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Geschrieben von fly fish one am 10.06.2024 um 16:01:
Lieber Micha,
ich danke Dir herzlich! Unter Aufbietung geradezu übermenschlicher Kräfte gelang es mir ein eher schlichtes geradliniges Design umzusetzen.

Der RH ist vor allen wegen des großen Blanks, dass ist immer ein Problem und lässt mich bei RH für dicke Spinnruten landen. Aber ich mag gerade diese wuchtige Optik sehr, hängen auch große Danielsson dran.
Im Winter bekommt sie dafür noch eine sehr lange KW - so tröste ich mich!
LG,
Frank
Geschrieben von Jeronimo66 am 10.06.2024 um 17:59:
Moin,
tatsachlich mal eine Griffgestaltung die mir auch gefällt. Bei dem Versatz der blauen Stege hast du zwar etwas geschludert, sieht aber trotzdem toll aus.
Den Rollenhalter finde ich allerdings deutlich zu klobig. War der Blank unten so dick, dass du so eine 1 1/2 zöllige Wuchtbrumme nehmen musstest oder versuchst du jetzt doch die Kopflastigkeit mit einem 100g Rollenhalter auszugleichen?
Gruß
Carsten
Geschrieben von fly fish one am 10.06.2024 um 18:22:
Lieber Carsten,
vielen Dank! Diese ollen Blanks sind unten so dick, dass die normalen RH alle nicht passen. Dieser Alps war dann in Farbe und Durchmesser der Einzige. Innendurchmesser ist dann aber tatsächlich gleicht etwas zu groß. Bei der alten GFL die unten noch mächtiger ist, hat er gut gepasst. Und ehrlich, mir gefällt gerade dieser Typ RH eigentlich sehr.
Die Gewichte des Blanks mit dem bisschen Klimbim kann man trotzdem getrost vergessen, ich buche sowas alles als "leicht". Wenn man wirklich Leichtbau im Bereich der großen ZH betreiben will, muss man das wie mein Coach z.B. an der alten GFL umgesetzt hatte: Zwei Schubringe auf einem von oben bis unten gleichmäßigen Korkgriff. Der Handteil, obwohl dieses alte Trümmer, war vermutlich leichter als alles was man bis heute kaufen kann (auch weil die alten Blanks in der Regel nicht wirklich schwerer wiegen). Coach Klaus ist ein Technokrat bis in den letzten Fitzel - aber ich komme mit der Optik nicht klar!
Seine Idee hatte zusätzlich den "Scharm" die Rolle als Drehpunkt je nach Leine und damit Art des Vorschwunges, verschieben zu können! Wie gesagt, typisch für ihn bis zur letzten Schraube alles zu optimieren. Wirft übrigens auch verdammt kleine Ringdurchmesser...
Und korrekt, der Versatz der blauen Stege ist oben (und unten auch leicht) praktisch nicht gegeben, aber das ist dem Ausrichten der Bohrung geschuldet - ich nenne es Freestyle!
LG,
Frank
Geschrieben von habitealemagne am 11.06.2024 um 08:24:
Hi,
ja der Griff ist gar nicht richtig schlecht geworden, man könnte auch sagen, ich finde ihn gut. Den RH finde ich auch deutlich zu groß, den Blank AD unten sieht man ja am Bild recht gut.
Geschrieben von fly fish one am 11.06.2024 um 22:40:
Lieber René,
einen herzlichn Dank! Und hat schon mal irgend jemand in Erwägung gezogen, dass ein Rollenhalter dessen Gewindedurchmesser sich harmonisch verlaufend dem Griff anschließt, gar nicht so übel ist.... statt mit einem Riesenabsatz wie Quasimodos Buckel nur anders herum bei den üblichen RH, dieser Fakt in der Optik durchaus diskutabel wäre? Ja, die Schrauben und Rollenfüße sind dann logischer Weise größer als der Griff....
Ich hätte fast eine große Hatch gekauft, bis aufs Haar gleichende Eloxierungsfarbe mit blauen Schriftzügen, so tierisch schöne Rolle und Kombination mit der Rute und dem großen RH! Absolut mega! Für die Hälfte der Kosten gab es eine Danielsson plus Ersatzspule! Aber ein bisschen traurig bin ich schon.
LG,
Frank
Geschrieben von fly fish one am 15.06.2024 um 20:30:
Der Griff geht in die letzten Züge, aktuell gerade der große Startring am Handteil in Arbeit, den ich morgen noch lackieren möchte. Dann fehlt nur noch der Abschluss des Handteils unten, der liegt aber schon bereit und wird auch eher schlicht und einfach. Mal was gekauftes und nicht selber gefrickelt, der lag schon lange rum und keine Angst, nicht diese Abrissbirnen die man kaufen kann!

Was schlankes, eher zart, dezent, entsprechend meiner Stimmung!

Aber die muss ich immer herauf beschwören, vor den anderen bunten Ruten mich einstimmen, Kraft sammeln um dieser schlichten Schnörkellosigkeit überhaupt gewachsen zu sein!
Einen habe ich einen habe ich noch: "Drüben", ihr wisst schon, den Namen den man nicht nennen darf, da hat der Kollege des sonst Bambus Fügenden, sich einen Kohlefaserblank zum Lachsfischen aufgebaut, er nannte es schnörkellos, schlicht, "Arbeitsgerät" - ich würde ja sagen, kann man sich auch eine Stangenrute kaufen! Und die Harrison hier und jetzt ist mein Entwurf des "Arbeitsgerätes" - so muss das!!
Mich deucht, in den meisten Fällen sind auch Grasruten nur "Arbeitsgeräte"...
(Irgend wann rotten die sich alle mal zusammen und durchlöchern mich wie eine Vodoo Puppe mit meinen Kohlefaserblanks - aber bitte nur mit den Buntesten und Schönsten und den Todesstoß, den soll mir Annemarie mit 18' Blankwunder aus dem Mutterland, rosa, versetzen! 5,4864 Meter rosa Kohlefaser und bitte langsam, mitten durchs Herz! Ich sage: herrlich!!!
LG,
Frank
Geschrieben von sepp73 am 17.06.2024 um 12:47:
Mit den Lachsruten hast wohl heuer genug Zeit zum Fertig bauen, sowohl DK (Skjern A) als auch einige norwegische Flüsse (u.a. auch Gaula) melden für heuer einen katastrophalen Saisonstart. Für die Skjern A ist für heuer jede weitere Entnahme aufgehoben worden, an der Gaula wird aus berufenem Munde (Mikael Frödin) gebeten, Lachse ausnahmslos zu releasen. Auch der Norweger im FF-Forum spricht von einer Katastrophe, er schrieb was von 21 Tagen an diversen Gewässern ohne Fischkontakt. Gibt mir schon zu denken das ganze. Die Dänen schieben die Schuld auf den Kormoran, nachdem es aber in Norge wohl nicht besser ausschaut, dürften auch noch andere Gründe im Meer zum Bestandsrückgang geführt haben...
Mal sehen ob meine alte 1409-4 TCR nochmal einen Lachs drillen darf...
Gruss, Sepp
Geschrieben von fly fish one am 18.06.2024 um 16:38:
Das Monitoring aktuell der Orkla, laut meinem Freund Hendrik, zeigt aufsteigende und auch großen Lachse! Hängt auch an unglücklichen Wasserstandsbewegungen und ich bin guter Dinge, dass wir auf Lachse stoßen. Gib die TCR nicht weg!! Wenn sie auch nur ein bisschen wie meine neue alte 10‘ EH TCR ist, ist sie eine echte Rakete. Sehr schnell, sehr leicht und im „Vortrieb“ brutal - mit den richtigen Leinengewichten!
Da war Sage dem Markt um Jahre voraus! Wenn ich sie mit meiner 14‘ Method vergleichen würde, so meine Sicht, passt vom Verhalten keine Scheibe Brot dazwischen! Ich würde so einen Eumel blind kaufen. Ich denke, dass das Marketing von Sage und anderen Firmen die Blanks manchmal nicht ganz glücklich positioniert! Zwar weisen sie immer mit großen Worten auf die Leistungsfähigkeit hin, aber die Leinenempfehlungen und WG liegen meiner Meinung nach oft unter der tatsächlichen Performance die sie können! Ich lehne mich damit natürlich ganz weit aus dem Fenster, aber einige Gramm mehr machen aus den Blanks ganz andere Ruten mit völlig anderer Biegung und Power im Wurf!
LG,
Frank
Geschrieben von fly fish one am 18.06.2024 um 18:39:
Wo wir gerade so schön beieinander sind und ist ja mein Faden. :-))
Das Zauberwort heißt Feeling! :-))
Die hohen WG mit EH und ZH, an längeren Ruten, vermitteln ein deutliches Feedback. Viel mehr als weniger WG und kürzere Ruten. Die Einschätzung ob eine Rute gut abgestimmt wirft, ist dazu bei ZH ungleich schwieriger als an einem EH der Überkopf gewedelt wird. Im Wasserwurf habe ich 1 Wurf um die Lage zu beurteilen!! Ich persönlich finde das sehr schwierig.
Überkopf die EH kann man sich regelrecht rantasten, wedelnd, die Leine verlängernd und gibt es den Moment wo man deutlich spürt, dass die WG jetzt zum Blank passen! Aber wie genannt bei höheren WG leichter!
Später mehr.
LG,
Frank
Geschrieben von fly fish one am 18.06.2024 um 22:23:
Neulich mit der 10‘ TCR war das ein Schlüsselerlebnis für mich. Erstens das frappierende Feeling was 10‘ EH (nicht dies Nymphrumgelutsche) mit hohen WG eigentlich als Blank bedeutet, wie sehr der Taper und Wandstärken davon beeinflusst und danach ausgelegt werden! Ohne schwabbelig zu sein, ohne Zielgenauigkeit zu verlieren, ja wie sehr die ganzen herrlichen 10‘ mit Rutenbiegung und Kraft (vom Werfer kommend) den Wurf unterstützen und zwar geradezu idealtypisch und viel schöner als es 9‘ vermögen! Die WG so weit rauf wie es Handgelenke und Unterarmmuskulatur aushalten, bedeutet es die Speerspitze im Bereich der EH was Kraft und Koordination in gleichem Maße bedeutet!
Es lässt sich auf keinen Fall durch kurze ZH oder „Switchen“ ähnlichen WG ersetzen oder diese Lachnummer Trout Spey! Da meuchelt ein 10‘ EH mit WG von über 20 Gramm diese spielend, weil die Leine wedelnd und mit Doppelzug auf ganz andere Geschwindigkeiten gebracht werden kann! Und im Wasserwurf mit einfachen Schnurzug in Händen eines Kollegen der auch etwas von ZH Würfen versteht, immer eine Nase vorweg!
Ein ZH ist erst dann dem EH überlegen wenn die im Vergleich immens hohen WG auf die Reise geschickt werden, die kein einzelnes Handgelenk mehr aushalten würde! Das ist der Bereich wo 13‘ ZH beginnen mit WG zwischen 30 und 35 Gramm, wo gute EH Werfer mit o.g. Ruten/WG im Grenzbereich noch mithalten können, aber der Spaßfaktor sinkt und bei 40 Gramm werfenden ZH ist endgültig Schluss!
Was dort in einem Schwung für eine Energiedichte auf die Reise geschickt wird, ist auf der Wiese für EH im Casting noch erreichbar, aber fischend bis zum Hintern im Wasser chancenlos!!
LG,
Frank
Geschrieben von fly fish one am 18.06.2024 um 22:48:
Und zweitens! :-))) Des Schlüsselerlebnisses zweiter Teil des Wurfes der 10‘ TCR! Das ich es deutlich spüren konnte, zum ersten Mal für mich so deutlich, den Wurf beginnend mit 2 Gramm unter dem Messwert, die Leine verlängernd und damit das Gewicht erhöhend, sukzessive - und plötzlich explodiert der Blank regelrecht! Die Leinengeschwindigkeit nimmt schlagartig zu, so sehr, die Leine fliegt wie auf Schienen, dass du meinst du kannst jetzt noch mal 5 Meter Leine mehr raus lassen!!
All das ist auch mit weniger WG vorhanden, aber als Werfer viel schwieriger zu erspüren! Eine 10‘ EH Rute mit 24 Gramm hämmert es regelrecht in Dein limbisches System, so als wenn da einer einen Doppel-T Träger hinein rammt! Es ist absolut begeisternd und macht süchtig! Ich habe mich noch gar nicht richtig damit beschäftigt, aber es ist eine eigene Welt , wie die langen Latten im Bereich der ZH übrigens auch.
LG,
Frank
Geschrieben von sepp73 am 19.06.2024 um 08:24:
Na hergeben tu ich die eh nicht mehr. Hab ich über die Bucht aus GB ohne jeden Kratzer und mit fast jungfräulichem Korkgriff ergattert. Denke die hatte noch nicht viel Wasser gesehen, war angeblich als Leihgerät angeschafft worden und ist nie im Einsatz gewesen und so schaut sie auch aus. Hatte sie bisher einmal in DK am Start aber im Herbst ist eine 9er dort etwas zu heftig, ich hoffe also auf eine Bestandserholung und dass das Teil mal mit nach Norge kommen kann...
Gruss, Sepp
Geschrieben von sepp73 am 19.06.2024 um 12:47:
Servus,
hier nochmal was offizielles über die Lachsfischerei in Norge:
Folgende Infos dazu erhielt ich zur laufenden Lachssaison aus Norwegen:
Pressemitteilung- Umweltministerium/ Wissenschaftlicher Rat für Lachsmangement
TRONDHEIM (TV 2): Die diesjährige Lachssaison ist eine der schlechtesten überhaupt. Die norwegische Umweltbehörde ist besorgt über Wildlachs und warnt vor Einschränkungen beim Lachsfang.
Der jüngste Bericht des Wissenschaftlichen Rates für Lachsmanagement (VRL 17.6.24) ist so besorgniserregend, dass der Direktor des Umweltministeriums, Helge Axel Dyrendal, sagt, dass nun Beschränkungen für die Fischerei in norwegischen Lachsflüssen erforderlich seien:
- Es ist die erste Juliwoche, in der wir entscheiden, ob wir den Lachsfang weiter einschränken wollen oder nicht. So wie es jetzt aussieht, wird es in weiten Teilen des Landes Einschränkungen beim Lachsfang geben, wenn in den kommenden Wochen nicht deutlich mehr Lachse in die Flüsse gelangen.
- Im aktuellen Bericht des Wissenschaftlichen Rates für Lachsmanagement (VRL) heißt es, dass es im Meer vermutlich großflächige Umweltveränderungen gibt, die dazu führen, dass die Lachse ihren Aufenthalt dort in geringerem Maße überleben.
- Darüber hinaus gibt es eine Reihe von vom Menschen verursachten Faktoren, die sich regional und überregional auf die Bestände auswirken. Zu den größten Bedrohungen für Wildlachs zählen Lachsläuse und andere Krankheiten, die durch die kommerzielle Lachszucht verursacht werden.
Genetische Störungen durch entkommenen Zuchtlachs stellen auch eine große Bedrohung für Wildlachs dar.
- Im schlimmsten Fall könnte es mancherorts zu einem Stopp des Fischfangs kommen, sagt Dyrendal.
- Wenn weniger als halb so viele Lachse in den Fluss gelangen, wie erforderlich sind, um sicherzustellen, dass der Fluss genügend junge Lachse erbringen kann, müssen die Flusseigentümer laut Gesetz die Lachsfischerei in dem betreffenden Fluss einstellen.
Sollten sich die Lachsbestände in den Flüssen in den kommenden Wochen nicht wesentlich verbessern, dürfte es vielerorts angebracht sein, den Lachsfang früher als üblich einzustellen.
Publiziert 18.06.2024 22:32
Das ganze wurde im FF-Forum eingestellt, dort wird die Problematik mit dem diesjährigen Saisonverlauf auch grade diskutiert...
Gruss, Sepp
Geschrieben von sepp73 am 19.06.2024 um 12:47:
Sorry, anscheinend doppelt gepostet...
Geschrieben von fly fish one am 21.06.2024 um 22:52:
Ab 23.6. schließt Norwegen alle Flüsse von Rang und Namen, darunter auch Orkla und Gaula! Bekam eben die Nachricht von meinem Freund!
LG,
Frank
Einen habe ich noch einen habe ich noch: Zeige ich eben den Forellen in Minga die neue Harrison! Die sind die Krawalltüten mit Bindfadenfliege eh schon gewohnt! Nur, dass da mit einmal sowas stilsicheres zeige, da reiben sich alle Forellen sicher die Augen! *Kopf——>Tisch*
Geschrieben von fly fish one am 22.07.2024 um 14:00:
Heute geht es endlich ans Wasser zum Test:
Ich freue mich tierisch!
21 Meter Leine, 54 Gramm und ich muss ein wenig experimentieren, da ich aktuell etwas Probleme mit meiner Selbstbauleine habe, sie im Vorwurf zu strecken. Aktuell kratze ich mit der fast identischen Sage Igniter an der geschätzten 35 Meter Marke rum. Sicher sind noch ein paar Meter drin wenn die Leine und vor allen ich besser performe, also vielleicht knapp unter 40 Meter schätze ich mal.
Was aber für diese Leinengewichte, die ja noch keine Wettkampfgewichte repräsentatieren, sondern "Stangenblanks" sind, wenn auch sehr heraus ragend mit den durchaus als hoch zu bezeichnenden WG von über 50 Gramm, wo in der Regel beim "Standard" mit rund 45 Gramm "Feierabend" ist, sehr hohe und ausgezeichnete Wurfweiten darstellen! Da beißt die Maus keinen Faden ab, denn bei Wurfweiten irgend wo zwischen 35 - 40 Meter bekommt der Rest der Welt Kulleraugen!
LG,
Frank
Geschrieben von miso am 22.07.2024 um 14:19:
Sieht sehr schick aus
Die Danielsson wirkt am Rollenhalter wie eine #4
Wünsch Dir viel Spaß beim Schwingen und stranguliere Dich nicht
TL Michael
Geschrieben von fly fish one am 22.07.2024 um 14:53:
Lieber Micha,
einen herzlichen Dank! Und ja, stilsicher bis zum Abschluss des Griffes, der nicht diese oft sehr hässlichen Gummipöpsel oder Abrissbirnen zeigt!

Es ist eigentlich ein Abschluss früher Tage, so wie die Mutterländer eher "englisch" warfen, den Griffknubbel unten nicht in der Hand! Ich mag das nicht so gerne, sondern lieber einen ganzen Griff richtig in der Hand. Deshalb sind meine Untergriffe immer recht lang, dazu die Rollen mehr in den Rutendrehpunkt schiebend, wie es für meine Leinen und Gewichte eher sinnvoll wird.
Ich habe ja weiter oben irgend wo die ganzen Griffe mal im Foto und da ist ein typischer Vertreter alter Tage die Orvis und ich sah Bilder von meinem Coach von Werfern, wo die Griffgestaltung so ganz typisch war. Erst durch die kurzen Profile der Neuzeit änderte sich die ganze Gestaltung, weil man Ruten ganz anders führen konnte. Eine 30 Meter DT Leine würde man mit den kurzen "Switchengriffen" nicht einen Millimeter aus dem Wasser bekommen!
LG,
Frank
Geschrieben von fly fish one am 22.07.2024 um 18:50:
Jawohl, was für ein schöner Zweihänder!
Wichtig grundsätzlich zu verstehen, dass Handpositionen auf ZH nicht statisch sein dürfen, was aber durch extrem kurze Ober- u. Untergriffe erzwungen wird! Das muss man nur mal realisieren und wird nötig wenn wir nicht nur Nullachtfünfzehn werfen wollen, Leinenlängen variieren, auch leicht in Gewichten, dann adaptiert "man" "normalerweise" die Griffhaltung.
Es spricht nix dagegen, aber überhaupt gar nix, nur den Gnubbel vom Untergriff in die Hand zu nehmen, wenn Dir das zusagt, typischer Weise mit bestimmten Leinenlängen, aber schrecklich, wenn ich z.B. an meiner 15' Igniter eine lange Leine werfe! Das regt mich echt auf und ich schleife zumindest den blöden "WerksKnubbel" irgend wann smarter! Eigentlich würde ich den Griff unten gerne verlängern...
Also: Lieber Griffe etwas länger, kürzer fassen kann man immer und Strategen wie wir Rutenbauer brauchen auch Platz für extravagantes Design!

[Ehrlich, hast Du mal 6teilige ZH die Handteile gesehen? Ich bekomme da Heulkrämpfe!]
LG,
Frank
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