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Geschrieben von Slotti am 21.12.2009 um 06:40:

  Muß Rutenbau ausgefallen sein ?

Moin zusammen,

immer mal wieder liest man im Forum, die Rute ist ok mir aber zu schlicht, der Rollenhalter ist zu schlicht, der Griff ist zu schlicht usw usw.

Da fragt man sich, wenn ich jetzt keine Rute mit schickem eloxiertem Alu, Matagi oder Matagi look a like Parts baue hab ichs dann nicht drauf? oder bin ich nicht up to date ?

Ich versuche meine Ruten eigentlich alle dezent zu bauen, zielsetzung ist sich auch nach mehreren Jahren nicht an der Rute satt zu sehen. Trotzdem darf es auch mal ein Matagi Teil oder Carbon Spacer usw sein aber nicht "aufdringlich"


Ich habe manchmal den Eindruck für eine viele Rutenbauer, oftmals auch Neueinsteiger gehts nach dem Motto je mehr glitzer und glitter desto besser.


also wie seht ihr das

Muß (guter) Rutenbau ausgefallen sein?


Grüße Mark



Geschrieben von michl82 am 21.12.2009 um 07:05:

 

hi mark,

bin auch eher ein fan von schlichten ruten, kreuzwicklungen gefallen mir an ruten nur selten (obwohl ich den hut vor denen ziehe die diese technik sehr gut beherrschen).

bei meinen ruten binde ich fast ausschließlich einfarbig und variiere höchstens mal mit anderen farben oder einer kleinen metallicbindung.

gruß



Geschrieben von fluefiske am 21.12.2009 um 08:26:

 

Hallo !
Mark,Deine Zeilen könnten auch von mir stammen.
Im Prinzip möchte ich sagen : Jeder so,wie er will.
Die jungen Wilden,sind auch ein paar ältere dabei großes Grinsen toben sich am Design und exotischen Komponenten aus,warum auch nicht.Teilweise gefällt mir das auch,wenn die Zusammenstellung passt.Bei manchen erschlägt mich aber die Zusammenstellung.
Z.B. eine Kreuzwicklung auf einen stark sichtbar gewebten Blank,dazu noch Zierwicklungen an Ringen und Überschub und noch WC in diversen Farben.
Das sind sehr aufwendige Arbeiten an sich,und die Kreuzwicklungen separat betrachtet wunderschön gemacht,aber durch noch andere Blickpunkte ein Highligt unter vielen und die Augen kommen gar nicht zur Ruhe.
Aber das ist eine Entwicklung,die jeder mehr oder weniger mitmacht.Meine ersten Ruten wurden ohne Zierwicklung gemacht,ich traute mich einfach nicht dran.War auch eine ganz andere Zeit ohne Internet.Bei meiner ersten hatte ich Sven Neumann vielleicht 15 mal angerufen und mir Infos über die Details geholt.Was danach kam,habe ich alles selbst ausgetüftelt.
Heute ist ja alles viel einfacher,ab ins Forum und schon kommen nach einer Frage ein Haufen Antworten von Leuten,die das schon mehr oder weniger oft mal gemacht haben.
Als ich dann mit der ersten Zierwicklung begann,eröffneten sich viele neue Farbkombinationen und es wurde etwas mehr gemacht als einige Jahre später.
Ich versuche heute eine schlichte Eleganz,mal etwas sportlich oder edel,kommt auf die Rute an.
Aber so eine Rute gefällt mir noch nach Jahren.Es kann aber durchaus sein,dass ich mir eine vornehme und neu gestalte.
Besonders seit ich die Korkgriffe selbst anfertige,gefallen mir die Handteile an älteren Ruten nicht mehr.Man muss ja auch was zum Basteln haben.
Mit Sicherheit wird sich die Einstellung besonders bei den jungen Wilden im Laufe der Zeit mit dem Bau vieler Ruten weiterentwickeln und nach 15 Jahren werden sie schmunzelnd ihre Werke von damals betrachten.
Wahrscheinlich nur auf Bildern,denn diese Ruten wurden schon 3mal umgebaut Winken1 .
Mich stören diese aufwendigen Aufbauten nicht besonders,ich muss es ja nicht nachmachen,denn ich habe meinen eigenen Stil gefunden,den die Jungen vielleicht als langweilig ansehen.

