Rutenbauforum (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/index.php)
- Blanks (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/board.php?boardid=5)
-- allgemein (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/board.php?boardid=54)
--- Frage zur Balance bei Spinnruten! (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/thread.php?threadid=6251)
Geschrieben von Marcel K. am 20.04.2012 um 22:35:
Frage zur Balance bei Spinnruten!
Hallo Leute,
keine Ahnung ob ich hier richtig bin, gegebenenfalls bitte verschieben.
Habe dieses Thema schon einmal im Wallerforum angesprochen, hoffe hier aber noch die ein oder andere gute Info zu bekommen.
Habe gestern mal wieder meine Waller Spinnrute rausgeholt um sie auszubalancieren, sie war mir schon immer zu kopflastig. Ich muss sie mehr oder weniger ganz vorne am Vorgriff anfassen damit sie ausbalanciert ist. Das Problem ist nur, ich habe da jetzt hinten ca. 175g. reingesteckt, angeklettet und das ist mir einfach zu viel. Als Rute habe ich eine Mantikor Dominator Spin 2,75m. Sie ist jetzt so ausbalanciert, das ich sie für meinen Geschmack immer noch zu weit vorne anfassen muss. Kleiner Finger hinterm Rollenfuß, der Rest davor. Die Ultimate Hardcore Catfish Spin macht ähnliche Probleme.
Ist es normal das man die Spinnruten so weit vorne anfassen muss?
Wie ist das bei euch, bzw. generell bei Spinnruten?
Vielleicht ist dies ja gängige Praxis und ich stell mich nur zu glatt an bzw. muss mich halt umgewöhnen.
Als Rolle habe ich ne Sargus 5000 drauf, die soll aber weg. Hole mir aber die Arctica 5 oder 6000, die Wicklung der Sargus gefällt mir einfach nicht.
Geschrieben von silversurfer am 21.04.2012 um 13:28:
Hallo Marcel,
puhhh, 175g sind schon wahnsinnig viel. Stell doch mal Fotos und Bemaßungen der Rute ein.
Bei derartigen Kopflastigkeiten helfen eigentlich nur noch leichtere Ringe und eine andere Position des Rollenhalters. Ob der Aufwand lohnt musst du für dich selbst entscheiden.
Ich würd echt gern mal sehen, warum du so viel gewicht brauchst...
Gruß
Stefan
Geschrieben von Marcel K. am 21.04.2012 um 20:39:
Hallo Stefan,
habe mal ein paar Bilder und Maße für dich.
Als erstes muss ich noch sagen es sind doch 155g nicht 175g, hatte mich bei dem einen Blei vertan.
- erstes Foto mit den Maßen
- dann die 3 Bilder mit dem extra Blei ausbalanciert (CIMG1998.jpg, CIMG1999.jpg, CIMG2001.jpg)
#-----> CIMG1998.jpg -> so muss ich sie greifen damit sie ausbalanciert ist
#-----> CIMG1999.jpg -> so würde ich sie gerne halten, dann ist sie aber Kopflastig
#-----> CIMG2001.jpg -> da liegt der Drehpunkt
- dann 2mal ohne extra Blei
#-----> CIMG2002.jpg -> der Drehpunkt ohne extra Blei
#-----> CIMG2004.jpg -> wenn ich sie greife wie auf Bild CIMG1998
- Befestigung und das Blei
Geschrieben von Reinhard 02 am 23.04.2012 um 10:15:
Irgendwo werden halt die Grenzen der Ausbalancierbarkeit erreicht.
Gerade bei schweren und/oder langen Spinnruten, die mit stark arbeitenden Ködern, dicken Schnüren = viel Widerstand, gefischt werden, kann man sich nach dem Sinn einer ausbalancierten Rute fragen.
Sobald der Köder im Wasser ist und arbeitet ist die Balance doch wieder dahin.
Da ich auch sehr gerne mit Glasruten angel, auch längeren Spinnruten, fische ich viel mit kopflastigen Ruten, da bei diesen einfach zu viel Gewicht nötig wäre.
Die Rute liegt dann nicht so schön in der Hand, aber was soll´s?
Sobald ein Fisch dran hängt, ist die Balance ja noch schlechter, aber das stört mich dann garnicht.
Reinhard
Geschrieben von Marcel K. am 23.04.2012 um 22:00:
deswegen ja die Frage, ich kenne mich eben mit dem Spinnangeln und Spinnruten noch nicht so aus. Stehe da voll am Anfang mit meinen Erfahrungen. Was ich weiß, ist das ich mit der Rute so wie sie jetzt ist, relativ schnell lahme Arme bekomme, das stört mich eben. Die Frage ist ja auch ob man vielleicht auch nur seinen Arm erst einmal dahingehend trainieren muss?
EDIT: Warum sind die meisten Wallerspinnruten die es zu kaufen gibt eigentlich um die 2,70m lang?
Geschrieben von OnTheMove am 24.04.2012 um 07:44:
Die Frage stelle ich mich auch.
Deshalb ist meine Waller Spinne 210cm lang
Grüße Markus
Geschrieben von Marcel K. am 24.04.2012 um 09:17:
Was für eine Rute hast du denn? bzw. was für einen Blank?
Geschrieben von ingma am 24.04.2012 um 09:31:
Hi,
wie viele Optimierungen am Spinrutensektor kommen die Ausgleichsgewichte aus USA.
Meisten wird dort ein Boot verwendet deshalb auch wesentlich kürzere Ruten.
Ab 9ft wirds nach meinen Versuchen eher unsinnig mit dem ausbalancieren, da bei einer Hechtrute schon mal an die 70grämmer
Hinten eingebaut werden müßten.
Da fischt man dann schon wieder im Bereich einer Wallerstange.
Ob das Sinn macht.
Aber immer wieder lese ich, dass auch das verbaut wird und als letzter Schluß der Weisheit zum besten gegeben wird.
Halts da eher mit Reinhard, Kopfschwer.... na und, man kann nicht alles haben.
Geschrieben von OnTheMove am 24.04.2012 um 09:33:
Ich habe mir eine Tusk Sea Spin 120 aufgebaut. Hier mal ein link.
Tusk Sea Spin 120
Die Balance ist ein Traum mit meiner neuen 5000er Penn Atlantis ist der Balance punkt am Übergang vom Rollenhalter zum Kork. Und die Rute wiegt nur 200g.
Grüße Markus
Geschrieben von Marcel K. am 24.04.2012 um 09:49:
Ja das liest sich ja ganz gut mit deiner Tusk Sea Spin 120, nur leider fehlt mir derzeit einfach die Zeit für solch ein Projekt bzw. auch noch die Erfahrung, mein Erstlingswerk steht bis jetzt immer noch gerade einmal abgeschliffen in der Ecke rum.
Ich spiele schon mit dem Gedanken mir mal eine Xzoga Taka Si 6615 Custom (G66 15kg) oder Xzoga Taka Pi Rute (Modell: taka Pi 7523) zu besorgen. Einfach mal um zu schauen in wie weit da die Balance ist.
EDIT: ist die Tusk Sea Spin 120 im Stück?
Geschrieben von OnTheMove am 24.04.2012 um 10:42:
Nein die ist zwei Teilig.
Zu den Xzogas kann ich dir leider nix sagen.
Grüße Markus
Geschrieben von Marcel K. am 24.04.2012 um 13:39:
ist der blank schon entsprechend vorbereitet wenn man ihn kauft und wo ist er geteilt?
Geschrieben von Schraube am 24.04.2012 um 14:06:
Meine Xzoga PI 7523 ist ohne Kontergewicht aufgebaut und mit einer 5000er Atlantis perfekt ausbalanciert... Sollte aber kein Thema sein. Der Blank ist nicht sehr kopflastig.
Falls du die Teilung der der Taka PI meinst. Der Blank ist asymetrisch geteilt. Machen musst du was die Steckverbindung angeht nichts mehr machen.
MFG
Benedikt
Geschrieben von Helge S. am 24.04.2012 um 21:23:
hey,
hab mir ne WFT ocean fighter 240 80-220g fürs welsspinnen aufgebaut und durch nen etwas längeren griff, sowie 22g ausgleichsgewicht ist die perfekt ausbalanciert,..
und das obwohl ich n ca. 15cm langes duplonstück als fighting grip ca. 10 cm vor dem oberen abschluss des rollenhalters via split grip verbaut habe,...
hoffe ihr wisst was ich meine,...
ist ja an vielen wallerruten so üblich, wenn auch nicht grad an den spinn serien,...
verbaut wurden übrigens 6+1 t24 ti-sic dreisteg,...
RH fuji DPS
liebe grüße,...
edit:
ich find schon das es grade bei "schweren" spinnruten sehr viel ausmacht, ob sie ausbalanciert sind oder nicht,...
beim durchleiern von blinkern oder wobblern macht es kaum nen unterschied, aber beim faulenzen mit 20-30er gummies empfinde ich die passende balance als sehr komfortabel,...
grade bei kurzen gerten die mit der rutenspitze nach oben gefischt werden,...
ist sicherlich nicht zu vernachlässigen welche spinnfischmethode angewandt werden soll, um sich ein urteil darüber erlauben zu können welchen stellenwert die balance einer rute einnimmt,..
just my 2 cents,...
LG,..
edit:
dreisteg
Geschrieben von Marcel K. am 24.04.2012 um 22:45:
Wäre interessant was genau bei euch "perfekt ausbalanciert" heißt !
Also wie genau greift ihr eure Ruten damit sie "perfekt ausbalanciert" sind, bzw. wo genau ist der Drehpunkt bei euren Ruten?
Geschrieben von Schraube am 26.04.2012 um 10:21:
Dafür habe ich keine Faustformel... Bei jeder Rute überlege ich mir wie der Griff aussehen soll und wie ich greife. Danach richte ich dann den Schwerpunkt. Ist bei mir also nicht zwingend Standard das er am Spulenkopf liegt....
Meine SS3 greife ich komplett vor der Rolle, also liegt da der Schwerpunkt ganz klar weiter vorne.
Bei meiner St. Croix hab ich ein Finger hinter der Rolle also verschiebt sich der Schwerpunkt ca auf Spulenkante.
Gibt kein Patentrezept. Ich versuche immer ohne Ausgleichsgewichte auszukommen. Wenn ich den Griff aufbaue, montiere ich die Rolle und verschiebe die Elemente so das die Rute gut in Balance liegt an passender Stelle. Natürlich achte ich noch darauf das das Gesamtkonzept was Optik und Funktion betrifft auch noch stimmt.
Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH