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Geschrieben von Bone am 15.04.2012 um 19:17:

  Ringe für 9# Fliegenrute

Hallo Jungs,

werde mir in nächster Zeit eine 9' 9# Quickline Hechtrute aufbauen und frage mich, ob Einstegringe dafür geeignet sind, oder ob ich Schlangenringe verbauen soll.

In den niedrigeren Klassen verwende ich ausschließlich Einstegringe. Ich konnte aber in den hohen Klassen noch keine Erfahrungen sammeln.

Alex



Geschrieben von Tisie am 16.04.2012 um 08:52:

  RE: Ringe für 9# Fliegenrute

Hi Alex,

ich habe mir gerade eine 9er Z-Axis aufgebaut und wieder Schlangenringe verwendet. Ich hatte mal Einstegringe auf einer 4er Loop GreenLine und 6er XP verbaut und war nicht so begeistert. Mich stört vor allem die Empfindlichkeit der Ringe (gegen hängenbleiben, vertüddeln, verbiegen, usw.).

Gruß, Matthias



Geschrieben von Bone am 16.04.2012 um 11:07:

 

Hey Matthias,

gegen Verbiegen verwende ich Rec Recoil und zwar an jeder Fliegenrute. Das Vertüddeln kommt tatsächlich häufiger vor, soll mich aber nicht weiter stören. Ein paar Schwünge im Kreis und die Schnur ist frei. Mit Hängenbleiben meinst du den Loop der Fliegenschnur? Stört mich tatsächlich etwas... hab mir schon überlegt das Vorfach einzuziehen... Aber das sollte erstmal kein Entscheidungskriterium sein, da ich dafür noch eine Lösung finde Augenzwinkern . Es geht mit eher um die Usability und Stabilität. Bei den schweren Fliegenschnüren wird doch mehr Kraft auf den Ring ausgeübtt und das könnte ich mir problematisch vorstellen. Zudem muss man mit großen Fischen ausgehen und zwei Wicklungen halten besser als eine. Denken1

Alex



Geschrieben von fluefiske am 16.04.2012 um 11:29:

 

Hallo,
also bei einer #9 scheiden sich bei mir die Geister.Würde ich sie für mich aufbauen,könnte ich mir 1-Beiner noch vorstellen.Bei einem Kumpel eher Schlangenringe.
Wobei ich an der Haltbarkeit der 1-Stegringe keine Bedenken hätte,denn bei den Norwegern sind Lachsruten mit 1-Steg nicht unüblich.
Sollte die Rute auch auf dem Boot benutzt werden,dann klar Schlangenringe.
Bei mit hat sich bis heute noch kein Ring verbogen - Glück gehabt.

Gruß Erich



Geschrieben von Tisie am 16.04.2012 um 11:45:

 

Hi Alex,

mit hängenbleiben meine ich auch "äußerlich", d.h. beim Handling der Rute, z.B. im/am Futteral oder beim Transport (zusammengesteckt auf dem Weg zum Wasser) ... ich weiß nicht genau, wie es passiert ist, aber von den kleinen, dünndrähtigen Einstegringen sind bei mir einige leicht verbogen. Probleme mit den Wicklungen habe ich nicht, sehe es bez. Stabilität aber ähnlich wie Du. Vor allem bei einer 9er und ggf. kampfstarken Drillgegnern im (warmen) Salzwasser würde ich das Risiko ausschließen und Schlangenringe verwenden. Ich werde bei Gelegenheit auch meine 6er Sage XP wieder auf Schlangenringe umbauen, spätestens nach Kroatien werden die Ringe eh fällig sein Augenzwinkern ... von den Recoils halte ich nicht so viel, mich nervt das "singen" und die Haltbarkeit soll auch schlechter sein.

Gruß, Matthias



Geschrieben von Blauzahn am 16.04.2012 um 11:57:

 

Servus Matthias,

was hast du bisher an Einstegringen verbaut?
Ich habe es bisher noch nicht fertig gebracht die montierten Ringe (CFSG-TICH von PacBay) zu verbiegen.
Selbst das Richten der Ringe vor dem Anwicklen geht nur mit zwei Zangen... sonst rührt sich nichts.

Das Argument des "Hängenbleibens" an Strauchwerk oder Ähnlichem erlebe ich auf meinen Trips auch, aber verbogen hat sich, wie erwähnt, nix.

Unabhängig davon würde ich an einer Klasse 9 evtl. auch Schlangenringe bevorzugen... Denken1
Momentan baue ich eine Klasse 8 mit Einsteg.

Grüße



Geschrieben von Tisie am 16.04.2012 um 13:31:

 

Hi René,

ich habe bisher nur die Hopkins&Holloway Hardchrome Einstegringe verbaut (=> Seymo 619SL).