Gruß Erich



Geschrieben von ingma am 21.12.2009 um 08:36:

 

Hi,

zähle mich auch eher zu den Puristen, mit Spezialefekten überladene Ruten würd ich als reine Showruten bezeichnen.

Wobei ich natürlich ganz gut die Mühe und Arbeit dieser aufwendig gestalteten Werke ein zuordnen weis, Hut ab vor manchen Designer der
hier vorgestellten Aufbauten

Bei mir aber geht eindeutig Funktionalität vor Optik.

Und da jede extra Kreuz oder Ziehrwicklung sowie Sonderlackierungen eben auch unnötiges Gewicht bedeutet versuche ich mich aus diesem Trend heraus zuhalten.



Geschrieben von Slotti am 21.12.2009 um 08:55:

 

Danke schonmal für die Antworten.

Bevor das Mißverstanden wird, so manche "Glitzerrute" ist bautechnisch wirklich auf höchstem Niveau, da sind echte Kunststücke dabei. Besonders gutgemachte Kreuzwicklungen konnte ich hier schon einige bestaunen , sowas gefällt mir durchaus und über den Winter möchte ich auch nochmal was mit Kreuzwicklung aufbauen aber ich bin der Meinung man muß ja nicht immer aus dem vollen Schöpfen um eine schöne Rute zu bauen.

Man hat halt manchmal den Eindruck guter Rutenbau muß ausgefallen sein oder man sollte halt alles ranbauen was so geht.


Grüße Mark



Geschrieben von Schleien-Stefan am 21.12.2009 um 09:08:

 

Für mich steht auch klar die Funktion der Rute im Vordergrund, optisch finde ich dezente Ruten wesentlich schöner, vor allem weil man sich nicht so schnell "sattsieht".

Der ganze bunte Kram wirkt auf mich eher billig, für mich ist eine Angelrute eher ein Werkzeug als ein Kunstwerk.

Technisch ist das natürlich oft sehr saubere und aufwändige Arbeit, Respekt vor der Arbeit und Detailverliebtheit, aber einfach nicht mein Geschmack. Aber das ist ja eben der Vorteil des individuellen Aufbaus: Jeder wie er mag!

Manchmal habe ich den Eindruck es geht nicht mehr drum eine funktionale Rute zu bauen, sondern nur was möglichst (optisch) ausgefallenes, egal ob es Sinn macht oder nicht. Da wird es für meinen Geschmack dann eben zu viel... Wenn man zeigen will was geht und was man alles machen kann ist das für eine "Showrute" OK, aber für den alltäglichen Gebrauch wohl eher nix.

Just my 2 cents!



Geschrieben von MeFo-Schreck am 21.12.2009 um 09:08:

 

Gelöscht



Geschrieben von Bone am 21.12.2009 um 09:18:

 

Hi,

also ich finde, wenn ich eine Rute aufbaue, auf der mein Name steht, sollte sie nicht billig aussehen. Daher vermeide ich Plastik und zu ausgefallenes. Perfekt sind meines erachtens kleine Akzente, die der Rute eine gewisse Eleganz geben. Aber da hat jeder seinen eigenen Geschmack.

Gruß Alex2



Geschrieben von karpfenkuno am 21.12.2009 um 09:43:

 

Hallo zusammen,

grundsätzlich sollte jeder die Ruten nach seinem Geschmack aufbauen. In den USA gibt es ja Rutenbauer, die Ruten nur zu Showzwecken aufbauen und damit gar nicht fischen. Ich erkenne die handwerklichen Fähigkeiten bei solchen Ruten bewundernd an.

