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--- Infos zu den von Sage verwendeten Blankmaterialien (http://www.rutenbauforum.de/rodbuilding/thread.php?threadid=13846)


Geschrieben von habitealemagne am 03.09.2022 um 13:51:

 

Jetzt weiß ich es wieder, da gab es das Rutengewicht auf der Verkaufsseite von Sage, dass das Rutengewicht der gleichen Rute auf der Vermessungsseite von Trident, das anders war und dann gab es bei Trident eine Beschreibung zur Ermittlung des Swingweight und da gab es auch einen Beitrag zur gleichen Rute, wo ein anderes Rutengewicht ermittelt wurde. Kilian hat im Vermessthema zum Swingweight ausgeführt und die Links zu Trident beigesteuert.

edit
Ah jetzt:
Das ist der Link, in dem an einer Rute eine Vermessung erklärt wurde. Das Rutengewicht in dem Beitrag, stimmte nicht mit den Gewichtsangaben, auf der Sage Verkaufsseite überein. Ich muß da aber noch mal genau gegen lesen.



Geschrieben von Jeronimo66 am 03.09.2022 um 14:03:

 

Ich überprüfe meine Waaage tatsächlich immer wieder mal mit Münzen. Gerade wieder vor ein paar Tagen.

Na dann hoffe ich, dass Sage nur eine minimale Streuung bei seinen Blanks hat. Bei den Preisen erwarte ich gefühlt deutlich unter <1%.
+/- 5% finde ich schon eine ganz schöne Hausnummer. Entweder sind also die Zuschnitte ungenau (5mm auf 10cm) oder die Prepregs sind nicht gleichmäßig. Da müsste auch die Performance bei zwei "gleichen" Ruten mit Abweichung nach unten und nach oben doch spürbar anders sein, mal abgesehen von der Rutenklasse. Und das bei Ruten, die sich von Generation zu Generation wohl nicht um 5% verbessern.
Eine gewisse Streuung ist mir allerdings bewusst und ich habe sie auch schon oft festgestellt. Sie wiederspricht aber doch erheblich dem Werbebild dieser "Hightechprodukte".

Gruß
Carsten



Geschrieben von habitealemagne am 03.09.2022 um 14:26:

 

Gerade geschaut, die Salt HD 890 wird bei Sage mit 3 15/16 oz angegeben, knapp unter 112g In der Vermessbeschreibung hinter dem Link stehen 4,15oz sind fast 118g. Sind aber auch Ruten.
edit
Ja und dann hatte ich mich gewundert, dass in der Beschreibung von Trident, bei der Rute (salt HD 890) ein Swingweight von 97gm² ermittelt wurde, in der Trident Vermessliste aber 103gm² erfasst sind. Da dürfte auch ein Unterschied zwischen zwei "gleichen" Ruten gewirkt haben.



Geschrieben von Reinhard 02 am 03.09.2022 um 14:40:

 

Meine frühen Sageblanks habe ich noch nicht gewogen, aber bei meinen späteren XI3, VPX war es das angegebene Gewicht, wobei ich nicht um 1,2 Gramm feilsche.

Bei meinem RPLX blank lag es drastisch drüber, was aber an einer Änderung der Konstruktion lag.
Die 2. Serie mit der extremen Wandstärke der HTs - siehe auch Carstens 11er RPLX - wurde deutlich schwerer und stabiler.

Ich werde mal meine originalen Sage Ruten wiegen.

112 zu 118 gr. ist für mich noch akzeptabel, da braucht nur mal der RH ein bischen schwerer ausfallen oder der Korkgriff etwas dicker geschliffen sein.

Reinhard



Geschrieben von habitealemagne am 03.09.2022 um 14:49:

 

Das fällt in Abhängigkeit von der verwendeten Rolle und Schnur, sicher eh nicht auf. Meine wegendem Gegengewicht, was man eh noch dran schraubt.



Geschrieben von Jeronimo66 am 03.09.2022 um 22:02:

 

Moun,

ich finde 6g Unterschied auch bei einer 8er Rute inakzeptabel. Der Schliff der Korkgriffe sollte sich selbst bei einem Handschliff nach Augenmaß nicht um mehr als 2g unterscheiden. Ich vermute aber, dass es so weit automatisiert ist, dass es vielleicht ein Gewichtsunterschied im Naturmaterial gibt, aber kaum einen beim Schliff. Die Bohrung wird auch exakt auf den Blankdurchmesser erfolgen. Rollenhalter sind maschinell gefertigt, wie viel Unterschied soll es da geben? Ringe und Wicklung sind gleich und schon 1g mehr Lack passiert einem geschulten "Lackierer" wohl eher nicht, Das braucht schon zwei oder mehr Extrascchichten wegen Lackeinschlüssen. Beim Aufkleben der bButeile kann man natürlich zuviel Harz nehmen, aber auch hier wäre 1 Gramm mehr schon viel. Sollten die Arbeitsschritte also halbwegs nach einem Plan/einer Vorgabe ablaufen, dann wüsste ich nicht wo 6 Gramm Gewichtsunterschied bei einer 800€ Rute herkommen sollen.

Bei einem halbwegs normierten Aufbau fände ich eine Gewichtsunterschied von mehr als 2g absolut unprofessionell. Bei den letzten beiden Ruten die ich gleich aufgebaut habe (mit handgeschliffenem Kork) lag der Gewichtsunterschied nach dem Aufbau bei unter einem Gramm.

Natürlich sind ein paar Gramm im Handteil ziemlich unwichtig, aber bei einer Luxusrute erwarte ich da doch mehr. Und spätestens wenn sich das Swingweight spürbar ändert frage ich mich, für was ich soviel Geld ausgeben soll. Für eine Rute die ungefähr die beworbbenen Eigenschaften hat?

Gruß
Carsten



Geschrieben von habitealemagne am 04.09.2022 um 04:59:

 

Hi,

sag ich ja, der Deutsche beharrt auf Genauigkeit. smile Dat muß so sein, wie dat sein muß, folgt einer Norm. Man wie oft habe ich mich selbst bei solch Sichtweisen erwischt, bzw. erwische mich dabei.
Ich gebe aber zu, dass in der Blankproduktion, wo selbst so Arbeitsschritte, wie das Zuschneiden der Matten durch Schneidplotter oder wo 30 Mattenlagen, mit der Schlagschere geschnitten werden, im Grunde keine Handarbeit mehr sind, sondern automatisiert. Die Ausgangsmaterialien sind danach sicher grammgenau gleich. Also die Handarbeitsschritte sind in der industriellen Blankproduktion auf das minimal notwendige reduziert. Ich glaube ja, dass Routine in Verbindung mit der Produktionsgeschwindigkeit, zu Fehlern bzw. Abweichungen in den verbleibenden Handarbeitsschritten führen kann.



Geschrieben von Jeronimo66 am 04.09.2022 um 09:50:

 

Moin,

habe mir die Angaben unterschiedlicher Ruten und Rutenblanks in den USA mal angesehen. Es gibt da ja drei verschiedene Angaben in Unzen, z.B. als gemischte Zahl 3 7/16 oz (97,45g, gerundet 97g) oder als Dezimalzahl mit zwei Nachkommestellen was dann 3,44 oz (97,52g, gerundet 98g) wären oder mit nur einer Nachkommastelle, also 3,4 oz (96,39g, gerundet 96g).
Kein Wunder, dass die Amis es bei diesem System nicht so genau nehmen wie wir.
Und dass bei der Übername in unser metrisches System es zu Unterschieden von 2g kommen kann, sieht man ja oben. Ist bei Ruten ja nicht wichtig, aber bei Blanks macht das schon einen Unterschied.
Allerdings glaube ich, dass schon alle die das metrische System verwenden, es schon aufs Gramm genau nehmen.

Bis auf alle Rutenringfeteschisten, die wollen auch die erste Nachkommastelle. Und die Torzite(r) und Recoil(r) auch noch die zweite. Lachen-5



Geschrieben von habitealemagne am 04.09.2022 um 12:18:

 

Hi,

Ja ist klar, dass es da beim Umrechnen Rundungen gibt, beim Heger steht 112g glatt.
In dem verlinkten Trident Artikel wird es von Amis aber extra erwähnt, dass es die Diskrepanz zwischen Herstellerangabe und der vorliegenden Rute gibt, weshalb ich das damals überhaupt irgendwie abgespeichert habe.

Ich hab als Schüler (edit, nein das war später, direkt nach der Bundeswehr) mal in den Ferien(in einer Freizeit) einer kanadischen Firma beim Hausbau geholfen, quasi als Ferienjob, die waren damals so fasziniert, dass die deutschen Gipsplatten genau das Maß hatten, wie im Baumarkt angegeben und überhaupt alles Material genau den Größenangaben entsprach. Da war irgendwann etwas zu wenig Material mit den Containern gekommen, so dass bischen was vor Ort zugekauft wurde.

Ich selbst würde nicht so viel Geld für einen Blank ausgeben, für deutlich weniger würde ich aber schon einige nehmen. großes Grinsen Irgendwo in einem englischen Forum hat mal jemand mit Hintergrundwissen, die Herstellungskosten für einen einzelnen Blank, recht nachvollziehbar abgebildet. Das war ca. 2009 (edit, der Artikel ist von 2013). Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass bis 2019, vielleicht 10-30% Kosten hinzugekommen sind und dass die Kosten in Europa und/oder Nordamerika, doppelt so hoch sind, kann ich nur staunen, was da für Preise abgerufen werden und wurden. Was da im Moment so an Materialversorgung und Kosten und Energieversorgungskosten und Beschaffung für Hardware, für die Anbauteile an Ruten hinzukommen mag, kann ich auch nicht einschätzen. Nordamerika hat aber eine umfangreiche Carbonindustrie, so dass Blanks herzustellen, kein Problem sein sollte.

edit: habe den o.g. Artikel gefunden, den es auch auf mehreren anderen Seiten teilweise verlinkt gibt. Der Autor scheint kurz danach verstorben zu sein, habe ich woanders gelesen.



Geschrieben von Reinhard 02 am 04.09.2022 um 17:50:

 

Habe mal 3 meiner original Sage gewogen aus verschiedenen Jahrgängen: RPL+, SP und Method.
Alle sind 5-7 gr. schwerer als im Hegerkatalog angegeben.
Das ist mir aber egal, denn es kommt darauf an, wie das Swingweight ausfällt.
So empfinde ich meine 6er Hardy Wraith, die genauso stark wie die Method ist, aber 5 gr. schwerer als diese, trotzdem als angenehmer in der Hand liegend.

Reinhard


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