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Geschrieben von Krem am 12.06.2014 um 22:12:
Vorstellung + Frage zur Reperatur
Hallo Zusammen
Heiße Marcel, bin 24j und komme aus dem schönen Ruhrgebiet.
Angeln gehe ich seit meiner Kindheit eigendlich wo ich schon immer mit meinem Vater mitgegangen bin.
Und jetzt nach ca. 18Jahren des Angelns musste ich zum ersten mal eine Rute reparieren, wobei es mich gepackt hat und ich mir gedacht habe "Dann klappt das auch eine ganze Rute selber zu machen!"
Aber erstmal zu der Reperatur....
Als ich letztens mit Freunden an einem Forellensee mal wieder Angeln war ist mir an einem Mülleimer stehend eine Rute auf gefallen.
War eine 4,50m 3tlg Matchrute mit 3-20g Wg, wo bei dem Spitzenteil ca. 50cm abgebrochen waren. Das Spitzenteil hab ich dort leider niergends mehr gefunden aber die Rute einfach mal eingepackt, zuhause habe ich mir dann meine Winkelpicker/Feederspitzen genommen und geschaut wie die passen.
Habe dann eine passende gefunden die von dem Durchmesser und der Aktion (meiner Meinung nach) ganz gut passt.
Habe dann das Stück der Spitze die ich in den vorhandenen Blank einsetze mit einer Lage Rutengarn umwickelt, mit 2-Komponenten Epox-Harz eingestrichen und dann eingeschoben in den Blank und nach dem Ausrichten durchtrocken lassen.
Die Spitze war nun wunderbar feste und biegt sich schön gleichmäßig, Problem jetzt nur das der Abstand zwischen den beiden Ringen an der "Flickstelle" mit ca 285mm nach dem 4.Ring v.o. (incl Spitzenring) meiner Meinung nach recht hoch war und die Schnur nicht schön der Kurve folgte wenn wann mal an der Schnur zog.
Deshalb habe ich nochmal einen Ring dazwischen gesetzt und ihn allerdings nur "vermittelt" ein wenig da ich nicht unbedingt anfangen wollte die alten Ringe auch noch runterzunehmen (laut dem Berechnungstool passte das schon von Werk aus nicht).
Frage ist, ob ich nun mit bösen Überraschungen rechnen muss weil ich etwas komplett falsch gemacht habe, da ich natührlich erstmal "learning by doing" gemacht habe anstatt mich direckt richtig zu informieren -.- (ja ich weiß das dies die falsche Reihenfolge ist^^).
Und habt ihr vielleicht einen Tip für mich wie ich den übergang vom normalen Blank zu der neuen Spitze etwas "verschönern" kann? Ich hatte schon überlegt dort eine konisch zulaufende Wickelung irgendwie noch dranzumachen habe allerdings bedenken dann durch den Lack und das viele Garn dort einer "versteifung" entsteht und sich die Rute nicht mehr richtig biegen kann bzw an dieser Stelle erhöhte Bruchgefahr ist.
Ich habe mal ein paar Bilder angehangen mit den Abständen usw.(der grün eingekreiste Ring ist der den ich zusätzlich eingesetzt habe. Bei Bedarf kann ich ja auch noch ein Bild uploaden was die Aktion der Rute jetzt angeht.
So...das war es jetzt erstmal zum "Einstand" von mir und freue mich auf eine gute Zeit in der Community.
Mfg Marcel
Geschrieben von MeFo-Schreck am 13.06.2014 um 19:43:
RE: Vorstellung + Frage zur Reperatur
Zuerst einmal

bei den positiv Verrückten
Und nun zu Deinem ersten Projekt
Die angegebenen Maße in mm auf dem Bild, sind die korrekt? Irgendwie passt für mich im anschauen das Verhältnis zwischen 159 und 252 mm nicht

, denn so unharmonisch sieht das nicht aus. Wenn ich davon ausgehe, das die 159 mm stimmen, hätte ich beim nächsten Abstand per Augenmaß auf irgendwas von rund 200 mm getippt.
Solch eine Reparatur wie Du in diesem Fall hat wohl viele von uns schon mal gemacht und kann durchaus weiterhin Freude bringen
Was ich gemacht hätte, wäre noch eine Wicklung & 2-K-Lack auf das alte Stück Spitze zu machen (Detailbild mit dem einen Ring kurz vor der Austrittsstelle der neuen Spitze) , quasi bis zur Stelle wo die eingeschobene Spitze austritt. Das kann verhindern, dass evtl. unter Spannung (Biegung) die alte Spitze an dieser Stelle durch den Druck von innen anfängt zu splittern.
Was ich aktuell nicht beurteilen kann bzgl. der Haltbarkeit Deiner Konstruktion: Wie tief hast Du die neue Spitze "eingeschoben". Das sollten nach meinem Gefühl doch min 5 cm oder mehr sein, damit die Kraft, die an der Stelle übertragen wird, sich über eine grössere Fläche verteilt.
Geschrieben von Krem am 13.06.2014 um 23:21:
Nabend und Danke dir für deine Antwort

...
Was die Maße angeht werde ich es nochmal überprüfen wenn ich zuhause bin, da ich noch das Vergnügen der Nachtschicht habe.^^ Kann eventuell auch täuschen auf dem Bild weil ich es von Recht nah und schräg oben gemacht habe und da die Handys ja alle meist auf Weitwinkel umstellen.
Meinst du den "Hauptblank" am Ende quasi wie eine Steckverbindung bei einer Feederspitze o.ä.? Da ist ja an dem hohlen Ende auch immer eine Verstärkung wie es für mich aussieht mit Garn umwickelt und dann lackiert.
Würde jetzt spontan von mir aus sagen, nur so 2cm- Max 3cm weil es sonnst zu unflexibel werden könnte oder vertue ich mich da?
Was den Einschub der Spitze angeht, das sind um die 10-12cm weil ich schon das selbe im Hinterkopf hatte wie du

....
Hatte die Rute heute auch mal hinterm Haus auf der Wiese unter neugierigen Blicken der Nachbarn ein paar mal Probe geworfen mit 5g/10g/15g/20g und rein vom Gefühl her hat die Rute nichts an Wurfgewicht eingebüßt.
Muss es aber am Wasser die Tage nochmal testen, da ich hier zwischen den Wohnhäusern nicht ganz durchziehen konnte *g*
MfG Marcel
Geschrieben von MeFo-Schreck am 14.06.2014 um 09:57:
| Zitat: |
Original von Krem
Meinst du den "Hauptblank" am Ende quasi wie eine Steckverbindung bei einer Feederspitze o.ä.? Da ist ja an dem hohlen Ende auch immer eine Verstärkung wie es für mich aussieht mit Garn umwickelt und dann lackiert.
|
Genau das meine ich

, der Druck von innen könnte sonst evtl. zum reissen/splittern an dieser Stelle führen. Das muß nicht passieren aber ich würde das Risiko nicht eingehen.
Auf dem von mir bearbeiteten Bild habe ich den Bereich markiert wo ich eine Sicherungswicklung machen würde.
Geschrieben von Krem am 14.06.2014 um 22:48:
So....nun erstmal ein paar Tage frei und etwas mehr Zeit^^
Sollte ich dann den Lack von der Bindung vorher ein wenig anrauhen oder so damit der andere besser haftet dort oder die Lackierungen garnicht zu einer machen sondern dazwischen ein wenig Platz lassen?
Habe gerade nochmal die Maße überprüft, die 252mm &159mm stimmen.
Aber ich gebe dir recht, auf dem Bild wirkt das komplett anders.
Geschrieben von MeFo-Schreck am 15.06.2014 um 17:10:
Ich würde die Stütz-Wicklung so machen, dass sie eine Einheit mit der Ringwicklung bildet, rein aus optischen gründen aber das ist subjektive Ansichtssache.
Dazu würde ich den kleinen "Pickel" rechts (siehe Bild) zuerst mit einer scharfen Klinge bündig zur sonstigen Oberfläche wegschneiden, den Lack auf der Ringwicklung leicht anrauhen, dann die Stützwicklung anschliessend an den Ringfuss setzen und dann in einem ersten Lackierdurchgang NUR die neue Stützwicklung lackieren und nach 24 h in einem zweiten Lackierdurchgang Stütz- und Ringwicklung zusammen noch mal überlackieren.
Geschrieben von Krem am 15.06.2014 um 22:01:
Alles klar

^^
Danke dir, das du dir die Zeit nimmst mir das so genau zu Erklären
Ja der Pickel da unten is dadurch entstanden, weil ich Held das Garnende der Wickelung zu lang angetrennt habe und nicht ebn mit dem Feuerzeug weggemacht habe

.
Aber naja, aus Fehlern lernt man und da hatte ich ja auch euch noch nicht, die mir dabei so gut helfen

.
Dann werde ich mich jetzt mal hinsetzten und das ganze in Angriff nehmen, ich sage mal spätestens bis heut Nacht irgendwann nach dem ersten Lackierdurchgang.
Mfg Marcel
Geschrieben von MeFo-Schreck am 16.06.2014 um 17:19:
Gern geschehen, dafür ist so ein Forum ja
auch da, dass Anfängern zumindest die ersten Fingerzeige gegeben werden.
Und jetzt
Geschrieben von Krem am 17.06.2014 um 22:44:
Ja sobald ich ein wenig mehr Erfahrung habe werde ich natührlich auch von anderen Seite aus aktiv sein und anderen weiterhelfen.^^
So nachdem heute die zweite Lackschicht getrocknet ist auf der Stützwickelung ist mir aufgefallen das ist eine Fliege der Meinung war sich in den noch nicht trockenen Lack zu setzten -.- .
Also gleich erstmal das Vieh rausschneiden, etwas schleifen und nochmal ne dünne Schicht drauf.
Als ich mir dann nochmal den Rest der Rute angeschaut habe sah ich das ein Ring im Mittelteil nicht fluchtend zu den anderen Angebunden war, und zwar soweit das er komplett neben den anderen Stand.
Anscheinend gibts es bei so Ruten vond er Stange keine Endkontrolle in der Produktion

