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Geschrieben von Qualitynine am 25.02.2009 um 21:14:
Metallabschlussring?
Hallo zusammen,
wie nennt man denn diese Metallüberschübe die die Steckverbindung stabilisieren?
Benötigt man so einen Metallring oder ist eine Wicklung an der gleichen Stelle besser?
Oder ist der Blank dort auch ohne Verstärkung stabil genug?
Wo kann man denn diese Metallringe bekommen?
Gruß
Q9
Geschrieben von derextremexxl am 25.02.2009 um 21:40:
Servus Q9
Würde dort keinen Ring plazieren. Eine Wicklung ist hier die bessere Wahl. Erst mal muss dein Ring zu 100% passen. Je nach Blank verformt sich dieser bei starker Biegung. Hier ist dein Blank nicht mehr rund, sondern oval - macht das dein Ring mit? Vermutlich nicht! Eine Wicklung passt sich hier wesentlich besser an.
Man kann einen hin machen, aber ich würde da eher abraten.
Grüße,
Alex
Geschrieben von Olaf Karsten am 25.02.2009 um 21:48:
RE: Metallabschlussring?
Aus Stabilitätsgründen ist bei allen guten Herstellern weder eine Wicklung noch ein Ring an der Steckung notwendig. Die Wicklung/Lackierung schützt eher vor Abnutzung durch Stossen und ein bisschen auch vor Splittern für die grobmotorigen Auseinandereisser.
Eine Metallring sollte dünn und beweglich sein, um den Blank nicht seiner natürlichen Verformung zu berauben.
Olaf
Geschrieben von Qualitynine am 25.02.2009 um 21:58:
Hallo zusammen,
vielen Dank für die schnellen Antworten.
Ich hatte den ganzen

Shop durchforstet ohne was zu finden.
Werde dann aber doch eine Wicklung dort anbringen
Gruß
Q9
Geschrieben von takezo am 23.03.2009 um 16:50:
RE: Metallabschlussring?
für mich hat das bezüglich des evtl. splitterns schon sinn gemacht, über die verformung habe ich allerdings so noch nicht nachgedacht. meint ihr denn wenn ich passgenau (papas drehbank) einen dünnen ring anfertige das evtl sogar zu beschädigungen am blank führen kann?? ich meine klar ist das sich der metallring natürlich nicht in dem gleichen maß mitverformt wie der balnk, hat da jemand schon negative erfahrungen gemacht (evtl gerade bei leichten ruten, wgbis 30,45gr)?
Geschrieben von Mefotom am 23.03.2009 um 18:23:
Hallo,
ich fische einige Ruten mit den Metallringen, und bis jetzt ist noch keine kaputtgegangen. Auch nicht bei stärksten Belastungen.
Grüße Thomas
Geschrieben von AngelDet am 23.03.2009 um 18:24:
RE: Metallabschlussring?
| Zitat: |
Original von takezo
hat da jemand schon negative erfahrungen gemacht (evtl gerade bei leichten ruten, wgbis 30,45gr)? |
Ich fische einige Seatrout-Ruten in ~3,10m von Balzer mit Überschubendring, und gerade die bekommen die bösen Einsätze

übergebraten, heftig Hänger lösen, aber da tut sich an dem Ringlein rein gar nichts.
Das ist nach meiner Beurteilung mehr eine kosmetische Sache, als dass es wirklich Nutzen oder Schaden macht.
Geschrieben von Mefotom am 23.03.2009 um 18:32:
@det,
so ist es. Einzig wenn mal die Spitze irgendwo gegenschlägt oder aufdozt ist sie so besser geschützt.
Grüße Thomas
Geschrieben von takezo am 23.03.2009 um 18:32:
RE: Metallabschlussring?
Besten Dank, dann werde ich mir wohl wie ursprunglich angedacht welche drehen. Werde die Ringe jedoch nicht allzu breit anfertigen, denn so ganz ist ads Argument mit der Verformung ja nich zurückzuweisen.....
Gruß,
Takezo
Geschrieben von Mefotom am 23.03.2009 um 18:39:
Hallo takezo,
ich habe meine Ringe mal nachgemessen, sind alle zwischen 8-10mm breit.
Grüße Thomas
Geschrieben von AngelDet am 23.03.2009 um 18:43:
| Zitat: |
Original von Mefotom
Einzig wenn mal die Spitze irgendwo gegenschlägt oder aufdozt ist sie so besser geschützt. |
Ja das stimmt ja auch, öfter mal werden die zerlegten Ruten auch "nackt" transportiert, nur Klettbänder usw.
Im Futteral oder Schutzüberzügen ist es wieder anders.
Geschrieben von derextremexxl am 23.03.2009 um 21:56:
Fischt denn von euch jemand Ruten wo gar nichts am Überschub ist? Weder ein Ring, noch eine Wicklung? Würde das Blank bei Belastung dann Splittern oder würde es auch so halten?
Grüße,
Alex
Geschrieben von AngelDet am 23.03.2009 um 22:01:
Also ich wickle das immer ab, auch wenn wie bei einigen neuen Ruten dort nur so eine Verstärkungscarbonschicht ist.
Bei Teleruten weiß ich 100%, dass diese Tubus-Enden bei etwas mehr Last ohne Ring oder Wicklung aufsplittern - das ist Fakt!
Bei den relativ etwas dickeren Steckteilewandungen mag das besser halten, aber das Aufspleißen und Aufsplittern ist an sich das zu Erwartende.
Geschrieben von Olaf Karsten am 23.03.2009 um 22:51:
Korrekt. Jeder Markenhersteller sollte die Steckverbindung so designen, dass dies ohne zusätzliche Verstärkung hält. Im RodmakerMagazin war mal ein Artikel mit Aussagen diverserer Hersteller. Alle haben gesagt die Steckverbindung hält ohne Verstärkung. Fast alle empfehlen dennoch eine kleine Verstärkung zum Schutz vor Abnutzung. Es ist wahrscheinlicher, dass an der Steckung durch Transport/Handhabung Faserablösungen entstehen, als das bei Nutzung irgendwas bricht. Also ein leichter Schutz reicht. Da reichen ganz wenige Wicklungen + dünne Lackschicht.
Olaf
Geschrieben von habitealemagne am 23.03.2009 um 22:54:
Na ich hab kürzlich so einen Vorführblank gesehen, der an der Steckung schon ein wenig gelitten hat, wurde wohl schon öfter vorgeführt. Direkt an der Kante waren leichte Materialeinrisse, oberflächlich zu sehen.
Geschrieben von Olaf Karsten am 23.03.2009 um 23:04:
Jepp, genau das ist gemeint. Die Steckung geht nicht beim Fischen kaputt, aber beim Handling fangen irgendwann die Fasern an sich zu lösen. Man kann ja kaum vermeiden, dass man damit anstösst usw. Deshalb braucht es keine Verstärkung oder gar Metallringe. Es braucht nur einen Schutz. Denn kann man ganz klein und leicht halten.
Geschrieben von AngelDet am 23.03.2009 um 23:10:
Ich bin da schon ein bischen skeptisch.
Denn: es hängt auf jeden Fall auch von den geplanten und realisierten Hebelasten ab.
Ich habe aber gerade mal im Heft CMW Rutenbau nachgeschaut: Nichts zum Abwickeln der übersteckten Spitzenteile.
Außer bei der Reparatur, wenn man 2 auseinandergeknackte Teile wieder mit einem Zapfen zusammensetzt und dann abwickeln MUSS.
Mach ich das da nicht sehr akkurrat, spleißt das Material ratz-fatz auf, und das hab ich bei Reparaturen schon alles selber ausprobiert.
Sind die Übersteck-Enden soviel stabiler als die Mitte ausgelegt? Also bei vielen Blanks sehe ich das nicht.
An sich brauchen wir ja mal Zerstörtests
Auch die Frage mit dem "Kann man eine Rute beim Auswerfen zerbrechen?" geistert noch durch die iNet-Welt. So ab 3m+30g kann ich glaub ich schon.
Geschrieben von Olaf Karsten am 23.03.2009 um 23:29:
| Zitat: |
Original von AngelDet
geistert noch durch die iNet-Welt. So ab 3m+30g kann ich glaub ich schon.
|
Kommt auf den Hersteller an. Aber da wollen wir hier mal niemanden weh tun.
Ich glaube

:
Die Kunst ist ja die Steckung so zu machen, dass sich Kraft und Aktion dort nicht vom Rest des Blanks unterscheiden. Sonst - falls die Steckung zum Beispiel zu steif und kräftig ist - entsteht mitten im Blank ein steifer Spot. An den Enden des Spots ist die Belastung extrem hoch und dann bricht dort der Blank auch gerne mal. Deshalb bin ich auch immer sehr skeptisch, wenn jemand behhauptet die Rute sei an einer schwachen Steckung gebrochen. Ich glaube die bricht eher wegen einer zu sehr verstärkten Steckverbindung. Heben tut die Rute im Handteil, nicht an der Steckung. Ist die Steckung zu Schwach, bricht auch nicht die Rute, sondern das Ding splittert auf. Das habe ich bisher überhaupt noch nicht gesehen oder gehört. Was nicht heisst, dass es nicht passieren kann. Ich halte den Fall der übermässigen Verstärkung aber für relevanter und häufiger vorkommend.
Olaf
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