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Geschrieben von JoshuaTree am 14.07.2014 um 14:03:

  Lackhärte bei 2k Lacken

Hallo,

ich bin mir nicht sicher, aber es hat für mich den Eindruck das die Rutenbau-Lacke unterschiedliche Härten haben nach dem Trocknen.

Ich habe folgende Lacke im Einsatz:
ProKöte
RodPro
FlexCoat

Letzt genannter macht für mich den härtesten Eindruck während der RodPro auch nach dem Abbinden wochenlang noch zuläßt das ich mit dem Fingernagel ein Reliev setzen kann.

Hat jemand gleiches beobachten können bzw. kann jemand die Liste noch erweitern?



Geschrieben von Dienststelle-Ast am 14.07.2014 um 14:39:

 

Moin,
ich benutze LAMAR ThreadMaster HB und
RodPro HB und LB und kann nach 2 Tagen in Sachen Härte keinen
Unterschied ausmachen.
Bin mit beiden Herstellern/drei Produkten zufrieden und schätze deren Eigenschaften bei der Verarbeitung und im Endzustand.
Bei richtiger Verarbeitung lässt sich das höchstens mit Messgeräten feststellen, werfe ich mal kess in den Raum.
Wenn Du nach Wochen noch Dellen reindrückst hast Du zu viel Körner
oder Du machst was falsch beim anmischen und verarbeiten, werf ich mal hinterher.
Natürlich kess und als Halbwissender.
Glashart sollen die Lacke aber nicht aushärten.
Geschmeidige Grüße aus dem Harz
Tom



Geschrieben von JoshuaTree am 14.07.2014 um 15:44:

 

Hi,

beim Mischverhältnis bin ich mir 100% sicher dass das Paßt da ich mit einer Feinwage aus der Medizin auf ein 1000stel bzw. 5/1000stel genau abwiege.

Beim rühren selbst könnte natürlich gerade bei kleineren Mengen mal etwas am Rand kleben und somit das Gemisch verfälschen. Doch das ist mir auch Aufgefallen bei größeren Mengen wo solche Einflüsse keine Auswirkung mehr haben.



Geschrieben von Brasletti am 14.07.2014 um 20:36:

 

Und da haben wir schon die Ursache. Die Anteile werden über das Volumen und nicht über das Gewicht bestimmt, da sich die Dichte von Lack und Härter unterscheiden!
Viele Grüße

Armin/Brasletti



Geschrieben von Dienststelle-Ast am 15.07.2014 um 07:15:

 

Hmmm, das alleine kanns auch nicht sein, denke ich.
Ich und ein paar andere, nehme ich an, mischen auch auf der Feinwaage und haben keine Probleme.
Wenn solche Endverbraucherprodukte diese Toleranzen nicht zulassen ...
Das Alter des Lacks kann es auch nicht sein. Ich verarbeite ab und an ThreadMaster, den schon seit 2011 stehen habe - ohne Probleme.
Mischst Du irgendwas bei?
Vielleicht die Komponenten mal lange offen stehen gehabt?
Ich würde mal die Charge wechseln, von selben Hersteller und schaun was passiert.



Geschrieben von BigPaco am 15.07.2014 um 08:33:

  RE: Lackhärte bei 2k Lacken

Zitat:
Original von JoshuaTree
Hallo,

ich bin mir nicht sicher, aber es hat für mich den Eindruck das die Rutenbau-Lacke unterschiedliche Härten haben nach dem Trocknen.


Das stimmt und liegt nicht unbedingt an einer falschen Mischung.
Guckt ihr z.B. hier.

Gruß

Rainer



Geschrieben von JoshuaTree am 15.07.2014 um 09:23:

 

Zitat:
Original von Brasletti
Und da haben wir schon die Ursache. Die Anteile werden über das Volumen und nicht über das Gewicht bestimmt, da sich die Dichte von Lack und Härter unterscheiden!
Viele Grüße

Armin/Brasletti


Der Unterschied kann nur minimal sein. Denn meine 100ml Lack hat das gleiche Volumen wie auch die Härter. (schon mit dem Auge zu erkennen, gleiches Behältnis gleicher Füllstand)
Wenn dem so wäre, das die Dichte so gravierend wäre, hätte man mit einer Volumenmessung genau das gleiche Problem.
Bsp.
100g Zucker hat weniger Volumen wie 100g Mehl, würde man hier zur Volumenmessung 1:1 vollziehen wäre das ganz schön Süß Denken2



Geschrieben von Brasletti am 15.07.2014 um 19:35:

 

Zitat:
Denn meine 100ml Lack hat das gleiche Volumen wie auch die Härter.

ml ist ja auch eine Volumenangabe, da müsstest du schon gleich viele Volumenanteile Lack und Härter auf die Waage stellen und schauen ob die dann auch gleich viel wiegen.
Dichte ist ja bekantlich das Verhältniss zwischen Masse [g] / Volumen [ml,mm³ etc.]
Und ich denke schon dass es auf das richtige Verhältniss ankommt, sprich die richtige Methode den Lack abzumessen. Zum Beispiel gibt es von R&G eine Tabelle führ deren Epoxidharzsytem zur Bemessung per Volumen und per Masse. Als Beispiel hier die Umrechnung von R&G Gewichtsteile in Volumenteile.

