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Geschrieben von Philzlaus am 05.01.2017 um 08:09:

  Beringung Sage Xi3 #14

Guten Morgen

Ich baue gerade eine Fliegenrute Klasse 14 auf. Ist eine Sage Xi3 8 fuss (243cm). Leider fehlt mir ein gutes Beringungssschema. Auf der Sage Seite gibt es eines aber das gefällt mir gar nicht. Zu wenig Ringe, Leitring bei 160cm sehr weit oben und ich befürchte das lädt das Handteil welches bei so einer Klasse am wichtigsten ist gar nicht. Ich habe nun ein paar Fragen

1) Kann man zuviele Ringe verwenden? Ich habe ebenfalls eine Custom Klasse 12 und dort habe ich 10 Ringe plus Spitenring.
2) Soll ich bei der 14er 9 oder gar auch 10 Ringe (exkl Spitzenring) verwenden?
3) Ich würde den Leitring so weit wie möglich nach unten positionieren. Also bei ca 180cm direkt beim Überschup des C Teils. Ich verspreche mir davon möglichst gute Ladung des Handteils während dem Drill.
4) Eine Frage zum Griff noch. Ich möchte einen durchgehenden Griff bauen. Hat das Auswirkung auf das Hebelvermögen der Rute im Drill? Oder sollte ich besser einen Fore-Grip bauen (zweigeteilt)

DANKE
lg



Geschrieben von Reinhard 02 am 05.01.2017 um 18:37:

 

zu 1. Ja, man kann, wenn nämlich zu viel unötiges Gewicht die Performance eines blanks verschlechert.
Bei dem blank aber völlig egal.

zu 2. Anzahl der Ringe ist weniger von der Schnurklasse, sondern mehr von der Länge der Rute abhängig.
Standart ist Rutenlängi in Fuß + 2, incl. Spitzenring.

zu 3. der Abstand des Leitrings orientiert sich eher an einem Abstand Griff (-oberkante) den zum Spitzenring und ist mehr von deiner Armlänge als vom Drillvermögen abhängig - bei mir ca. 45cm, da kann ich die Schnur nach dem Schiessenlassen bequem greifen. Je kürzer der Abstand, desto steiler wird der Schnurwinkel beim Doppelzug.

zu 4. das Hebelvermögen ist abhängig davon, wo deine Hand im Drill an den blank greift, ob da jetzt Griffmaterial drauf ist oder nicht ist egal. Es gibt einige Firmen, die einen verlängerten Griff bauen, bei dem der "Kampfgriff" direkt an den normalen Griff anschliesst, da liegt die Hand etwas weiter unten als bei Ruten, die einen extra Vorgriff mit Abstand montieren. Was objektiv besser ist????

Ich mag es beim Drill lieber bequemer, da greife ich lieber etwas weiter oben = separater Vorgriff


Reinhard



Geschrieben von Helmholtz am 07.01.2017 um 09:41:

 

Ich beschäftige mich gerade mit ähnlichen Themen, da ich bis Mai zwei 12WT aufbauen muss/darf.
Zu 1 bis 3 kann ich nichts sagen, da bin ich zu wenig erfahren.

Bei 4 muss man aufpassen. Diese Kampfgriffe geben einem im Drill das Gefühl, mehr Druck ausüben zu können. Gefühlt geht der Drill dann leichter, weil der Fischer mehr Hebelarm zur Verfügung hat.
Allerdings beraubt man die Rute dann um ihr kräftigstes Teil, nämlich dem Butt.
Vereinfacht gesagt und wenn man mit der Hand wirklich weit oben greifen würde, würde man bei einer 4 teiligen Rute nur mit den obersten 3 Teilen drillen. Von dort geht die Kraft dann ja direkt in den Arm.
Was dann passiert ist klar, die Rute bricht.

Sieht man hier schön, er greift hoch und *knack*:

https://www.youtube.com/watch?v=ihDynJH-cUM

Deshalb raten viele erfahrene Grosswildjäger, nicht hochzugreifen, sondern im flachen Winkel und mit der ganzen Rute zu drillen.

Nun das ABER: Ich habe selbst einen XI3 in 12WT hier, und der hat bereits das Label so weit oben, das ein Kampfgriff vorgesehen ist. Ich gehe davon aus dass die 14WT das auch so hat.
Da Wird der Blank wohl dafür ausgelegt worden sein (Fasern).

Lange Rede gar kein Sinn: Split oder nicht ist egal. Es geht nur um den Hebelarm. Und da würde ich nicht weiter hoch gehen wie SAGE das auch tut, also bis kurz vors Logo.

Grüsse


Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH