Vergleich von Originalspitze mit Vollcarbonspitze (Solitip) - Was verändert sich? |
Jeronimo66
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| Vergleich von Originalspitze mit Vollcarbonspitze (Solitip) - Was verändert sich? |
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Moin,
| Zitat: |
Original von Reinhard 02
Es gibt so einige Mythen im Rutenbau, über die man diskutieren könnte, allerdings unter praktischer Beteiligung von vielen und nicht nur wenigen.
...
-Verringert eine Solitip tatsächlich die Schnurklasse?
...
Reinhard |
Da ich nicht an die Beteiligung von vielen glaube, lege ich mal vor. Mit ein paar Fakten und einer direkten Vergleichsmöglichkeit diskutiert es sich auch besser. Das Thema interessiert mich, da es im direkten Zusammenhang mit der 15° Power Vermessung steht und ich mal eine negative Erfahrung mit einem Solitip gemacht habe. Selber habe ich schon mehrere Vollcarbonspitzen bei Fliegenruten eingespleisst. Mit den Ergebnissen war ich immer zufrieden, bis auf eine Rute haben sie aber immer möglichst die originale Aktion wiederhergestellt. Eine Spitze habe ich feiner als das Original gemacht, was sich als positiv für die Aktion gezeigt hat. Ob die Rute jetzt eine Klasse leichter geworden ist weiß ich nicht, da ich es nicht ausgetestet habe. Sie hat aber engere Loops geworfen und früher auf die Schnur angesprochen.
Mein Ziel in diesem Projekt ist der Vergleich von Original Spitze mit einer leichteren Vollcarbonspitze. Sowohl von allen Messwerten, als auch beim Werfen mit verschiedenen Schnüren. Dafür will ich eine der Spitzen mit einer etwa 35-40cm langen Vollcarbonspitze ausstatten, so dass der 3,75° Wert um ca. 2g sinkt und der Blank so „eine Klasse leichter“ wird. Zumindest rechnerisch. In der Praxis glaube ich nicht, dass eine Veränderung von ca. 1/7 der Rute im Spitzenbereich einen so hohen Effekt haben kann.
Meine bisherigen Erfahrungen sprechen auch dagegen. Da ich es bisher aber nicht genau unter die Lupe genommen habe, versuche ich es jetzt mal auszutesten.
Ich habe mir dafür in der Black Week zwei IM8 Blanks in 9‘ #5/6, bei Aliexpress bestellt. Mein erster Eindruck von den Blanks ist gut. Schöne Aktion zwischen medium und medium-fast, keine ernsthafte Schwäche in der Biegekurve. Nach 3,75° sind beide Blanks eine glatte #5 mit 15,4 und 15,6g. Beide Blanks haben denselben Powerfaktor von 4,57 und dieselbe ERN mit 6.4, wonach sie fast mittig in der #6 liegen. Der AA war ebenfalls gleich, den muss ich aber noch messen, wenn die erste Rute aufgebaut ist.
Ich werde den 3,75° Wert also von 15,6g auf etwa 13,6g bringen, was den Powerfaktor nach der 15° Methode deutlich ansteigen lassen sollte. Ich habe da wenig Erfahrung, aber ich denke ich lande über 5.
Die Vollcarbonspitzen sind aber noch unterwegs und unter meinen ist keine passende mehr.
Gruß
Carsten
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28.12.2025 13:18 |
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Jeronimo66
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Moin Herwig,
da hast du aber eine krasse Spitze angedübelt!
Das erinnert mich daran, dass ich vor 5 Jahren auch mal einen 7/8er Fliegenblank mit einer leichten Spitze ausgestattet und auch richtig ausgetestet habe. 2-7g war das WG nach dem Wurfgewichtsrechner von Theo M. Den unteren Wert konnte ich beim Werfen bestätigen, der obere hätte aber mindestens 15g lauten müssen. Leider nur unvollständig vermessen. Reinhard musste mich daran erinnern, was ich schon damals eigentlich wusste, dass die 15° Methode, bei solchen Spitzenaktionen, das Rückgrat überhaupt nicht abbildet. Ich muss bei der Rute noch mal die ERN bestimmen, mal sehen was die sagt. Leider wird eine Fliegenschnur durch die Ringe passen.
Bei einer Fliegenrute kommt es aber nicht nur auf die Werte und die Schnurgewichte an die werfbar sind. Für mich hat jede Rute einen Bereich, wo ich sie am stimmigsten finde. Dieser Bereich ist bei mir die Schnurklasse, die ich auf die Rute schreiben würde. Mich interessiert wirklich, ob eine #5 Rute mit einer feineren Spitze für mich klar eine #5 bleibt. Dass die 15° Methode mit ihren Werten belegen soll, dass die Rute nun eine Klasse leichter ist, halte ich aber für falsch.
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28.12.2025 19:14 |
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Reinhard 02
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Schönes Projekt.
Ich würde nur die 2.Spitze aufbauen.
Reinhard
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29.12.2025 20:33 |
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Maria,
so viele Spitzen, aber sag mal, der Griff daneben, das erinnert mich irgendwie an die selbe falsche Spachtelmasse, die ich mal mit der eine Switch verwendet hatte.
__________________ Sie sollten nicht alles glauben, was Sie denken.
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31.12.2025 12:40 |
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Jeronimo66
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Moin,
@Rene': Sind die Griffe vom Bausatz!
So, Spitze gekappt, 6 der Spitzen auf Verdacht ausprobiert, festgestellt dass die richtige fehlt, eine Spitze entsprechend umgearbeitet und die Originalspizte noch 2cm gekürzt.
Mit den 43cm Spitzen von LureSport kann man fast jede Aktion halbwegs wiederherstellen. Es gibt für viele Innendurchmesser 3 verschiedene Taper auf 0,8mm, 1,0mm und 1,2mm.
Ich habe die 6 Spitzen genommen die meiner Meinung nach den 3,75° Wert um 2g verringern könnten. Schon erstaunlich, was man so mit einer Biegeprobe erspüren kann.
Bild 1: Passt jetzt so
Bild 2: Ritze ratze
Bild 3: bei 3,75°: Rute rot mit 13,8g, Rute schwarz mit 15,7g
Bild 4 bei 15°: Rute R mit 66,8g, Rute S mit 70,5g
Bild 5: Ruten am Handteil ausgerichtet und ausgelenkt mit je 110g
Die Werte der Ruten werden sich am Ende noch ganz leicht verändern, da ich die Ruten nebeneinander vermessen habe. Das ist ein klein wenig ungenau.
So, Feierabend, eingeklebt wird morgen.
Wünsche allen einen guten Rutsch!
arsten
Jeronimo66 hat diese Bilder (verkleinerte Versionen) angehängt:
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31.12.2025 16:35 |
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Reinhard 02
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Wenn beide Ruten bei der Belastung mit 110gr. gleich weit auf +- 30% ausgelenkt werden - so sieht es für mich aus - haben sie den gleichen ERN. Aber die Solitip hängt ein wenig näher zum HT.
Da der Postionsunterschied der 2 Spitzen nicht sehr groß ist, ist die Biegekurve der 2 Ruten außerhalb von Bild 5 Richtung links identisch oder gibt es zB. auf Höhe des Startrings einen erkennbaren Unterschied?
Du wirst es uns nach der Einzelvermessung sagen können.
Reinhard
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01.01.2026 17:19 |
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Jeronimo66
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Moin,
so, die neue Spitze ist dran. Geschliffen und mit Epoxidharz "lackiert!.
Zuerst war der 3,75° Wert, wie ich befürchtet habe, ein wenig auf 14g gestiegen. Jetzt war die Rute auch eine #5, auch wenn der 3,75° Wert um 1,4g also 2/3 der Schnurklasse, gesunken ist. Ich habe die Vollcarbonspitze also etwas nachgeschliffen, bis sie bei 13,7g lag. Ich denke mit Ringen tut sich nicht mehr viel. Jetzt ist also auch der Sprung in die Klasse 4 geschafft und die Rute wurde an der Spitze um 1,7g niedriger im Messwert. Also eine 3/4 Klasse.
Die andere Rute hat jetzt aufgebaut einen Messwert von 15,4g. (Ein Bild der Besswerte habe ich angehängt.)
Die Bilder zeigen die Auslenkung mit 110g. Zuerst nur das Spitzenteil, dann mit dem nächsten Teil, mit 3 Teilen und die ganze Rute. (Ich habe also die Rute Teil für Teil weiter in der Messanlage vorgeschoben.) Das vierte Bild zeigt beide Ruten gleich ausgelenkt. Die mit Solitip mit den 110g, die andere braucht dafür 115g.) Und noch mal den Unterschied in der Auslenkung mit110g und die gleiche Auslenkung mit 5g mehr bei der Originalrute.
@Reinhard: Ich messe den Unterschied wenn beide Ruten ganz fertig sind. Auf diesen Bildern sind die Ruten an der Spitze ausgerichtet und nicht , wie bei der ERN nach dem Handteil. Da die rote Rute eine stärkere Biegung nach oben hat, kann das verfälschen.
Der Unterschied in der Auslenkung am Startring ist optisch erkennbar, aber schwer einzuschätzen. Gemessen ist der Startring der Rute ohne Solitip zur Zeit 2mm mehr ausgelenkt. Also minimal. dieser Abstand steigt aber weiter an, bis zu einem "Wendepunkt" de ziemlich genau beim Übergang auf die neue Spitze liegt.
Gruß
Carsten
(Bilder folgen, sind auf dem Smartphone)
Jeronimo66 hat diese Bilder (verkleinerte Versionen) angehängt:
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02.01.2026 10:51 |
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Reinhard 02
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Sehr schön, danke.
Die letzten beiden Bilder zeigen es eigentlich am Besten.
Mit dem gleichen Auslenkungsgewicht wird die weiche Solitiprute weniger ausgelenkt - ergo hat sie eine höhere Schnurklasse. Wieviel das jetzt ist, ist eigentlich egal. ( Das die 3,75° Auslenkung etwas anderes anzeigt, ist für mich nicht relevant)
Wie ich schon vermutet habe, wird die nach CCS ermessene Schnurklasse einer Fliegenrute - und damit die für mich realistischere - durch eine weiche Solitip eher höher, bestimmt nicht niedriger.
Nur niedriges Schnurgewicht wird mit der weichen Solitip etwas fühlbarer, da sie sich mit sehr wenig Schnurlänge mehr biegt als die Standartspitze.
Reinhard
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02.01.2026 13:15 |
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Hi,
interessant, ich finde den Uebergang der Solitipspitze ziemlich gelungen. Aber die beiden Ruten hast Du nicht zufaellig vor dem zersaegen der einen, mal miteinander aufgehaengt und schwer belastet, mit Foto ? Wenn nicht, ist das bei dem Aufwand fast schade.
In Bild drei ist das gleiche Gewicht drann, 110g ? Da scheint mir die solide Spitze (erwartungsgemaess) mehr mitzuarbeiten, haengt dadurch etwas tiefer. Dann in Bild 4 scheint es mir, als wenn die Ruten auf die gleiche Ebene auslenken( eine braucht dafuer 5 g mehr), du beziehst aber mehr des vermeintlich identischen Materials mit ein, dann im naechsten Bild noch mehr und die Komplettrute haengt etwas tiefer. Aber Du beziehst doch mehr die unteren Rutenteile, unterhalb der Spitze mit ein, die doch vermeintlich identisch sind.
Ist denn die Spitze mit dem soliden Stueck viel schwerer geworden? oder auch leichter ?
Nachtrag: Wenn Du die Spitzenteile an den Rutenteilen tauscht und miteinander auslenkst, muessete sich auchgenscheinlich ein gleiches Bild ueber kreuz einstellen quasi, wenn die anderen Rutenteile identisch sind.
__________________ Sie sollten nicht alles glauben, was Sie denken.
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02.01.2026 14:04 |
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Jeronimo66
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02.01.2026 14:21 |
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Hi,
ich sehe an diesem Bild zwar, dass die Rute mit den roten Wicklungen vorne liegt, aber im Spitzenbereich sehe ich nicht, genau, ob es die rote oder schwarze ist , die tiefer haengt.
Aber es ist erstaunlich, dass sie die Biegekurve weiter oben im fuenften Bild, ab den 3. Teil so veraendert, finde ich. Aber kann ja gut sein. Zumindest sieht die Solitiprute deutlich schneller aus.
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02.01.2026 14:27 |
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Also die rote hing vorher minimal aber unwesentlich tiefer und die anderen Rutenteile bildeten in Grunde die gleiche Biegelinie ab (von sich gleichen).
Gibt es an Deinen Spitzen Vorzugsrichtungen (Spines), hast Du da mal geschaut ?
Also dadurch, dass die solide Spitze deutlich schneller ist, im Vergleich zur Hohlspitze, arbeitet bei staerkerer Belastung das Rueckgrad und die anderen Rutenteile anders mit. Die Verteilung der Biegesteifigkeit, die Biegekurve veraendern sich augenscheinlich.Nun erhoeht sich die ERN, beim Test nach CCS. Was so nach den Messungen 3 Grad / 15 Grad nicht zu erwarten war.
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02.01.2026 14:40 |
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Jeronimo66
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Moin,
nein ich erwarte nach wie vor, dass sich die ERN leicht verringert. Da müssen wir aber warten bis die Rute fertig ist. Heute habe ich in drei Durchgängen ca. 20cm Schnee geschippt. Und das auf ziemlich viel Fläche. Das frisst viel Zeit, wenn man sich noch nicht belasten kann. Gewickelt und lackiert wird ab morgen. Ca. 7-10 Durchgänge mit dem Spar und etwas Zeit zum durchhärten. Wollte die Ruten nutzen um das Zeug weiter auszutesten. Leider kamen die passenden Spitzen später als erwartet.
Gruß
Carsten
| Zitat: |
Original von habitealemagne
Hi,
ich sehe an diesem Bild zwar, dass die Rute mit den roten Wicklungen vorne liegt, aber im Spitzenbereich sehe ich nicht, genau, ob es die rote oder schwarze ist , die tiefer haengt.
... |
Die Ruten hängen nahe zu gleich weit runter. Aus der richtigen Perspektive konnte man sehen, dass die Biegekurve fast identisch waren. Eigentlich musste die Schwarze ein wenig tiefer hängen, ich habe aber leider die Fotos nicht gleich komprimiert. Hier hängt anscheinend die rote minimal tiefer. Da die Griffe nicht ganz idendisch sind (keine zentrische Bohrung?) können solche Abweichungen auch an gerinfügig unterschiedlichem Winkel beim Einspannen liegen.
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02.01.2026 15:48 |
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Moin,
ließ mir keine Ruhe. Ich habe die Ringe mal mit Tape befestigt um ungefähr die Bedingungen mit fertiger Spitze zu haben. Keine Ahnung ob das einen messbaren Unterschied macht.
Dann habe ich bei beiden Ruten jeweils mit beide Spitzen die ERN bestimmt. Zur Kontrolle habe ich, nachdem ich die zweite Spitze gemessen habe nochmal die Erste überprüft.
Das Ergebnis hat mich überrascht. Das Gewicht mit der ersten Spitze hat auch die zweite genausoweit ausgelenkt. Ich lasse mich da nicht auf wenige mm festnageln, aber es sicher kein halber Zentimeter. Ich habe auch vom Boden gegenkontrolliert. (Ich messe von der Decke, da diese genauer ist als der wellige Kellerestrich.)
Die ERN der roten Rute liegt mit beiden Spitzen bei 6,2 und
die ERN der schwarzen Rute liegt jeweils bei 6,3.
Ich habe einen geringen aber messbaren Unterschied erwartet, bei dem die Vollspitze eine etwas geringere ERN hat. Leuchtet mir auch nicht ein, dass sie sich nicht verändert. Aber anscheinend zu wenig um noch einen klar messbaren Unterschied zu machen. Habe ja kein Labor mit entsprechenden Messgeräten.
Die ERN ganz genau zu messen nervt mich ja! Die Spitze fängt sofort an zu wackeln, wenn man mit dem Zollstock gegen das Gewicht kommt. Man muss aber dicht ran um genau zu peilen. Diesmal habe ich eine Ködernadel genommen um möglichst genau zu sein. Sonst schere ich mich nicht um einen halben Zentimeter. Die CCS Methode misst ja auch in 2,5g Schritten, was auch nicht genauer ist. Der AA ist auch nicht besser. Ich mache immer ein Foto und lade das in einen Onlinewinkelmesser. Was für ein nerviger Aufwand.
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02.01.2026 17:18 |
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Jeronimo66
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Der Unterschied zwischen der Vollspitze und der alten Spitze ist bei diesem Blank gering. Ich hatte noch eine zweite Spitze gefertigt. Die ist an ihrem Butt 0,05m stärker und an der 0,1mm dünner. Machte beim dem 3,75° Messwerte keinen wirklichen Unterschied, die Aktion ist halt noch ein wenig schneller. Habe mich aus dem Bauch heraus aber für die andere Spitze entschieden.
Die alte, 1,5cm kürzere Spitze wiegt gerade mal 0,3g weniger. Mit dem Kleber und dem Roving kommt aber noch ein wenig dazu.
Anbei mal die Messwerte von allen Spitzen die ich probiert habe. Lege aber nicht für jeden Messwert meine Hand ins Feuer. Einige "klapperten" auch im alten Blank".
Man sieht aber wie gering die Unterschiede bei den Durchmessern sind. Kann aber noch kein genaues Bild erkennen.
Ich habe mir auch eine Excel Tabelle mit den Spitze gemacht und die Daten grafisch dargestellt. Wenn Spitzen fertig sind, dann kann ich sie besser vergleichen und vielleicht auch passende Spitzen anhand der Tabelle ermitteln.
Anbei mal eine Darstellung der fertigen Spitze und zweier Spitzen mit denen man eine noch schnellere Aktion erzeugen könnte, wenn man sie richtig einkürzt.
(Aktiven Mitgliedern hier kann ich gerne eine Kopie der Tabelle zukommen lassen. Bin aber nicht "per du" mit der Tabellenkalkulation. Das geht bestimmt auch besser.)
Edit: Spannend, ich habe mal die Vollspitze meiner Quickline #4 mit eingegeben. Er entspricht exakt dem Tip Nr 12 meiner Tabelle. Deen kann man nicht sehen, das er durch den QL Tip überlagert wird. Alternativen mit einer etwas schnelleren Aktion habe ich auch rausgesucht. Falls man auf den gedanken kommen solle die Rute noch schneller zu machen.
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03.01.2026 13:07 |
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