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Geschrieben von Flow am 02.11.2010 um 08:27:

  Inliner Ruten....

Hallo Leute !

Als ich letztens einen Versandkatolog für Fertigruten (er hat Jehova gesagt... Lachen-5 ) durchblätterte fielen mir ein paar Inlinerruten (ohne Ringe - Schnur durch den Blank geführt) auf. Hat sich da von euch schonmal jemand rangetraut? Gut ist jetzt vielleicht nich die Erfüllung für Ringanwickelfetischisten - aber mit dem Konzept müßte sich doch bestimmt die eine oder andere schöne Dickichtpeitsche bauen lassen. Gibt es dafür eigentlich bestimmte blanks oder "Schnurinnenführungen" ?
bin gespannt....



Geschrieben von BigPaco am 02.11.2010 um 08:45:

 

So einen Blank habe ich auch noch nicht gesehen, guter Post, interessiert mich auch!

(ist etwa Weibsfolk anwesend?...) Zweidaumenhoch

Rainer



Geschrieben von Flow am 02.11.2010 um 08:51:

 

...ich nehm drei Spitze, nen flachen und einen Beutel Kies großes Grinsen .

Kleiner Zusatz: wie sieht die Innenseite vom Blank einer solchen Rute eigentlich aus? Reibt die Schnur einfach auf dem Blank? Eine Schnurführung herzustellenen für "in den Blank rein" und wieder raus sollte ja kein Problem darstellen.



Geschrieben von derextremexxl am 02.11.2010 um 09:06:

 

Servus

Das hatten wir hier vor einiger Zeit auch schon einmal angeschnitten. Leider hatte sich da noch keiner mit so recht ausgekannt.

Vielleicht weiß ja heute jemand etwas mehr, da es mich auch interessiert. Ev. sind die Blanks innen lackiert um das Blankmaterial zu schützen!?!?

Grüße,

Alex



Geschrieben von MeFo-Schreck am 02.11.2010 um 09:41:

 

Es gibt da wohl auf dem Markt verschiedene Lösungen.
Gesehen habe ich mal bei der ersten Daiwa-Generation von Inlinern (schon in den 90ern) tatsächlich eine Spirale im Inneren des Blanks. Diese Spirale war beschichtet mit einer glänzenden Keramik (SIC?).
Bei anderen Inlinern war tatsächlich nur ein Rohr, dass wohl mit Teflon beschichtet sein sollte.
Gemeinsam war beiden Lösungen nur ein Ein- und Auslass der Schnur über SIC-Ösen.

Letztendlich haben sich auf dem Markt die Ruten nicht durchgesetzt, was meiner Ansicht auf 3 Gründen basiert.
1. Die besseren waren doch recht teuer
2. Da Problem mit Dreck (z. B. Kraut) auf der Schnur , der sich dann im Inneren festsetzte und so für Problem sorgte.
3. Doch erhelbliche Bremswirkung beim Wurf

Sinnvoll sind solche Inliner meiner Meinung nach nur bei Einsätzen wo nicht viel geworfen wird und wenig Dreck auf der Schnur landet.
Somit sehe ich den sinnvolen Einsatz solcher Ruten nur beim schweren Bootsfischen (z.B. Norge) oder beim Downriggerfischen (extreme Dauerspannung auf den Ruten beim Schleppen), wo die gute Kraftverteilung auf den Blank im Vordergrund steht.
Alle Inliner Ruten für andere Zwecke , die es auf dem Markt gab und die ich in der Hand hatte, waren nach meiner Meinung ihr Geld nicht wert, weder Spinnruten noch sogar Brandungs- und Karpfenruten, die auch mal auf dem Markt waren.

Ansonsten habe ich noch nie passende Teile gesehen, mit denen man einen normalen Blank in einen "Inliner" verwandeln könnte.



Geschrieben von Flow am 02.11.2010 um 14:02:

 

Interessante Einwände - Danke Axel ! Dachte bei dem Projekt an ein Einsatzgebiet zwischen Stalken und Spinnfischen an dicht bewachsenen Uferpartien (die man logischerweise nicht zum Fischen roden möchte) wo man permanent irgendwelche Brennesseln und Binsen aus den Ringen und der Schnur popelt. Dreck (Kraut&Algen), der sich im (inliner-)Blank festsetzt und wurfbehinderung durch Reibung habe ich noch nicht bedacht - stellen aber definitiv ein gravierendes Problem dar unglücklich .



Geschrieben von MeFo-Schreck am 02.11.2010 um 14:12:

 

Das mit der starken Reibung (geringe Wurfweite) lässt sich an solchen kleinen Gewässern, wie Du sie beschreibst evtl. noch "verknusen", der mitgeschleifte "Dreck" ist aber echt ärgerlich.
Ich hatte einen Sportsfreund, der mir mal ganz stolz 2 Brandungsruten mit Inliner-Schnurführung präsentierte, die ihm sein Tackle-Dealer für schweres Geld aufgeschwatzt hatte ("der neueste Schrei" " Suuper-Performance" ).
Nach einer Nacht am Fehmarn-Sund mit Strömung und treibendem Seegras hätter er die Dinger seinem Händler am liebsten dahin gestopft, wo die Sonne nicht hinscheint großes Grinsen



Geschrieben von Flow am 02.11.2010 um 15:57:

 

andererseits müsste die Reibung, besonders gut bei geflochtener den Dreck wieder rausschleifen :-) - da läuft ja nicht permanent dreck rein sondern auch mal klares wasser...



Geschrieben von MeFo-Schreck am 02.11.2010 um 16:09:

 

Wo soll denn der Dreck rausgehen?
Nach vorne, wo der Blank enger wird, schiebt sich der "Kram" zusammen und "blockiert" und nach unten ist die seitliche Öffnung für die Schnur auch nicht besonders gross...
Der oben erwähnte Kollege hatte wohl viel "Spass" dabei die ganzen Seegras-Fetzen wieder aus dem inneren des 3-teiligen Brandunsgblanks heraus zu "fuddeln"... Augenzwinkern



Geschrieben von Tobi am 02.11.2010 um 22:05:

 

möchte dem ganzen nur hinzufügen, dass ich inline ruten auch zum wallerbootsangeln ganz brauchbar finde



Geschrieben von MeFo-Schreck am 03.11.2010 um 08:07:

 

@Tobi,
Stimmt, das passt ja in das gleiches Belastungs-Schema/Einsatz-Schema wie das von mir erwähnte schwere Bootsfischen in Norge.



Geschrieben von Chrizzi am 26.10.2011 um 02:22:

 

Um das ganze nochmal wiederzubeleben:



So schlecht scheinen die auch gar nicht zu werfen. http://www.youtube.com/watch?v=IuV_VnnSdjU


Irgendwie sind die Dinger für Gummifische interessant, nicht weil man nicht wickeln müsste, sondern weil man kein Zusätzliches Gewicht in der Spitze/Rute hat was die Sensitivität eigentlich steigern müsste, soweit ich das nun von einigen verschiedenen Aufbauten gleicher Blanks mitbekommen habe.


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