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Geschrieben von Rich Bitch am 28.01.2015 um 16:13:
Fliegenrute mit fixiertem oder Metallicgarn
Moin Leute,
ich braue mir gerade meine erste Fliegenrute.
Nun ließt man ja immer, dass man aufs Gewicht achten soll, keine zu langen Wicklungen usw.
Ist es dann aber nicht auch besser bzw. konsequenter, wenn man vorfixiertes Garn oder Metallic Garn verwendet anstatt normalem Garn?
Das Fix oder Metcallic Garn saugt weniger Lack und sollte doch somit ein wenig leichter sein (auch wenn es nur sehr wenig ausmachen wird) als mit normalem Garn.
Liege ich in meiner Annahme falsch?

Gibt es Gründe, die gegen fix oder metallic garn sprechen? Oder ist die Gewichtsersparnis garnicht so gravierend? Wieviel meint ihr ist das?
Geschrieben von MeFo-Schreck am 28.01.2015 um 18:38:
RE: Fliegenrute mit fixiertem oder Metallicgarn
Hmm
Wenn man eh dünn lackiert würde ich jetzt aus dem Bauch heraus den evtl. (??) Gewichtsvorteil zwischen der Nutzung von normalem Garn einerseits und fixiertem/Metallic-Garn andererseits aufgrund des anderen "Saugverhaltens" in einen Bereich von wenigen 10tel Gramm einschätzen...wenn überhaupt einer da ist.
Geschrieben von Rich Bitch am 28.01.2015 um 19:56:
Hi Axel, danke für deine Einschätzung.
Ich habe da leider wenig Erfahrung. Bei den schweren waller stecken, die ich sonst so fische macht das halt auch fast nix aus
Geschrieben von Reinhard 02 am 28.01.2015 um 20:02:
Ich habe mal die Wicklungen von einer Fliegenrutenspitze geschnitten und gewogen.
Es waren die oberen 3 Ringe, die Wicklungen nicht auffällig lang und mitteldick lackiert.
Die Wicklungen incl. Garn wogen jeweils 0,04 - 0,06 gr.
Wenn ich mir Gedanken mache würde übers Gewichtsparen bei Fliegenruten, vor allem im Spitzenbereich, würde ich Einstegringe nehmen und möglichst dünn lackieren.
Ausserdem mal die Ringe wiegen, es gibt auch dünndrahtige Fliegenrutenringe, kleinere Ringe nehmen und DÜNNES Garn.
Metalic A ist meiner Erfahrung nach immer (deutlich) dicker als Standart A. Es nimmt vielleicht weniger Lack auf, aber die ganze Schicht bekommt eine größere Fülle.
Also viel Potential zum Gewichtssparen möglich - aber nötig??
Reinhard
Geschrieben von sepp73 am 29.01.2015 um 10:48:
| Zitat: |
| @RichBitch "ich braue mir gerade meine erste Fliegenrute. |
Boa geil, du braust dir ne Fliegenrute???
Also ich würde die Gewichtsersparnis auch als so gut wie nicht vorhanden einstufen.
Ich halte es meist so, dass ein evtl. nachdunkeln des Garnes sogar oft gewollt ist, von daher nehme ich für die Fliegenruten -solange es das zeug noch gibt- ganz normales Gudebrod-Garn der Stärke A. Hab ich bisher für Ruten der Klasse 0 - 12 so gemacht und noch nie Probleme gehabt.
Im Gegensatz zu nem Wallerprügel könnte ich mir bei ner Fliegenrute aber auch vorstellen die ganze Wicklung nur mit Metallic-Garn zu machen weil die Belastungen auf die Wicklung ja bei weitem nicht so gross sind. Das aber auch nur aus optischen gründen und nicht wegen dem Gewicht.
Hatte aber letztens auch eine Wallerrute (Cormoran) zur Reparatur (Ringeinlage gebrochen) da bei der die kompletten Wicklungen aus Gunsmoke-Metallic und Rot-Metallic bestand. Nachdem der Besitzer damit schon einige schöne Fische gefangen hat, gibt's da wohl wegen der Stabilität auch keinen Ärger was heisst meine dahingehenden Befürchtungen waren wohl auch übertrieben...
Gruss, Sepp
Geschrieben von Blauzahn am 29.01.2015 um 17:19:
Ergänzend sei noch zu erwähnen, dass fixiertes Garn - wie du schon schreibst - weniger Lack aufnimmt.
Dieses sehe ich eher als Nachteil, weil dadurch die Ringbindung nicht homogen wird, es bildet sich eine Art Lackhülle um das Garn, statt es satt zu durchtränken und auch die Zwischenräume am Ringfuss zu füllen.
Und Gewicht einsparen kann man sehr gut mit Einstegringen... wurde ja auch schon erwähnt.
PS: Ich "braue" auch grad wieder
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