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Geschrieben von Ralf am 17.11.2014 um 10:41:

  Duplon / Kork "aufbohren"

Hi Leute.
Das Thema gab's hier sicher schon mal, aber ich finde es gerade nicht.

Habe mir am Samstag mal wieder die Frage gestellt, wie man einen Duplon mit 15mm ID am elegantesten auf 22 mm "weiten" kann. Mit meiner groben Rundraspel war es mal wieder sehr mühsam und man muss aufpassen, dass man sehr gleichmäßig arbeitet, sonst sitzt der Griff später nicht zentriert auf dem Blank. Außerdem reicht die Raspel bei langen Griffen nicht ganz durch und man muss von zwei Seiten rangehen. Die Methode ist anstrengend und fehleranfällig.

Dann habe ich noch einen alten Blank missbraucht, um den ich dieses ganz grobe Schleifpapier in 2cm-Streifen gewickelt habe, das es z.B. bei CMW oder T24 gibt. Nachteil: nach 10-12 Griffen ist das Papier schon arg ramponiert und müsste gewechselt werden. Da es nicht selbstklebend ist, muss ich es mit Verlegeband befestigen. Dazu muss ich den Blank erst von dem alten Papier und alten Klebeband befreien und dann mit doppelseitigem Klebeband das neue Schleifpapier aufbringen. Recht mühsam, das Ganze und das Papier ist auch nicht billig... Denken1

Profis bohren ihre Griffe wohl auf der Drehbank auf, im Idealfall sogar konisch.

Wie macht ihr das?
Gibt es vielleicht irgendwo eine große, sehr grobe Rundraspel, mit der man ordentlich Abrieb erzeugen kann?
Oder kann man sich irgendwie mit der Bohrmaschine oder "Hobbydrehbank" behelfen?



Geschrieben von BigPaco am 17.11.2014 um 11:04:

 

Ich mach das bislang auf alten Blankstücken von Schrottruten. Dazu klebe ich mir mit 2k Bandschleiferpapier (80er) in Streifen spiralförmig um nen alten Blank.
Hinten dran kommt ein Stück 8er Alurohr als Aufnahme für den Akkubohrer oder die Bohrmaschine. Ich nehm das Schleif-Zeugs von Aldi dazu, das wird alle paar Monate dort für nen schmalen Taler verkauft.

Auf der Meisterschaft hat der Waschtl ne andere Möglichkeit vorgestellt.
Ebenfalls alte Blankstücke, die werden dann mit Tape spiralförmig umwickelt und dann komplett mit Epoxy eingeschmiert. Dann wird das Tape abgezogen und auf die übriggebliebene Epoxyschicht ein Schleifmedium aufgestreut.
Somit könntest Du dir einfach verschiedene Durchmesser für Dein Vorhaben selbst herstellen.

Gruß

Rainer



Geschrieben von murmeli1965 am 17.11.2014 um 12:10:

 

Hallo Rainer,
das mit dem Schleifmedium hört sich interessant an.
Hast du eine Ahnung was man als Medium verwenden kann?

Gruß Oldi



Geschrieben von BigPaco am 17.11.2014 um 12:42:

 

Hi Oldi!

Gurgel mal nach Siliziumkarbid, das kannst Du nach Körnung wählen.
In der Bucht jibbet dat auch.

Gruß

Rainer



Geschrieben von wusdorf am 17.11.2014 um 16:31:

 

Hi,

der Wastl hatte seine Feilen mit sehr grobem Quarzsand gemacht. Ich hab so groben Sand allerdings hier nirgends gefunden und dann feinen genommen. Funktionieren tut es allerdings kann ich nichts zur Standzeit noch nichts sagen.

@BigPaco
hast du das Sic Schleifzeug ausprobiert? Gesehen hab ich das auch.



Geschrieben von BigPaco am 17.11.2014 um 16:54:

 

Nö..., ich hab noch meine Tüte Sand... großes Grinsen



Geschrieben von murmeli1965 am 18.11.2014 um 09:23:

 

Danke Rainer...

Gruß Oldi



Geschrieben von Ralf am 01.12.2014 um 10:17:

 

Zitat:
Original von BigPaco
Ich mach das bislang auf alten Blankstücken von Schrottruten. Dazu klebe ich mir mit 2k Bandschleiferpapier (80er) in Streifen spiralförmig um nen alten Blank.
Hinten dran kommt ein Stück 8er Alurohr als Aufnahme für den Akkubohrer oder die Bohrmaschine.
Gruß

Rainer


Hi Rainer,
ich hatte so ein mit Schleifpapier umwickeltes Stück Blank und habe immer mühsam von Hand damit gearbeitet. Jetzt habe ich deinen Tip befolgt und hinten einen 10-er Gewindestab eingeklebt. Dann in den Akkuschrauber eingespannt und
gleich ausprobiert!
Und siehe da: ein kleiner Schritt für die Menschheit - aber ein Riesenfortschritt in meiner kleinen Rutenbau-Werkstatt! Danke



Geschrieben von BigPaco am 01.12.2014 um 11:30:

 

Daumenhoch4 ... und wenn Du dann ne Bohrmaschine dazu hernimmst, dann geht´s noch schneller, aber aufpassen, das wird richtig heiß! Nur in Stößen arbeiten!! Ich hab mir schon den Kleber von ner Reibe durchgeheizt...

Ich lass dazu den Griff immer kurz mit der linken Hand los, dass der sich weiter drehen kann und das Loch zentrisch bleibt. Also rechts Gas geben und links dann im Stakkato zugreifen, wenn Ihr versteht was ich meine...

Gruß

Rainer



Geschrieben von sepp73 am 01.12.2014 um 11:37:

 

@murmeli1965:
der Wastl hat als Schleifmedium ordinären groben Quarzsand dafür benutzt...
Gruss, Sepp


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