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Geschrieben von lala am 08.03.2008 um 23:11:
Fragen Fragen Fragen
Wenn ich hier so ein bissl lese hört sich das für mich so an , das ich ein Blank komplett nach meiner Wunschfarbe lackieren kann oder ?
Klärt mich auf !!!
Wie schaut das aus bei einer Rute mit parabolischer Aktion ?
Verkraftet der Lack die Belastungen , unter Volllast , überhaupt ?
Wie sieht es mit reissen , oder abplatzen des Lackes aus ?
MfG Lala
Geschrieben von Hamiota am 09.03.2008 um 08:18:
Ich persönlich hatte noch keine Probleme mit Abplatzungen des Lacks, gute Vorarbeit vorausgesetzt. Schleifen, reinigen, mit Autolack aus der Spraydose mehrmals dünn lackieren und dann noch einige Male dünn mit dem passenden Klarlack, fertig. Hat auch bei Renkenruten funktioniert und die haben eine sehr parabolische Aktion.
Geschrieben von lala am 09.03.2008 um 22:15:
Ok das find ich klasse das ich die komplette Rute in meiner Wunschfarbe lackieren kann.
Was muss ich beim Lackieren beachten ?
Wie bearbeite ich die Rute , wie bereite ich sie vor zum lackieren ?
Muss ich dabei was beachten ?
Wie schauts mit den Mitteln aus , Farben und Lacke , sowie Lösungsmittel , muss ich da auf was besonderes achten oder ist das egal ?
Freu mich auf soviel antworten wie möglich , wie gesagt soll das erste mal sein
MfG Lala
Geschrieben von Ralf am 10.03.2008 um 11:04:
Ich habe erst eine Rutenspitze lackiert und kann dir daher nur einen einzigen Tipp aus meiner spärlichen Erfahrung geben:
Den Blank unbedingt
vorher anschleifen und mit Aceton o.ä. reinigen, sonst hält der Lack nich überall und du kannst von vorne beginnen.
Ist mir leider passiert...
Geschrieben von lala am 10.03.2008 um 15:04:
Kommt ein neuer Blank lackiert oder unlackiert ?
Muss ich den Lack , wenn vorhanden , blos anschleifen zum lackieren oder muss der Lack komplett runtergeschliffen werden , zum umlackieren oder lackieren ?
MfG Lala
Geschrieben von AngelDet am 10.03.2008 um 15:16:
Also bei einem guten neuen Lack ist anschleifen übertrieben.
Anrauhen reicht, daß es "nebelig" wird. Ausnahmen wären eine eklige Signalfarbe die wieder durchkommen könnte, oder eben kaputter oder rissiger Lack etc.
Neue Blanks werden da schon gut sein, und je weniger man rumschleift, umso schneller geht es und umso glatter bleibt es.
So eine kleine Fläche wie eine normale Spinnrute hat man schnell unter Drehungen und Längsstrichen angerauht, das reicht. Ne 6m lange dicke Bolognes/Stipprute ist da schon ein anderes Kaliber!
Tip: Kein frisches neues Schmirgelpapier verwenden, lieber einmal woanders oder auf einer suaberen Steinplatte entschärfen, man braucht kein extrem kratzigen Schmirgelstein, dem Lack soll ja nur die Glätte genommen werden.
Und mit dem lackieren kann ich Georg nur bestätigen, auch meine ältesten Bauwerke von 1976 sind noch klasse im Lack. (Kunstharz)
Man sollte nur mit zu weichem nicht glashart werdenden Lack aufpassen, das sind z.B. gerne die Mattlacke. Lieber erstmal probieren, wie gut der aushärtet, darf ruhig dauern.
Bei einer Telerute war ein weicher Lack doch immer ein bischen blöd.
Geschrieben von Olaf Karsten am 10.03.2008 um 16:21:
Noch ein Tipp zum feinen Anschleifen: Schleifpapier kann - auch in feinen Körnungen mal ein "tieferen" Riefen reinschleifen. Besser und sicherer geht das feine Schleifen mit Schleifvies. Ich habe mal eine Rolle bei ebay ersteigert. Entspricht etwa Körnung 1000 bei Schleifpapier und macht eine wunderbare Oberfläche zum Lackieren. Auch meine Griffklebefläche bereite ich immer damit vor. So eine Rolle kostet nur paar Euro und das Vlies hält auch länger als das preiswerte Papierschleifpapier und setzt sich auch nicht so leicht zu. Ich nehme nix anderes mehr für solche Zwecke.
Gruß
Olaf
Geschrieben von Michel am 10.03.2008 um 18:39:
Hi Leute, ich kann das mit dem Schleifflies nur bestätigen, man bekommt es im gut sortierten Baumarkt oder beim Sanitärfachhandel für relativ kleines Geld
Geschrieben von Andi am 11.03.2008 um 07:28:
Hi Georg!
Diesbezüglich möchte ich nochmals auf den lack zu sprechen kommen!
Du verwendest ganz normalen Kunstharz Autolack?
Ich hab mir schon überlegt speziellen Autolack wie man ihn bei Autokunststoffteilen verwendet herzunehmen....
Geschrieben von Salü am 12.03.2008 um 17:29:
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Du verwendest ganz normalen Kunstharz Autolack |
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Würd mich auch interessieren!!!
LG Jürgen
Geschrieben von Andi am 12.03.2008 um 18:23:
Hi Salü!
Danke fürs hochholen wollte heute grad nochmals darauf hinweisen.
Ich hab ja schon einiges jetzt probiert aber wenn das mit hundsnormalen Autolack funzt dann fang ich mal gleich an den 1b Blank aufzuarbeiten.....
Geschrieben von Hamiota am 12.03.2008 um 18:25:
Wenn ich einen alten Blank wieder aufarbeite (Ringe sind runter, Wicklungslackreste entfernt), poliere ich den Blank vorsichtig mit Stahlwolle in der Qualität 000. Dann wasche ich den Schleifstaub mit Aceton oder Butylacetat ab. Anschliessend lackiere ich mehrmals dünn (Wartezeit bis zur Griffestigkeit wenige Minuten) mit ganz normalem Autolack und wiederhole die Lackierung auf die gleiche Art mit Klarlack.
Sogar bei Renkenruten mit Extrem-Aktion sind bis jetzt keine Risse im Lack entstanden. Bis heute konnte ich nichts negatives bei dieser Lackart feststellen.
Geschrieben von Andi am 12.03.2008 um 18:38:
Hi Georg!
He geil ganz scheiss normaler Bauhauslack....
Ich glaubs ja gar nicht mehr.....
Geschrieben von DozeyDragoN am 12.03.2008 um 20:16:
Hi,
daß klingt wirklich sehr spannend! Muss ich auch mal an älteren Blankresten ausprobieren.
Gibt es den Klarlack evtl. auch als matten Lack?
Wie "anfällig" ist der Klarlack denn gegen verkratzen?
Grüße!
DD
Geschrieben von DozeyDragoN am 12.04.2008 um 21:10:
Hi nochmals,
@Hamiota: würde gerne das Sprayen noch genauer wissen:
Wie drehst Du den Blank, so daß alle Seiten gleichmäßig lackiert werden? Aufgehängt im freien?
Wie lang läßt Duden Klarlack danach trocknen, bis Du den Blank das erste mal wieder belastest?
Grüße!
Jan
Geschrieben von Hamiota am 13.04.2008 um 09:38:
Ich lackiere im Freien, weil ich sonst körperliche Verweise von meiner Frau erhalten würde
Mal im Ernst. Kurze, leichte Blanks lackiere ich in der Hand gehalten streifenweise jeweils über die ganze Länge, ein Stückchen drehen, nächster Streifen usw. Für längere Blanks ist eine horizontale Halterung von Nöten. Lieber viele dünne Schichten lackieren, als wenige Dicke.
Trocknungszeit bis zum Rutenaufbau min. 2 Tage bei Raumtemperatur, erste wirkliche Belastung nach einerWoche.
Geschrieben von AngelDet am 13.04.2008 um 12:06:
Und bei Kunstharz-Lacken gegenüber Acryl-Lacken sollte man die Zeiten nochmal verdoppeln, das trocknet langsamer.
Geschrieben von MarkusR am 28.01.2009 um 20:24:
Hallo Zusammen,
kann man mit diesen Klarlacken auch die Ringwicklungen behandeln?
Bei einigen, älteren Ruten platzt der Lack genau bei den Ringen ab.
Wenn ich den Lack entfernt habe bzw. den Lack angeraut habe, kann ich dann mit dem Acryl-Lack einfach darüber "sprayen"?
Grüße aus Niederbayern
MarkusR
Geschrieben von Hamiota am 28.01.2009 um 20:30:
Ein eindeutiges Nein. Für Ringwicklungen solltest du nur den entsprechenden 2k Lack nehmen. Lackspray eignet sich nicht.
Geschrieben von MarkusR am 28.01.2009 um 20:33:
Hallo Hamiota,
danke für die schnelle und eindeutige Antwort.
Grüße
MarkusR
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