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Geschrieben von Phil am 11.12.2010 um 14:01:

Fragezeichen Gleichmäßig Lackieren

Hallo!

Ich habe bis jetzt erst ein paar Ruten gebaut und bin daher noch in der Lernphase. smile
Ich habe das Problem, dass beim lackieren der Ringe der Lack sich ungleichmäßig verteilt. Das heisst ich habe kleine Wellen oder kleine "Bäuche" im Finish. Es sticht zwar nicht sofort ins Auge aber wenn man die Rute eben genau ansieht und dabei dreht fällt es auf.
Ich bemühe mich nicht zuviel Lack pro Durchgang auf einmal aufzutragen, mache 3 - 4 Durchgänge und verwende auch einen Motor der mir die Rute während der Trocknung immer dreht. Trotzdem bekomm ich das Problem nicht in den Griff.

Hab ihr vielleicht ein paar Tips für mich wie ich eine schöne glatte und gleichmäßige Oberfläche hinbekomme?

Grüsse
Philipp



Geschrieben von Jogi42 am 11.12.2010 um 14:40:

 

Hallo Phil,
machst du die Luftblasen mit einem Feuerzeug raus. Ich habe bei Karl erst eine gebaut, aber durch das drehen hat sich alles super verteilt.



Geschrieben von Phil am 11.12.2010 um 14:43:

 

Hi Jörg,

ja ansich schon. Und ich glaube dadurch wird die Oberfläche auch nochmals etwas flüssiger aber 100% gleichmäßig ist die Verteilung totzdem nicht.

Grüsse



Geschrieben von Jogi42 am 11.12.2010 um 15:02:

 

Hallo Phil,
wie lange lässt du die Rute drehen beim Trocknen?



Geschrieben von Phil am 11.12.2010 um 15:06:

 

zwischen 1 u. 2 Durchgang 25 Minuten und danach 12 - 18 Stunden



Geschrieben von Mad am 11.12.2010 um 15:07:

 

servus,

erwärme den lack im wasserbad oder auf dem heizkörper.
mein lack steht immer in einer beheizten kammer mit 38°, mit kalten lack bekommst du leicht wellen usw.

gruß robert



Geschrieben von Phil am 11.12.2010 um 16:15:

 

Danke Mad!
Macht es denn auch einen Unterschied ob ich mit Borsten- oder mit Haarpinsel lackiere?



Geschrieben von BigPaco am 11.12.2010 um 16:19:

 

Ein weiterer Grund könnten zu kurze Wicklungen sein, auf denen sich der Lack nicht "strecken" kann.
Eventuell liegts noch daran, dass der Blank beim Trocknen schief steht und in eine Richtung will.

Gruß

Rainer



Geschrieben von Phil am 11.12.2010 um 17:07:

 

@BigPaco: Wie meinst du das genau mit den "zu kurzen Wicklungen"? Ich starte je nach Ringgröße 1/2 - 3/4 cm vor dem Begin des Ringfußes.
Während der Trocknung liegt die Rute gerade. smile

Grüsse



Geschrieben von derextremexxl am 11.12.2010 um 17:45:

 

Hi

Zu kurze Wicklungen "gibt" es eigentlich nicht. Du kannst auch eine 3mm breite Wicklung machen und sauber lackieren. Logischerweise fängt der Lack dünn an, wird auf dem Garn etwas dicker und am Ende wieder dünner. Hast du eine 3cm breite Wicklung entsteht erst eine gerade Fläche. Dies hat aber eigentlich nichts mit wellig zu tun.

Du solltest deine "Zutaten" schön vorgewärmt haben. Sowohl dein Blank wie auch der Lack sollten nicht kalt sein. Am besten du hast alles in einer gut geheizten Stube stehen. Dann Lack auftragen und alles nochmals etwas erwärmen. Hierzu gibt es viele Möglichkeiten. Die einfachste ist das Feuerzeug. Einfach die lackierte Wicklung damit vorsichtig erwärmen. Sollte der Lack anfangen zu blubbern würde ich dir empfehlen ihn sofort mit einem Alkohol zu entfernen - komplett mit Wicklung und neu machen. Wenn der Lack warm wird, wird er noch dünnflüssiger und verteilt sich auf einem geraden Blank schön gerade und eben von selber. Überschüssigen Lack kannst du an der Unterseite des Blanks mit dem Pinsel abnehmen.

Viele Grüße,

Alex



Geschrieben von Jogi42 am 11.12.2010 um 18:21:

 

Zitat:
Original von BigPaco
Ein weiterer Grund könnten zu kurze Wicklungen sein, auf denen sich der Lack nicht "strecken" kann.
Eventuell liegts noch daran, dass der Blank beim Trocknen schief steht und in eine Richtung will.

Gruß

Rainer



Bei Karl haben wir den Lack mit einem Holzstäbchen aufgetragen. Und alles in einem Gang.



Geschrieben von hirs am 11.12.2010 um 18:43:

 

Winken1


Viele Wege führen nach Rom....


Ich lackiere auch nach der ,,draufklatschen und abtropfen lassen Methode,, großes Grinsen


Meistens bin ich nach einem Durchgang schon mit dem Ergebnis zufrieden. Mehr als 2 Durchgänge lackiere ich sehr selten.



Das angesprochene Problem hatte ich bei meinen ersten Ruten auch. Im Nachhinein würde ich bei mir auf zu viel Lack in einem Durchgang tippen.


Wie oben schon steht, ist der Lack ordentlich temperiert, verläuft er gleichmäßiger und eine zu dicke Lackschicht kommt gar nicht erst zustande.



Geschrieben von DozeyDragoN am 10.10.2013 um 15:10:

 

Zitat:
Original von hirs

Ich lackiere auch nach der ,,draufklatschen und abtropfen lassen Methode,, großes Grinsen



Moin!

Hirs,

kannst Du den genauen Vorgang evtl. noch genauer beschreiben? Wenn Lack abtropft, hat er sich doch zunächst in einem "Bauch" gesammelt, dann entstehen doch eigentlich diese Bäuchte, die sich nicht richtig mehr "einnivellieren", oder? Verstreichst Du die danach noch? Wie klappt die Methode, wenn die Lackierung 10-15 cm lang ist?


Grüße!
Jan

smile



Geschrieben von BigPaco am 10.10.2013 um 17:37:

 

Tach. Da der Hirs schon länger nicht mehr an Board aktiv ist, will ich mal meinen Senf dazugeben.

Daraufklatschen und abtropfen lassen geht bei mir so:

Erster Durchgang:
Ich fang immer am Beginn der Wicklung an und arbeite mich zum Ringfuß vor, damit schiebe ich die Luft aus dem Ringfußtunnel sehr einfach heraus (meistens). Ziel ist hier lediglich das Garn und die Tunnel zu tränken.
Zweiter Durchgang (direkt danach):
Du trägst deutlich zuviel Lack auf den Blank/ auf die Wicklung auf und verteilst den Lack
satt auf alle zu lackierenden Bereiche und Stellen. Da der Blank beim Lackieren bewegt
wird, hält der Lack erstmal am Blank.
Als nächstes, wenn alles satt vollgeklatscht ist, drehst Du den Blank auf den Rücken,
Ringe zeigen nach oben, und lässt allen Lack, der runter will, auch runtertropfen.
Letzte Reste, die als Tropfen unten am Blank hängen bleiben, nehme ich mit einem Spatel ab.

Das funzt auch bei längeren Strecken. Wichtig ist nicht zuviel im Lack rumzurühren und rumzupinseln, der Lack macht dann die Arbeit selbst.

Erst DANN schmeiß ich mein Drehszenario zum Trockendrehen an und gut is´.

