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Geschrieben von Esox_Ufr. am 04.10.2010 um 10:03:
Epoxy ist Epoxy?
Hi all,
mich würde interessieren ob
Epoxy gleich Epoxy ist oder ob es da Unterschiede gibt?
Was ich schon lesen konnte, es gibt 5-Minuten und 30-Minuten Epoxy (Angabe als Verarbeitungszeit), das ist aber nicht meine Frage.
Viel eher:
Wo Epoxy drauf steht ist da auch Epoxy (für Rutenbau) drin?
Epoxy kann man ja für Holz, Stein, Metall etc. nutzen.....
Gibt hier ja richtig Preisunterschiede, daher die Frage.
Geschrieben von Flow am 04.10.2010 um 11:09:
Moin !
Konnte bisher noch keine Qualitätsunterschiede bei Epoxy von namenhaften Herstellern ( UHU & Co) feststellen. Die chemische Zusammensetzung wird vermutlich sowieso sehr ähnlich sein. Wichtig ist in meinen Augen, das man das Mischungsverhältnis exakt hinbekommt, so dass es auch komplett abbindet, nicht klebrig bleibt oder brüchig wird. Benutze das Zeugs von UHU - sind zwei 20g-Tuben, Verabeitungszeit 2 Minuten und komme damit eine ganze Weile hin. Schätzungsweise ausreichend für 3-4 Ruten bzw. wenn ich gerade mal wieder einen Baustop von meiner Regierung kriege hält die Packung ca. 4-5 Monate. Da fallen die 8-9,-€ nicht so ins Gewicht. Muß allerdings dazusagen, daß ich es sehr sparsam anmische. Benutze es inzwischen für fast Alles - vom Rutenbau über Reparaturen, Fliegenbinden (Streamerköpfe) und konnte bisher noch kein Einsatzgebiet finden bei dem es versagt hat.
Geschrieben von homeboy am 04.10.2010 um 12:28:
RE: Epoxy ist Epoxy?
Epoxy ist Epoxy, dazu definitiv ein Nein.
Es gibt Epoxy mit Lösungsmittelanteil ( Test aus Styrodur -> löst sich auf , dann Lösungsmittel dabei).
Es gibt Epoxy der Stabiliesiert ist und welchen der es nicht ist , d.h. nicht stabilisiert wird dir bei Einwirkung von UV - Strahlung a. vergilben oder schlimmer noch b. zersetzt werden und er verliert seine Konsistenz(Härte-Elastizität).
Experimentiere selber mir dem verschiedene Epoxykleber bzw. -harzen ( ElektronikConrad 20 u 60 min oder Aus'm, Baumarkt für Feuchtraumbau bindet bis 8°c noch ab) hierfür sind aber noch keine Langzeiterfahrungen von mir vorhanden fürs Letztgenannte.
gruß homeboy
Geschrieben von laverda am 04.10.2010 um 18:00:
hi,
Epoxi ist nur der Name einer Funktionalen Gruppe (C2OH3 - chem. Gruppe), die sich mehrfach an einem Monomer befindet und stark vernetzte Makromoleküle Polymere bildet. Gruppe von Kunststoffen innerhalb der Duroplaste (Harz/Härter-Systeme).
Durch Zusätze kann dieser Kunststoff erheblich unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.
Tipp: Immer GENAU lesen, was der Hersteller zu dem jeweiligen Epoxi schreibt, es gibt von einzelnen auch sehr gute Produkt- und Eigenschaftsbeschreibungen im Netz.
Gruß vom platten Niederrhein
Geschrieben von Esox_Ufr. am 04.10.2010 um 18:10:
Erstmal

euch dreien bis hier her.
Naja, mehr als folgendes steht nicht dabei.
| Zitat: |
hohe Klebefestigkeit, schnellhärtend, lösemittelfrei und schleifbar. Sehr gut geeignet für Holz, Stein, Metall, Kunststoffe usw. Mischungsverhältnis 1:1, Verarbeitungszeit 5 Min., belastbar nach 10 Min.
bzw.
hohe Klebefestigkeit, einfach anwendbar und lösemittelfrei. Sehr gut geeignet für Holz, Stein, Metall, Kunststoffe usw. Mischungsverhältnis 1:1, Verarbeitungszeit 30 Min., belastbar nach 3-4 Stunden.
|
Geschrieben von BigPaco am 04.10.2010 um 20:09:
Hi Folks!
Ich glaube, dass hier nicht die Topfzeit (offene Verarbeitungszeit) für uns Rutenbauer das entscheidende Kriterium ist, sondern auf welche Art das Epoxy abbindet. Da gibts ja Zeugs, dass glashart wird und für unseren Anwendungsbereich damit absolut untauglich ist. Unser Epoxy muss eine bestimmte Restdehnbarkeit nach dem Abbinden erhalten, sonst würde jede Ringbindung unter Last zersplittern. Daher würde ich hier nicht aufs Material gucken und auch nicht auf den Preis, sondern mich nur bei bekannten Herstellern explizit für den Rutenbau bedienen (Gibts ja ausreichend von: Threadmaster, Flex Coat, Rod Coat, RodPro etc.)
Gruß
Rainer
Geschrieben von Blauzahn am 04.10.2010 um 20:15:
| Zitat: |
Original von bigpaco
Hi Folks!
Ich glaube, dass hier nicht die Topfzeit (offene Verarbeitungszeit) für uns Rutenbauer das entscheidende Kriterium ist, sondern auf welche Art das Epoxy abbindet. Da gibts ja Zeugs, dass glashart wird und für unseren Anwendungsbereich damit absolut untauglich ist. Unser Epoxy muss eine bestimmte Restdehnbarkeit nach dem Abbinden erhalten, sonst würde jede Ringbindung unter Last zersplittern. Daher würde ich hier nicht aufs Material gucken und auch nicht auf den Preis, sondern mich nur bei bekannten Herstellern explizit für den Rutenbau bedienen (Gibts ja ausreichend von: Threadmaster, Flex Coat, Rod Coat, RodPro etc.)
Gruß
Rainer |
Richtig Rainer,
die Frage und die Diskussion in einem Rutenbauforum hat irgendetwas von der, um des Kaisers Bart.
Hier gibt es nichts neu zu erfinden und zu entdecken, einzig bei der Verklebung von Griff und RH bleibt Spielraum... bei der Ringbindung bzw. dessen Versiegelung nicht.
Abendgruß,
René
Geschrieben von Esox_Ufr. am 04.10.2010 um 20:56:

Rainer, das wusste ich z.B. nicht.
Wieder was gelernt.
Geschrieben von laverda am 04.10.2010 um 22:55:
Hi Jungs,
die Infos sind doch schon mal eine Anfang:
schnell härtend => keine Korrekturen
schleifbar => sehr hart also auch ziemlich spröde => Bruchgefahr bei Biegebelastung!
Dass aber Epoxi hart und spröde wie Glas wird, ist etwas zu hoch gegriffen.
Ich habe Wicklungen mit Uhu - Endfest "lackiert", da bricht nix (liegt vielleicht aber auch daran, dass die mit Aramidfaser gewickelt sind

)
Immer ist Epoxi ein hochfester Klebstoff => Zugfestigkeit > 10N/cm²
Immer ist Epoxi ein spaltfüllender Kleber mit hoher Tragkraft des Klebewerkstoffs selbst. (Im Gegensatz zu Kontaktklebern wie UHU Haushaltskleber "normales Pattex usw.)
Für Korkgriffe und andere Klebungen mit ähnlichen sehr geringen Festigkeitsansprüchen mit Sicherheit erheblich überdimensioniert, aber geeignet.
@homeboy: Epoxi benötigt keinerlei Lösungsmittel es handelt sich beim Aushärten um die Reaktion der Polyaddidition. Epoxi mit Melanin Harzen. Aber wie gesagt lassen sich diese Kunststoffe in sehr weiten Bereichen entsprechend der Werkstoffanforderungen mit Zusatzstoffen konditionieren.
Experimente mit Epoxi sind immer recht interessant und machen Spaß aber in Sachen Rutenlackierung schließe ich mich (aufgrund eigener Experimente

) meinen Kollegen an: Flexcoat und gut ist.
Trotzdem experimentiere ich mit Verdünnern für angesetzte Flexcoat Mischungen, um die Kriechfähigkeit und Benetzbarkeit für die Lackierung von Ringwicklungen zu verbessern.
Gruß vom platten Niederrhein
Geschrieben von Barbelbob am 05.10.2010 um 06:57:
Hallo,
bei Lidl gabs mal günstigen Epoxi. Leider war der total ungeeignet und wurde irgendwann weich. Auch bei ner anderen Marke gabs mehrere ähnliche Fälle, wo sich der Rollenhalter nach einer Zeit löste. Gut finde ich UHU plus (leider recht teuer) und auch das Araldite Epoxi 5min, wobei ich das noch nicht soo oft verwendet habe und Langzeiterfahrung noch fehlt.
Gruß
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