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Geschrieben von Astide am 23.02.2008 um 21:11:

  Alternatives Griffmaterial ?

Hallo zusammen,

Ihr kennt Euch doch alle mit Griffmaterialien aus.
Wer hat Erfahrung mit Baumpilzen (Zunderschwamm, etc.) ? Ziemlich hart und leicht.
Taugt das etwas ? Wer hat´s probiert ?
Ist der Schleifstaub gesundheitsschädlich ?
Oder ist dieses Material geschützt ?

Gruß an alle,

Astide



Geschrieben von Rodmaker am 23.02.2008 um 21:59:

  RE: Alternatives Griffmaterial ?

Hi,

habe vor vielen Jahren mal einen Griff gemacht. Leider ist der Zunderschwamm schwer zu bekommen. Und wenn, ich würde mir lieber einen Amadu daraus machen. Aber falls du an sowas ran kommst, ich glaube nicht das es gesundheitsschädlich ist, ich habs gemacht und lebe immer noch. ( Aber wie - möchtst du so aussehen wie ich?)



Geschrieben von Rodmaker am 23.02.2008 um 22:00:

  RE: Alternatives Griffmaterial ?

Hi,

Ach ja wächst an abgestorbener Buche

Karl



Geschrieben von Hamiota am 23.02.2008 um 22:09:

  RE: Alternatives Griffmaterial ?

Gesundheitsschädlich kann der Pilz nicht sein, da er laut Wikipedia in 19. Jhd. als Wundauflage verwendet wurde.



Geschrieben von Tagschlaefer am 25.02.2008 um 15:05:

 

Gesundheitsschädlich?

Bin zwar kein Mediziner, möchte dennoch keine Schleifstaub
von Pilzen einatmen.

Als ich mein Polyesterboot abschliff, verwendete ich keinen Atem-
schutz. Dies aus Unwissenheit. Ich hoffe, dass dies keine ernsthaften
gesundheitlichen Schäden für mich hat. Darüber nachdenken will ich
garnicht erst.

Wenn du schleifst, nimm einen Atemschutz u gut ist...



Geschrieben von Andi am 23.10.2008 um 08:27:

 

Hallo Boardgemeinde!

Da ich als Nächstes die vor kurzem erworbenen Karpfenblanks von Century aufbauen werde, möchte ich dieses Thema nochmals ankurbeln um evtl.neue Ideen abzustauben.... großes Grinsen großes Grinsen

Welche Alternativen Griffmaterialien ausser Schrumpfschlauch und Antirutschband von 3m habt ihr schon verbaut bzw. habt ihr evtl sogar Fotos davon...?



Geschrieben von habitealemagne am 23.10.2008 um 13:01:

 

Hallo,
da gibt es ja die mannigfaltigsten Möglichkeiten. Unter anderem bin ich auch ein Freund von Naturprodukten großes Grinsen . Schön ist wenn man die Möglichkeit hat zu drehen. Da kann man aus Holzkanteln feine Sachen machen. Hartholz kann man bis auf eine Wandstärke von 1,5- 2mm Abdrehen , so das auch ein gewollt schlanker Endgriff an der Karpfenrute entstehen kann. Da gibt es die wahnsinnigsten Maserungen und weil jede Maser von Mutter Natur anders gemacht ist, ist jedes gedrehte Part ein Unikat. Es gibt auch Blöcke aus Elfenbeinimitat, das wollt ich auch mal antesten. Warum nicht mal aus Birkenrinde? Das sieht auch schön aus. Man kann die verschiedensten Materialien natürlich auch kombinieren um einen Griff daraus herzustellen.



Geschrieben von klang am 23.10.2008 um 14:11:

 

Hat Vvik aufgebaut.
http://rutenbau.rybolov.de/photo/252



Geschrieben von fisherman82 am 23.10.2008 um 16:39:

 

hallo smile

im Rodmaker Magazin war mal eine Anleitung für einen Carbongriff... den hab ich mal versucht nachzubauen, ist noch nicht optimal geworden aber dafür, dass ich keine Drehbank hab ist es ansehnlich.

aber seht selbst smile



und, was sagt ih?



Geschrieben von fischerblut am 23.10.2008 um 17:44:

 

Hi,

die Struktur des Carbon kommt gut rüber - die Form ist aber ein wenig zu seegurkenähnlich smile

beim 2. Bild geht Alex bestimmt wieder die Fantasie durch großes Grinsen



Geschrieben von derextremexxl am 23.10.2008 um 17:59:

 

Sage zur der Form mal lieber nix...

Aber sieht wirklich Klasse aus.

Jetzt zum wichtigeren: WIE HAST DU DEN NUN GEMACHT???

Grüße,

Alex



Geschrieben von habitealemagne am 23.10.2008 um 18:43:

 

Hallo,
wie man das macht, steht im Rodmaker Magazin. Wäre natürlich auch sehr interessant, wenn er erklärt , wie er es gemacht hat.
Und@ fisherman82: Klang hat mal erklärt, wie man mit wirklich einfachen Mitteln eine Drehmöglichkeit zum bearbeiten von Griffen herstellt. Quasi fast eine Drehbank. Augenzwinkern Eigenbau einer Wickelmaschine!?!



Geschrieben von fisherman82 am 24.10.2008 um 06:17:

 

also:

man nehme:
- ein Stück Kork mit gewünschtem Innendurchmesser
(deswegen ist mein Griff auch so kurz geworden, war Rest) Denken1
- einen Bohrer mit gleichem Durchmesser wie ID Kork
- eine Bohrmaschine
- einen Schraubstock
- Carbonschlauch
- Kabelbinder und Rutenlack


Ich hab den Kork auf den Bohrer gedreht um ihn so starr und drehbar zu machen. Den Bohrer in die Maschine, Maschine in den Schraubstock.

Maschine einschalten und Knopf arretieren und dann den Kork mit Schleifpapier in die gewünschte Form bringen.

Nun Carbonschlauch über den Kork schieben, mit dem Kabelbinder Bohrerseitig fixieren, strammziehen damit der Schlauch sich den Konturen anpasst und auf der anderen Seite ebenfalls mit Kabelbinder zuziehen um das Carbongewebe auf Spannung zu halten.

Dann wird das Ganze mehrmals lackiert, bis das gesamte Carbon im Lack verschwunden ist und die Oberfläche glatt wie gewünscht smile

fertig...
Pokal



Geschrieben von klang am 24.10.2008 um 09:11:

 

In RM nutz er aber Material, der Schaumarbormaterialien ähnt- d.h. viel leichter, als Kork



Geschrieben von Olaf Karsten am 24.10.2008 um 09:38:

 

Zitat:
Original von klang
In RM nutz er aber Material, der Schaumarbormaterialien ähnt- d.h. viel leichter, als Kork


Jepp. Ich probiere da auch eine Zeit lang mit rum. Noch habe ich Probleme die Schaumrohlinge in gleichbleibender Qualität zu giessen. Aber mit vielen Versuchen, komme ich langsam vorwärts. So kann man auch gut Geld verbraten .Wenn das mal reproduzierbar zufriedenstellend läuft, kann man da aber eine Menge mit machen.

Das beziehen mit Carbon, Glasfaser und was weiss ich für Schläuchen ist dann eher wieder einfach. Ist aber nur eine von elichen denkbaren Optionen.

Für mich könnte das ne echte Korkalternative werden. Zumal Kork in akzeptablen Qualitäten kaum noch zu bekommen ist oder dann eben kaum noch bezahlbar ist.

Wenn ich das ausgetestet habe, melde ich mich detaillierter.

Falls noch einer damit experimentiert, würde ich mich gerne austauschen.

Gruß

Olaf



Geschrieben von derextremexxl am 24.10.2008 um 10:36:

 

Zitat:
Original von Olaf Karsten

Wenn ich das ausgetestet habe, melde ich mich detaillierter.


Das wollen wir mal hoffen Zähne

Finde aber zu Kork wenig vergleichbares! Ein Griff aus so einem Carbon oder auch z.B. mit Bootslack lakiertes Holz sieht sicher sehr schön aus (stehe ja auch ein wenig drauf) aber es fasst sich bei weitem nicht so angenehm an wie Kork. Auch Duplon finde ich angenehmer vom Anfassen. Für die Griffstücke die man bei Spinn- oder Fliegenruten ständig in der Hand hat ist es wichtiger das es sich auch gut anfühlt.

Alex



Geschrieben von Olaf Karsten am 24.10.2008 um 11:36:

 

Das ist so. Kork ist in der haptischen Wahrnehmung bisher unschlagbar. Ich kann aber keinen aufgefüllten Krümmelkork leiden und einen in guter Qualität - wer zeigt ihn mir? Außerdem, wenn man nicht sucht, findet man auch nichts.

Aber die lackierten Griffe sehen schlimmer aus als es ist. Sie fassen sich gut an, sind nicht rutschig und auch nach einem langem Angeltag gibt es keine Probleme. Das hängt ohnehin mehr von dem Durchmesser und der Grifform ab, als vom Material.

Man könnte solche PU-Schaumkerne auch beflocken, farbig lackieren, mit Kordel oder Geflecht umwickeln, mit Stoff überziehen, was auch immer. Sie bieten jedenfalls ein hohes Maß an kreativen Freiheiten, sind dabei leicht und extrem haltbar.

Gruß Olaf



Geschrieben von Olaf Karsten am 24.10.2008 um 11:46:

 

Zitat:
Original von derextremexxl
Für die Griffstücke die man bei Spinn- oder Fliegenruten ständig in der Hand hat ist es wichtiger das es sich auch gut anfühlt.


Das Thema hatten wir ja auch schon mal. Ich habe das mal versucht zu beobachten. Beim leichten und mittleren Künstköderfischen an klassischer Stationärrolle habe ich fast ausschließlich Kontakt mit dem Rollenhalter. Der Griff spielt da kaum eine Rolle. Beim Zweihandwerden kurz mit der zweiten Hand klar, aber das ist weniger relevant. Es gibt aber auch Leute die vor den Rollenhalter greifen.

Wie das beim Fliegenfischen ist, weiß ich nicht aus eigener Erfahrung. Ich warte noch auf die erste Gelegenheit dazu. Aber wenn ich mir das richtig vorstelle ist da der Griff ungleich wichtiger und der Rollenhalter nicht so wichtig?

Gruß

Olaf



Geschrieben von klang am 24.10.2008 um 12:04:

 

Zitat:
Original von Olaf Karsten
Zitat:
Original von derextremexxl
Für die Griffstücke die man bei Spinn- oder Fliegenruten ständig in der Hand hat ist es wichtiger das es sich auch gut anfühlt.


klassischer Stationärrolle habe ich fast ausschließlich Kontakt mit dem Rollenhalter.
Olaf


Deshalb RH muss man mit Kork abdecken. Zweidaumenhoch



Geschrieben von AngelDet am 24.10.2008 um 14:55:

 

Zitat:
Original von Olaf Karsten
Es gibt aber auch Leute die vor den Rollenhalter greifen.

Und die brauchen einen schönen Kork, der sich gut anfaßt, dick und lang genug ist! Zunge raus

Richtig wichtig wird dies erst beim schwereren Spinnfischen (ab Klasse H), große Wobblerschaufeln und große Spinner sind besonders fordernd.

Holz, sogar schweres Holz wie Buche halte ich gerade für den unteren Bereich für eine gute Sache, wenn man sowieso Gegengewicht zur Balance einbauen will, das verteilt sich harmonischer.


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