Rutenbauforum (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/index.php)
- Ringe/Ringabstände (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/board.php?boardid=11)
-- Ringe allgemein (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/board.php?boardid=121)
--- Wie funktioniert das mit den Microguides (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/thread.php?threadid=10749)
Geschrieben von DanniFisherman am 14.08.2016 um 00:09:
Wie funktioniert das mit den Microguides
Hi Leute.
Möchte mir am Montag mein neues Projekt bestellen und habe mir überlegt die Rute mit Microguides zu beringen. Leider finde ich nirgends eine genaue Beschreibung, wie viele Ringe ich benötige und in welchen Größen.
Der Blank wird ein PacBay Tradition II mit 6' und 3-18g Wurfgewicht. Der Butt hat 10,4mm und die Spitze 1,8mm.
Die Rolle wird eine Tailwalk 81 MTX (Baitcast) für das ganz feine Fischen.
Der Startring soll 8,3mm im Durchmesser haben.
(Ist dieser Durchmesser ausreichend?)
(Macht dieser Durchmesser Probleme bei der Wurfweite?)
Ich hätte die Rute mit 8+1 beringt, wobei die letzten 3 Ringe vor der Spitze die gleiche Größe haben sollen (ca. 3mm)
(Brauche ich bei Microguides mehr Ringe?)
Vielen Dan schon mal für eure Antworten.
Gruß Daniel.
Geschrieben von Boris am 14.08.2016 um 09:51:
RE: Wie funktioniert das mit den Microguides
Ob 8+1 ausreichend ist oder 9+1 eventuell besser wäre, hängt meines Erachtens von der Aktion der Rute ab. Bei deinem Blank (und wegen der etwas größeren Ringen) reichen wahrscheinlich auch die 8+1.
Ein Starter mit einem ID von ca. 8,3mm reicht ebenfalls und entspricht ja einem 12er KW.
Bei einer "normalen" Microguideberingung startet man ja eigentlich sogar nur mit einem 10er KW.
Und da deine letzten Ringe ebenfalls keine Micros sind (>2mm ID) und 5ern entsprechen und da der Blank nicht besonders schlank ist, würde ich auch zum 12er tendieren.
5er finde ich jedenfalls einen guten Kompromiss zwischen den kleinen Micros und den klassischen 6ern.
Bei der Positionierung der Ringe musst du etwas experimentieren. Die Position des 12er, 10er und 8er kannst du ungefähr an der klassischen Beringung orientieren - musst die Abstände aber aufgrund der Grifflänge bzw der Anzahl der Ringe noch etwas stauchen oder strecken.
Beim Übergang zu den 5ern musst du ebenfalls etwas experimentieren. Dafür würde ich mir an deiner Stelle noch einen (7er,) 6er und 5,5er mitbestellen und schauen, was am besten funktioniert.
Ein Patentrezept gibt es jedenfalls nicht (oder evtl doch!?).
Eine "normale" Microguideberingung besteht jedenfalls aus einem 10er, 8er und 5,5er KW, 2-3 4er KBs und einer entsprechenden großen Anzahl an 4er KTs. Eine klassische Beringung aus 12er, 10er und 8er LNs und einer der Rutenlänge entsprechende Anzahl an 6er Ls.
Aber letztendlich ist alles erlaubt und für alle Zwischendinger findet sich auch eine gute Lösung - und mir gefällt ein Kompromiss zwischen beiden Extremen immer noch am besten.
Geschrieben von habitealemagne am 14.08.2016 um 11:54:
Tach,
insbesondere ist die Anzahl der Ringe auf der Rute auch abhängig, von der Aktion und wie Du beringen willst. Bei der klassischen beitcast- Beringung befinden sich die Ringe ja oben auf der Rute. Wenn sich die Rute biegt und die Schnur die Rute irgendwo berührt, dann sind zu wenig Ringe verbaut, bzw. in diesem Bereich falsche Abstände gewählt. Bei einer Spiralberingung, da kann man das Berühren des Blanks, in dem Bereich höherer Biegung, bei weniger verbauten Ringen eleminieren.
persönliche Meinung an:
Ich beringe immer mit so vielen Ringen, dass die Schnur ähnlich der Rutenbiegung geführt wird und unter Last der Schnurverlauf in den Ringen nicht so zackig ist. Da können dann schon mal 11 Ringe auf so einer Rute sein.
Meine Empfehlung wäre daher Ringe antapen, Schnur spannen, bis eine Rutenbiegung da ist und den Schnurverlauf beobachten.
Achso, den Startring mach ich von der Rollengröße abhängig. D.h. wenn die gespannte Schnur im Schnurverlauf den Startring oben stark berührt, dann isser zu klein. Wenn die Schnur unten stark berührt, dann isser zu groß. Ist dann auch in einem zackigen Schnurverlauf in dem Bereich sichtbar.
persönliche Meinung aus:
Viel Erfolg.
Geschrieben von DanniFisherman am 14.08.2016 um 13:33:
Danke für die schnelle Hilfe.
Ich nehme mir diese Tips wirklich sehr zu Herzen.
Das meine genannten Ringe keine Microguides sind, wundert mich nun, da diese nämlich bei T24 als Microguides verkauft werden.
Es freut mich auf jeden Fall schon mal, dass ich mit meinen Ringgrößen nicht völlig falsch liege.
Für die Ringabstände, verwende ich eine Excell-Tabelle, welche ich mir, so glaube ich, auf der Seite von Bartsch Rutenbau heruntergeladen habe. Hat bis jetzt immer wirklich perfekt funktioniert bis auf ein paar kleine Verschiebereien
Ich möchte die Ringe so leicht wie nur irgend möglich, da die Rute eine Twitchrute wird und ich an allen Ecken Gewicht sparen will. Es sollen aber dennoch genug Ringe sein, dass die Schnur gut verläuft, aber auch nicht zu viele, um eine bestimmte Wurfweite beizubehalten.
Mir wurde von einem befreundeten Rutenbauer erklärt, dass zu viele Ringe auf Kosten der Wurfweite gehen sollen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob dies hauptsächlich für Statio-Rollen gilt.
Danke noch mal Jungs. Ihr seit echt
Geschrieben von Boris am 14.08.2016 um 15:04:
Wie gesagt: Eine klassische Microguideberingung wird mit einem 10er, 8er und 5,5er Fuji KW und 4er KBs und KTs gemacht. Natürlich kann man auch die Pendants anderer Marken oder entsprechend kleine LNs und Ls nehmen - aber 5er an der Spitze sind sicherlich keine Micros mehr.
Dennoch sind 5er für mich ein guter Kompromiss.
Allerdings gäbe es für mich keinen Grund eine Twitche möglichst schnell zu machen - bevorzuge zum Twitchen aber auch einen nicht ganz so knackigen Blank.
Und wenn es doch einmal eine möglichst schnelle Rute werden soll, würde ich in erster Linie auf einen Blank mit möglichst hoher Rückstellgeschwindigkeit setzen und evtl Torzites verbauen.
Die Gewichtsdifferenz zwischen den normalen Alconites und SiCs ist mir persönlich jedenfalls zu gering. Außerdem gefallen mir die schwarzen Alconites optisch am meisten.
Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH