Rutenbauforum (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/index.php)
- Lack und Kleber (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/board.php?boardid=39)
-- Lackieren -> Das finish (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/board.php?boardid=43)
--- Microblässchen im Lack (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/thread.php?threadid=9476)


Geschrieben von Moritz am 04.02.2015 um 00:00:

Daumen runter! Microblässchen im Lack

An alle bauenden Kollegen, Verrückte und Individualisten,

Seid so gut, bitte helft mir noch einmal...

Vor einer Weile hab ich hier schonmal eine weltklasse Hilfestellung auf dem Weg zum perfekten Finish bekommen ( danke!), mit dem Lackierergebnis bin ich seitdem 'fast' 100% zufrieden, aber eben noch nicht sooo ganz.

Folgendes Problem:
im hellen Licht oder beim anleuchten mit Lampe/Feuerzeug sind im Lack immer noch viele MICRO-Blasen erkennbar. Wirklich sehr sehr klein, aber störend- fällt vor allem auf schwarzen Garn um so mehr auf, sieht unter viel Licht wie ein Hauch von Metallic-Effekt aus.

Meine Arbeitsweise:
- ich nutze Lamar Threadmaster Lack ( mit dem Flexcoat bilde ich mir ein war es sogar noch mehr?!)
- ich mische den (mit Isoprop verdünnten) Lack; 4-5 Minuten mit Hilfe des Akkuschraubers- hier bilde ich mir ein keine Blasen zu sehen?! , auch ist der Lack glasklar und keineswegs milchig
-Lackiere eine dünne Schicht zum tränken des Garns
-Lackiere eine 2. Schicht am folgenden Abend als Finish
-Lackierung erfolgt mit den bei T24 erhältlichen Pinseln

Das Lack verdünnen, mehrmalig lackieren und die Akkuschrauber-Geschichte verbesserten mein Ergebnis zur Hand-misch-Methode zwar sicher um 80%, aber ein bisschen Spielraum ist da noch.

Wäre über 'den Tip' in Ewigkeit dankbar, hier sind doch wirklich viele weltklasse lackierende 'Bauherren' zu Gange wenn man sich die Bilder in den Threads mal anschaut Pokal


Bedanke mich schon mal im voraus bei jedem der die Tastatur quält fröhlich

Moritz



Geschrieben von DozeyDragoN am 04.02.2015 um 00:56:

 

Moin,

ein paar Fragen:

- Hast du es mal ohne Verdünnung versucht? Könnte sein, das das Iso noch irgendwie ausgast?

- 4-5 Min. Akkuschrauber ... WOW, das wäre mir zuviel Aktion im Lack beim anrühren. Ich mix soft und per Hand, darauf bedacht, eben nicht zu viel "Aktion" im Lack zu haben (bis komplett schlierenfrei mische ich natürlich auch).

- Passiert das in allen 3 Schichten oder nur in einer?

- Magst mal eine Makroaufnahme machen?


Grüße!
Jan

smile



Geschrieben von BigPaco am 04.02.2015 um 06:14:

 

Moin,

die Bläschen kommen aus dem Pinsel!
Sobald Du mit dem Pinsel Druck auf die Wicklung ausübst, saugt die sich den
Lack inkl. der im Pinsel befindlichen Minibläschen rein.
Entweder Lackieren mit Pinsel ohne Druck auf die Wicklung auszuüben (das ist
tricky, ich weiß, und reduziert diesen Effekt nur und verhindert ihn nicht ganz) oder mit nem Spatel lackieren.
Btw..., die Bläschen siehst Du aber nur unter LED Licht, oder?

Für alle "Handrührer und -mischer": Es ist viel besser den Lack mit nem Rührdings nur "umzuwerfen" von links
nach rechts und dabei den Lackpott ein wenig zu drehen anstelle tatsächlich darin rumzurühren!

Gruß
Rainer



Geschrieben von Dienststelle-Ast am 04.02.2015 um 06:40:

  Bläschen

Moin,
ich lackiere auch mit normalen Ein&Mehrwegpinseln und flamme jede
Lackschicht mit einem PROXXON 28146 MICROFLAM ordentlich ab.
Da gehen alle Bläschen raus, es kommt aber durch die akorate Flamme zu keiner Rußbildung.
Außerdem wird der Lack dadurch noch einmal sehr dünn, überflüssiger Lack lässt sich als Tröpfchen wieder abnehmen, die Übergänge zum Blank gelingen recht gut, der Lack geht gut unter die Ringfüsse.
Ich lackiere 2, selten 3 mal, ich bekomme sehr flache, nicht so beulende Wicklungen/Lackierungen hin. Nach der ersten Lackschicht kann ich die Struktur des Fadens noch spüren, so kontrolliert lässt sich der Lack wieder abnehmen.
Gruß Tom



Geschrieben von wusdorf am 04.02.2015 um 06:54:

 

Zitat:
Original von DozeyDragoN
Moin,

ein paar Fragen:

- Hast du es mal ohne Verdünnung versucht? Könnte sein, das das Iso noch irgendwie ausgast.



Am ISO liegt es nicht, im Gegenteil seit dem ich meinen Lack verdünne hab ich das Problem ziemlich im Griff.
Verdünnen kannst du bis zu 20%. Dann solltest du den Lack aber nicht mehr abflämmen.

Ich hab letzten aus Neugierde mal wieder mit dem Pinsel anstatt mit nem Spatel Lackiert, und siehe da es waren wieder Mikrobläschen da, trotz verdünntem Lack.

Dein anmischen mit dem Schrauber sehe ich auch als problematisch an, alle Mikrobläschen die du einmal in den Lack rein gerührt hast bekommst du fast nicht wieder raus. Da schafft wohl die Methode von BigPaco Abhilfe.

So nun weiter gutes Gelingen Zweidaumenhoch

P.S.: Jedem nicht Rutenbauer werden die Bläschen wohl nie auffallen Nase



Geschrieben von Moritz am 04.02.2015 um 08:01:

 

Moin Männers Daumenhoch3

Uff das ging ja schnell Zweidaumenhoch

Ein Foto von dem ganzen kann ich heute Abend mal schießen wenn ich zuhause bin Jan fröhlich Wie gesagt, lackiere das ganze in 2 Durchgängen, einmal mit ganz wenig Lack zum vollsaugen, einen Tag später nochmal als Finish. Abflammen mit dem Feuerzeug ist ehrensache, nur eben die 'Metallic-Blässchen' die sich tiefer sammeln bekomm ich so nicht raus... :/

Rainer, die Blässchen sieht man in der Tat mit LED-Licht noch besser (Handylicht), allerdings auch mit dem Feuerzeug schon ein wenig. Im Tageslicht hab ich die Rute noch gar nicht gesehen.
Ich vermute gerade stark dass die Blasen wirklich nur durch/aus/mit dem Pinsel entstehen Denken2

Was das Lackmischen angeht, mit dem Mischergebnis bin ich wirklich zufrieden, der ist glasklar, schlierenfrei, schön dünn und ohne Blasen verwirrt

Würdest du mir verraten welche Art von Spatel du nutzt bzw. aus welchem Bereich der kommt und aus welchem Material er ist?
Hast du vielleicht ein Bild für mich?

Bedanke mich für eure Hilfe!!



Geschrieben von BigPaco am 04.02.2015 um 09:33:

 

Sowas hier, allerdings hat meiner am anderen Ende ne Spitze, damit fülle ich die Ringtunnel.

Gruß
Rainer



Geschrieben von maloeze am 04.02.2015 um 13:27:

 

hallo,

ich denke das kommt auch davon dass man etwas geizig mit dem lack ist.
wenn ich die youtube videos ansehe..."mischen sie nicht zu wenig lack an..... (2x5ml)"
also 10 ml lack für eine zierwicklung oben, einen 2 stegring und eine wicklung über dem griff
alles vorher noch in eine aluschale kippen
....da könnte ich 5 ruten mit lackieren



das mischen mit akuschrauber habe ich auch schon versucht und keine nachteile festgestellt aber auch keine vorteile

gruss
frank



Geschrieben von fishmike am 04.02.2015 um 13:53:

 

Hi,
also seit dem ich ordentlich mit Iso verdünne habe ich keine Lackprobleme mehr. Der Lack ist bei mir wirklich richtig dünn!!

Danach brauche ich auch kein Abflammen mehr - egal wie der Lack angerührt wird, durch das Iso kommen alle Bläschen an die Oberfläche und lösen sich auf!

Lg, Michael



Geschrieben von Smollo327 am 04.02.2015 um 15:42:

 

Hallo,

wenn ich zuviel Isopropanol genommen habe, hatte ich das Problem, dass der Lack klebrig blieb, matt aussah und eine Oberfläche wie eine Mondlandschaft hatte. Offensichtlich hatte der Lack schon abgebunden bevor das Isopropanol komplett verdunstet war. Das brach sich dann seinen Weg, durch die Oberfläche.
Mischungsverhältnis war dabei:
1 ml Komponente A + 1 ml Komponente B + 1 ml Isopropanol.

Gruß,
Smollo



Geschrieben von maloeze am 04.02.2015 um 16:56:

 

hi,

bei 33% alkohol wundest du dich über das ergebnis?

seit dem ich nicht mehr verdünne habe ich bessere ergebnisse als vorher.

gruss
frank



Geschrieben von fishmike am 04.02.2015 um 18:41:

 

Zitat:
Original von Smollo327
Hallo,

wenn ich zuviel Isopropanol genommen habe, hatte ich das Problem, dass der Lack klebrig blieb, matt aussah und eine Oberfläche wie eine Mondlandschaft hatte. Offensichtlich hatte der Lack schon abgebunden bevor das Isopropanol komplett verdunstet war. Das brach sich dann seinen Weg, durch die Oberfläche.
Mischungsverhältnis war dabei:
1 ml Komponente A + 1 ml Komponente B + 1 ml Isopropanol.

