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Geschrieben von wolly3 am 07.02.2010 um 13:05:

  Amerikanische Baitcaster

Hallo,

ich hab dieses Thema ja schonmal kurz im Chat-Fenster angesprochen...

Bei einem geguideten Königslachs-Angeln in Alaska hatte ich den größten Spaß mit dort verwendeten Baitcaster Ruten. Was die Ruten für mich ausmacht ist der relativ schnelle Übergang einer weichen Spitze in ein weit härteres 2. Drittel ohne sichtbare Veränderung des Blankdruchmesser (der überhaupt sehr dünn ist) in diesem Bereich.

Ich hoffe, man versteht was ich hier meine. Viele von euch werden sich aber wahrscheinlich denken "Na klar. Typisch amerikanische A-Aktion."
Und genau so einen Blank suche ich nun zum Nachbauen, denn immer nur parabolische C-Aktion ist auch langweilig.

Für alle, die sowas noch nicht in der Hand hatten, möchte ich es noch ein wenig genauer erklären. Denn "weiche Spitze, hartes Rückgrat" hört sich für manche vielleicht nach einer Feeder-Rute an. Das Feeling ist aber ganz anders! Es fühlt sich eher so an als ob bei leichter Belastung (Köderführung) die Spitze relativ gerade bleibt und als Ganzes wippt (bei einer Feeder ist die Spitze bei leichter Belastung ein Halbkreis). Somit lassen sich auch Köder noch mit viel Gefühl fischen.

In Alaska habe ich 2 verschiedene Ruten verwendet. Beide G.Loomis. Die leichtere von beiden war mit ziemlicher Sicherheit die STR1024C. Von der schwereren hab ich ein Foto angehängt.

Ich würde mich über einen Meinungsaustausch zu diesem Thema sehr freuen! Daumenhoch2

Wolly

P.S.: Ich finde es wäre gut wenn Baitcaster-Ruten eine eigene Kategorie im Forum hätten "Karpfenblanks, Spinnblanks, Baitcaster, Waller...)



Geschrieben von leski am 07.02.2010 um 14:39:

 

Das mit der neuen Rubrik wäre echt fein,da man hier eigentlich relativ wenig über Baitcast-Ruten findet.



Geschrieben von habitealemagne am 07.02.2010 um 16:09:

 

Hallo,

ich hab ja auch mal Steelheadblanks eingekauft und hab auch diese Aktion bemerkt. Im ersten Drittel weich, dann gehts in ein Rückgrat über. Trotz des vermeintlich weichen Eindrucks, konnte ich ganz ansehnliche Ködergewichte werfen. Was mich immer interessiert hat, mit welchen Ködern fischen die Amis denn. Ich hab mal zwei Fotos angehängt "unter Last", wie es mir gerade möglich war. Das erste Bild, sollte der T2SA1026-2 sein (aufgebaut,sehr belastet) und das zweite, ist der RF2SA1084-2, mit angeklebten Ringen. Die beiden hatte ich mal so günstig bekommen, das war das keine Frage, die zu nehmen.



Geschrieben von OnTheMove am 07.02.2010 um 18:33:

 

Bei der Oben gezeigten Aktion musste ich auch erst mal an meine PacBay T2SA1026-2 denken

grüße Markus



Geschrieben von PuraVida am 07.02.2010 um 21:13:

 

Wolly, ich finde es toll, daß Du dieses Thema hier ansprichst. Mir kommt vor, daß die Amis da einen ganz anderen Zugang zum Spinnfischen haben als wir. Man findet dort sehr viele kurze Ruten die mit Kunstködern verwendet werden. Ganz anders als bei uns wo doch das meiste 2,7 oder 3,0 m lang ist.

Auch kommt mir vor als ob über diese Art von Ruten bzw. dieser Art zu fischen im deutschsprachigen Raum recht wenig Wissen vorhanden ist.

Also Danke für den Beitrag, ich lese ganz gespannt mit!

LG
Ernst



Geschrieben von wolly3 am 07.02.2010 um 23:08:

 

Auf die Frage wie damit geangelt wird hab ich 2 Fotos der Montage reingestellt. Zur Technik: Man rudert leicht gegen die Strömung um langsamer als der Fluss zu sein (man braucht den Zug des Wassers damit sich der spin&glo ordentlich dreht). Das Blei lässt man durch klitzekleine Hüpfer am Boden dahinmarschieren. Durch den spin&glo denke ich bleibt der Haken samt Köder immer etwa 20-30cm über dem Grund.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich mit ähnlicher Technik bei uns Waller und Zander fangen ließen.

Mit meiner zukünftigen Rute möchte ich aber Spinnfischen. Vielleicht gleich Softjerks um schön amerikanisch zu bleiben. großes Grinsen

@habite: Welcher der beiden Blanks macht für dich den besseren Eindruck? Sind beide 8'6"? Was würdest du ihnen WG geben?



Geschrieben von habitealemagne am 07.02.2010 um 23:29:

 

Hallo,

ich hab ja nur die eine gefischt, am zweiten Blank sind nur zur Probe die Ringe angetaped. Eine Orientierung bieten die Spezifikationen des Herstellers. Den Pacbay-Katalog kann man bequem downloaden. Mit der aufgebauten hab ich noch ganz gut 70g geworfen, was mich verwunderte, da sie mir gegen manche harten Ruten ein wenig, wie eine Spagetti vorkam, so im Trockentest. Naja die hing da schon krumm, nur vom Ködergewicht, aber dann ging das doch ordentlich geschmeidig. Die Grüne erscheint mir vorne noch weicher, wenngleich der Hersteller ein ziemlich hohe Wg angibt. Was realistisch ist, vielleicht bau ich sie mal auf und kann dann mehr sagen.



Geschrieben von OnTheMove am 08.02.2010 um 08:44:

 

Hi,

Also die 1026 ist für mich meine Robuste Allround Rute die bei mir immer im Auto im Kofferraum liegt und fast immer dabei ist, das Wg fürde ich auch mit -65/70g angeben, 70g wirft sie auf jeden fall problem los.

Ich nehme sie halt gerne zum schleppen mit Wobblern am Stausee, bedingt zum GuFi fischen, da hab ich halt bessere, aber es geht ganz gut, zum Blinkern, oder halt in nem Bach zum Aalangeln.

Ich hab sie auch einem Freund mit an den Atlantik (Kanaren) gegeben wo sie Hornhechte bis 1.40, Bluefisch und Baracudas verhaften durfte.

grüße Markus


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