Geschrieben von Wallersen am 17.11.2013 um 08:45:
Erstgeburt SS2 FT
Hallo,
als erstes mal möchte ich meinen Dank an dieses tolle Forum aussprechen.
Die Menge der informationen und Tipps welche man hier findet ist einfach wahnsinn... Egal welches Problem bei meinem ersten Projekt auftrat, hier habe ich immder die passende Lösung gefunden.
Nunja, nach lange Überlegung und viel Sucherei bin ich vor ein paar Monaten zu dem Schluss gekommen, dass der Markt an Stangenruten einfach nicht das zu bieten hat, was ich suche.
Damit stand dann auch schon der Entschluss fest, dass eine Handmade Rute her muss.
Also wurden erstmal unzählige Foren und Beiträge durchgelesen um einen passenden Blank zu finden.
Die Wahl fiel dabei auf einen 2,5m langen SS2 FT Blank mit 20-85g, der mir von den Beschreibungen diverser Nutzer und den Eckdaten her zihmlich ideal für mein Vorhaben schien.
Als Nächstes stellte sich die Frage ob ich mich selber daran versuchen sollte oder den Aufbau lieber einem Profi überlasse und welche Ringe, Griffstück usw überhaupt dran sollen. Beim der Suche nach den passenden Komponenten verstrich wieder viel Zeit und neue Erkenntnisse warfen das bisher geglaubte immer wieder über den Haufen.
Letztendlich entschied ich mich dann doch dazu die Sache selber in Angriff zu nehmen, zum Einen wegen der hohen Kosten für den Rutenbauer, zum Anderen weil mich das Thema Rutenbau immer mehr intressierte, je mehr ich darüber las.
Die Entscheidung fiel auf einen schlichten Aufbau mit Duplon (bin irgendwie kein Fan von Kork) und ein paar silbernen Elementen in Verbindung mit einer 8+1 Beringung aus TAC Titan Sic Ringen.
Ringgrößen: 30-20-12-10-8-8-8-8 Top 8
Da ich nicht mein Lehrgeld an solch teuren Komponenten zahlen wollte habe ich für den Anfang erstmal eine uralte Spinrute auseinander geschnitten und mich im Ringwickeln und lackieren geübt.
Zum Glück!
Das Ergebnis war grauenvoll....
Von beim Lackieren aufgegangenen Wicklungen über sehr ungleichmäßige Lackschichten bis hin zu großen Spalten zwischen den Fäden war so zihmlich alles dabei was man nicht haben möchte.
Aber aus Fehlern lernt man ja bekanntlich und so habe ich auch aus diesem Übungsaufbau viel gelernt und traute mich anschließend an das eigentliche Projekt ran.
Auch hier lief nicht alles perfekt aber doch um Welten besser als beim Übungsobjekt.
Aber seht selbst, was daraus geworden ist.
Der erste Einsatz am Wasser steht allerdings noch aus da der Lack noch nicht ausgehärtet ist.
Wie lange braucht sowas eigentlich bis man damit bedenkenlos fischen kann ?
Die letzte Lackierung ist jetzt ca 24 Stunden her und der Lack recht fest aber mit Kraft bekommt man mit dem Fingernagel noch ne schramme rein gedrück (in den Lackrest auf der Zeitung).
Grüße
Fabian