihm von Herzen gegönnt!



Geschrieben von peterws am 25.12.2008 um 12:33:

 

@carptom

Super!
Endlich mal seriöses, praxisbezogenes herangehen an die Weihnachtsmann-Situation.

Aber mal 'ne Frage bzgl. des Weihnachtsmann-Jobs: Eigentlich hat man als Weihnachtsmann von Januar bis einschl. November Zeit zum Angeln, oder? Denken1


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