Für mich selber baue ich die Ruten jedoch eher schlicht und v.a. zum Fischen auf. Dabei setze ich dezente Akzente, die mal eine Zierwicklung, verschiedenfarbige Bindegarne oder auch ein schöner Rollenhalter sein können.

Generell geht Funktionalität stets vor Optik. Netter "Nebeneffekt" des Verzichts auf ausgefallene Optik: der Rutenaufbau geht etwas schneller.

schöne Grüße
karpfenkuno



Geschrieben von Sebastian Lucius am 21.12.2009 um 10:02:

 

Eindeutig "JA" zumindest, wenn ich für mich Ruten aufbaue. Jeder ist seines Glückes Schmied, wenn ein anderer Rutenbauer dezent aufbaut, werden sie oft trotzdem schön.
Für mich wär das aber nichts, da es mir zu dicht an kommerziell vertriebenen Ruten herranreicht. Wenn ich eine Rute baue, muss diese so sein, dass sie mit keiner anderen Rute zu verwechseln ist, exklusive Anbauteile haben und dennonch ein Höchstmaß an Funktionalität ausfweisen.
Ja, ich fische gerne mit prolligen Ruten, die am Wasser oft zu netten Gesprächen und Bekanntschaften führen.
Das Alles macht für mich den Rutenbau aus. Ein Optimum an Leistung, gepaart mit einem Optimum visueller Reize durch Accessoires.



Geschrieben von derextremexxl am 21.12.2009 um 10:13:

 

Schöne Frage

Grundsätzlich sollte jeder seine Rute so aufbauen, dass sie ihm gefällt und zu seinem Stil passt. Wer auf viel Farbe und rosa steht sollte sich seine Rute eben so aufbauen.

Für mich steht auch ganz klar die Funktionalität im Vordergrund. Was bringen mir aufwändige Zierwicklungen wenn die Rute dadurch viel zu schwer wird. Ich stehe eher weniger auf z.B. farbige Griffe, fertig lackierte bunte Rollenhalter und bunte Ringe. Man sieht ja ab und an mal ein Werk welches zwar aus bunten Anbauteilen zusammengestellt ist, aber nicht schön verarbeitet. Übergänge von Griff zu Rollenhalter sind unsauber und auch die Übergänge zum Blank passen nicht.

Für mich fängt Rutenbau da an, wo man solche Dinge eben sauber löst und auch mal mit Schleifpapier ans Griffmaterial geht um hier saubere Übergänge hin zu bekommen. Auch finde ich es immer sehr schön und edel wenn jemand sich an eine Drehbank stellt und passende Metallapplikationen passgenau dreht. Interessant finde ich es auch wenn jemand verschiedene Griffmaterialien miteinander kombiniert und diese sauber verarbeitet.

Kurz gesagt gefallen mir dann Ruten wenn sie sauber verarbeitet sind. Für mich baue ich eher etwas schlichter auf. Es darf zwar mal eine Kreuzwicklung oder Webtechnik sein, aber einen Weihnachtsbaum muss es nicht unbedingt sein. Da ich ja auch Ruten für andere aufbaue habe ich nicht unbedingt die Möglichkeit viel Zeit in Zierwicklungen zu investieren, da dies keiner bezahlen möchte. Wenn ich eine Rute für mich aufbaue ist es meistens um ein neues Blank zu testen, damit man sich eine eigene Meinung bilden kann. Hier fehlt dann häufig die Zeit diese Rute sehr ausgefallen aufzubauen - sie muss eben funktionieren!

Hobbyrutenbauer haben da doch viel mehr Zeit und können auch mal einen Monat an einer Rute basteln und diese sehr aufwendig gestalten. Ich ziehe meinen Hut grundsätzlich vor einer einfach aber sehr sauber aufgebauten Rute genauso wie vor einer mit super verspielten Design.

Grüße,

Alex



Geschrieben von habitealemagne am 21.12.2009 um 10:23:

 

Hallo,

ich baue Ruten, die ich fische, zunehmend funktionell auf, mit kleinen Akzenten, in der Wicklung. Ich hab aber auch schon recht bunte Ruten gebaut, die aber kaum ans Wasser kommen, ich hab vielleicht einfach zuviele und zu wenig Zeit. Ich setze aber gelegentlich die Wünsche von Bekannten um und bau dann Mottoruten. Gerade wieder stehen drei an. Da kommen manchmal ganz witzige Sachen raus. Und die sollten dann auch unverwechselbar sein, dennoch exclusiv und fischbar. Mir macht der Rutenbau eben Spaß und ich probier das eine oder andere mal aus.



Geschrieben von Posenrute am 21.12.2009 um 10:45:

 

Hallo Slotti,

ich würde sogar sagen, dass das ein typisches Phänomen unserer Zeit ist, welches nun konsequenterweise natürlich auch im Rutendesign anzutreffen ist.

Übrigens für mich der Grund, mit dem Rutenbau zu beginnen.

Soetwas kommt und geht....

Und wenn Du meine Meinung wissen willst:

Ich vermisse bei solchem Designwahn das echte Handwerk und den wahren Blick fürs Material, und ja, über Geschmack lässt sich streiten Augenzwinkern
Ich bewundere Menschen, die das Material fühlen und sein Potential richtig erkennen können, um dann etwas Großartiges damit zu schaffen!

Aber: Jeder SO, wie es IHM gefällt!! Das ist ganz wichtig!!

....lästig wird es ja nur immer dann, wenn Dir diese Optikleute dann DEIN Handwerk in Frage stellen und erklären wollen. Meist tun diese besser daran, bei ihren bunten Fertigprodukten zu bleiben......die haben nämlich noch den großen Vorteil, dass das Preisschild gut hergezeigt werden kan *ggg*

In diesem Sinne, Hubi



Geschrieben von TRANSformator am 21.12.2009 um 13:38:

  RE: Muß Rutenbau ausgefallen sein ?

Zitat:
Original von Slotti
Muß (guter) Rutenbau ausgefallen sein?


Meiner Meinung nach muss guter Rutenbau nicht ausgefallen, sondern individuell sein. Und das ist er auch bei einem schlichten Aufbau, wenn der Rutenbauer sein Handwerk versteht. Eine Rute ist immer dann gut, wenn sie demjenigen gefällt, für den sie gedacht ist. Wie sie "Zuschauern" dann gefällt, wäre für mich Nebensache.

Gruß



Geschrieben von Tisie am 21.12.2009 um 13:54:

 

Hi Mark,

ich habe schon ähnliche Beobachtungen gemacht wie Du, v.a. wenn man sich in amerikanischen Foren umschaut. Teilweise echt beeindruckend, welche Kunstwerke da rauskommen, aber mir ist das auch zu überladen.

Ich mag Understatement und schlichte Eleganz, gerne auch mal farbige Wicklungen, aber alles schön dezent. Mir gefällt eine Rute am besten, wenn sie hochwertig, aber nicht verspielt wirkt.

Zitat:
Original von Sebastian LuciusFür mich wär das aber nichts, da es mir zu dicht an kommerziell vertriebenen Ruten herranreicht.

Dieser Punkt ist mir auch nicht unwichtig, die Rute soll sich schon ein bißchen von der Massenware abheben Augenzwinkern ... geteilte Griffe habe ich z.B. verbaut, als dies bei Spinnruten noch nicht verbreitet war. Inzwischen hat jede zweite Stangenrute einen geteilten Griff, ist glitzernd lackiert und mit farbig eloxierten Alu-Teilen ausgestattet, so daß das für mich einfach den Reiz verloren hat.

Es ist und bleibt Geschmackssache, also jeder so wie er mag. Ich respektiere kunstvoll individualisierte Ruten (und Rollen @Basti Augenzwinkern ) trotzdem und habe große Achtung vor der handwerklichen Leistung und Arbeit, die da drin steckt Daumenhoch2

Viele Grüße, Matthias



Geschrieben von AngelDet am 21.12.2009 um 17:59:

 

Interessante Fragestellung!
Das meiste wurde schon angesprochen.

Was ich nochmal festhalten möchte: Wenn ich eine Rute unter dem Aspekt Funktion und Leistung betrachte (wenn!), dann sind viele Dinge kontrapoduktiv, weil sie Gewicht aufbringen usw., die Rute schwippiger machen, oder beim Angeln die Fische mit Glitter vergrämen. Die optimale Rute unter Funktionsgesichtspunkten wäre quasi unsichtbar, hauchdünn, für dem Fisch nicht zu erkennen, federleicht und ewig konzentriert zu führen. Und man sähe: Nichts! smile

Weiterhin ist ein gutes funktionales Design und ein sehr fein abgestimmter Aufbau nicht sichtbar, jedenfalls nicht, solange man eine solche Rute und Blank nicht sehr gut kennt. Das merkt man erst, wenn man sie fischt.
Aber es gibt massig Möglichkeiten für Verbesserungen und Unterschiede, nur regelrecht versteckt. Also auch wieder nichts besonderes zu sehen! smile

Wenn man aber mit speziellem Zubehör und hübschen optischen Effekten eine Rute aufbrezelt, sieht man was. Jeder sieht das, kann das bewundern! Je besonderer und ungewöhnlicher, umso mehr kann und wird das i.d.R. bestaunt. Auch wenn es quasi nachher nur eine Showrute ist. Ist ja auch nicht schlimm ... Augenzwinkern

Hinzu kommt aber auch, das bestimmte Designs und buntes Glitter kommerziell von den großen Labels ausgewalzt und ausgeschlachtet wird, immer wieder weiter und neu. Das ist dann schnell genauso profan wie gängige 08/15-Designs, die altbekannt sind. Optisch kann man damit dann nicht mehr unbedingt jeden begeistern

Für mich ist die Aufteilung eigentlich ganz einfach:

- Für's aktive Angeln baue ich möglichst dezent und an den geplanten Funktionalitäten entlang. Darf aber ruhig ein bischen hübscher sein als nur schwarze Blanks, schwarzer Griff, schwarze Wicklungen. Augenzwinkern
Glitterblitzerkram wird aber aus funktionalen Gründen der Auffälligkeit grundsätzlich dabei von mir gemieden.

- So zum Zeitvertreib oder mal aus einer Idee heraus, oder wie bei dem Rutenbauwettbewerb, da kann man schon mal aus dem Vollen schöpfen, und auch neues ausprobieren oder Show-Effekte produzieren. Muss ja gar nicht sofort die optimale Einsatzrute bei rauskommen, aber Inspirationen aus den gemachten Erfahrungen sind jederzeit möglich. Ich sehe da auch immer einen längeren evolutionären Prozess, bis sich ein wirklich schickes neues Design entwickelt hat, das in breiter Runde gefällt.



Geschrieben von Hamiota am 21.12.2009 um 18:02:

 

Mr. Pink sagt dazu: Immer so wie es gefällt, egal ob rosa oder mattschwarz, eine Rute soll sauber gearbeitet sein und dem gefallen, der damit angeln will/soll/muß. großes Grinsen



Geschrieben von atze67 am 22.12.2009 um 10:06:

  RE: Muß Rutenbau ausgefallen sein ?