Hoffe du verstehst was ich meine.

Viele Grüße

Armin/Brasletti



Geschrieben von kollerst am 16.07.2014 um 08:38:

 

Hallo!

Vielleicht kann ich als Chemiker etwas zur Diskussion beitragen. Grundsätzlich muss ich meinen Kollegen zustimmen die angemerkt haben, dass es ganz wesentlich ist, ob man Harz und Härter nach Gewicht, oder Volumen miteinander vermischt. Ein typischer Vertreter der Harze ist z.B. Bisphenol-A-diglycidylether mit einer Dichte von 1,16 g/cm3. Als Kalthärter (Bezeichnung für Härter die bei Raumtemperatur aushärten) kommt oft Diethylentriamin zum Einsatz. Dieses hat eine Dichte von 0,96 g/cm3. Für die Eigenschaften des fertigen Epoxidharzes ist es nicht nur ganz wesentlich welche Ausgangschemikalien verwendet werden, sondern auch in welchen Verhältnis diese miteinander reagieren. Dazu kommt noch, dass der Hersteller bereits Lösungsmittel zusetzt um eine für die Verarbeitung optimale Viskosität zu erreichen. Daher sollte man unbedingt das angegebene Mischungsverhältnis einhalten und auch beachten, ob dieses in Volumen-, oder Gewichtsanteilen angegeben ist.

Wenn man aus Gründen der Verarbeitbarkeit noch selbst Lösungsmittel zusetzt, sollte man auch darauf achten, dass dieses absolut wasserfrei ist. Sowohl Härter als auch Harz reagieren mit Wasser und würden die Qualität des fertigen Epoxidharzes negativ beeinflussen.

Lg Stefan



Geschrieben von Brasletti am 16.07.2014 um 09:41:

 

Applaus Applaus Applaus Applaus Danke für die Aufklärung vom Fachmann und den Tipp mt dem Wasser Daumenhoch



Geschrieben von JoshuaTree am 16.07.2014 um 10:29:

 

Zitat:

ml ist ja auch eine Volumenangabe, da müsstest du schon gleich viele Volumenanteile Lack und Härter auf die Waage stellen und schauen ob die dann auch gleich viel wiegen.


Hier stellt sich für mich aber die Frage, wieviel Toleranz ist bei Angaben von 1:1 drin das es trotzdem noch funktioniert.
98:102% oder 90:110% ?

Klar ist auch je mehr ich vom Lack anmische desto geringer wirken sich messfehler aus.
Das Aufziehen mit der Einwegspritze halte ich für sehr ungenau gerade in dem Bereich um 1ml pro Komponente. (halte ich die Spritze waagrech? wieviel der Komponente klebt an der Wandung? Luftblasen? wieviel verbleibt auf Grund der unterschiedlichen Viskosität in der Spritze? und und und)
Wenn ich mit der Feinwaage 1,020g und 1,015g vermische sollte das genauer sein als es mit einer Spritze je möglich ist.
Ich werde heute abend mal 1ml Lack einzeln und 1ml Härter abmessen und damit wiegen, bin echt mal gespannt was da raus kommt.
Werde berichten!



Geschrieben von silversurfer am 16.07.2014 um 11:16:

 

Hallo,

ich ziehe immer jeweils 2ml mit der Spitze auf und hatte noch nie Probleme, dass der Lack nicht hart geworden ist (allerdings verdünne ich auch nicht).
Weniger würde ich nicht nehmen, da sich dann Messfehler deutlicher auswirken.
Mit dem "Lacküberschuss" überziehe ich dann immer meine Bleiköpfe.
So hab ich nicht mehr das Problem mit dem Ausblühen, wenn der Bleikopf im Gummisfisch bleibt und hab nur minimale Lackreste.

Gruß

Stefan



Geschrieben von Brasletti am 16.07.2014 um 12:42:

 

Bin auf deine Resultate gespannt, so auf die schnelle mit zwei gleichen Spritzen bei Raumtemperatur und je 2ml vom CMW Lack sind es 0,37g Unterschied (Spritze leer A=3,91g / B=3,94g; Spritze mit je 2ml A=6,15 / B=5,81; A=2,24g / B=1,87). Das
sind dann ca. 15% Gewichtsunterschied und das ist schon enorm.

