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Geschrieben von sepp73 am 19.10.2018 um 18:45:
Da kann man nur noch kotzen...
Servus Leute,
bin grad schwer am rum keifen und werd mir heut sicher noch einen hinter die Binde kippen.
Hab ja, wie schon öfter erwähnt, vor gut 2 Wochen meine TAC Fireneedle Fly in Klasse 12/13 als Spinrute fertig gebaut. Der Stecken fischte sich super, aufgrund der relativ durchgehenden Aktion hatte ich mit Mono halt einige Aussteiger, mit Geflecht gabs keine Probleme. Hatte damit sicher bereits 10 gute Forellen auch aus starker Strömung heraus gezogen, so auch heute wieder ne schöne 43er Rainbow. Fischte dann an einem tiefen Loch und hab den 9g Wobbler sicher schon 20x durch den Pool zuppeln lassen, wartete jederzeit auf den fetten Biss als es mitten im Wurf ein lautes Knack gab und das Spitzenteil versuchte meinen Köder einzuholen.
Das 2. Teil von vorn hats tatsächlich so 3-4cm unterhalb der Verbindung zum ST zerlegt...
Man kennt ja so manchen Billig-Stecken, bei dem man ja eh schon drauf wartet, dass es mal knack macht, bei der FN hätte ich aber nie dran geglaubt. Die fischte sich ungemein souverän mit den kleinen Wobblern. Gab ja schon einige ausm Forum die damit auch im Salzwasser fischten und der Stecken hielt auch dem Stand.
Ich geh ja von einem Materialfehler aus, der Bruch ist relativ glatt. Hoffe ich krieg von tackle ein Ersatzteil. Es handelt sich halt wohl noch um einen Prototypen, von daher kanns auch sein dass es nix mehr gibt...
Gruss, Sepp
Geschrieben von MeFo-Schreck am 19.10.2018 um 18:52:
RE: Da kann man nur noch kotzen...
Scheisse

, mein Mitgefühl hast Du.
Wenn ich dran denke, was ich meiner FN-Fly # 12/13 inzwischen als Spinnrute neben den harten Drills zugemutet habe, also unter anderem
massive Hänger zu lösen, dann kann ich bei Deinem Blank wirklich nur von einem Materialfehler oder eine Vorschädigung ausgehen...
Geschrieben von sepp73 am 19.10.2018 um 19:00:
RE: Da kann man nur noch kotzen...
Merci für deine tröstenden Worte...
Vorschaden hatte sie sicher keinen, die hatte mit noch gar nix Kontakt, gefischt hah ich sie nur in der Salzach also kein Problem mit Geäst oder so und auch größere Hänger hatte ich damit nicht. Dabei hätt ich es ja noch verstanden aber bei nem besseren Wurf mit einem 9g Wobbler...
Naja, gehe immer noch davon aus dass es Ersatz gibt, auf dem Teil sind eh nur 2 Ringe und gewickelt hab ich ganz einfach in schwarz, von daher ist das Teil in wenigen Minuten wieder einsatzbereit...
Gruss, Sepp
Geschrieben von Tölkie am 19.10.2018 um 19:42:
RE: Da kann man nur noch kotzen...
Auch mein Mitleid und Prost
Geschrieben von sam1000-0 am 19.10.2018 um 20:27:
Ist ärgerlich immer sowas zu lesen
Die Erfahrung hatte ich auch mal und kenn dieses Gefühl,ich fühle mit dir.
Kopf hoch,auf ein Neues

RIP
LG Michael
Geschrieben von Reinhard 02 am 20.10.2018 um 09:52:
Das ist ärgerlich!.
Was ist denn dieser glatte "Ring" um den abgebrochenen "Zapfen"?
War da eine Zierwicklung über der Bruchstelle?
Reinhard
Geschrieben von bananajoe am 20.10.2018 um 12:53:
Ja ich will da wirklich nix anheizen, aber ich bin echt kein materialkiller, aber ich habe bei meiner fn 2 -45g, sowohl spitze als auch unteren teil zerbrochen, daher für mich die letzte fn....
Meine fn1 -16g hat 2jahre ohne mucken alles gemacht und tut dies bei einem kumpel von mir auch weiter.
Tja shockbelastung, materialfehler, vorschädgung, dass ist sehr müßig....
Da meine quasi neu in der spitze gebrochen ist, fand ich das schon komisch ind war auch sehr ernüchtert....
Im urlaub flog dann bei einem auswurf 3/4 der rute hinterher...
Wie gesagt ich bin ein Angler, der sein equipment wohlwollend behandelt....
Geschrieben von Il Dottore am 20.10.2018 um 17:34:
Hi Sepp,
sehr ärgerlich wenn sich ein neuer Stock verabschiedet, aber vielleicht gibt es ja das notwendige Teil noch. Dem Bruchbild nach sieht es nicht aus als hättest du ihr was angetan.
Kopf hoch !!!
Grüße
Otti
Geschrieben von MeFo-Schreck am 20.10.2018 um 19:58:
RE: Da kann man nur noch kotzen...
| Zitat: |
Original von MeFo-Schreck
Wenn ich dran denke, was ich meiner FN-Fly # 12/13 inzwischen als Spinnrute neben den harten Drills zugemutet habe, also unter anderem massive Hänger zu lösen, dann kann ich bei Deinem Blank wirklich nur von einem Materialfehler oder eine Vorschädigung ausgehen... |
Ich kann hier auch nur noch mal betonen, dass meine FN-Fly # 12/13 heute wieder absolute Schwerstarbeit ohne Murren verrichtet hat

, als sie einen mit Wasser vollgesaugten und deswegen untergegangenen rund 2,20 m langen Holzpahl mit rund 10 cm Durchmesser nach einem Hänger über 15 m weit aus dem dort rund (bei Flut) rund 1,2 m tiefen Wasser "geborgen" hat!
Wer schon mal so einen vollgesaugten Holzpfahl in der Hand hatte, weiss wie "sackschwer" so ein Teil ist...
Geschrieben von Wolfgang-K am 20.10.2018 um 20:15:
Rutenbruch
Hallo Sepp,
ist immer schade so etwas zu sehen, aber ich kann dir nur sagen es liegt nicht an Dir, sondern allgemein an zu Hochgezüchteten Blanks einfach,
Habe letztes Jahr eine Orvis Reecon und eine Greys abgerissen, und das ging ganz fix ohne jede große Sache
Schade drum aber die Blanks sind Hauchdünn in der Wandstärke ( 80 cm von unten) hatte sie 0,7 mm Wandstärke.
Ist also fast nix.
Gruß der Alpenfische Wolfgang
Geschrieben von Tölkie am 21.10.2018 um 00:24:
RE: Rutenbruch
| Zitat: |
Original von Wolfgang-K
Hallo Sepp,
ist immer schade so etwas zu sehen, aber ich kann dir nur sagen es liegt nicht an Dir, sondern allgemein an zu Hochgezüchteten Blanks einfach,
Habe letztes Jahr eine Orvis Reecon und eine Greys abgerissen, und das ging ganz fix ohne jede große Sache
Schade drum aber die Blanks sind Hauchdünn in der Wandstärke ( 80 cm von unten) hatte sie 0,7 mm Wandstärke.
Ist also fast nix.
Gruß der Alpenfische Wolfgang
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Ich fische jetzt seid Jahren die HM Blanks von FA, die sehr leicht konstruiert sind und bisher gab es nur einen Bruch als ich mit aller Gewalt einen Hänger lösen wollte. Da hatte ich Blödmann die Rute schon krumm und habe dann noch mal geruckt... :-(.
Was will ich sagen, die hochmodellierten Blank sind sicher sehr gut belastbar, solche Fasern werden ja in der Flugzeugtechnik und bei anderen div. wichtigen und hoch belasteten Teilen eingesetzt.
Dieser glatte Bruch sieht mir komisch aus... tippe da auf Materialfehler oder falsche Wickelung der Matten. Mir sieht der Bruch auch so glatt aus ...?
Liebe Grüsse Bernd
Geschrieben von Einsteiger am 21.10.2018 um 18:49:
Mein Mitleid auch Sepp ! drink eine Bier mehr und dann wird’s besser Prost
@Bernd : habe auch eine illex vor Jahren beim hängerlösen von zwei auf drei teilige gemacht und zwar nicht am Wasser sondern Äste draußen, gelöst und der Jigköpf kam wie ein Kugel aufm blank!!!

ich will aber nicht mehr missen!!!
LG Pren
Geschrieben von sepp73 am 22.10.2018 um 07:46:
| Zitat: |
| Was ist denn dieser glatte "Ring" um den abgebrochenen "Zapfen"? |
Servus Reinhard,
bei der FN ist diese x-förmige Deckwicklung an der Oberfläche und die hört eben kurz vor den Steckverbindungen auf. Der Bruch erfolgte tatsächlich in dem Bereich, wo die Wicklung aufhört...
| Zitat: |
| drink eine Bier mehr und dann wird’s besser Prost |
Hab ich gemacht und bin am nächsten Tag mit ner X-zoga losgezogen...
Ist ja nicht so das nicht noch diverse andere Stecken rumliegen würden...
Gruss, Sepp
Geschrieben von Tölkie am 22.10.2018 um 10:01:
| Zitat: |
Original von sepp73
| Zitat: |
| Was ist denn dieser glatte "Ring" um den abgebrochenen "Zapfen"? |
Servus Reinhard,
bei der FN ist diese x-förmige Deckwicklung an der Oberfläche und die hört eben kurz vor den Steckverbindungen auf. Der Bruch erfolgte tatsächlich in dem Bereich, wo die Wicklung aufhört...
Gruss, Sepp |
@ all
an dieser Stelle würde ich gerne mehr erfahren, wobei ich von vorne herein sagen möchte und das fett unterstreichen will, hier geht es jetzt nicht um eine bestimmte Marke oder sogar um die Herabsetzung einer Marke.
In einem alten Beitrag, finde ihn leider nicht mehr, vl. war er aber auch in einem anderen Forum, hatte jemand schon mal über Sinn und Nichtsinn von diesen X förmigen Verstärkungen am Blank gesprochen, die man ab und zu bei div. Blanks/ Ruten findet. Dort wurde behauptet, dass die Haltbarkeit durch solche Querwickelungen sogar eingeschränkt wird, zumindest auf Dauer, da die Fasern gegenläufig liegen und gegeneinander reiben würden bei der Verformung des Blanks.
Bei meiner Zeit am Wasser spielt das vermutlich keine Rolle, da meine Zeit eingeschränkt ist, aber wie sieht das bei Dauerbelastung aus? Hat das tatsächlich einen Einfluss und warum macht man solche X Wickelungen überhaupt?
In einem anderen Forum wurde gerade eine Rute gehipt, dort wurde auch die Aussage getroffen, dass man dort das hochwertigeste Toray Material einsetzt, welches sonst nur im absoluten Premiumbereich zu finden sei. Auf Nachfrage von einem Bekannten, wurde das nachher eingeschränkt und man sprach in dem Fall nur noch davon, dass die X Wickelung aus dem Material sei und nicht der Blank selbst. Man muss schon aufpassen

.
Ihr wisst ja, dass ich mich ein wenig mit FA auskenne bzw. mich damit beschäftige. Nach meinem Wissenstand richtet man dort die Fasern immer längst des Blanks aus, man verwendet auch nicht nur eine Qualität, sondern setzt unterschiedliche Matten an bestimmten Stellen ein, um gewisse Eigenschaften zu erreichen. Über die Längsausrichtung der Fasern erreicht man also eine hohe Elastizität und kann die Blanks sogar noch leichter bauen als es andere tun. Ein echt krasses Beispiel ist hier die Hers mit 72gr bei 8,6f und einem realen WG bis 40gr. Auch HR hat schon den ein oder anderen Blank gemacht, der extrem leicht und trotzdem sehr belastbar ist/ war.
Vl. macht das ja jeder und es ist nichts besonderes. was ich oben beschrieben habe. Aber in dem Fall hier, macht es natürlich wenig Sinn, sofern die X-Wickelung nicht nur dem Design dient, sondern der Haltbarkeit, dass die Wickelung an dieser Stelle aufhört. Die Bruchstelle hier sah auch ganz anders aus wie damals bei mir als ich eine Blaas XF geschrottet habe, dort war der Bruch nicht so glatt ... und der Blank hat sich auch längst gespalten, zumindest auf einigen Zentimetern...
LGB
Geschrieben von Wolfgang-K am 22.10.2018 um 20:20:
Rutenbruch
Hallo Zusammen,
Aktuelle Bilder einer Grays Streamflex #5
Alle Brüche meiner Ruten in den letzten 3 Jahren sahen alle so aus,
dieser Bruch wurde von mir unterm Mikroskop angesehen, und man kann
sehr gut erkennen das ein kleines Loch im Blank ist, hervorgerufen durch einen Blank Treffer mit einer 3,8 mm Tungsten Fliege .
Leider kommt es immer wieder mal vor und ist in der Regel immer Tödlich für den Blank. Ist schade aber nicht immer zu vermeiden.
Gruß Wolfgang der Alpenfischer.
Geschrieben von Helmholtz am 23.10.2018 um 08:14:
Mein Beileid... Das ist immer meine grösste Angst nach X stunden Bauzeit.
Was mich etwas erstaunt ist, dass es ein Ermüdungsbruch zu sein scheint. Also nicht bei der ersten Belastung, sondern nach vielen Zyklen.
Ich belaste meine Ruten seit einiger zeit immer bevor ich sie zum ersten mal fische.
Also Rolle dran, backing durch (Fliegenrute), backing irgendwo anknoten, bremse zu, und denn mal ordentlich durchbiegen aus versch. Winkeln.
Aber vermutlich hättest dus da auch nicht bemerkt... Und auch wenn schon, kaputt wäre sie dennoch gewesen.
Habe auch eine FN und habe den übergang zwischen crossweave und uni kritisch beäugt... Hm
Patrick
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