Rutenbauforum (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/index.php)
- Rutenbau (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/board.php?boardid=36)
-- Projekte (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/board.php?boardid=85)
--- Gemeinschaftsprojekt NGC vs. KR Concept vs. Standard Beringung (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/thread.php?threadid=12214)
Geschrieben von Reinhard 02 am 14.11.2018 um 21:11:
RE: Gemeinschaftsprojekt NGC vs. KR Concept vs. Standard Beringung
Prinzipiell ein gutes Projekt, allerdings unnötig aufwendig.
Ich würde nur mit einem blank arbeiten, den ich provisorisch beringe.
Wen die Ringe angetapt werden, sind sie schnell gewechselt und man kann unter den gleichen äußeren Bedingungen -Wind, Luftfeuchtigkeit... - werfen. Nur den Spitznering würde ich mit Heisskleber fixieren.
Außerdem schliesst man dadurch eventuelle Unterschiede "baugleicher" blanks aus.
Gerade bei den günstigen blanks kann ich mir sowas durchaus vorstellen.
Ich habe früher einige Karpfenrutenpäarchen aufgebaut, viele von Sportex, die deutliche Unterschiede aufwiesen, obwohl ich sie gleichzeitig beim gleichen Händler bestellt habe.
Außerdem wäre noch ein Testaufbau faule Seite versus Springpunkt interessant.
Reinhard
Geschrieben von MAT am 14.11.2018 um 22:13:
Cool das mal einer schreibt, dachte schon es interessiert überhaupt keinen
Reinhard guter Hinweis bezüglich der Unterschied in einer Serie und dein Gedanke bezüglich antapen der Ringe. Ich mach das durchaus auch bei meinen Ruten das ich erstmal probeweise antape, allerdings zieh ich damit dann irgendwie doch nicht so durch wie mit den fertigen Ruten und eventuell wirken sich flexiblere Ringe (etwas weich durch das Antapen) ja auch negativ auf das Wurfergebnis aus.
Insbesondere bei deiner Idee faule Seite mit harter Seite zu Vergleichen könnte ich mir vorstellen, dass man mit angetapten Ringen diese kaum auf der harten Seite richtig halten kann und diese eventuell noch mehr ausweichen.
Außerdem ist das sorgfältige, gleichmäßige antapen durchaus auch recht aufwändig und wenn man dann z.B. noch den Einfluss der Schnur und der verwendeten Rollen mit betrachten will fände ich es mit mehreren Ruten unterschiedlich aufgebaut etwas komfortabler. Man könnte die fertigen Testruten dann unter den Projektteilnehmer austauschen (zuschicken), leider kommen wir ja doch alle aus unterschiedlichen Ecken der Republik und jeder könnte dann seine Test selbst machen, seine Schlüsse ziehen und man könnte hier fachsimpeln.
Eventuell mach ich den Vergleich aber dann tatsächlich wie du vorgeschlagen hast mit einem Blank und getapten Ringen selbst, nachdem hier scheinbar kein großes Interesse an einem solchen Gemeinschaftsprojekt besteht.
VG
Matthias
Geschrieben von Tölkie am 14.11.2018 um 22:43:
Hi Matthias
Habe lange überlegt, ob ich was schreiben soll. Die Idee ist ja erstmal gut, aber persönlich hätte ich mich nicht beteiligen wollen.
Ich habe es schon gerne so gut wie möglich, aber teils entscheide ich für mich auch einfach nur für das bessere Aussehen (m.M. nach).
Anfangs habe ich nur nach dem Beringskonzept von CMW aufgebaut. Später, als ich mehr Erfahrung hatte, habe ich NGC entweder übernommen oder je nach Blank etwas abgewandelt. Mittlerweile hat mich KR auch eingefangen, besonders bei den leichteren Blanks mit feiner Spitze. Da finde ich die kleinen Ringe einfach schick. Und ich würde vermuten, dass gerade die kleinen und leichten Ringe einen Blank weniger stark verändern. So meine ich einen Unterschied bei meiner leichten Blaas 17, die zuerst nach NGC mit Stahl SIC Ringe aufgebaut war und die ich jetzt mit Titan Ringen nach KR umgerüstet habe, zu spüren.
So habe ich mittlerweile für mich einen guten Weg gefunden mit dem ich sehr zufrieden bin.
Trotzdem würde es mich, falls Du an Deiner Idee fest hälst, freuen noch was dazu hören.
Liebe Grüsse Bernd
Geschrieben von MAT am 15.11.2018 um 07:35:
Hi Bernd,
schön das du schreibst. Ich handhabe das im Prinzip genauso wie du. Meine letzten Aufbauten waren im letztlich alle am NGC angelehnt, aber nicht streng danach ausgeführt. Die meiner Meinung nach wesentlichen Gedanken dahinter, schnelle Reduktion der Ringgrößen und relativ viele aber kleine Ringe auf der Spitze habe ich dabei eingehalten. Allerdings habe ich aufgrund der Optik den Übergang von Reduction Guides zu Running Guides etwas geglättet und ich habe auch meist mit kleiner werdenen Ringabständen in der Spitze gearbeitet.
Für viele Ruten ist es ja auch nicht so entscheidend den letzten cm Wufweite raus zu holen. Trotzdem würde ich mal gern wissen was an den Theorien dran ist, einfach um eine bewusste Entscheidung fällen zu können ob mir an der Rute die Optik wichtiger ist oder ich doch auf Wurfweite wert lege und die Beringung entsprechend wähle. Vielleicht widerspricht sich das ja auch nicht ....?
Sollten sich hier kein Begeisterten für dieses Projekt melden, habe ich mir jetzt überlegt das ganze an einer alten Fertigrute von mir durchzuziehen. Damit bräuchte ich eigentlich nur noch die Ringsätze und der finanzielle Aufwand hält sich in Grenzen.
Viele Grüße
Matthias
Geschrieben von Reinhard 02 am 15.11.2018 um 10:29:
Mach es so, Mathias, das wird das Beste sein.
Ein anderer wichtiger Punkt bez. Weitwerfen ist natürlich noch die Schnur, die Rolle und die Rollenfüllung und letztendlich die Wurftechnik.
Im Castingsport wird die Füllung der Rolle sehr wichtig genommen, sie wird immer randvoll gemacht. Außerdem haben die Rollen deutlich konische Spulen.
Die Ringe weren dagegen eher vernachlässigt, es werden immer üüüüübergroße Ringe verwendet, selbst im Spitzenbereich: Startring ca. 10cm - Spitzenring ca. 3cm Innendurchmesser bei den 2-Hand-Weit-Ruten! Und das bei Spulendurchmessern, die deutlich geringer sind als die Ringe. Auch die Einhandruten, die einer normalen 2,4m Spinrute ähneln, werden große Ringe verwendet.
Reinhard
Geschrieben von Flow am 17.11.2018 um 15:03:
Moin,
klasse Idee... nur ich befürchte man muss die Beringungskonzepte unter „Laborbedingungen“ mit ein und demselben Blank durchführen um halbwegs belastbare Ergebnisse zu erzielen. Außerdem vermute ich ganz stark, dass die Unterschiede in der Leistung zu gering sind, so dass der eine oder andere Ringtyp ganz schnell seine „Magie“ verliert und das übliche „willhaben“ oder „findichgeil“ -Gefühl dahin ist
Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH