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Geschrieben von BigPaco am 14.01.2010 um 18:06:

Pfeil Epoxi

Hi folks,

sagt mal, kann ich 2k-epoxi nicht viel besser auf einer digitalwaage miteinander abwiegen, als das über Spritzen o.ä. zu machen, oder haben harz und härter unterschiedliche dichte, dass da nix gescheites bei rauskommt???

jemand erfahrungen damit?

gruß
rainerWinken1



Geschrieben von OnTheMove am 14.01.2010 um 18:41:

 

Mit der Wage ist es auf jeden Faall genauer. Aber ich kam mit den Spritzen auch immer gut zurecht.

grüße Markus



Geschrieben von habitealemagne am 14.01.2010 um 20:15:

 

Hallo,

ja die Dichten sind unterschiedlich. Ich hab auch eine Zeit lang abgewogen, benutz jetz aber Mixbecher mit Skalierung. Bin froh, dass ich die ganzen Spritzen nicht mehr brauche.



Geschrieben von laverda am 14.01.2010 um 20:42:

 

Hi Rutenbauer,
man kann bei unbekannter oder unterschiedlicher Dichte der Komponenten nicht generell sagen, was genauer ist.

Das Entscheidende ist, ob die Mischungsangabe im Massenverhältnis oder Volumenverhältnis angegeben wird.

Soweit mir bekannt, ist die Angabe von z.B. 1 Anteil Härter auf 1 Anteil Binder als Volumenverhältnis zu verstehen, insbesondere da es sich um Flüssigkeiten handelt.

Wenn Massenverhältnisse zugrunde gelegt werden, ist dies normalerweise auch als z.B. 10gr Härter auf 10gr Binder angegeben
(üblicherweise bei Feststoffen).



Geschrieben von regie am 14.01.2010 um 22:06:

 

Hallo Rainer

Mit diesem Gedanken habe ich auch schon gespielt, aber ohne die genaue Dichte zu wissen ist das das gleiche wie das Spritzenprinzip.

Wenn du selbst je einen ml abwiegst, voraus gesetzt du hast eine Waage die auf nach Komma stelle(n) wiegt und je auch ganz genau einen ml auf die Waage bekommst, dann hast du auf jeden Fall immer das perfekte Mischungsverhältnis. Wenn aber nicht, kannst auch weiter mit Spritzen arbeiten, und die minimale Abweichung die auftreten kann hinnehmen. Denn die liegt, würd ich sagen im niedrigen 10tel Bereich.
Und wenn diese Abweichung dramatisch wäre, dann würden die Hersteller auch das Mischungsverhältnis in mg angeben und das Gewicht oder Dichte auf der Verpackung angeben und nicht nur 1:1.

Mfg Stefan



Geschrieben von berghutze am 15.01.2010 um 01:31:

 

das mischungsverhältniss ist zwar auschlaggebend,

aber da wir im ml bereich arbeiten glaube ich kaum, das wir mit handelsüblichen waagen das optimale verhältniss erwischen können, da die Dichten beider substanzen ungefähr im gleichen bereich tendieren

oder habt ihr waagen, die 3-4 nachkommastellen berücksichtigen

gruß

christian

P.S. beim mischen von über 50 ml würde ich auf das gewicht gehen



Geschrieben von Kohlmeise am 15.01.2010 um 08:15:

 

Man muss aufpassen: Klar lässt sich das Mischverhältnis auch per Gewicht realisieren, jedoch wird das OPTIMALE Verhältnis ein geringfügig anderes sein als bei einer Mischung nach Volumen.
In der Praxis: Wenn eine Mischung per Spritzenaufzug ein 1:1 Verhältnis erfordert, so entspricht das nicht einer Mischung von 1:1 gramm.



Geschrieben von fluefiske am 15.01.2010 um 08:33:

 

Ich benutze schon immer Flex Coat,das auf 20ml Spritzen aufgezogen ist.Als kleinste Mischmenge nehme ich 1.5ml.Mit einem guten Augenmass beim Mischen gibt es keine Probleme.

Gruß Erich



Geschrieben von fisherman82 am 15.01.2010 um 10:04:

 

Zitat:
Original von berghutze

oder habt ihr waagen, die 3-4 nachkommastellen berücksichtigen




ja, hab ich Daumenhoch

damit wiege ich meine Blankteile und beim Matchfischen mein Bleischrote.

Ich lote meine Waggler aus, schreibe das Gewicht drauf, auf zwei Nachkommastellen.
Dann brauch ich nur noch die Bleie zusammen auf die Waage zu werfen bis ich das gewünschte Gewicht hab, geht schnell und gut. Ich wiege Wirbel, Haken, Hakenköder und die Schnur alles mit cool

so weiß ich immer, dass die Austarierung stimmt und finde so schneller meine Lottiefe.

weiß, war eigentlich OFFtopic.

aber meinen Lack mische ich in ml an, 1:1 mit 5ml Spritzen, die sind auf 0,2ml genau skaliert.



Geschrieben von MeFo-Schreck am 15.01.2010 um 10:16:

 

Gelöscht



Geschrieben von fisherman82 am 15.01.2010 um 11:16:

 

Moin Axel!

ja, die gibt es, bei mir auf der Arbeit auch. Nur das Problem ist, dass die bei uns auf der Arbeit einen Gummi auf dem Kolben sitzen haben, von dem ich nicht weiß aus was er besteht bzw ob er silikonfrei ist...



Geschrieben von BigPaco am 15.01.2010 um 11:17:

 

Zitat:
Original von habitealemagne
Hallo,

ja die Dichten sind unterschiedlich. Ich hab auch eine Zeit lang abgewogen, benutz jetz aber Mixbecher mit Skalierung. Bin froh, dass ich die ganzen Spritzen nicht mehr brauche.


Genau, Spritzen nerven irgendwie...Krank3 aber dein Hinweis auf die unterschiedliche Dichte zieht! Und dank Foto von TK Rutenbau im Thread: http://rutenbauforum.de/rodbuilding/thread.php?threadid=452&hilight=spritzen

...werde ich wohl doch bei den Spritzen bleiben, jedenfalls habe ich sie dann nicht mehr rumliegen oder muss sie wegwerfen.

Gruß
Rainer



Geschrieben von MeFo-Schreck am 15.01.2010 um 11:33:

 

Gelöscht



Geschrieben von PuraVida am 15.01.2010 um 14:18:

 

Zitat:
Original von MeFo-Schreck
Ich habe sogar mal Spritzen mit 1 ml Gesamtinhalt und 0,1 ml-Skalierung ergattert. Funktioniert auch bei kleinen Mengen wunderbar!

Gruß
Axel/MeFo-schreck


Wenn Du solche Spritzen öfter brauchst bekommst Du sie in der Apotheke. Du fragst da nach Insulin bzw. Diabetiker-Spritzen. Sind 1ml Spritzen mit 1/10 ml Unterteilung.

LG
Ernst



Geschrieben von MeFo-Schreck am 15.01.2010 um 15:23:

 

Gelöscht



Geschrieben von derextremexxl am 15.01.2010 um 16:16:

 

Ich meine unseren Lack sollte man im Gewicht 1:1 mischen (Angabe ohne Gewähr) - vielleicht können unsere erfahrenen Boardshops mal auskunft geben. Also wäre das Abwiegen der genauere Weg. Vor allem sieht man auf einer Waage besser ob man die gleiche Menge hat wie an der Skalierung eines Bechers.

Ich mische meinen Lack aber auch mit Spritzen anhand der Skalierung der Spritzen (5ml Spritzen). Wenn man so manche Ami-Videos sieht mischen die den Lack nach Augenmaß. Da wird dann Komponente A auf Alufolie gegeben und darauf dann Komponente B. Einfach aus einer 100ml Flasche ohne wiegen und alles. Denke nicht, dass es aufs 1/100 ankommt.

Beim Lackieren ist in meinen Augen die Luftfeuchtigkeit wesentlich ausschlaggebender. Kannst aus meiner Sicht also ruhig mit der Waage deinen Lack abwiegen.

Grüße,

Alex



Geschrieben von Kohlmeise am 15.01.2010 um 17:55:

 

Zitat:
Original von derextremexxl
Ich meine unseren Lack sollte man im Gewicht 1:1 mischen Wenn man so manche Ami-Videos sieht mischen die den Lack nach Augenmaß. Da wird dann Komponente A auf Alufolie gegeben und darauf dann Komponente B.


Ich denke eher, dass man nach Volumen mischen sollte. Warum sonst gibts die Komponenten in aufgezogenen Spritzen zu kaufen? Mit dem Mischen nach Augenmaß wäre ich extrem vorsichtig. Oftmals ist das Harz etwas dickflüssiger als der Härter, und so kann man kaum zwei gleich große "Haufen" generieren. Während der eine noch in Form bleibt, ist der andere schon verflossen.

Aus dem Gedächtnis geschätzt, lässt sich z.B. mein 301er Harz von Behnke nach Gewicht 1 (Harz) : 0,55 (Härter) mischen. Bei einer Mischung nach Gewicht verändert sich das dann hin zu 1 : 0,7. Also doch schon erheblich.



Geschrieben von Pettersson am 15.01.2010 um 19:56:

 

Tag Leute !

Sehe die Sache eher entspannt. Habe auch das von Alex bereits beschriebene Video gesehen, alles nach Augenmaß aber wirklich nur ungefähr die gleiche Menge auf die Alufolie und geht schon.

Denke es ist sinnvoller sich über die Feuchte und Temperatur der Umgebungsluft Gedanken zu machen. Entscheidend denke ich sind außderdem noch die gründliche Mischung der Komponenten und die Verarbeitungstemperatur des fertig angerührten Lacks sowie nie weniger als 3 ML fertig gemischten Lack verarbeiten.

Natürlich sollten die Komponenten zu gleichen Teilen gemischt werden, aber speziefische Gewichte, Dichte der Masse, 3 und 4 Stelle hinter den Komma sind bei dieser Angelegenheit meiner Meinung nach nicht der richtige Ansatz.
Wie gewohnt genaues Arbeiten genügt vollständig, Komponenten auf Spritzen aufziehen und los gehts.



Geschrieben von habitealemagne am 15.01.2010 um 19:59:

 

Hallo,

die Volumenanteile sollten 1:1 gemischt werden, wobei ich es bisher gar nicht schlimm fand, wenn ein Quäntchen mehr Härter beigemischt war. Ich hatte schon den Effekt, dass der Lack nicht komplett polymerisiert ist. Ich hab das nur bei Spritzen gehabt. Vermutlich waren diese verunreinigt, bzw.mit Silikon behaftet.



Geschrieben von laverda am 15.01.2010 um 20:57:

 

Hi Epoxi-Mischer Winken1
ich habe Gestern mit einem meiner Azubis ein ausführliches Fachgespräch geführt, der ist in der Entwicklungsabteilung einer Firma, die u.a. Faserverbund-Teile aus Aramidfasern in Epoxi-Matrix herstellen.
Es gibt dermaßen viele Einflussfaktoren auf den Polymerisations- und Vernetzungsgrad von duroplastischen Kunststoffen mit der funktionalen Epoxi-Gruppe, dass ein kleines Missverhältnis in der Mischung für unsere Anwendungszwecke eine untergeordnete Rolle spielt.

Die Mischung handelsüblicher Harze/Härter-Systeme ist volumetrisch vorzunehmen, da die Dichte i.d.R. nicht angegeben wird und somit gravimetrische Mischung ungenauer sein muss. Das Mischungsverhältnis wird stets volumenbezogen angegeben, wenn nicht ausdrücklich ein Massenverhältnis vorgeschrieben wird.

Ich habe selbst einige Zeit Betonböden auch mit Epoxi-Bodenversiegelungen konstruktiv ausgelegt und auch bei diesem Material war das Mischungsverhältnis immer als Volumenverhältnis vorgeschrieben.

Insofern bleibt für genaueres Mischen nur eine genauere Volumenskala übrig wie dies auch schon mit den kleinen Spritzen hier beschrieben wurde.

Also ist die Epoxi-Mischerei glücklicherweise keine Baustelle, um die man sich ausgiebig kümmern muss, am besten immer halbwegs genau die Herstellerangaben beachten und gut ist.

Epoxi ist nie gleich Epoxi, daher sind Verallgemeinerungen für verschiedene Produkte/Hersteller stets mit großen Unsicherheiten behaftet.


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