Rutenbauforum (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/index.php)
- Rutenbau (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/board.php?boardid=36)
-- Fotos eurer Schätze (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/board.php?boardid=76)
--- MHX Classic Fly 9" - #6 -Schuhmachers Lederpeitsche (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/thread.php?threadid=14029)


Geschrieben von Truttalover am 28.03.2023 um 19:53:

 

Hallo ihr lieben
Ich finde auch das grade diese Seitenstabilität eine sehr große Rolle spielt,
je mehr schwabbel nach rechts oder links desto ungenauer die Würfe also lenkt man bei und
verstärkt somit noch den Effekt nicht mehr in der eigentlichen Wurfbahn zu bleiben Hauptsache
man kommt da hin wo man es möchte.
Hatte in den 90er Jahren auch Kollegen die mit so langen Zweihandstangen am Rhein recht
erfolgreich den Zandern nachstellten. Es war gang und gebe die zusammengesteckte Rute
zu ,, Tapern,, also mit Isolierband die Steckverbindungen zu sichern weil die sich ohne ,,Tapern,,
regelmäßig verdrehten. Von daher kommt da schon einiges an Kraft auf.

Apropos ,,Kraft,, bzw. Haltbarkeit der weit abstehenden Hopkins und Holloway Ringe,
Ich habe mal die Sage VPS - meine erste unter mithilfe meines Rutenbaugurus entstandene Rute die 2002 aufgebaut ist rausgekramt und akriebisch mit einer Lupe nach Ringabnutzung geschaut.
Daumenhoch4 Absolut NADA zu sehen damit meine ich überhaupt keinerlei Abnutzungsspuren !
Schon echt erstaunlich wenn ich bedenke wie oft ich diese Rute bis jetzt schon in gebrauch mit
verschiedenen Schnüren hatte -da staunt der Fachmann und der FF wundert sich !
Und zum Schnur weghalten vom Blank und den Ringwicklungen - Bilder sagen mehr als Worte -
schaut selber mal ob ihr irgendwo die bekannten Scheuerspuren finden könnt viel spass beim
suchen da gibt`s nämlich nix Nase
Das einzige was nervt wenn du nach dem einfädeln der Schnur durch die ringe -und ja ich nehme sie doppelt- nicht höllisch aufpasst genügend Schnur abzuziehen dann machts flup,flup flup und schon hat man den ganzen kram wieder vor den Füßen entfädelt Lachen-5

Soviel erstmal zu den Ringen habe aber noch was ledriges für euch im Petto was nun auch noch passender zur Rute ist aber das gibts erst `beim nächsten mal Winken1

Gruß Peter



Geschrieben von fly fish one am 28.03.2023 um 20:41:

 

Lieber Peter,

herrlich! Wir sind die Speerspitze und können völlig frei von Garantie und Produktionskosten experimentieren. Da zeigen sich ein Haufen Alternativen zu dem was die Werke verlässt. Und da sind leider auch ein Haufen Totgeburten dabei - bei den Werken! Aber seit Urzeiten sowas wie ein Standard - zum Verzweifeln!

Ein Hoch auf die freie Leine und nieder mit den Schlangen(ringen)! Aber es ist so sicher wie das Amen in der Kirche, dass du Dir damit Ärger, Unverständnis oder Spott einhandelst! Solange bis ein Kollege mal eine anders beringte Rute gesehen und geworfen hat - der nicht nur armselige 10 Meter vor seinen Füßen fischen möchte! Sondern werfen!!

LG,
Frank



Geschrieben von Truttalover am 28.03.2023 um 21:48:

 

Lieber Frank
Ok als Schuhmachermeister bin ich in Sachen Physik sicherlich nicht auf dem höchsten Stand
ABER - Schlangenringe - damit hat es wohl irgendwann mal angefangen um Seidene Schnüre mit
den Bambusruten zuwerfen sind für mich Nostalgie und mehr nicht cool Wenn ich mir ganz einfach
mal anschaue wieviel Reibepunkte durch diese Schlangenringe zu Stande kommen - nein danke -
Außerdem eine Wicklung mehr plus Lack .Bei ner 1-3 Rute macht das grade im Spitzenbereich
(ironie an ) super Sinn (ironie aus) die auch noch mit Schlangenringen zu bestücken Denken2
Kurze Rede bei den Einstegern liegt die Schnur immer nur auf einem gewissen Punkt des Rings
und das ist halt der einzige Scheuerkontackt im Gegensatz zu den Schlangen wo die Schnur grundsätzlich zwei Scheuerpunkte hat und dadurch bedingt auch immer Blankkontakt.
Deshalb Nein ich verbaue keine Schlangenringe sind Scheuerringe Lachen-5

Lieben Gruß
Peter



Geschrieben von Jeronimo66 am 28.03.2023 um 22:14:

 

Moin Peter,

danke für die Bilder und deine Einschätzung. Was den optischen Zustand deiner Rute angeht sehr überzeugend. Ich werde mir die Ringe auf jeden Fall mal besorgen, wenn sie mir über den Weg laufen. Wenn du eine Quelle ohne die üblen Nebenkosten aus England kennst, wäre ich dir dankbar.
Bin mir nur nicht sicher wo ich sie verbauen möchte. Meine Drillinge würden sich anbieten, dann kann man den Unterschied zu den anderen Ringarten direkt austesten.

Ich bin nach einigen Versuchen mit unterschiedlichen Ringen da ja nach wie vor offen. So groß finde ich die Unterschiede bisher nicht, um mich auf einen Ringtyp beschränken zu wollen. Aber das Konzept dieser Ringe finde ich schon sehr interessant.

Gruß
Carsten



Geschrieben von Reinhard 02 am 29.03.2023 um 10:05:

 

Das für mich merkwürdige "Kleben" der Schnur habe ich auch einmal erlebt, allerdings tagsüber, da hat man keine leuchtenden Algen erkennen können.

Aber ich hatte schon Nachfischen mit sehr intensivem Leuchten bei jeder Bewegung der Fliegenschnur im Wasser. Da ist mir aber wiederum kein Kleben der Schnur aufgefallen. Denken1

Diese hochstehenden Ringe wurden früher ( letztes Jahrtausend ) häufiger mal verbaut, von verschiedenen Firmen auch in unteren Preisklassen, aber auch von RST.
Was mir an dieser Ringform nicht gefällt, ist gerade der Abstand zum blank, denn dadurch wird das Verdrehen der Rute in sich begünstigt, da die Schnur an einem längeren Hebel sitzt.

Die wenigsten Fliegenfischer werfen ihre Rute genau senkrecht, sondern verdrehen sie leicht.
Dadurch hängt die Schnur in den Ringen und hat deutlich weniger Reibung am blank.
In dem Fall ist es meiner Meinung nach egal, ob man 1- Stegringe oder Schlangenringe verwendet, da die Schnur in dem Fall immer nur an einer Ringseite reibt.
Da macht für die Wurfweite die Rutenaktion, die Schnur, die Wurftechnik sehr viel mehr aus.

FFO Frank, du darfst natürlich auf deinen Ruten verbauen, was du willst, aber deine Ansicht zu den "Totgeburten" empfinde ich als arrogant.
Ich bezweifle, dass du bisher mal empirische Versuchsreihen mit verschiedenen Beeringungen auf dem selben blank gemacht hast?

Bei den Trout - Weitwurfwettbewerben werfen meiner Meinung nach ganz viele Werfer Ruten mit Schlangenringen, zB. Orvis Helios, Sage TCX u.a. und erreichen 40+ m mit einer 5er Schnur.
Ich weiss nicht, wieviele von denen ihre Ruten gestript haben und mit 1-Beinringen bestückt haben, um weiter zu werfen.

Reinhard



Geschrieben von Tisie am 30.03.2023 um 09:43:

 

Moin,

ich bin da voll bei Reinhard, sehr guter Beitrag, danke dafür.

Ich habe früher mal für einen Berliner Laden ein paar Ruten gebaut, der damals sehr viel von RST hatte. Da gab es damals schon einige Kunden, die sich einen anderen Aufbau gewünscht haben ... wir haben das mit den Einstegringen auch recht intensiv diskutiert.

Die H&H Einstegringe mit Steg erschienen uns als die schlechteste Lösung, wenn man auch die Stabilität und Hebel einbezieht, auch sahen wir das Potential, dass sich sehr dünne RL im V zum Steg verklemmen bzw. mehr Reibung haben könnten.

Ich habe auch mal testweise die H&H Einstegringe ohne Steg (diese Tropfenform) an einer 496er Loop Green Line und einer 690er Sage XP verbaut. An der leichten Rute ist es ok, aber an der 6er ist die Gefahr des verbiegens im Handling doch da, v.a. wenn die Teile nach einem Tag an der Küste erwas fester sitzen und man nasse, kalte Finger hat, da rutscht man schnell mal ab und zack ist der Ring verbogen, führte bei mir in der Folge sogar zum Bruc der Rute an genau der Stelle. Zum Glück Sage Garantie aber Neuaufbau wieder mit Schlangenringen und dabei bleibe ich auch seit dem.

Ansonsten wie gesagt Rute leicht nach außen drehen und kleben der Schnur ist kein Thema mehr.



Geschrieben von miso am 30.03.2023 um 10:44:

 

Ich sehe das auch so. Hatte den Effekt nur einmal mit der neuen Epic 686 und einer neuen Schnur. Ich habe die Schnur wie üblich nach dem Fischen im Salzwasser auf der Rolle mit Süßwasser gespült und dann abgezogen und mit einem Lappen etwas gereinigt.
Seither hatte ich den Effekt nicht mehr.
Ich könnte mir aber auch noch vorstellen, dass es vielleicht noch statische Aufladung gibt. Gerade bei den Glasruten wäre sowas denkbar. Das werde ich mal testen bei Gelegenheit.

Und Sorry für das OT in dem Beitrag der schönen Rute von Peter großes Grinsen


TL Michael



Geschrieben von Truttalover am 30.03.2023 um 18:56:

 

Schon ok Michael
Da ich nach meiner Meinung nach den Ringen gefragt wurde habe ich meine Erfahrungen hier eigebracht.
Ich hatte damit gerechnet das es Leute gibt die nicht meiner Meinung sind in Sachen Einstegringe.
Da ich seid gut 30 Jahren zur Fliegenfischer Gilde gehöre habe ich schon sehr viel Fachsimpelei
über Einsteg oder Schlangenringe mit erlebt die die vor und Nachteile gegenüberstellten.
Irgendwo gibt es halt immer was was nicht ganz so Optimal ist wie man es sich vorstellt z.b.
das mehr an ,,Verdrehen,, des Blanks bei den Weitabstehenden Ringen mag sein ,mir aber noch nicht wirklich aufgefallen. Und ja natürlich können die Einsteger leichter verbiegen wenn man
abrutscht weil was fest sitzt aber so kann man auch nen Schlangenring himmeln und auch bei
Schlangenringen haben sich die Rigfüße schon in Blanks eingedrückt -so what - ?

Für mich kommen nur noch Einsteger auf auf meine Fliegenruten die ich aufbaue da
ich mit den Nachteilen der Einsteger besser zu Recht komme als mit den Nachteilen der Schlangenringe...

Wir können aber gern einen neuen Fred auf machen : Schlange VS Einstegring weil darüber diskutiere ich wie gesagt schon recht lange --muss aber nicht wirklich sein--

So und nun wieder zum eigentlichen Thema.
Hier nun noch was zum kucken - habe die Kombo nun perfekt - aber schaut selber Winken1

Lieben Gruß
Peter



Geschrieben von fly fish one am 30.03.2023 um 19:36:

 

Kommt sehr gut, lieber Peter!!

So ganz sakrosankt gesagt, mein lieber Reinhard, kannst Du finden und halten was Du willst! großes Grinsen
Die Reibungsunterschiede der verschiedenen Ringe sind schon allein im Doppelzug spürbar, ein doofer Ministarter ohne Einlage, fühlt sich völlig anders an und mit mehr Widerstand. Dann kommen noch ein Schwung Schlangen hinterher, die Rute wird vermutlich nur im Wedeln auf die Seite gedreht und im Wurf Rolle senkrecht nach unten usw. ?????? Die Schlangenringe sind von den Kosten gering, von der Herstellung simpel, vom Support einfach, aber sonst? Es gibt in meinen Augen ganz klar einen Unterschied was toll aussieht, Schlangen da beißt die Maus keinen Faden ab, und etwas wo die Entwicklung eigentlich längst weiter ist.

Aber, es soll bitte weiter jeder die Ringe antackern wo er Bock hat.

LG,
Frank

Anmerkung der Moderation: Peter schrieb eben, eigentlich recht deutlich verstehbar:
"Wir können aber gern einen neuen Fred auf machen : Schlange VS Einstegring weil darüber diskutiere ich wie gesagt schon recht lange --muss aber nicht wirklich sein--

So und nun wieder zum eigentlichen Thema."
Dieser Beitrag ist also OFFTOPIC!



Geschrieben von miso am 30.03.2023 um 19:50:

 

Hallo Peter,

wunderbar Deine Lederringe und die passenden Farben der Wicklungen Zweidaumenhoch
Ledergriff am Kescher werde ich mir auch mal anschauen.

Wirklich schön Daumenhoch4

TL Michael



Geschrieben von Jeronimo66 am 30.03.2023 um 20:03:

 

Moin Peter,

wirklich sehr sehr schön!

Gruß
Carsten



Geschrieben von Wolfgang-K am 30.03.2023 um 23:55:

 

Servus Peter,

es ist schon der Hammer was du da so kredenzt, ich staune immer wieder was man aus verschiedenen Materialien machen kann, wenn man sie Beherrscht, klasse.
Leder werde ich definitiv mehr einbauen, denn der warme Farbton ist mega.

Gruß Wolfgang

PS. Außerdem möchte ich nur einmal erleben das in diesem Forum beim Thema geblieben wird.



Geschrieben von habitealemagne am 31.03.2023 um 03:58:

 

Hallo,

das Bild mit allem zusammen, das sieht ja aus, wie eine Familie, finde ich. Gefällt mir ausgesprochen gut.


Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH