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Geschrieben von derextremexxl am 07.07.2009 um 20:12:

  Lackieren oder Eloxieren - Vor-/Nachteile

Hallo in die Runde

Was ist die für euch beste Wahl beim einfärben von Metallteilen wie Winding Checks, Übergangsringe, Rollenhalter etc. Einige von euch Eloxieren ja ihre Metallteile, andere Lackieren sie.

Was sind für euch Vor bzw. Nachteile der beiden Varianten?

Grüße,

Alex



Geschrieben von Hamiota am 07.07.2009 um 21:50:

 

Eloxieren
Vorteil: haltbare Farbe, stabile Oberfläche
Nachteil: bestimmter Farbton schwierig zu treffen, relativ aufwändige Verarbeitung, nicht ungefährlich

Lackieren
Vorteil: bestimmter Farbton einfach zu treffen, unproblematische Verarbeitung
Nachteil: empfindliche Oberfläche



Geschrieben von takezo am 08.07.2009 um 23:00:

 

sehe das ähnlich, habe bislang für 2 ruten teile eloxiert. habe bei beiden ruten mehrere zierteile in jeweils 2 farben versucht zu eloxieren, beispielsweise rot u gold. nun immer den richtigen rot oder goldton zu treffen gestaltete sich als recht schwierig, mal war die färbung nicht stark genug, mal zu stark. da ich zum teil auch passgenaue teile angefertig habe u da diese bei einem fehlgeschlagenen versuch erneut abgedreht werden mussten, passten einige teile nicht mehr. dieses hatte zur folge das ich einige teile komplett neu anfertigen musste, da kommt irgendwann frust auf! Habe dann auch einige kleine zierringe verbaut die eben nicht genau den farbton hatten den ich versucht habe zu erzielen. nervt dann doch ziemlich wenn man das ständig vor augen hat unglücklich . stelle demnächst mal fotos davon rein.
fazit: wenn ich in zukunft mehrere teile gleicher farbe an einer rute verbauen will werde ich wohl lackieren (oder die teile fertigen wenn ich wirklich viiiiiieeeeellllll zeit habesmile )
bei einzelnen zierteilen ist das denke ich nicht so dramatisch u führt zu guten ergebnissen.
über die haltbarkeit kann ich bislang nichts sagen da die ruten quasi noch jungfräulich sind u im umgang noch keinen härtetests ausgesetzt waren.



Geschrieben von derextremexxl am 09.07.2009 um 00:51:

 

Servus

Aber wenn ich mehrere Teile für eine Rute auf einmal eloxiere und färbe müssten sie doch alle den gleiche Farbton haben - oder irre ich mich da? Habe selbst bisher noch nicht eloxiert und gefärbt. Aber wie ist es mit der Eloxierfarbe? Wie lange kann man die verwenden? Wenn ich z.B. 5 Teile für eine Rute eloxiere und diese Farbe vielleicht erst in einem halben Jahr wieder mal brauche - was mache ich mit der Farbe? Weg und neu anmischen?

Grüße,

Alex



Geschrieben von Hamiota am 09.07.2009 um 08:37:

 

Unterschiedliche Farbergebnisse beim gleichzeitigen Eloxieren können auch durch verschiedene Alu-Legierungen entstehen.

Soweit ich weiß, sind Eloxalfarben unbegrenzt haltbar.



Geschrieben von takezo am 09.07.2009 um 13:02:

 

aurfgrund meiner eloxierbehältnisse u einer gleichmäßigen stromverteilung habe ich alles einzelnd eloxiert (wobei das natürlich ein berechtigter einwand ist, beim nächsten mal werde ich eh ein anderes behältnis verwenden u hier dann dafür sorge tragen das ich zumindest probeweise auch mal mehr teile direkt eloxieren kann...)

die farbe habe ich angerührt in säurefesten behältnissen immer noch unter der werkbank stehen u habe eigentlich vor diese beim nächsten projekt nochmals zu verwenden. habe keine ahnung ob es da eine mindesthaltbarkeit bei den angerührten farbbädern gibt, werde ich dann aber ja sehen (zumindest wäre dann eine erklärung parat wenns mal nicht klapptsmile )

habe den eindruck das die temperatur während des eloxierens ganz entscheidend ist (ist ja eigentlich auch klar wegen porenverschlusses usw) wie überwacht ihr diese? mit welcher temperatur (im säurebad gemessen!) habt ihr die besten erfahrungen gemacht?



Geschrieben von hirs am 09.07.2009 um 19:45:

 

Winken1


ich eloxiere lieber. bin in dem bereich zwar auch noch kein profi, aber die teile die bisher eloxiert wurden, sind gut gelungen.

wenn aber eine lackierung gut gemacht ist, sehe ich da auch keine probleme.



mit unterschiedlichen alulegierungen hatte ich auch meine probleme. auch das säurebad hab ich mal ungewollt neutralisiert.... also immer schön spülen.... Lachen-5


die farben halten meines wissens ewig, solange keine verunreinigungen ins spiel kommen. die temperatur im becken messe ich mit einem thermometer.
beim eloxiervorgang hängt immer ein messgerät im stromkreislauf, um gegebenfalls auf temperatur-/stromschwankungen reagieren zu können...


Zitat:
da ich zum teil auch passgenaue teile angefertig habe u da diese bei einem fehlgeschlagenen versuch erneut abgedreht werden mussten, passten einige teile nicht mehr.


----> das problem hatte ich ebenfalls! abbeizen oder ätzen und anschließend frisch aufpolieren geht eftl. schneller, als komplett neu anfertigen.



gruß Matthias



Geschrieben von habitealemagne am 10.07.2009 um 00:01:

 

Hallo,

das mit der Temperatur des Eloxalbad ist so, ich sag mal die Säuretemperatur sollte so niedrig als möglich sein. Der Grund ist folgender: die Säure soll ja nur als Elektronenträger dienen, die negative Auswirkung der Säure ist nunmal, das sie ätzt. Mit zunehmender Temp. ist diese Wirkung, expot. verstärkt und beim eloxieren erwärmt sich das Ganze nun mal. Deshalb ist es schon gut die Säure möglichst kalt zu verwenden, z.B. das Gebinde amTag vorher in den Kühlschrank zu stellen. Bewährt hat sich, die Eloxierwanne(oder Gefäß), in ein zweites, mit Eiswasser zu stellen. Es gibt auch Spezialisten, die Kühlschlangen, im Eloxierbecken haben und kaltes Wasser hindurchpumpen, dabei das Bad umwälzen, um eine relativ konstant niedrige Temperatur zu erziehlen. Insgesamt nutzt es ja wenig, wenn die gewünschte Oxidschicht , gleich nach dem Aufbau wieder weggeätzt wird. Das führt auch zu rauen Oberflächen. Es ist sinnvoll Teile aus einem Material zu eloxieren. Es gibt kein reines Alu am Markt, ist alles Legierung. Je höher dabei der Aluanteil, desto besser das Ergebniss.



Geschrieben von hirs am 10.07.2009 um 21:33:

 

Winken1


falls es einen interessiert:

bei 1,5A auf eine dreiviertel stunde machte der temperaturunterschied im bad (4l) nicht mehr als 1° aus. das bad hat sich von 12° auf 13° erwärmt. man muss auch noch dazusagen, dass die ausentemperatur auch nur bei ca. 10° lag großes Grinsen


gruß Matthias



Geschrieben von habitealemagne am 10.07.2009 um 22:06:

 

Na da brauch man dann nix kühlen.



Geschrieben von hirs am 10.07.2009 um 22:42:

 

ich bin mir aber sicher, dass beim eloxieren im sommerlichen freien bei 30° und etwas mehr strom eine kühlung oder zumindest ein wasserbad erforderlich ist. Denken1



Geschrieben von Jan0487 am 11.07.2009 um 09:02:

 

Ich habe demnächst auch noch einigs zu eloxieren und werde auf jedenfall auch ne kühlung verwenden
Meine letzten eloxiergehversuche waren im januar und da war es in der garage 1-2° Grad kühl Augenzwinkern



Geschrieben von takezo am 13.07.2009 um 11:33:

 

also wenn du ein anständiges netzgerät verwendest mit dem du ordentlich strom fahren kannst ( wie meinsAugenzwinkern )u das dann auch machst da du keinen bock hast ewig mit kleinem strom u kleiner spannung das selbe ergebnis zu erzielen, dann erwärmt sich das ganze doch schon schneller u weitaus höher (unter verwendung eines recht kleinen gefässes, wie gesagt, da werde ich mir für die zukunft noch etwas überlegen...)

irgendwo muss die leistung nunmal hin, das ist leider so....

komisch ist nur das ich der meinung bin die besten ergebnisse nicht bei kältester (also meinem jeweiligen ersten eloxiergang) Badtemperatur erhalten zu haben. was mich iwie nachdenklich gestimmt hat...darf es evtl auch nicht zu kalt sein???

gruß,
jörg



Geschrieben von Sebastian Lucius am 13.07.2009 um 12:03:

 

Bei Alu (gute Legierung vorrausgesetzt) würd ich das Eloxieren, dem Lackieren immer vorziehen. Die Oberflächenhärte ist eine ganz andere und das Material wirkt hochwertiger.

Ich hatte mal das Bad über Nacht im Eisfach. Beim Eloxieren war es noch deutlich unter -10°C. Ich muss sagen, das Ergebnis war um einiges besser als das aus einem 15°C Vergleichsbad.



Geschrieben von Hamiota am 13.07.2009 um 16:02:

 

Mal am Rande des Themas, welche Alu-Legierung eignet sich für unsere Zwecke eigentlich am besten? Soll heißen gut auf der Drehbank zu bearbeiten und trotzdem gute Ergebnisse beim eloxieren.



Geschrieben von Sebastian Lucius am 13.07.2009 um 17:34:

 

AlMg3, AlMg5, AlMgSi0,5 z.B.



Geschrieben von Hamiota am 13.07.2009 um 20:38:

 

Danke


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