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Geschrieben von Hamiota am 20.06.2009 um 07:49:

  Gegengewicht - ja oder nein?

Um eine 230gr. wiegende Rute auszubalancieren, die, wenn ich sie am Rollenhalter gehalten, mit der Spitze auf eine Waage lege 10gr. Auflagegewicht hat müßte ich 75gr. zusätzliches Gewicht an der Abschlußkappe anbringen. Macht das wirklich Sinn? Was meint ihr dazu?



Geschrieben von Olaf Karsten am 20.06.2009 um 09:19:

  RE: Gegengewicht - ja oder nein?

Ich würde mich da scheuen, aber es gibt andere Leute mit anderen Meinungen dazu. 75g wären mir zuviel. Ich würde die Rute mit und ohne Gegengewicht probefischen und mich dann entscheiden.

Olaf



Geschrieben von Pettersson am 20.06.2009 um 09:24:

 

Hallo Hamiota !

Ob das Sinn macht ist glaub ich auch ein wenig subjektives Empfinden, wie kopflastig die sich anfühlt.
Du schreibst die Rute hat 230g mit den Gewicht halt 305g, wahrscheinlich fühlt sie sich dann beim fischen nicht schwerer an, eher sogar leichter.
Die 75g hast Du dort wo das Gewicht eh weniger zu spüren ist.



Geschrieben von fluefiske am 20.06.2009 um 10:21:

 

Wie Olaf meint,ist es eher die Scheu,solch ein Gewicht am Griffende einzubauen.
Da hat man lange gesucht,um einen leichten Blank zu finden und dann soll man noch zusätzlich Gew. anbringen ?
Bei meiner Tusk,die für das Wg. von 60-120g ausgelegt ist und eine leichte,aber nicht störende Kopflastigkeit hat,habe ich mal probeweise 50g in das Griffende integriert.Ich möchte wetten,daß jeder,der sie in die Hand genommen hätte,sie trotz des Gewichtes als leichter empfunden hätte.
Ich habe es trotzdem weggelassen - Scheu eben.Ich werde das in ein paar Wochen in Norwegen testen und ev. das Gew. später einbauen.
Bei meiner Matchrute habe ich 35g im Griff versenkt,fühlt sich wesentlich besser an.
Die wesentlich bessere Balance,die ich durch ein Gewicht erreiche,müsste eigentlich die Scheu überwinden helfen.
Probier es doch einfach aus.Du bist doch Tüftler,kannst es doch wieder ändern,was ich aber nicht annehme.

Gruß Erich



Geschrieben von AngelDet am 20.06.2009 um 10:57:

 

Das ist schon ein wichtiger Faktor mit der "Scheu" davor. großes Grinsen

Das höhere aber balancierte Ruten+/Rollengewicht (sollte insgesamt gemacht werden!) empfindet man als leichter.

Wenn man zuviel Gewicht unten hinbaut, kann diese je nach Blank aber auch unangenehm nachschwingen.
Die höhrere Massenträgheit was Anschlag etc. betrifft betrachte ich mal gar nicht.

Die Schwingungsausgewogenheut und Dämpfung, hier beim Nachschwingen nach dem Wurf - was sehr starke Belastungen auf die Hände bringt, das unterscheidet ja z.B. gerade sehr gute hochwertige Blanks von einfach gemachten. Diese Dynamische Balance darf man meines Erachtens durch die Statische Blancierung möglichst nicht stören. Das ist vlt. nicht nur "Scheu" ...
Und gute Kompromisse zu finden ist nicht einfach.

Ich habe es hebelmäßig einfacher, wenn die Hauptführung am Vorgriff erfolgt und die Masse der Rolle mit positiv gegenbalanciert.
Dickeres und schweres Griffmaterial empfinde ich als bedeutend angenehmer denn schwere Endgegengewichte.



Geschrieben von Dienststelle-Ast am 20.06.2009 um 11:52:

 

Hallo,

ich hab es auch getan und mich beim Tuning erschrocken wie viel da "hinten rein muss" bis es passt.
Da scheinen dann ein paar Gramm Lack oder ein 5 cm kürzerer Griff viel auszumachen.
Meine MeFo-Rute, die mit den fast identischen Komponenten von Erich mit 195 gr. Gesamtgewicht aufgebaut wurde und in Balance ist, wiegt bei mir 250 gr..
Liegt wohl hauptsächlich an der Grifflänge. Denken1
Ich bin jedenfalls zufrieden mit dem Ergebnis und habe nicht das Gefühl, dass das Mehrgewicht ermüdet, da es ja an der richtigen Stelle sitzt.

Gruß Tom



Geschrieben von derextremexxl am 20.06.2009 um 13:26:

 

Denke so etwas muss man von Fall zu Fall entscheiden. Je leichter eine Rute ist, desto eher kann man ein paar Gramm hinten rein schieben. Wenn eine Rute bereits viel wiegt und man packt dann noch 100g oben drauf wird das vielleicht etwas zu viel.

Denke aber in diesem Fall kannst du ruhig die kompletten 75g drauf packen. Aber teste doch am besten mal selbst. Fisch sie mal ohne Gewicht, dann mit vielleicht 50g und dann mit 75g. Würde mich auch interessieren was die angenehmste Variante ist.

Meine erste Einschätzung ist hier, dass die Rute am angenehmsten in der Hand liegt wenn sie 100% ausballanciert ist.

Grüße,

Alex



Geschrieben von Hamiota am 20.06.2009 um 18:52:

 

Danke für eure prompten Antworten. Ich werde mich einfach mal überwinden und die schwere Last installieren. Wie Erich schrieb muß es ja nicht für immer sein. Wenn´s nicht passt - FLEX großes Grinsen großes Grinsen



Geschrieben von AngelDet am 28.10.2009 um 00:36:

 

Und, was hast Du rausgefunden, Georg? Winken1

(ich hoffe, Du hast nicht gleich 2K-bombenendfest beim probieren geklebt)



Geschrieben von Hamiota am 28.10.2009 um 20:42:

 

Bei der Rute um die es mir ging, handelte es sich um die Wettbewerbsrute. Ich habe die 75gr. eingebaut und war/bin bei Trockenübungen erstaunt wie gut sich die Rute anfühlt. Zum echten Einsatz ist die Rute noch nicht gekommen. Der Test am Wasser steht noch aus, ich bin mir allerdings ziemlich sicher, daß der erste Eindruck auch den bestehen wird.



Geschrieben von OnTheMove am 29.10.2009 um 09:16:

 

75g im Wettbewerbs blank! WOW das ist ne menge! Ich hab nur die Abschlusskappe mit 20g und würde vieleicht doch weniger haben. Du scheinst ja mächtig gewicht in den Spitzenteilen der Wettbewerbsrute zu haben.



Geschrieben von Pettersson am 30.10.2009 um 08:54:

 

Hallo !

Habe wie Hamiota auch 75 Gramm verbaut und hatte wie er schreibt im Trockentest ein wirklich gutes Gefühl dabei.
Leider ist ja meine Rute beim Heimtransport abhanden gekommen und kann leider keine angaben zum Echtbetrieb am Wasser abgeben.
Aber was sind schon 75 Gramm, für mich entscheidet wie sich die Rute anfühlt wenn mann sie in der Hand hällt und nicht die Anzeige der Waage.
Aber da sind wir wieder beim ewigen Thema Gewicht und seinen Auswirkungen, denke da kommt man nie auf einen Nenner, der einzig gangbare Weg ist in dieser Sache jeder tut wes er für richtig emfindet.



Geschrieben von OnTheMove am 30.10.2009 um 09:53:

 

Die sache ist nur, das ich wie andere auch den selben Blank auch aufgebaut habe, und mich wunder das so viel gegengewicht nötig ist, wo ich ausser der Abschlusskappe keinen gramm gebraucht habe.

Krass wie unterschiedlich das Subjektive empfinden ist.

grüße Markus



Geschrieben von Pettersson am 31.10.2009 um 18:51:

 

Hallo OnTheMove !

Ja genau, subjektives Empfinden ist der Ausdruck für dieses Phänomen.
Wahrscheinlich resultiert dieses Empfinden auf ganz einfache Dinge wie größe der Hände, Handwerker/Apotheker und natürlich auch, aber nicht nur der Aufbau der Spitzenteile im speziellen Fall wo in einmaliger Weise alle vom gleichen Blank reden.



Geschrieben von derextremexxl am 31.10.2009 um 19:50:

 

Zitat:
Original von OnTheMove
....Krass wie unterschiedlich das Subjektive empfinden ist....


Naja, die Kopflastigkeit ist aber eigentlich kein subjektives empfinden welches jeder anders empfindet. Sicher stört es vielleicht jemand der sehr kräftig ist etwas weniger wie jemand, der weniger kräftige Hände hat. Wenn ich aber eine Rute am Rollenhalter nehme (wie auch beim Fischen) und sie kippt vorn über ist sie kopflastig - und das ist nicht subjektiv. Wenn man die Rolle montiert kann es wieder etwas anders aussehen, daher sollte man die Kopflastigkeit mit montierter Rolle testen um nicht zu viel Gewicht einzubringen.

Der Unterschied zwischen Georgs Rute und z.B. der von Markus liegt schon mal daran, dass Georg einer der wenigen war, der seinen Blank komplett lackiert hatte. Dies bringt natürlich etwas Gewicht in die Spitze. Dann war soweit ich mich erinnere georgs Griff recht kurz gehalten. Wenige cm Unterschied bringen hier natürlich auch bereits Veränderungen.

Aber so ist es - etwas anderer Aufbau und schon ist die Ballance ganz anders. Aber schön schön waren sie alle Augenzwinkern

Grüße,

Alex



Geschrieben von OnTheMove am 01.11.2009 um 10:50:

 

Ok, der Lack erklärt einiges! hat ja bei meiner CTS auch einiges gekostet.

grüße Markus



Geschrieben von Pettersson am 01.11.2009 um 13:44:

 

Hallo !

Meinte mit meiner Ausführung nicht eine Rute die richtig an der Hand zerrt. Sowas sollte gar nicht mal passieren beim Aufbau.

Der Lack macht sicher was aus, meine war auch lackiert.
Wieder was gelernt, wieviel eine lackierte die Ballance verändert.



Geschrieben von kgbbg am 29.11.2009 um 10:50:

 

Gerade bei diesem Thema ist viel Subjektivität mit im Spiel. Die taktilen Sensoren und deren Verarbeitung im Gehirn sind halt für jeden anders.
Ich habe mal eine Berkley Skeletor 2,40 im Griffbereich gekürzt, weil dieser mir beim Bootsangeln einfach zu lang war.
Obwohl das abgeschnittene Ende nur etwa 16 Gramm wog, mußte ich durch den kürzeren Hebel, nachdem ich ein neues Butt-End angebaut habe, noch zusätzlich 28 Gramm einbauen, um ein gutes Handling wieder herzustellen... - und mir kommt´se deutlich leichter vor, weil man eben keine Kraft mehr aufwenden muß, sie gerade zu halten.



Geschrieben von fisherman82 am 29.11.2009 um 14:29:

 

Winken1 huhu Freunde :-)

mal ne kleine Frage an alle Kontergewichteverbauer...

Bemesst ihr das Kontergewicht im Handteil mit oder ohne Köder (bspw. GuFi) dran?

also nur Rolle dran und dann oder Schnur durch die Ringe und einen durchschnittlich schweren Köder vorne mit dran?


Ist das sinnig? Auszubalancieren, wenn das Gewicht des GuFis oder Wobbler etc mit eingerechnet ist? Hat das jemand mal probiert?


Danke schonmal Daumenhoch3



Geschrieben von hirs am 29.11.2009 um 20:54:

 

Winken1



Ich ,,kontere,, nur mit Rolle.

Mit Kunstköder macht da wenig Sinn. Die Ködergewichte schwanken ja. Auserdem wäre ne Menge an Gewicht nötig um das Mehrgewicht mit auszutarieren.



Gruß Matthias


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