.
Also Lack und Bindung eingeschnitten und den alten Ring runtergenommen anschließend mit 280er und 1000er Schleifpapier alles bündig geschliffen und den Ring neu ausgerichtet und angebunden.
Wenn man einmal den Dreh raushat geht das ja verdammt flott

.
Ich seh es schon kommen, bald wird ne schöne Posenrute für Brassen und kleine Karpfen aufgebaut komplett aufgebaut

^^
Geschrieben von MeFo-Schreck am 18.06.2014 um 20:13:
| Zitat: |
Original von Krem
So nachdem heute die zweite Lackschicht getrocknet ist auf der Stützwickelung ist mir aufgefallen das ist eine Fliege der Meinung war sich in den noch nicht trockenen Lack zu setzten -.- .
Also gleich erstmal das Vieh rausschneiden, etwas schleifen und nochmal ne dünne Schicht drauf.
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Das mit irgendwelchen Insekten ist hier im Forum schon ganz anderen passiert
| Zitat: |
Original von Krem
...sah ich das ein Ring im Mittelteil nicht fluchtend zu den anderen Angebunden war, und zwar soweit das er komplett neben den anderen Stand.
Anscheinend gibts es bei so Ruten vond er Stange keine Endkontrolle in der Produktion
. |
Ja, zumindest nicht in ausreichendem Maß! Aber das ist eben für uns der Grund dieses tolle Hobby gefunden zu haben
| Zitat: |
Original von Krem
...den Ring neu ausgerichtet und angebunden.
Wenn man einmal den Dreh raushat geht das ja verdammt flott
.
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Es geht eben nix über ausreichend Übung

und so ein Fall wie Deine Rute ist die beste Praxis. Man kann ohne Druck "trainieren", da man bei einem Fehler nicht wirklich was verlieren/versauen kann
Geschrieben von Krem am 19.06.2014 um 17:05:
Ja genauso seh ich es auch, was die Rute angeht.
Die hat mich nichts gekostet und da stecken bisher keine 10€ an Material drin (abgesehn von der Spitze weil ich die noch zuhause hatte).
Und bei dem Rutenring ruternehmen war mir ein Tip von "derextremexxl" seh hilfreich, mit den kurzen anwärmen der Bindung mit einem Feuerzeug.
Danach ging es echt wie Butter...Danke an dieser Stelle falls du es lesen solltest

.
Gestern war ich noch auf die Seite "rodbuildingtutorials.com", welche ja auch sehr hilfreich ist für Anfänger wie mich.
Habe da direkt mal eine Anleitung in Angriff genommen für den Griff der Matchrute.^^
Bilder stelle ich mal später rein wenn ich wieder daheim bin und dann wahrscheinlich auch die erste Lackschicht einigermaßen trocken.
Mfg Marcel
Geschrieben von Krem am 21.06.2014 um 00:21:
So...letzten beiden Tage viel Unterwegs gewesen, aber hier jetzt mal ein Bild von meinem kleinen "Griffumbau" von vorher und nach dem zweiten Lackierdurchgang.
Ich habe auf der Seite "rodbuildingtutorials.com" eine Anleitung gesehen um aus aus einem durchgehenden Kork/Duplon Griff ohne viel Aufwand einen Split-Grip zu machen.
Da ich bei langen Ruten/Griffen auch lieber geteilte Griffe habe da sie meiner Meinung nach die Rute schlanker wirken lassen und auch allgemein schicker sind, aber sowas ist ja alles Geschmackssache.
Habe mir als erstes makiert was weg soll mit einem Kugelschreiber und es mit einem scharfen Taschenmesser weggeschnitten.Das kleine stück über dem Duplon musste leider mit dran glauben da es schon recht lose war und ich dann mit dem Messer abgerutscht bin -.-.
Anschließend habe ich den Blank und Griffenden mit 280er, 400er und zum Schluß mit 1000er Schleifpapier geschliffen.
Als Wicklung habe ich was ganz simples genommen und zwar einfach rotes und weißes unfixiertes Garn nebeneinander gelegt und an den Enden jeweils eine kleine kleine Stufe nur aus Rot gewickelt als Übergang.
Mir gefiehl das es wegen dem unfixierten Garn so transparent wurde und durch den dunklen Blank darunter finde ich irgendwie marmoriert wirkt und das Rot ist nachgedunkelt fast genau das selbe wie das der original Bindungen^^.
Und damit wäre die Reperatur der Rute abgeschloßen und bin mal gespannt wie sie sich am Wasser macht mit einem schönen Waggler drauf
Mfg Marcel
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