Reinhard 02
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| Aufbau Armalite MK II Blank. |
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Beim Tuning eines MK II Blanks habe ich festgestellt, daß die Kev-Matte nur dünn außen um einen Kohlemattenblank gewickelt ist. Im Bereich der Zapfen betrug die Stärke der Kevmatte nur ca. 1/4 der Wandstärke, am unteren Blankende, wo die Wandstärke deutlich geringer ist, ist der Anteil wahrscheinlich größer.
Als ich den Zapfen freigelegt habe, konnte die dünne Kev-Schicht problemlos vom Kohlekern geschält werden.
Ich werde mal schauen, ob ich noch Reststücke von Sportex Kevblanks habe und mir deren Aufbau anschauen.
Reinhard
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08.01.2026 11:00 |
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miso
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Dabei seit: 20.01.2021
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| RE: Aufbau Armalite MK II Blank. |
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Kevlar ist nur dazu da, die Kohlefasern zu schützen und zusammen zu halten.
An der Aktion der Rute verändert Kevlar nahezu nichts. Deshalb mach es aus Gewichtsgründen nur Sinn eine dünne Schicht um die Kohlefasern zu legen.
TL Michael
__________________ "Schützt die Würmer, fischt mit der Fliege"
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12.01.2026 13:44 |
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Reinhard 02
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Themenstarter
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| RE: Aufbau Armalite MK II Blank. |
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Du hast recht, Kevlar ist eine sehr weiche und zähe Faser, die die Bruchanfälligkeit reduziert, aber eine Rute eher langsamer macht.
Aber das Konzept von Sportex mit der durchgehenden Matte von Kohle/Kevlar bis zum Kern hat außergewöhnliche Blanks ermöglicht.
Die 1. Serie der Sportex -Kev Ruten hat sehr dünne Wandstärken bei großen Durchmessern.
Das ergiebt sehr leichte und trotzdem kräftige Ruten mit sehr guten Rückstellung.
Die Kev Pike war damals ein Meilenstein in Bezug auf Gewicht, Kraft, Rückstellung und auch die Karpfenruten waren sehr gut.
Natürlich konnten man auf denen nicht so rumtrampeln, wie es bei den ersten Armalites möglich war. Die waren aber langsam, träge und kopflastig im Vergleich mit den Sportex.
Reinhard
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13.01.2026 09:27 |
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miso
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Dabei seit: 20.01.2021
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| RE: Aufbau Armalite MK II Blank. |
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Ich glaube nicht, dass das bisschen Kevlar die Rute langsamer macht. In Kombi mit der Kohlefaser hat das Kevlar, was die Elastizität angeht nahezu keinen Einfluss drauf.
Wenn man zu viel Kevlar verbaut, dann holt man sich halt den Gewichtsnachteil und das macht die Rute dann eventuell Kopflastig, weil der Anteil der Kevlarfaser nach oben hin zunimmt.
Das war vielleicht bei den alten Blanks der Fall.
Bei manchen Blanks hat man einzelne Rowings als eine Art Kreuzwicklung um den Kohleblank gewickelt. Meiner Meinung nach ein reines Verkaufsargument.
Was soll das bringen? Dass das bei einem Bruch das Stück Blank am Kevlarrowing hängen bleibt und nicht ins Wasser fällt?
__________________ "Schützt die Würmer, fischt mit der Fliege"
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13.01.2026 10:00 |
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Reinhard 02
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Bei den Sportex Kev lässt sich gut erkennen, daß sie eine durchgehende Kevmatte haben, man sieht auf der Innenseite die hellen Kevlarfasern.
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08.01.2026 11:55 |
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Il Dottore
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Beiträge: 881
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Hi Reinhard,
ich will jetzt hier nicht viel dazu schreiben, aber hochinteressant ist das allemal!
Hätte ich nicht gedacht....
Bis dann,
Otti
__________________ Früher war die Zukunft auch noch besser !
Meine Infoseite:
ORRC-Rutenbau-Info
Mein Shop:
Gattenhaus-Shop
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11.01.2026 20:13 |
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Hi,
ich moechte da auch mal ein wenig mitspekulieren. Sportex in Neuulm hat urspruenglich Produkte aus Verbundmaterialien fuer verschiedene Industriebereiche gebaut, ein Pionier in der Autoklaventechnik. Es haelt sich hartnaeckig das Geruecht, die langen einteiligen honiggelben Glasblanks, waren Panzerantennen, bzw. sind aus Panzerantennen heraus entstanden, die da mal gefertigt wurden. Vielleicht haben die dann einfach mal die Bidirektionalen Prepregs mit Kevlar ausprobiert, die Sie fuer ganz andere Sachen vorgesehen hatten und das hat gleich ganz gut funktioniert. Das sind naemlich wirklich bidirektional Hybridprepregs, die da auf einen Mandrell gewickelt wurden und die kombinieren Vorteile von Carbon (Steifigkeit) und Aramidfasern (Zaehigkeit) waren funktionell, fuer Rutenblanks. Und man konnte durch den Material und den dadurch gegebenen Mix der Vorteile, im Verhaeltnis mit duenneren Wandstaerken arbeiten? Spekuliere da nur, weiss es nicht. Mueste man mal vergleichbare Blanks aus der Zeit, aus verschiedenen Materialien, vergleichend wiegen. Aramidfasern fuegen sicher auch eine gute Schlagzaehigkeit und Daempfungseigenschaft hinzu, wodurch die Rute dann weniger sproede und bruchanfaellig ist und Carbon hat die Steifigkeit sichergestellt. Also da haben sicher Angler gearbeitet. Der derezeitige Inhaber der Namensrechte, laesst ja weiter fertigen, aber ich kenne bidirektionale Prepregs im Blankbau, nur (noch) als Decklage oder in Teilbereichen, (z.B. am Ueberschub oder ueber dem Griff / Ausnahmen bestaetigen sicher die Regel)) Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass die Matte komplett durchgewickelt ist, aber wenn Reinhard das so vorliegen hat, ist es sicher richtig.
__________________ Sie sollten nicht alles glauben, was Sie denken.
Und es gibt keine Rutenklassen.
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13.01.2026 12:56 |
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Reinhard 02
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Das mit den Panzerantennen stimmt - sowas haben die auch gemacht.
Es waren aber nicht die gelben, grünen, blauen, roten blanks.
Am ähnlichsten sind die letzten Teleruten von Sportex Ulm dem Panzerantennenmaterial. Das waren diese weißen bzw, schwarzen Ruten, ich komme gerade nicht auf den Namen. Die waren ungeschliffen und mit einer scheinbar gröberen Matte gewickelt.
Panzerantennen müssen hochbiegsam sein, die wären als Angelruten kaum geeignet. Allerdings habe ich schon selbstgebaute Ruten aus Panzerantennen in der Hand gehabt, in Portugal, in einem Angelladen, vor 25 Jahren. Die waren "interessant" aufgaut, zT. mit aufgeklebten Telerutenringen und sie waren einteilig. Seeehr schwabbelig, aber unkaputtbar.
Die Sportex Kevruten der 1. Generation sind auf alle Fälle durchgewickelt, ich habe keine Rute der 2. Generation. Aber die Ruten der 2. Generation waren anders getapert und fühlten sich auch nicht mehr so leicht an.
Ich habe/hatte andere Sportex aus der Zeit - Specimen, HM. Die waren eher sogar schwerer und nicht so leicht vom Gefühl, dafür hatten sie kleinere Durchmesser bei höher Wandstärke - die Specimen zB.
Reinhard
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13.01.2026 20:51 |
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Wolfgang-K
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Herkunft: Peißenberg Skype-Name: Wolfgang
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Funk Antennen aus GFK ( Panzerantennen, CB Funk, Schiffsantennen)
Haben alle eine Wendel ca. 1cm Welle Kupferdraht mit einlaminiert, um die Signale aufzunehmen, denn mit nur GFK tut sich da meines Wissens nichts mit dem Signal.
In dem Fall von Reinharts Rute, würde ich meinen Hintern Verwetten das Kevlar oder Armid erst zu einem späteren Zeitraum aufgewickelt wurde, wenn die erste Lage vollständig durchgehärtet ist, und nicht angeschliffen wurde, hält die nächste Lage eben nur sehr Mau.
Wäre es in einem Guss ( Rollung) gemacht worden kriegst du die Schichten nicht mehr auseinander.
Wenn Ihr mal wissen möchtet welches Gelege verwendet wurde, wenn ein kleines Stück zur Verfügung Steht, einfach in die Glut im Kachelofen, das Harz verbrennt Rückstandslos , zurück bleibt nur das Glas.
Gruß Wolfgang
__________________ Wolfgang
Sche wirds erst wenst es selber machst.
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13.01.2026 23:44 |
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