Gruß,
Smollo


Also 33% ist definitiv zu viel.. Ein paar Tropfen sind vollkommen ausreichend, ich mache das nach Gefühl. Der Lack muss halt schön flüssig sein und darf nicht mehr zur Bläschenbildung neigen! Dann gibts auch keine Probleme mit dem Aushärten oder mit winzigen Kratern. Die hatte ich ein einziges Mal und da war der Pinsel noch nass vom Auswaschen mit Wasser.

LG, Michael



Geschrieben von Moritz am 04.02.2015 um 19:32:

 

Zitat:
Original von BigPaco
Sowas hier, allerdings hat meiner am anderen Ende ne Spitze, damit fülle ich die Ringtunnel.

Gruß
Rainer



Danke Rainer!

Ps: Bild kommt noch...



Geschrieben von VmaxNL am 04.02.2015 um 20:12:

 

Wenn ich meine ringen lackier, stell ich den behälter mit 2K lack auf die heizung, dann sind schnell alle bläschen weg und kommen auch beim lackieren nicht mehr zurück. Den Lack wird sehr flüssig, und lässt sich super verarbeiten. Ein nachteil hat dieser vorgang auch, den lack wird schneller hart. Kann man auch wieder etwas rückgängig machen, durch den behälter nochmals auf die heizung zu stellen. Wenn man keine heizung hat, kann man den behälter mit 2K lack auch im warmes wasser stellen.



Geschrieben von Moritz am 04.02.2015 um 22:54:

 

So, hier nochmal das Bild.

Bekomms leider vom Smartphone im Moment nicht 'besser' fotografiert. Hier am Ringfuß des Starters sieht man es besonders gut, vor allem dort wo der Lack den Steg hochgewandert ist.

Nur zur Verständnis; der Lack ist vor dem lackieren BLASENFREI fröhlich



Geschrieben von fishmike am 05.02.2015 um 08:24:

 

Ja, genau diese Bläschen kommen mir sehr bekannt vor...
Wie gesagt, seit dem ich mit dem FlexCoat lackiere und den entsprechend mit qualitativ hochwertigem Isopropanol aus der Apotheke verdünne habe ich diese Probleme nicht mehr - und das Abflammen ist Geschichte!

Das einzige was man wirklich aufpassen muss mit sehr dünnem Lack ist dass man nicht zu viel auf einmal aufträgt da sonst der Lack den Ringfuß runter läuft. Aber dafür lackier ich mind. 3mal in ganz dünnen Schichten.

Lg, Michael



Geschrieben von Renzetti am 17.02.2016 um 17:26:

  Bläschen

Interessante Hinweise... Kann man den Lack eigentlich auch mit medizinischen Alkohol(rein) 80% verdünnen???? Oder nur mit den üblichen Verdächtigen (Aceton und dgl)..



Geschrieben von MeFo-Schreck am 17.02.2016 um 20:03:

  RE: Bläschen

Mit 80% würde ich nicht arbeiten, die restlichen 20% sind nämlich Wasser und das verträgt sich mit dem 2-K-Lack überhaupt nicht unglücklich
Ich benutze Isopropanol in hochreiner Form mit 99,9% und das funzt sehr gut. Bekommt man in jeder Apotheke (manchmal muss es bestellt werden) und kostet auch nicht die Welt.



Geschrieben von da Bianga am 17.02.2016 um 22:50:

 

Manche hochpreisigen Rutenhersteller haben das sogar serienmäßig. Wenn ich mein G.Loomis Farbproblem gelöst habe kannst du mir die Wicklungen gerne lackieren um den, von dir angesprochenen, metallic Effekt originalgetreu hinzubekommen.
Nur darfst du dann nicht so glatt und gleichmäßig lackieren.



Geschrieben von chrischan am 18.02.2016 um 09:57:

 

Zitat:
Original von da Bianga
Manche hochpreisigen Rutenhersteller haben das sogar serienmäßig. Wenn ich mein G.Loomis Farbproblem gelöst habe kannst du mir die Wicklungen gerne lackieren um den, von dir angesprochenen, metallic Effekt originalgetreu hinzubekommen.
Nur darfst du dann nicht so glatt und gleichmäßig lackieren.


Ich besitze auch Ruten aus der GLX und IMX Serie und die Lackierungen sind wirklich grausam. Dicke "Gnubbel" und schiefe Lackränder.
Und das in dieser Preisklasse Denken2


Zum Verdünnen:
Ich nutze auch Iso aus der Apotheke - bin aber noch nicht ganz grün mit dem Zeug. Bei mir dauerts ewig, bis sich der Lack mit dem Iso vermischt.
Ich rühre natürlich Augenzwinkern

Gruß
Christian


Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH