Geschrieben von JRB am 19.09.2016 um 19:32:
Tag auf der Donau
Hy Leute,
möchte Euch den vorigen Sonntag so gut es geht wieder geben, und euch an meinem Erlebten teilhaben lassen.
5.30 der verdammte Wecker läutet....
Mit einem "Ich kenn dich zwar nicht, aber putze dir trotzdem die Zähne" stehe ich auf.
Wenn man jeden Tag um die Uhrzeit aufsteht, ist man es zwar gewöhnt, aber die Versuchung liegen zu bleiben, ist meist stärker.
Dennoch raffe ich mich auf, bastle mir einen Liter "Coffee to Go" und begebe mich Richtung Fischwasser.
Noch immer müde, werde ich durch einen Blitz geweckt.... Radar am Morgen kommt seeeeeeeeeeeeeeeeehr gut
Angekommen, wie ein Lastesel bepackt, alles ausgepackt mache ich mich daran mit der Matchrute und Maden Köderfische zu fangen.
Ein Rotauge mit rund 20 cm muss dran glauben und fliegt in hohen Bogen Richtung Gewässer Mitte.
Die PBXII schafft locker die gewünschten 50m, zu einer Kraut freien Kante....
Ich schenke mir einen Kaffee ein, rauche eine Zigarette und versuche zum zweiten Mal zu erwachen.
Die Natur ist es schon, rund um mich reges Treiben, da schnattern die Enten, die Krähen streiten lautstark um Futter und auch einige Jogger und Hundebesitzer sind unterwegs....
Bip Bip - BIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIP
Dauerton, etwas dauert es bis ich eigentlich raffe das es meine Rute bzw. deren Bissanzeiger ist der da zuverlässig meldet.
20- 30 m der 40er Mono sind schon draussen - ich handle... die Rollenbremse ist zu - Anhieb.....
Trotz ihrer -180gr. WG geht die PBX tief in die Knie und neigt ihr Haupt Richtung Gewässerspiegel.
Die Bremse gibt wiederwillig Schnur frei....ich habs nacher probiert und mich in die Hand geschnitten
Der Fisch will hinaus in die Strömung - ne .... ich gehe mit der Rute in den Seitenzug - er dreht sich - ins gegenüberliegende Ufer gesäumt mit Schilf.
Die Halme fliegen nur so, als der wie ein Berserker durchbricht.
Auch da kann ich ihn rausbugsieren, jetzt habe ich ihn im Freiwasser ca. 5 m Wassertiefe, der Grund zwar gesäumt voller Muscheln und anderen scharfkantigen Zeugs, aber besser als im Schilf.
Peng...... der Schnurknall wird mir noch länger in den Ohren hallen.......
Aus - Vorbei.....5 Monate habe ich auf den Fisch gewartet.....Nix
Wäre es eine Stangenrute hätte ich sie geworfen... die PBX habe ich abgelegt, die Hände zittern, Kaffee eingeschenkt, Zigarette geraucht.... durchgeatmet.....
Egal die Match wieder ausgelegt und weiter gehts.
Fing etliche Arten, die mir die Artenvielfalt der Donau bestätigt.... - hoffe es bleibt so.
Leichter Zupfer - Anschlag - die Match WG 6-15gr. geht in den Halbkreis - langsam setzt sich - ich tippte gleich auf Karpfen - der Fisch in Bewegung.
Yeahhhh ---- 14er Hauptschnur 12er Vorfach am 18er Haken mit einer Made -
Und das alles auf der Donau, also nicht auf eine Teich wo der Fisch eine natürliche Grenze hat.
Will euch nicht langweilen, alles ging gut - hab den Racker nach 3/4 h keschern können.
Nach dem obligatorischen Foto durfte er wieder schwimmen.
Zwar fing ich den Räuber nicht, aber ich durfte einen anderen schönen Fisch fangen.
PS.: das Jahr ist noch nicht aus - jetzt erst beginnt das Raubfischjahr
Vielleicht kommt er noch(mal)????
Geschrieben von JRB am 20.09.2016 um 09:16:
RE: Tag auf der Donau
| Zitat: |
Original von sepp73
Servus!
Schöner und aufregender Bericht. Das Fischlein, das dir durch die Lappen ging war ja wohl n Waller, aber warum fischt du darauf mit nur eine 40ger Mono? Bei und nehmen die Profis 0,60ger - 0,70ger geflecht und schalten 5m 1,00 - 1,2mm Mono als Vorfach vor. An dem Zeug könnte man sich zur Not auch selbst aufhängen. Wenn ich im großen Fluss mit 2m+ Fischen rechnen muss kommt mir eine 40ger Mono mit einer Tragkraft von <15KG halt recht wenig vor. Trotzdem hast n schönen Tag am Wasser erlebt, was will man mehr und beim nächsten mal kriegst den Bartelträger auch...
Gruss, Sepp |

Sepp,
WG. unseren besch..eidenen Bestimmungen.
Erlaubt ist nur ein Einzelhaken, meist muss ich Zander und Hecht laufen lassen, bis er den Fisch dreht und schluckt.
Ein sofortiger Anschlag entfällt.
Mit Schlagschnur habe ich experimentiert, aber der Knoten verhindert ein Reibungsloses Abziehen.
Und meist reicht die 40er, es sei denn ein grosser Walli steigt ein.
Der Grund ist mit derart Unrat, Muscheln usw. Übersäät das die Schnur oft getauscht werden muss.
Halte die Hs mit so eine Art Tiroler Hölzl ( Eigenbau - 10gr. Auftrieb ) vom Grund ca. 40cm weg.
Recht hast - nächstes Mal klappts wieder...