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| Original von KilianK ... Ich bin der Meinung, dass es kein Klassifizierungssystem für Ruten gibt. ... Man kann es aber zum Glück ja machen wie man möchte. |
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| Original von fly fish one Lieber Kilian und Carsten, 1. Auch die Werte aus dem ZH Bereich passen ausgezeichnet plus ein wirklich kleines Delta (für alle Leinentypen!) wegen der etwas geringeren Leinenbeschleunigung als überkopf. Meine Erfahrungen aus den ganzen Experimenten zum Weitwerfen zeigen das ganz klar! Hier habe ich das Beispiel eine TAC Quickfly in 10‘6“, die zwar nur eine Switch ist aber selbst Überkopf einige Gramm mehr braucht als der 3,75° Wert (18,4g) sagt. Kannst ja mal deinen Mentor fragen, der hat den aufgetapten Blank mit 23g (9m) geworfen. Und die eine oder andere Glasrute habe ich auch. 2. Die angesprochene Sage Igniter 4 gelabelt hat einen Messwert von 16 Gramm. Ich weiss nicht was sich Sage dabei denkt, es gibt sicher ein vorheriges Konzept für eine Blanklinie. Es gilt ja auch für die ZH im übrigen, wer mal meine Beiträge zur 15' Sage Igniter im Ldmf gelesen hat. In meinen Augen sollen die Igniter sehr enge Schlaufen werfen, bei weniger Rutenbiegung durch weniger Leinengewicht extrem schnell, ohne in meinen Augen wirklich Wurfweiten zu thematisieren. Korrekt ausgemessen und belastet sind aber gerade die ZH sicher außergewöhnliche Weitenjäger. Für die EH müsste das für mich nicht sein, denn will ich eine 16 Gramm Rute um als Bachläufer RIO Gold und SA Trout Langleinen zu werfen - kaufe ich mir eigentlich eine andere Rute. Ich war bei der 4er Igniter eigentlich in der Hoffnung einen Blank zu finden der so bei 12 Gramm liegt. Bin ich bei dir. Meine Dan Craft FT hat 15,6 Gramm und ist mit #3 gelabelt. Die ERN liegt bei bei 8,6. Rene‘ hat mal bei Dan Craft direkt nachgefragt und der hat zu der Rute folgende Auskunft erteilt: „the 9'0" FT blanks work well with a standard weight forward line Oddly, that FT903-4 will work with line weights up to 6wt and will work well for species up to 5 kg.“ Das würde ich so unterschreiben und fand eine Loop Evotec 85 in #/7; mit 15,3g auf 8,5m sehr stimmig. Und frage mich umso mehr, warum er sie als #3 gelabelt hat. 3. Ich war eigentlich der Meinung gerade nicht dogmatisch zu sein, aber natürlich ist das Beharren auf die 3.75 Grad Messung und ihre Bedeutung/Auslegung scheinbar so etwas. Ich habe nur wirklich keine bessere Idee für was Anderes! Nein, die 3,75° Messung gibt in den meisten Fällen einen sehr guten Anhaltswert und ist ja auch aus der Praxis entstanden. Sie grundsätzlich abzulehnen oder sie als allumfassende Wahrheit zu betrachten wäre ein Dogma. (Den zweiten dieser Eindrücke hast du allerdings manchmal auf mich gemacht.) Ich habe auch nichts Besseres und nutze die ERN als Krücke, um auch die Ausreißer besser zu klassifizieren. Die ERN und der AA beschreiben auch besser die Aktion und damit weiß ich genauer wo im Leistungsspektrum einer Rute der 3,75° Wert zu verorten ist. Laverda hatte mit Flyran vielleicht eine sinnvolle Weiterentwicklung. Leider ist der ja nicht mehr aktiv und ich habe keine von ihm freigegebene Datei. 4. Dies ganze Labeln von Leinen ist ja noch halbwegs sinnvoll und oft stehen ja auch noch Gesamtgewichte auf den Leinen oder man rechnet sich das bei Langleinen hoch, denn die Ähnlichkeit mit einfachen DT ist teilweise frapierend. Ich mache das öfter beim Kauf, wenn ich kein Gesamtgewicht finde. Dann hilft ein einfacher Dreisatz recht gut weiter. Label auf Ruten sind eigentlich völlig sinnlos und nie der Plan der Urväter gewesen. Ja zu deinen Aussagen zu den Leinen. Ich habe ja inzwischen an die 150 und mehrheitlich ist die Keule eine x-Meter lange DT. Ich habe aber den Eindruck, dass immer mehr ausgefeilte Taper auf den Markt kommen. Jein. Wäre schon schön, wenn durch eine einfache Zuordnung passende Ruten und Schnüre leichter zueinander finden. Ich glaube auf der Gaelforce Rute die auf dem Weg zu mir ist, steht #10/#11, so nach dem Motto: Irgend was müssen wir drauf schreiben damit die Käuferseele nicht irritert ist. Dieser Blank ist ausgelegt für 80 Gramm Leinen zu schmeissen. Was soll James Chalmers drauf schreiben? Rutenklasse 100 nach EH oder 30 nach ZH Klassifizierung? Auf meiner NAM steht einfach nix mehr, was vollkommen richtig ist! Schön wäre der 3.75 Grad Messwert als Rutenlabel, da hätte jeder Käufer einen Start Punkt. Dieser Wert bedeutet ja nicht, dass man individuell und bewusst nicht etwas abweicht, aber ich weiß immer genau wo ich mit meinen Leinengewichten liege. Wäre bei einer Longbelly Schnur bei Zweihand eine #14, Einhand wären wir grob bei #20. Wer so eine Rute kauft, hat einen Knall. Aber den haben, in unterschiedlicher Ausprägung, sehr viele Menschen bei ihren Hobbys. Ich habe um die 100 Fliegenruten + Rollen und Schnüre und finde mich ganz normal. Und wie gesagt, überkopf ist das eigentlich krass wie gut "der Wert" funktioniert und auch bei den ZH sind die Abweichungen für Wasserwürfe recht klein. Ich habe diese Wochen sehr viele Leinen für meine ZH gebaut in Vorbereitung auf Norwegen im Juli, alle nah am Messwert. Ich habe mit meinen Ruten noch nie so weit geworfen! Und Wurfweite ist für mich ein Synonüm von korrekter Blank Auslastung und Biegung im Wurf - ohne immer auf Weitenjagd zu sein! Bin ich voll bei dir, aber "der Wert" passt nicht zu allen Ruten! LG, Frank |
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