Gruß

Rainer



Geschrieben von koffi am 11.10.2013 um 14:12:

 

Meine Lackierungen sehen zwar nicht geil aus, aber eines habe ich bei den ersten Ruten vergessen.
Weil der Blank konisch ist, liegt der Blank nicht gerade/parallel, wenn man zwei "einfache" Rutenauflagen hat. Dann kann der Lack auch nicht parallel verlaufen.
Hat mir nie wer gesagt, hab ich nach viel Forum lesen mal herausgelesen großes Grinsen



Geschrieben von Smollo327 am 25.11.2013 um 15:27:

 

Hallo,

hab mich mal belesen im Buch von L.A. Garcia steht, dass er entweder nur die Wicklung lackiert werden, also wirklich nur das Garn, oder überlappend auch ein Stückchen Blank neben der Wicklung.
Beides wäre hinsichtlich Haltbarkeit in Ordnung, und hätte bloss ästhetischen Unterschied.

Bis hab ich noch keine Rute gesehen, wo nur die Wicklung lackiert ist.
Hab ihr schon Erfahrungen mit solchen Ruten gemacht?

Gruß,
Smollo



Geschrieben von Tisie am 25.11.2013 um 16:31:

 

Hi,

Zitat:
Original von Smollo327
Bis hab ich noch keine Rute gesehen, wo nur die Wicklung lackiert ist.
Hab ihr schon Erfahrungen mit solchen Ruten gemacht?


ja, habe ich ... meine gute alte Vision Extreme+ (Fliegenrute) ist so lackiert - der sauberste Aufbau einer "Fertigrute", den ich je gesehen habe, auch bez. Abnutzung/Verschleiß absolut unproblemtatisch (fische die allerdings auch nur im Süßwasser). Ich habe das auch schon mal gemacht, wobei ich mir noch nicht mit letzter Gewissheit sicher bin, was nun die wirklich "beste" Lösung ist. Ein schmaler sauberer Rand über die Wicklung hinaus hat auch was.

Gruß, Matthias

P.S.: Hier mal ein Bericht mit Fotos einer Rute aus der gleichen Serie: *klick*



Geschrieben von sssaschaaa am 25.11.2013 um 19:58:

 

Hi bei mir tropft nix und blassen hab ich auch keine imm lack..benutze denn von haus of brunner der ist aus amerika.soll neu sein.vor dem ganzen hab ich auch angst gehabt.denn motor hab ich nur zum lackieren benutzt.verläuft auch nicht wie honig.
Gruß



Geschrieben von Höllenlurch am 26.11.2013 um 12:36:

 

Servus!

Ich lackier sogar recht häufig nur die Wicklung! Dadurch dass ich doch überwiegend feinere Ruten baue will ich oft nicht unnötig viel Lack an den Wicklungen haben! Wenn man über die Ränder rauslackiert braucht man doch schon etwas mehr Lack damit die Garnkante nicht mehr zu sehen ist/aus dem Lack rausschaut und es einen schönen runden Abgang schafft...

Von der Haltbarkeit hab ich da noch ABSOLUT KEINE Unterschiede festgestellt! Allerdings muss man schon etwas sauberer arbeiten da man hier doch etwas mehr sieht als wenn alles "mit Lack zugekleistert/überkleistert wird" großes Grinsen



Geschrieben von Waisi am 22.02.2014 um 11:07:

 

Der Thementitel passt zu meiner Frage,
nur geht es bei mir nicht um normale Wicklungen sondern eher um offene Kreuzwicklungen.

Wie bekommt man da eine gerade Fläche zusammen?
im Prinzip ist es egal ob ich wirklich viel Lack oder nur das nötigste an Lack nehme.
Es entsteht immer eine Wellenförmige Oberfläche, was ja irgendwo auch klar ist, weil immer gleich viel Lack drauf ist, und da die Wicklung dann höher ist entsteht das eben.

Kann man das irgendwie vermeiden?
Lackieren tu ich mit dem Pinsel.
und erwärmen tu ich eigentlich nie was und hab bis jetzt alle mein Probe Wicklungen auch nur einmal lackiert.
verschwindet das Wellenmuster wenn man 2 oder 3mal lackiert?

mfg Waisi


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