Hallo
das ist einer der hauptgründe warum ich mich für dieses forum entschieden habe hier wird die meinung jedes einzelnen respektiert!!! keine klugsch... und oberlehrer oder besserwisser. das macht richtig großen SPASS!!!
ich baue viel für gute freunde(nicht aus finanziellen gründen) und durch eine kleine spinnerei unter besagten freunden wollte ich eine rute haben die absolut ausergewöhnlich war also machte ich mich drann und habe die ring und zierwicklungen der rollenfarbe angepasst. mitlerweile haben natürlich auch die freunde eine rute nach ihrer rolle und alle sind sicher auch ein wenig übertrieben aber alle sind glücklich und sehr zufrieden mit den ruten und für gesprächsstoff am wasser ist auch immer gesorgt.
ich baue aber auch gern simpel auf kann es mir aber nicht verkneifen der rute wie und durch was auch immer ihren ganz eigenen stil zu verleihen oft nur durch kleinigkeiten die kaum auffallen weil ich möchte das man sieht das es keine rute von der stange ist.
gruß atze



Geschrieben von Schleien-Stefan am 22.12.2009 um 10:26:

  RE: Muß Rutenbau ausgefallen sein ?

Zitat:
Original von atze67weil ich möchte das man sieht das es keine rute von der stange ist.


So unterschiedlich kann man das sehen, ich mag es besonders wenn eben keiner sieht was das für ein besonderes Teil ist, eine dezent dunkel gehaltene Rute mit einer kleinen Zierwicklung in Blau oder Silber gefällt mir immer noch am besten. Immer Lustig wenn Dir dann am Wasser jemand seine neue Beastmaster zeigt und dann drauf hingewiesen wird das diese Shimano-Ruten einfach die besten sind - aber nicht ganz billig!!! Daumenhoch2

Deswegen mag ich auch die Stellas nicht so, zu auffällig, die Branze erkennt komischerweise kaum einer.

Aber egal wie, jeder nach seinem Geschmack, und wenn hinterher alle glücklich sind passt es doch! Zweidaumenhoch


PS: Angenehmer Nebeneffekt: Die Handmade-Ruten haben sie mir beim Auto-aufbrechen auch schon dringelassen, ob sie die bei einem tollen Markennamen drauf mitgenommen hätten? Wir werden es nie erfahren...



Geschrieben von Olaf Karsten am 22.12.2009 um 16:50:

  RE: Muß Rutenbau ausgefallen sein ?

Was macht einen guten Rutenbauer aus?
Ob man bunte Matagiteil verbaut oder nicht, hat damit mal jedenfalls nichts zu tun. Über den Rest kann man ganz lange und heftig streiten.

Ich sehe zum Beispiel handwerkliche Fähigkeiten als nicht so wichtig an. Ein Rutenbauer der den Blank lesen kann und das richtige Beringungskonzept wählt, dafür die Bindungen und den Lack nicht so toll hinbekommt, stünde in meiner Gunst höher als ein Rutenbauer dessen Fähigkeiten andersherum verteilt sind. Aber auch das ist nur meine Reihenfolge.

Wer eine Rute für einen bestimmten Zweck passend aufbauen kann, der kommt schon in die Richtung. Wenn dieser Zweck nun eben "bunter Hund sucht Kommunikation" ist, okay. Wenn man lieber unauffällig am Wasser unterwegs ist, auch okay. Und wenn der, der damit angelt happy ist - super!

Zu dem fancy Design und das Gefühl damit einmalig zu sein: Wenn ich mich heute in den Händlerkatalogen aus Deutschland oder erst Recht aus Japan umsehe, dann fällt doch eine bunte Rute gar nicht auf? Ich hätte allerdings arge Schwierigkeiten eine Rute zu finden, an der nichts in der Sonne blinkt und funkt. Winken1

Zu den Funktionspuristen: Design gehört zur Funktion. Die Rute fischt ja nicht allein, sondern am Griff hängt meistens ein Angler. Dem muss die Rute gefallen, auch optisch. Dann funktioniert sie auch - die Kombination Rute - Angler.


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