Gruß, Matthias



Geschrieben von Bone am 16.04.2012 um 13:46:

 

Die Seymo habe ich auch schon verbaut und die lassen sich auch ohne Zange verbiegen, zb wenn man die Ruten auseinanderzieht und am Ring zu viel Kraft ausübt. Das Hängenbleiben mit den Einstegringen stimmt schon beim Futteral, aber vorallem der Knoten der Fliegenschnur geht nicht so gut durch. Eigtl. wollte ich ja eine Süßwasserrute aufbaun, wo mir gerade einfällt, dass ich vorhabe an den Bodden zu fischen, wo ja Salz und Süßwasser aufeinandertriftt und ich vermutlich hochwertigere Materialien verwenden sollte.

Seit wann gehen die RecRecoil Ringe schneller kaputt und warum?

Bei einer 9er denke ich sollte man schon Schlangenringe verwenden, allerdings habe ich ein Gewichtsfetisch, was Ringe und Wicklung angeht. Das Handling spürt man Grammweise... vor allem an meiner Helios mit Rec Recoilringen ist das Stundenlange werfen ein Traum.

Alex



Geschrieben von Tisie am 16.04.2012 um 14:52:

 

Hi Alex,

Zitat:
Original von Bone
Seit wann gehen die RecRecoil Ringe schneller kaputt und warum?


ich habe mal irgendwo gelesen, daß die Recoils schneller "einlaufen" (Abrieb durch Fliegenschnur+Dreck) als hartverchromte Ringe ... mal schauen, ob ich den Beitrag nochmal finde?! Aus persönlicher Erfhrung kann ich dazu nichts sagen, ich fand das "singen" der Ringe beim probewerfen einer Rute mit Recoil-Einstegringen so nervig, daß ich mich dagegen entschieden habe.

Zitat:
Original von Bone
Bei einer 9er denke ich sollte man schon Schlangenringe verwenden, allerdings habe ich ein Gewichtsfetisch, was Ringe und Wicklung angeht. Das Handling spürt man Grammweise... vor allem an meiner Helios mit Rec Recoilringen ist das Stundenlange werfen ein Traum.


Grundsätzlich sehe ich das auch so (möglichst wenig Gewicht auf die Rute bauen, v.a. im Spitzenbereich), aber ich halte auch nichts von Leichtbau um jeden Preis. Ich versuche das in Abhängigkeit von den anderen Eigenschaften/Kriterien zu bewerten und einen guten Kompromis zu finden. Da spielt auch die Stärke/Schnurklasse der Rute eine Rolle ... bei einer 9er Fliegenrute ist das sicher weniger kritisch/spürbar als bei einer feinen 3er Bachrute. Bei der 9er ist mir etwas mehr Zuverlässigkeit/Stabilität wichtiger als das letzte 1/100g zu sparen.

Gruß, Matthias



Geschrieben von Bone am 16.04.2012 um 16:09:

 

Hier mal die Produktbeschreibung von Tackle24:
Da der Ring seine extreme Widerstandsfähigkeit nicht durch eine Beschichtung, sondern durch die spezielle Materialzusammensetzung erhält, besteht auch nicht die Gefahr eines Abriebs.

Wenn du mal eine Sharkskin wirfst weißt du was "singen" bedeutet. Aber eher wie Musik in den Ohren smile

Ich komm immer noch nicht auf einen Nenner.... Ich glaub ich werf ne Münze oder zwei.... Hmm es werden keine Einstegringe und auch keine RecRecoil.... Die Münze hat entschieden Zweidaumenhoch

Trotzdem danke Jungs. Bin damit nicht ganz unzufrieden



Geschrieben von sepp73 am 17.04.2012 um 12:46:

 

Also wenn Einsteg dann würd ich die Recoil von REC verbauen. Auf meiner 8er VXP hab ich aber Schlangenringe verbaut (PacBay). Ist gar nicht mal so wegen verbiegen oder der Stabilität. Aber wenn du das Teil mal mit Schusskopf fischt und der Knoten zwischen Kopf und Runningline ständig zwischen den Ringen hängen bleibt weil du Einstegringe nimmst wird dich das bald nerven. Bei den Schlangenringen läufts m.E. einfach besser durch und hängenbleiben tut da fast nix.
Verwende allerdings auch ne Flatbeam-Runningline (Mono), die man nur mit einem Schlaufenknoten anschlaufen kann. Bei einer "normalen" Runnigline mit Beschichtung und Seele kann man den Übergang auch etwas weniger "holprig" gestalten (Spleissen bei multifiler Seele bzw. per Geflechtschlaufe), fliegt dafür nicht so schön weit...
PS: Habe auf meiner 896-4 VXP schwarz eloxierte Schlangenringe (PacBay) verbaut. Die Schicht geht aber sehr schnell ab und das silberne Rohmaterial schaut durch, nicht schön...
Gruss, Sepp


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