@silversurfer: Die Idee mit den Bleiköpfen ist auch gut Augenzwinkern
Viele Grüße

Armin/Brasletti



Geschrieben von Cobe am 16.07.2014 um 13:36:

 

Wenn ich jetzt etwas mehr Härter einmische, härtet dann der Lack nicht einfach nur schneller aus? Oder kann es sein dass er dann auch gar nicht richtig hart wird weil der Anteil der anderen Komponente zu gering ist?



Geschrieben von JoshuaTree am 16.07.2014 um 14:20:

 

Zitat:
Original von Cobe
Wenn ich jetzt etwas mehr Härter einmische, härtet dann der Lack nicht einfach nur schneller aus? Oder kann es sein dass er dann auch gar nicht richtig hart wird weil der Anteil der anderen Komponente zu gering ist?


Das hatte ich auch mal versucht Lachen-5 das hat bei mir -10000 geklappt. Lack klebt heute noch und das ist schon ein paar Jahre her



Geschrieben von JoshuaTree am 16.07.2014 um 14:23:

 

Zitat:
Original von Brasletti
Bin auf deine Resultate gespannt, so auf die schnelle mit zwei gleichen Spritzen bei Raumtemperatur und je 2ml vom CMW Lack sind es 0,37g Unterschied (Spritze leer A=3,91g / B=3,94g; Spritze mit je 2ml A=6,15 / B=5,81; A=2,24g / B=1,87). Das
sind dann ca. 15% Gewichtsunterschied und das ist schon enorm.

@silversurfer: Die Idee mit den Bleiköpfen ist auch gut Augenzwinkern
Viele Grüße

Armin/Brasletti


Das werde ich heute auch mal testen: Bei deiner Messung wäre das Mischungsverhältnis ~1:1,2

Vermutlich war der Härter schwerer als der Lack oder ?



Geschrieben von JoshuaTree am 16.07.2014 um 15:06:

 

Ich möchte euch nicht vorenthalten was FlexCoat, die ich angeschrieben habe, geantwortet hat. Ich glaube man kann es auch ohne perfekte Englischkenntnisse verstehen.

[zitat]
The way we do it is by units of measurement ie "cc". The ratio is 1:1, in our opinion it's the best way.

If you measure by weight, the ratio is different because the Part A weighs more the Part B, it will not be 1:1. The ratio is 1 part of Part A to .838 part of Part B. For example, if you weigh 10 grams of Part A you would have to measure 8.38 grams of Part B to make it equal parts. We really do not recommend this method, but there are people who do use this.

I would use units of measurement. If you watch our video, we use units of measurement.


Hope this helps.


Thanks


Craig
[/zitat]



Geschrieben von JoshuaTree am 16.07.2014 um 15:07:

 

Ich möchte euch nicht vorenthalten was FlexCoat, die ich angeschrieben hatte, geantwortet haben. Ich glaube man kann es auch ohne perfekte Englischkenntnisse verstehen.

Zitat:

The way we do it is by units of measurement ie "cc". The ratio is 1:1, in our opinion it's the best way.

If you measure by weight, the ratio is different because the Part A weighs more the Part B, it will not be 1:1. The ratio is 1 part of Part A to .838 part of Part B. For example, if you weigh 10 grams of Part A you would have to measure 8.38 grams of Part B to make it equal parts. We really do not recommend this method, but there are people who do use this.

I would use units of measurement. If you watch our video, we use units of measurement.


Hope this helps.


Thanks


Craig



Geschrieben von kollerst am 16.07.2014 um 15:47:

 

Hallo!

Zur Genauigkeit von Einwegspritzen kann ich noch als Erfahrungswert beitragen, dass bei korrekter Verwendung einer 5ml Spritze und bei einer Dosierung von 2ml der Fehler +/- 0.05 ml beträgt, was bei einer Dichte von 1 g/cm3 einem Fehler von +/- 50 mg entspricht. Der Fehler bei einer sehr hochviskosen Flüssigkeit ist mit Sicherheit etwas höher, jedoch sollte die Dosierung noch immer ausreichend genau für einen Ringlack sein.

LG Stefan



Geschrieben von JoshuaTree am 17.07.2014 um 09:27:

 

Hab wie versprochen gestern abend mal Lack gewogen.

RodPro MB
Komp. A 1ml=1,015g
Komp. B 1ml=1,136g

Macht ein Verhältnis von 1:1,12


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