Geschrieben von March-brown am 26.08.2011 um 11:52:
WINSTON - Griffreparatur... mal andere Richtung....?
Hallo Gemeinschaft,
gemessen an meinem Materialverschleiss in den ersten fünf Tagen meines Urlaubs in Kanada konnte bei mir nicht gerade große Hoffnung aufkeimen, dass mir ein guter Urlaub bevorstand.
Am ersten Tag fange ich einen Rotlachs auf meiner Bottom bouncer Rute ( auf Basis eines umgebauten SPORTEX HM Turbo SPIN I Blanks) und bevor ich nochmals auswerfen konnte, brach mir beim Schnurüberprüfen ohne großen Druck die Spitze ab.
Tja, ich kann's mir nicht anders erklären, als das beim Schleifen irgendwelche Mikrorisse entstanden sind.
Am dritten Tag habe ich auf die ebenfalls extra für den Urlaub gebaute Switchrute auf Basis von Karls Wettbewerbsblank mal nicht aufgepasst, knall 'ne Fliege drauf und schuppdiwupp - aus drei mach vier Teile.
Das einzig Tröstliche war, dass ich damit wenigstens Rotlachse gefangen habe. Nummer zwei zur Reparatur.
Tags darauf ging es an den Kitimat auf Hundslachse. Ich zeigte gerade einem Schweizer Kollegen noch Kings beim Laichen, laufe los bevor ich mich noch umdrehe und finde danach die nicht gesteckten Teile meiner Ersatz-Einhand am Baum wieder... Und noch ne Spitze weniger. Freude schöner Götter Funke!
Jetzt musste also meine Winston Boron die restlichen Tage noch durchhalten... und das tat sie dann auch.
Allerdings unter Aufbietung der letzten Reserven. Auf der Rute ist ein normaler Korkgriff verbaut mit, wie ich mittlerweile auch herausgefunden habe, lausiger Qualität für eine Hochpreisrute.
Am Ende war der Kork richtig schwammig und es bildeten sich zum Winding Check hin schon richtig grosse Risse. Hinzu kam, dass sich der gesamte obere Griffbereich irgendwie vom Blank gelöst zu haben schien.
Ich habe vorgestern dann den ganzen Mist weggemacht und war sehr enttäuscht zu sehen, wie wenig Kleber für den Griff verwendet wurde.
Allerdings habe ich den Winding Check und alles dran gelassen, weil der Blank an sich sauber verarbeitet ist bis zum Winding Check.
Ich habe mir mittlerweile einen Griff geklebt mit jeweils Rubberkorkenden und noch nen Struble U-22 besorgt. Den RH mit dem Drehmechanismus finde ich echt klasse.
Die Frage ist jetzt: Wie baue ich sinnigerweise den Griff von hinten auf bzw. wie ziehe ich den Korkgriff so auf, dass auch noch Kleber zum Fixieren reingeht? Trotzdem konisch bohren oder doch durchgängig gleicher Durchmesser und dann mit Krepp überlappende auslaufende Wicklungen?
Ich denke sobald der Griff drauf ist, gibt es mit der Montage des RH keine Probleme mehr.
Würde mich sehr über eure Tipps freuen...
Danke schon mal
Gruss
Bernd
Geschrieben von March-brown am 25.09.2011 um 07:49:

Der Tipp war gut
Ich habe das mit dem aufschäumenden Kleber
und dem Taper gemeinsam gemacht. Hat prima geklappt.
Der Struble U-22 mit dem versteckten Gewinde, bei dem man den Konterring nicht mehr sieht, gefiel mir so gut, dass ich ihn auch gleich für mein aktuelles Projekt - eine CTS Affinity X 10' #9 - mit verbaut habe.
Danke nochmals für den Tipp.
TL
Bernd