Rutenbauforum (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/index.php)
- Lack und Kleber (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/board.php?boardid=39)
-- Lackieren -> Das finish (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/board.php?boardid=43)
--- Haltbarkeit Lackierung v. Einstegringen (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/thread.php?threadid=5883)


Geschrieben von Michael_IN am 29.01.2012 um 10:21:

  Haltbarkeit Lackierung v. Einstegringen

Hallo zusammen,

wie führt Ihr Eure Lackierungen für Einstegringe genau aus? Mir geht es speziell um den Bereich wo der Ringfuß aufsteigt zum Ring.
Gerade in diesem "Knick" kommt es doch häufig zu Bewegungen, im schlimmsten Fall dadurch, dass man man irgendwo etwas hängen bleibt, und das reißt mir oft mal die Lackierung an der Stelle durch.
Das tut der Stabilität zwar keinen großen Abbruch, denke ich, aber ich würde das gerne vermeiden.
Ich habe mal ein paar Bilder angehängt, zur Erklärung:
1. Ganz "normal" gewickelt und lackiert, habe ich zuviel Lack am "Knick"?
2. Mit dem Garn noch hinter den "Knick" gewickelt und sogar den Fuß noch zweimal mit Garn "umschlungen" kann auch brechen?
3. Bei Zweistegringen spielt das wohl keine Rolle wie viel Lack am "Knick" ist da kommt es zu keiner größeren Bewegung denke ich. Das Bild habe ich nur als Gegenbeispiel mit angehängt.

Es würde mich freuen Eure Meinung zu hören.

Grüße Michael



Geschrieben von BigPaco am 29.01.2012 um 11:25:

 

mmh... Denken1

Ich verstehe Deine Frage wohl nicht... Sieht für mich super lackiert aus.
Das eine Lackierung unter großer mechanischer Belastung reisst, hatte ich
zwar noch nicht, aber dass ist dann wohl nicht zu vermeiden...

Oder willst Du auf was Anderes hinaus?

Gruß

Rainer



Geschrieben von Esox_Ufr. am 29.01.2012 um 11:45:

 

Ich verstehe die Frage Augenzwinkern , allerdings gibt es bei mir nie solche dicken Lackreste am "Knick" des Ringes.
Dadurch sieht es bei dir - sorry unglücklich - auch beim 2-Fuß-Ring unsauber aus, weil da zuviel Lack ist.



Geschrieben von Michael_IN am 29.01.2012 um 12:16:

 

Hallo Rainer, hallo Esox,

gerade der schwarz gebundene Einstegring ist schon "abgeplatzt", ich bekomme da kein ordentliches Foto hin aber wenn man den Ring, wie auf dem Foto abgebildet, nach links (Richtung Rolle) drückt sieht man, dass der Lack nicht mehr am Fuß haftet.

Mein nächster Versuch wäre es am "Knick" gar keinen Lack mehr zu haben und nur den geraden Fuß auf dem Blank zu fixieren und den "Knick" völlig frei zu lassen. Dann kann sich der Ring maximal bewegen ohne den Lack zu beanspruchen. Das würde sehr in Deine Richtung gehen Esox.

Esox, kannst du vielleicht ein Bild machen wie das bei dir aussieht?

Grüße Michael



Geschrieben von Esox_Ufr. am 29.01.2012 um 12:30:

 

Also wenn du hinter den Ring weiterwickelst, dann muss/sollte da schon Lack ran!
Du musst nur eben schauen, dass da nicht solche "Batzen" dran sind. Augenzwinkern

Wenn du wickelst wie auf dem Bild mit dem roten Garn, dann brauchst du hinter dem "Knick" garkeinen Lack, da fließt ggf. von selber ein bisschen hin.



Geschrieben von habitealemagne am 29.01.2012 um 13:17:

 

Hallo,

da muß ich Esox mal zustimmen, da ist ein bischen viel Lack. Ich lackiere ja zwei mal. Das erste mal ist so, dass man noch die Garnstruktur an großen Teilen der Wicklung erkennt. Dann schneide ich Fehlstellen raus und sollte sich da schon soviel Lack gesammelt haben, dann schneid ich das weg. Ich nehme bei der zweiten Lackschicht, ein Stück Küchenrolle, falte das und zieh dann immer seitlich den Lack weg, genau bei dem Knick. Das mach ich, bis der Lack schon etwas fester ist, alle paar Minuten. Dann stell ich auch den Blank, auf der Maschine so hin, dass er in Spitzenrichtung etwas ansteigend ist. Ich wickle meistens über den Ringsteg hinaus.
Ausnahmen sind recht kleine Ringe und Microguides, da lässt sich sowas kaum vermeiden, allerdings bricht da bei sehr feinen Spitzen nicht viel weg.



Geschrieben von felseb am 29.01.2012 um 14:57:

 

Moin!

Muss mich meinen Vorrednern anschließen, gerade im Bereich des Ring-, Blanküberganges ist auf den Bildern etwas zu viel Lack zu sehen. Wie habitealemagne schon gesagt hat, auf Grund der konischen Form des Blanks kommt es beim Trocknen auf einer geraden Auflage immer dazu, dass der Lack in Richtung Spitze läuft. Die passenden Lösungsansätze für das Problem hat er ja aber auch schon gepostet-entweder überschüssigen Lack abnehmen, die Spitze höher auflegen oder aber in mehreren sehr dünnen Schichten lackieren, dann hält sich der Lacküberschuss am Steg auch in Grenzen.

Liebe Grüße



Geschrieben von Michael_IN am 29.01.2012 um 15:10:

 

Hallo zusammen, Ihr seid wirklich super!!!
Also beim nächsten mal wird die Rute am Griffende abgesenkt bzw. an der Spitze angehoben und mit den erwähnten Technik wird der Lack an der Stelle minimiert.

Danke

Grüße Michael



Geschrieben von felseb am 29.01.2012 um 18:12:

 

Ach noch was, ist mir vor meinem ersten Post nicht aufgefallen. Es sieht, gerade auf den ersten beiden Fotos so aus, als würdest du sozusagen auch "hinter" dem Steg mit dem Pinsel herlackieren. Meiner Erfahrung nach ist das nicht nötig, da der Lack beim Erstauftrag zum tränken der Wicklung ja ohnehin flüssiger sein sollte und daher automatisch unter den Steg fließt. Gibt dann (wegen der etwas geraderen Linie in der Lackierung) meines Erachtens nach nochmal ein etwas stimmigeres Bild als mit der relativ breiten "Lackzunge" hinter dem Steg...

Versuche es einfach mal... Hier zur Verdeutlichung - ich hoffe, dass was ich sagen möchte kommt dabei heraus:



Geschrieben von sepp73 am 30.01.2012 um 07:52:

 

Hi!
Hatte das Problem auch schon. Hatte meine X-Zoga Taka G60 (12kg) mit 3 Zwei und 6 Einstegringen (Fuji LSG) beringt und bei einigen ist mir an der Stelle auch der Lack gerissen weil sich einige Male beim Wurf die geflochtene Schnur um die Ringe gewickelt hatten.
Der Funktion tat das keinen Abbruch, hab sogar noch n paar kleinere Waller damit gefangen. Aus optischen Gründen hab ich das Teil nun aber gestrippt und bau sie neu mit Fuji K-Guides auf. Hoffe damit bleibt mir die Schnur nicht mehr am Ring hängen und das Problem taucht nicht mehr auf.
Vermeiden kann man das glaub ich nicht ganz, die Einsteger "arbeiten" einfach an der Stelle ein bisserl...



Geschrieben von Michael_IN am 30.01.2012 um 21:05:

 

Hallo Sepp,

wenn es nur das "Verwickeln" beim Auswerfen wäre, mein Hauptgrund ist das Be- und Entladen ins Auto, irgendwie bleibe ich da immer wieder mal etwas hängen vor allem jetzt mit meinen neu gefertigten CTS-Einteilern.

Was mich noch mehr nervte waren die Stahl-Einstegringe die sich dann auch noch verbogen haben, deswegen habe ich jetzt nur noch Titanringe verbaut die doch erheblich flexibler sind aber jetzt gibt eben der Lack auf.

Die Rute mit den schwarzen Wicklungen habe ich gestern noch total gestrippt....auf ein Neues und diesmal versuche ich den Knick am besten gar nicht mit Lack zu bedecken...... mal sehen ich werde berichten.

Grüße Michael



Geschrieben von Martini am 14.08.2019 um 11:11:

 

Stichwort knackende Füße, abgeplatzter Lack.
Ich bekomms nach hunderten lackierten Ringen immer noch nicht hin.
Mittlerweile lackiere ich am Ringfuß nicht mehr über die Garnkante hinaus und versuche soviel lack wie möglich unterm Ringfuß rauszubekommen, aber bei Belastung platzt der Lack wieder ab. Mittlerweile denke ich, dass es fast nicht möglich ist dortz eine feste Verbindung zu schaffen, wenn man sich mal anschaut wieviel son Ring arbeitet und wie wenig er an dieser Stelle am Blank gehalten wird. Ich denke ihr hört alle nicht mehr so gut großes Grinsen
Fadenspannung halte ich eher stramm; entfettet wird mehrmals mit Iso.
So fisch ich seit Jahren. Weder ist mir was gebrochen, noch hat sich die Wicklung und der Lack dadurch verschlechtert.
Mir gehts nicht ums Knacken, das ist eher selten, dass das passiert.
Mir gehts darum dass der Lack an dieser Stelle nicht am Ring halten kann und immer früher oder später abplatzt. Nur hört mans nicht, wenn nicht zuviel Lack an der Stelle ist.


Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH