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Geschrieben von Joe am 17.03.2012 um 14:05:
Equal goes it los!
Hallo zusammen,
nun die Klausuren liegen hinter mir und nun kann es endlich mit dem Bau losgehen. Schon vor ein paar Monaten hat mir Karl Bartsch einen Bausatz zugeschickt. Nun ist es an mir die Rute aufzubauen. Viele Fragen sind noch offen, die ich bisher noch nicht beantworten konnte, ich denke, da kommt Ihr dann ins Spiel.
Zur Rute:
Genaues Wurfgewicht konnte mir Karl nicht nennen, da es sich um einen Prototypen handelt. Liegt aber bei ca 30-80g.
Die Länge ist 2,75m und sie soll zum Zanderangeln dienen.
Ich bin mal gespannt.
Viele Grüße
Joe
Geschrieben von Rene am 17.03.2012 um 14:30:
Die Teile sehen doch schon mal gut aus.
Dann leg man los
Rene
Geschrieben von Joe am 18.03.2012 um 11:06:
Hallo,
habe beim Stöbern im Internet ein Video zur Griffmontage gesehen. Da kommen wir ein paar Fragen:
1. Was ist das für ein Material, von dem am Anfang gesprochen wird?
2. Klatscht man da wirklich so viel Epoxy auf den Blank?
3. Muss man Griff und RH beim Trocknen nicht verspannen?
hier das Video:
http://www.youtube.com/watch?v=mVb0-OJj5Gc
Gruß
Joe
Geschrieben von stahldurst am 18.03.2012 um 12:45:
Hello Joe!
Also das Video das Du da gefunden hast ist nicht gerade das Beste.
Meines Erachtens ist die Qualität der Arbeit darin Pfusch.
Zu Deinen Fragen:
Das helle Material am Anfang ist Urethane und wird auch "Arbor" genannt.
Somit formstabiler Schaumstoff.
Kann man sich sparen wenn man ordentlich unterwickelt.
Die Tapeunterwicklung im Video ist nach meinem Gefühl sehr
dürftig, dabei kann es passieren, dass der Rollenfuß in den Rollenhalter
eingedrückt wird.
Verspannen muss man nicht, wenn der Griff schon so fest genug sitzt,
allerding ist es sehr zu empfehlen, da es doch passieren kann, das der Griff verrutscht.
Schau Dir mal die Videos von Batson an:
http://www.youtube.com/watch?v=lfqNYkbyeH0
Die sind etwas besser was die Arbeitsschritte angeht.
mfg
Hans
Geschrieben von Schraube am 18.03.2012 um 12:58:
1. Das material nennt sich Arbor und ist ein Füllmaterial welches wie das Tape genutzt wird um den Rollenhalter zu unterfüttern, da er ja nicht spack auf den Blank geklebt werden darf weil sonst Sollbruchstellen an der Rollenhalterkante entstehen.
Ob du jetzt Tape oder Arbor nimmst ist Geschmackssache.
2. Beim Griff wird schon ausreichend 2k Kleber verwendet. Allerdings hat er auch die Lücken zwischen den Taperingen recht groß gelassen.
Zeichne dir die Länge des Rollenhalters an... Du beginnst jeweils rechts und links ca 0,5 - 1 cm vor der angezeichneten Kante mit den Tapewicklungen. Und dann mache ich alle 1 cm auf die Fläche verteilt eine Tapewicklung. Diese sollten gleichmäßig verteilt sein damit der Druck des Rollenfußes im Drill auf die Rollenhalteroberfläche gleichmäßig verteilt wird. Die Wicklungen werden so dick angelegt das du im Trockenzustand mühe hast den RH aufzuschieben.
Wenn du 2k Kleber drauf schmierst, schön die Lücken mit 2k füllen damit sich keine Hohlräume bilden.
Griff und Rollenhalter an den Kanten mit Tape abkleben um diese vor überschüssigem Kleber zu schützen.
3. Ich presse nur Griffmaterialien zusammen wenn sie vorher auf einem Mandrel o.ä. zusammen geklebt werden für eine spätere Bearbeitung. Bsp. Korkscheiben, Duplonstücke, Holz
Machen aber andere wieder anders. Die pressen die Stücke auch beim verkleben auf den Blank zusammen.....
MFG
Benedikt
Geschrieben von peter117 am 18.03.2012 um 14:49:
Ich klebe immer das Endstück zuerst auf, lass' den Kleber abbinden und presse danach den restlichen Griff dagegen.
Hat den Vorteil, dass es bei (parabolischen) Ruten bei Belastung keinen Spalt zwischen Rollenhalter und Kork gibt. Das hat zwar keinen Einfluß auf die Funktion, sieht aber bescheiden aus.
Den Rest mach' ich genauso wie Benedikt - vielleicht mit nicht ganz so viel Kleber zwischen den Tapewicklungen. Ich denke, es reicht, wenn die Außenkanten der Tapewicklung ordentlich eingesuppt sind, damit bei Belastung das Tape nicht verrutschen kann. Der Tapekleber ist längst nicht so temperaturbeständig wie ein 2K-Kleber.
Gruß
Peter
Geschrieben von murmeli1965 am 18.03.2012 um 15:05:
Habe bis jetzt immer mit Tape gearbeitet.
Allerdings lasse ich zwischen den Wicklungen nur ca. 5mm Luft, soll ja haltbar sein.
Bei solch kleinen Zwischenräumen brauch man dann auch nicht mehr so viel Epoxy.
Habe in meiner Galerie auch ein Bild davon.
"Verspannen" muss man allerdings mit etwas Gefühl machen damit sich der RH mit dem Gewindeteil nicht so dolle eindrückt.
Ein wenig Druck ist auf jeden Fall von Vorteil damit kein Kleber irgendwo "raussuppt" über Nacht.
Gruß Oldi
Geschrieben von Joe am 18.03.2012 um 16:58:
Hallo,
Danke für die ausführlichen Antworten.
Die Videos werde ich mir mal anschauen. Sieht recht gut aus.
Fürchte es kommen noch einige Fragen

.
Ihr dürft gespannt sein
Muss ich Morgen dann auch erstmal in den Baumarkt ein paar Sachen kaufen

.
Gruß
Geschrieben von Joe am 20.03.2012 um 11:05:
Hallo,
So nochmal eine Frage zum Werkzeug. Wie kann ich am geschicktesten die Bohrung des Korks aufweiten. Habe schon gelesen, dass sich manche selber Werkzeuge dafür basteln (mit Sand beklebte Stäbe), oder gibt es dafür Werkzeug zu einem akzeptablen Preis.
Da ich keinerlei Stäbe o.ä. zu Hause rumliegen habe, müsste ich mir erst solche kaufen, um die dann noch zu bekleben (da stellt sich auch die Frage mit was?). Vielleicht habt ihr da ja einen Tipp.
Mit einer Rundfeile habe ich die Befürchtung aus der Lochbohrung eine Eibohrung zu machen.
Viele Grüße
Joe
Geschrieben von MeFo-Schreck am 20.03.2012 um 11:37:
Schau Dir mal die "Räumwerkzeuge" bei tackle24 unter Startseite » Zubehör » Sonstiges an.
Die "funzen" einwandfrei
Als Set (3 Stück in verschiedenen Durchmessern) für 21,80 Taler.
Etwas teurer (€ 59,90) aber auch etwas "more sophisticated" mit 4 verschiedenen Durchmessern gibt es sowas auch bei CMW
http://www.cmw-angeln.de/angelgeraete-ruten-angelgeraete/angelgerate/Zubehör-Ahlen-B-R/
Geschrieben von murmeli1965 am 20.03.2012 um 12:07:
Der Vorteil bei dem CMW - Set:
Ich kann die Raspeln in meine Drechselbank oder Bohrmaschine einspannen.
Ein unschätzbarer Vorteil.
Gruß Oldi
Geschrieben von Joe am 20.03.2012 um 12:10:
Ah sowas habe ich gesucht. Danke.
Bekommt man sowas auch im Baumarkt, oder ist das eher Spezialwerkzeug.
Habe leider keine Drehbank, in die ich die einspannen könnte

.
Gruß
Geschrieben von murmeli1965 am 20.03.2012 um 12:18:
Aber wohl ne Bohrmaschine...
Wenn man öfter Ruten bauen will ist das sehr von Vorteil.
Im Baumarkt habe ich so etwas noch nicht gesehen.
Gruß Oldi
Geschrieben von Joe am 20.03.2012 um 12:39:
Hallo Oldi,
ja stimmt, da hast du Recht. Bin momentan aber noch am Überlegen. Für einen Studenten tun 60 Euronen halt schon etwas weh.
Gruß
Geschrieben von Joe am 08.04.2012 um 14:06:
Hallo,
habe lange darüber nachgedacht, wie ich mir den Kauf von so einem Reamer sparen kann. Naja heute ist mir dann eine uralte Stipprute in die Hände gefallen. Ca. 8m lang und aus Metall, also absolute ungeeignet zum Fischen. Habe mir dann ein Teil der Rute rausgenommen und mit Sandpapier beklebt.

Funktioniert sehr gut!
Gruß
Geschrieben von Joe am 08.04.2012 um 16:10:
Hallo,
getreu dem Motto ein Schritt vor, zwei zurück, habe ich heute Folgendes festgestellt. Irgendwie ist der Kork gerissen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er nach dem Schleifen nicht gerissen war und habe keine Ahnung woher das kommt. Jetzt stellt sich die Frage: Was tun?
Habt ihr eine Idee?
Hier mal ein Bild:
Geschrieben von Flow am 09.04.2012 um 13:10:
Burle Cork als Abschlüsse sind ja ne recht kniffelige Sache. Man könnte sie gegen Rubber Cork austauschen oder den Griff bei der Montage ordentlich zusammenpressen - denke dann verschwinden die Risse. Ob Du Dich damit wohl fühlst ist ne andere Sache. Alternativ könnte man versuchen die Risse mit ganz wenig Holzleim versehen und pressen.
Geschrieben von Joe am 09.04.2012 um 13:22:
Hallo Flow,
Danke für die Antwort. An das Zusammenpressen scheidet aus, da dieses Ende nicht zum RH zeigt. Muss ich wohl echt austauschen....
Gruß
Geschrieben von Joe am 11.04.2012 um 16:44:
Wieder eine Frage.
Da ich jetzt erstmal etwas warten muss, bis die neuen Korkringe da sind, habe ich Heute versucht mal die Ringposition zu bestimmen. Ich habe mir von Karls Seite auch das Excel-sheet heruntergeladen, mit dem man die Ringabstände berechnen kann.
Nun stellt sich jedoch die Frage, wie fange ich an? Wie bestimme ich die Grifflänge bzw. dann den Abstand zum Leitring. Habt ihr da irgendwelche Vorgehensweisen? Ich habe jetzt erstmal versucht den Griff so lange zu machen, dass die Rute mit der Rolle ungefähr ausbalanciert ist. Da hätte ich jedoch jetzt eine Girfflänge von 51cm. Finde das ist doch etwas lang für eine 2,70m Rute. Ich habe auch mal eine andere Rute, die 3m lang ist, danebengelegt und dort ist der Griff auch nicht viel länger (An die Rute kommt eine Spro Grand arc 830 Rolle).
Viele Grüße
Geschrieben von stahldurst am 11.04.2012 um 22:11:
Hi Joe!
Ich für meinen Teil, habe die Grifflänge ähnlich wie Du ermittelt.
So, dass die Rute mit den Anbauteilen + Rolle schön ausgewogen ist.
Wenn ich nun den Griff kürzer haben will, habe ich ihn dorthin verschoben wo es mir passt und die Balance hinten mit Blei korrigiert.
Den Abstand zum ersten Ring habe ich mir hier im Forum irgendwo rausgelesen und bei meinen anderen Ruten abgeschaut.
Beste Grüsse
Hans
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