Blanks gestern-heute |
Reinhard 02
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Hallo,
beim Lesen des gerade aktuellen freds über "Harrisonblank-Wandstärke",
fiel mir wieder ein Thema ein, über das ich mir schon länger Gedanken mache:
Blank-Gewichte früher (sagen wir mal vor 20 Jahren und heute.
3 Beispiele:
1. vor ca. 2o J. habe ich mir eine Sportex Spin 1 (3001)
3m lang aufgebaut:
Vollkorkgriff, Schraubrollenhalter, 6+1, Hardloy Einsteg ab 25er.
Es ist noch dieser blank mit der kupferstichigen Lackierung.
Wurfgewicht nach Hersteller 10-30gr, fällt aber kräftiger aus, mit heute verglichen eher ca. 20-50gr. bzw. Angabe ist realistisch.
Mit der habe ich immer auf Karpfen gefischt, mit 25er mono Vorfach und bis 17 Pf. gefangen.
Die Rute wiegt 165gr.!!!!
2. Alte Sportex-Kev-Carp aus der 1., verzapften Serie, Aufbau wie oben aber mit 8+1 2-Steg Hardloy. 12` 1,75lbs.
Viele Karpfen am Neckar bis in die 20er.
Rutengewicht: 205gr.!!!
3. Shimano Twinpower medium-heavy feeder, 12` , mittlere Feeder für Gewichte bis 70gr.
Gewicht: 148gr.!!!!
Ich trample auf meinen Ruten nicht rum, fasse sie aber auch nicht mit Samthandschuhen an, sie werden beim Angeln "artgerecht" rangenommen,
d.h. dies sind keine filigranen, zerbrechlichen Teile!
Jetzt mal der Vergleich zu aktuellen Stangenruten:
z.B. Daiwa Infinity 2,7m 8-35gr. (fällt aber deutlichleichter aus als die 3001), Vollkork, 1-Stegberingung.
Obwohl sie kürzer ist und ein geringeres Wurfgewicht hat wiegt sie 185gr.!!
Und die Infinity ist ja nicht gerade die Einsteigerserie bei Daiwa!
Oder eine Greys Multibait, 3m lang, sehr weiche Aktion, WG ca. 10-25gr., die wurde schon von einem 6pfünder Hecht bis ins Handteil gebogen,
die wiegt 200gr.
Daher mein Gedanke: haben sich die Blankhersteller früher beim Entwickeln mehr Mühe gegeben, oder sind frühere Ruten zu leicht zerbrochen, sodass die Hersteller heute auf nummer sicher gehen mit weicheren schweren Fasern stabiler machen (Kevlar, Whisker, Glas ....)???
Wir wünschen uns doch eigentlich alle leichte Ruten, werden aber vor allem beim Spinnangeln, siehe fred "Harrison-Wandstärke" mit schweren blanks abgespeisst!
Ich weiss, es gibt auch heute noch wunderbar leichte blanks, aber die Masse?
zB. die Entwicklung bei Sportex von Kev1 zu Kev2, da ist doch wirklich nur noch das Material gleich.
wie seht ihr das?
Gruss
Reinhard
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Reinhard 02: 26.01.2011 17:34.
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26.01.2011 15:39 |
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Flow
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Dabei seit: 01.10.2010
Beiträge: 760
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bitte nicht böse sein und vor Allem nicht hauen - aber ist das nicht ein bisschen "Äpfel mit Birnen vergleichen"?
Für einen halbwegs objektiven Vergleich müßte man den nackten Blank nehmen (nicht irgendwie beringt und irgendn Griff drauf), die gleiche Länge, die gleiche Teilung, die gleiche Aktion bzw. Einsatzgebiet nennen wir es auch Leistungsspektrum und dann erst würde ich behaupten kann man mit messen, wiegen, testen usw. feststellen inwiefern sich was geändert hat.
Was sich meiner Meinung nach "gefühlt" verändert hat ist
- die Stabilität / Bruchfestigkeit
- damit verbunden die chemische Zusammensetzung
.....ob diese Weiterentwicklungen die ultimative Gewichtsersparnis gebracht hat glaube ich nicht - bzw. das müsste sich ja rausfinden lassen. Allerdings sind mir Blankgewichte aber auch ehrlich gesagt sowas von egal weil der leichteste Blank nix taugt, wenn er nicht in Kombination mit der gefischten Rolle vernünftig ausbalanciert ist.
__________________ Grüße
Florian
Wer anderen eine Bratwurst brät - der hat ein Bratwurstbratgerät
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26.01.2011 15:59 |
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OnTheMove
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Dabei seit: 29.05.2009
Beiträge: 1.817
Herkunft: Darmstadt
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Was sich in meinen Augen aber sehr wohl in den Letzten 20 Jahren geändert hat, ist die Art des Aufbaus.
Viele alte Ruten waren sehr schlicht aufgebaut, Wenige Metallteile, wenn überhaupt.
Heutige Ruten haben einen Split grip (drei Alu Winding Checks) jede Menge zier Applikationen, Ausgleichsgewichte.....
Auch jetzt gibt es richtige Leichgewichte unter den Ruten, doch die haben meist das selbe Problem wie seeeeehr viele Alte. Die Balance.
Ein leichtes Gewicht ist schön, doch wie Flow schon sagte, das entschiedenste ist am Schluß die Balance. Und DAS Gewicht unter Balance ist leider nicht ohne weiteres benenn bar, da jeder eine Rute anders greift, und auch die gewählten rollen sich unterscheiden.
Grüße Markus
PS Sportex war nicht umsonst, vor 20 Jahren, seiner Zeit um einiges voraus!
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26.01.2011 16:31 |
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ingma
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Dabei seit: 12.01.2008
Beiträge: 652
Herkunft: wien,1160
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Hi Reinhard,
wundert mich ohnehin dass, das noch nicht mehr Leuten aufgefallen ist.
Es wird an der Qualität von den Kohle-Matten gespart, zb Kevlar-Matten sind als Angelrute nicht mehr leistbar.
Nach der extremen Verteuerung des Grundstoffes Erdöl und den immer weiteren Einsatzmöglichkeiten von Carbon-Produkten hat sich das
eben negativ auf die Grundstoffpreise ausgewirkt.
__________________ mit Petri Heil ingma
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26.01.2011 16:37 |
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fleck86
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Dabei seit: 11.12.2010
Beiträge: 76
Herkunft: Oberpfalz
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ich könnte mir vorstellen das sich die nächsten jahre noch mal einiges tut im bereich rohstoffe für blanks. wobei dann carbon, kevlar und glas nur noch
als trägerstoff eingesetzt werden und ein großteil der rute aus einem sehr
starken naturprodukt besteht!
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26.01.2011 16:48 |
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reisi
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Dabei seit: 17.09.2010
Beiträge: 575
Herkunft: Straubing
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Die Rute die in meinem avatar zu sehen ist, ist eine century excalibur xt-match in 4,20 die ich als floatrute aufgebaut habe. Laut Verkaüfer mindestens 20 Jahre alt.
Ich hab das teil jetzt nicht gewogen aber die Rute ist so dermaßen leicht und schnell - echt Wahnsinn, auch für heutige Maßstäbe.
Dass sich gewichtsmäßig in den letzten Jahren nicht viel getan hat ist mir auch schon aufgefallen.
Anfangs dachte ich, dass es dem trend nach dünneren und steiferen blanks geschuldet ist, da man um einen dünneren Querschnitt zu erreichen einfach mehr Material verwendet hat anstelle einen größeren Konus zu verwenden.
Da es aber auch Ruten bzw. blanks gibt die meine Vermutung nicht gerade unterstützen bin ich mir da doch ziemlich unsicher.
Dass bei leichteren Ruten ein größeres Balanceproblem besteht als bei schwereren konnte ich bis jetzt nicht feststellen - eher gegenteilig.
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26.01.2011 21:09 |
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Flow
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Dabei seit: 01.10.2010
Beiträge: 760
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@Fleck86 - neue Materialien gibts immer mal wieder - setzen sich allerdings nicht so wirklich durch - gab vor 3-4 Jahren mal Fliegenruten aus Karottenfasern (ohne Witz!) - haben sich aber nicht so wirklich durchgestzt (Justcast oder so ähnlich hiess die Firma...)
Wenns nur ums Gewicht geht : ich denke irgendwo ist eine natürliche Untergrenze erreicht - nämlich dann wenn eine Rute so leicht wird, daß sie zu leicht (=gefühlt filigran, zerbrechlich) wirkt, daß sie unsolide erscheint. Wenn das Gewicht so gering ist, daß man kein Gefühl mehr in ihr hat.....
Kenne die Problematik noch vom Ende der 80er/bis Mitte der 90er als die ersten Tennisschläger aus Kohlefaser auf den Markt kamen. Plötzlich wurde die Schläger derart leicht und spielten fast von alleine (Wilson war glaub ich ganz groß darin und etwas als "Frauenschlägermarke"verschrien) - das hieß konkret - wenig Druck, wenig Kraft, leichter Schläger aber dafür verhältnismässig hohe Ballgeschwindigkeiten. Dies ging sehr zu Lasten der Ballkontrolle bzw. des "Ballgefühls". Irgendwann ging man davon wieder ab.
Würde fast behaupten mit Ruten verhält sich das ähnlich. Also seid Ihr Männer oder heult Ihr rum, weil eure Angelruten 10g zu schwer sind.....
__________________ Grüße
Florian
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27.01.2011 08:51 |
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Tisie
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Beiträge: 1.866
Herkunft: Berlin
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Hi,
mir ist auch schon aufgefallen, daß ältere Ruten teilweise leichter waren als die aktuellen Modelle. Aber es gibt auch Gegenbeispiele, z.B. kurze Spinnruten, die die 100g-Marke knacken und das inkl. SRH, Zierringen, usw.
... ich könnte mir vorstellen, daß die breite Masse an Fertigruten durch "Produktionsoptimierungen" zwar günstiger, aber dabei materiell nicht viel besser oder vielleicht sogar schlechter geworden ist. Der Trend zu immer mehr Optik-Klimbim an den Ruten spielt sicher genauso eine Rolle wie der Trend zu steiferen Ruten (mehr Materialeinsatz im Blank)?!
An der Geschichte mit den Karottenfasern muß aber was dran sein, siehe http://www.carrotstix.com/
Gruß, Matthias
__________________ Raubfisch-Dezernat Berlin/Brandenburg
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Tisie: 27.01.2011 10:08.
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27.01.2011 10:06 |
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fleck86
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ich denk da nicht an karottenfasern
sondern an neue hoch elastische und extrem reisfeste fasern. militär und raumfahrt benutzen diese faser bereits und
wie es sich in den letzten jahrezehnten gezeigt hat stammen 99% der heute verwendeten blank grundstoffe aus "abfallprodukten" die hier bei der entwicklung eingesetzt wurden.
recht viel schlanker geht es nicht mehr da habt ihr recht jedoch noch um einiges stabieler
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27.01.2011 10:23 |
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Flow
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Beiträge: 760
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also an den Killerkanichen muß was dran sein
siehe:
http://www.youtube.com/watch?v=bReP5Wt9a-Y
stabilere Ruten ? Wenn ich die unzerstörbare Rute aufbaue, wie will ich meiiner Frau dann eine Neuanschaffung verkaufen wenn die "alten noch gut sind" ???????
__________________ Grüße
Florian
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27.01.2011 10:34 |
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Reinhard 02
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Herkunft: BaWü, Heidelberg
Themenstarter
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@ Flow: keine Angst, natürlich haue ich Dich heute nicht!
Natürlich wäre ein Vergleich der nackten blanks noch besser, aber deswegen strippe ich sie jetzt nicht.
Aber ich habe ja auf den sehr ähnlichen Aufbau der Ruten, zb. 3001 und Infinity hingewiesen und wenn man dann einfach die Daten Wurfgewicht, Länge vergleicht, erkennt man shcon, was ich meine.
Einige von euch haben ja ähnliche Erfahrungen oder Vergleichsruten.
@ fleck86: gerade diese "hochelastischen und reissfesten Fasern" sind ja zum Teil das Problem: sie tragen eigentlich nicht zu einer positiven Performence der blanks bei, sondern machen sie zwar bruchfester aber auch schwerer und langsamer.
Kevlar, Dynema und ähnliche Fasern sind ja richtig labberige Fasern, die zueiner Steifigkeit des blanks nicht beitragen!
Sie wirken nur der Querverformung des blanks entgegen = bessere Stabilität.
Carrot sticks: könnte es da passieren, dass nach 5 Tagen fischen bei Regen aus meinen 12`ern 13èr werden??
Muss ich die regelmässig düngen?
Gruss
Reinhard
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27.01.2011 11:17 |
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Tobi
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Dabei seit: 28.12.2008
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ich denke ein grund ist auch, dass spitzenkohlefaser immer teurer wird und daher aktuell kaum in der rutenproduktion eingesetzt wird
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27.01.2011 14:36 |
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