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Reinhard 02 Reinhard 02 ist männlich
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Und was wäre passiert, wenn du ein Stück Vollkohlefaser oder dickwandiges Hohlmaterial genommen hättest?
Alles zu feste Materialien bieten meiner Meinung nach einen Scherpunkt an der Kante.
Erst wenn das Material biegsam genug ist, um die Kurve mitzumachen, passiert nicht so schnell was.
Aber dann kann es zu bruchanfällig werden. Daher getaperte Zapfen.
Aber wie hoch schätzt du die benötigte Belastung ein, die du gebraucht hast? Weit oberhalb jeder praktischen Nutzung?

Das blankstück wäre eventuell bei der gleichen Bekastung auch ohne "Bohrkern" gebrochen, aber vielleicht an einer anderen Stelle?
Hätte eine O/U Verbindung so viel ausgehalten?

Reinhard
12.11.2025 19:34 Reinhard 02 ist offline E-Mail an Reinhard 02 senden Beiträge von Reinhard 02 suchen Nehmen Sie Reinhard 02 in Ihre Freundesliste auf
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antidotepp antidotepp ist männlich
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Mensch, Leute, hier geht es ja ab.
Ich bin bei den mathematischen Formeln dann irgendwann ausgestiegen großes Grinsen

Um den Schaden etwas einordnen zu können. Ich habe die Rute von einem befreundeten Fischer bekommen, dem sie irgendwo in den USA beschädigt wurde.
Mitten im Spitzenteil scheint sie einen Treffer bekommen zu haben und ist dort zerquetscht worden.
Ein wirkliches "Rankommen" von innen eigentlich nicht machbar.

Ich habe nun die Spitze einer Karpfenrute verzapft, da sie für diesen Teil der defekten Spitze noch die passendste Flexibilität hat. An beiden Seiten steckt sie nun gut verklebt zu je 5cm in den Teilen.
Zusätzlich habe ich das Ganze noch mit etwas gelackten Stützwicklungen gesichert.
War/ist am Ende ein Versuch. Die Biegung unter Last sieht nicht verkehrt aus.
Für Uckels oder Lauben sollte es noch reichen großes Grinsen

Das nächste Mal werde ich auf alle Fälle Hülsen in Betracht ziehen!

Danke Euch und Grüße
Christian

antidotepp hat diese Bilder (verkleinerte Versionen) angehängt:
PHOTO-2025-10-21-10-23-22.jpg IMG_2091.jpeg

12.11.2025 20:11 antidotepp ist offline E-Mail an antidotepp senden Beiträge von antidotepp suchen Nehmen Sie antidotepp in Ihre Freundesliste auf
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Moin Christian,

so oder so hast du gewonnen. Erfahrung auf jeden Fall und vielleicht auch eine funktionierende Rute.

@Reinhard: Das ist ein 3mm Bohrerschaft. Ein freistehender 3mm Carbonvollzapfen wäre wohl zu schwach gewesen und hätte sich stärker gebogen als der Blank. Der Rest ist zwar Spekulation, aber ich habe ja schon einige Spitzen repariert und Zapfen eingebaut. Bei einer konisch Einpassung und Verklebung der Blankteile + Roving vermute ich eine geringe Versteifung und höhere Haltbarkeit. Da hätte man gar nicht viel Tapern müssen, 3mm Blankteile oder Carbonzapfen sind nicht so steif und eine Scherwirkung erwarte ich hier nicht. Bei einer Falschbelastung wie den Fisch mit gerade nach oben gehaltener Rute zu keschern, würde ich den Stahlzapfen als Bruchstelle sehen. Wenn man so eine Fehlbelastung vermeidet, ich habe die Spitze auf bestimmt 140°-150° gebogen, hätte es wohl erstmal gehalten.

Gruß
Carsten
12.11.2025 22:16 Jeronimo66 ist offline E-Mail an Jeronimo66 senden Beiträge von Jeronimo66 suchen Nehmen Sie Jeronimo66 in Ihre Freundesliste auf
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Hi,

ich hatte mal vor etlichen Jahren so einen Solitip eingeklebt. Hat nicht lange gedauert bis die Verbindung gesplittert ist, später habe ich eine Hülse außen gesetzt. Bin äußerst skeptisch daher, dass die Reparatur so hält. Würde ich im Zweifel einem Profi wie Matschewsky überlassen, gibt Videos dazu - er schleift die Teile konisch an, Zapfen Vollmaterial, dann aber zusätzlich außen Roving oder Geflecht.

Viele Grüße,
Torsten
12.11.2025 22:58 TorstenHtr ist offline E-Mail an TorstenHtr senden Beiträge von TorstenHtr suchen Nehmen Sie TorstenHtr in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von TorstenHtr
Hi,

ich hatte mal vor etlichen Jahren so einen Solitip eingeklebt. Hat nicht lange gedauert bis die Verbindung gesplittert ist, später habe ich eine Hülse außen gesetzt. Bin äußerst skeptisch daher, dass die Reparatur so hält. Würde ich im Zweifel einem Profi wie Matschewsky überlassen, gibt Videos dazu - er schleift die Teile konisch an, Zapfen Vollmaterial, dann aber zusätzlich außen Roving oder Geflecht.

Viele Grüße,
Torsten


Moin,

NÖ, er geht da unterschiedlich vor!

Theo M. arbeitet auch mit Blankstückchen und kombiniert (tapert) diese auch mit Vollglas oder Carbonzapfen. Je nachdem welche Kombi die gewünschte Steifigkeit für eine stimmige Aktion bietet. Und das sowohl bei Fliegen- als auch Spinnruten. Er schleift tatsächlich immer einen Konus auf die Blankenden. Entweder innen /außen um nicht Stoß an Stoß zu arbeiten oder nur außen um den Übergang nicht so abrupt werden zu lassen wenn er einen Teil des Blanks herausschneiden musste und diesen wieder verlängert. Er legt immer Roving darüber, inzwischen sehr oft Rovingschlauch, den er auch zur Versteifung nutzt. Früher habe ich nur Roving in seinen Videos gesehen, da gab es den Schlauch wohl noch nicht. Versteift hat er damals durch eine Kreuzwicklung des Rowings. (Edit: Ich habe das anfänglich auch mal versucht. Fand die erreichte Versteifung aber eher gering und so ein Roving Geflechtschlauch ist ja nicht viel was anderes, oder gibt es auch welche mit Längsfasern?)
Seit wenigen Jahren nutzt er anscheinend vermehrt Volkarbonzapfen und schleift hier, wie auch in Blankstücke eine Spiralnut hinein. Habe nie verstanden warum die Spiralnut haltbarer sein soll, als passgenaue Zapfen in saubere und angeschliffene Blankenden zu kleben. Und die Länge seiner Zapfen leuchtet mir auch nicht mehr ein. Man bekommt so aber leichter genug Kleber an die Klebestelle und kann auch Zwischenräume besser und sicherer füllen. Was Zeit spart und den Materialaufwand/-bedarf deutlich verringert. Theo M. verdient inzwischen ja auch seinen Lebensunterhalt mit Rutenreparatur und Rutenbau. Da muss sicher auch auf seiner Seite Preis und Leistung stimmen. Das ist beim Hobby anders.

Beim Profi halten die Solitips übrigens seit Jahrzehnten. Meine halten bisher auch, sind aber noch kein Jahrzehnt alt. Davon, dass Theo die Bruchlast der Zapfen und Blanks berechnet hat er nie was gesagt. Ich denke er macht das nach Gefühl und aus Erfahrung.

Wenn ich gerade darüber nachdenke, kann man den Zapfen durch die Spiralfräsung auch tapern und die Volle Tragkraft des Zapfens nur im Bereich der Bruchstelle lassen. Kann mich aber nicht erinnern, dass er das mal (als Vorteil) erwähnt hat.
(Ich mag es, wenn hier unterschiedliche Sichtweisen und Meinungen dargelegt werden. Dann denkt man noch mal weiter nach und bekommt neue Erkenntnisse.)

Gruß
Carsten
13.11.2025 14:19 Jeronimo66 ist offline E-Mail an Jeronimo66 senden Beiträge von Jeronimo66 suchen Nehmen Sie Jeronimo66 in Ihre Freundesliste auf
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Hej,

ich hoffe, dass ist jetzt nicht zu Offtopic. Woher bezieht ihr Eure Rovingschläuche?

Grüße Christian
13.11.2025 19:38 antidotepp ist offline E-Mail an antidotepp senden Beiträge von antidotepp suchen Nehmen Sie antidotepp in Ihre Freundesliste auf
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Moin,

ich habe mir bisher nie etwas angeschafft, da ich bisher bei Reparaturen keinen besondere Mehrwert darin gesehen habe. Bin auch nicht sicher, welcher Durchmesser gegebenenfalls richtig ist. Für eine Versteifung sollte man den Schlauch möglichst ziehen.
In den Rutenbaushops habe ich es bisher nur mit größeren Durchmessern gesehen.

Hier gibt es ihn auch in 10m zu einem guten Preis . Ist der Durchmesser bei 45°

Und hier ist die Variation der Durchmesser angegeben, die man mit dem Schlauch erreichen kann. Und der Preis für 1m ist günstiger.

Vielleicht meldet sich ja mal jemand der das Zeug bereits verwendet. Würde mich auch interessieren was man erhält wenn man z.B. 4mm Durchmesser kauft. Es scheint ja in etwa die Mitte der Durchmesserrange zu sein.
Also welchen Durchmesser kauft man, wenn man die maximale Festigkeit in Längsrichtung bei z.B. 5mm AD erreichen will.

Gruß
Carsten
14.11.2025 07:19 Jeronimo66 ist offline E-Mail an Jeronimo66 senden Beiträge von Jeronimo66 suchen Nehmen Sie Jeronimo66 in Ihre Freundesliste auf
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Hej, Carsten.

Danke schon mal für die Tipps!
Das mit den Durchmessern habe ich mich tatsächlich auch schon gefragt. Theoretisch bräuchte man dann nur ein zwei verschiedene Maße und könnte sie dann strecken.


Grüße
Christian
14.11.2025 10:57 antidotepp ist offline E-Mail an antidotepp senden Beiträge von antidotepp suchen Nehmen Sie antidotepp in Ihre Freundesliste auf
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Moin,

spannend! Ich habe den Hinweis von Torsten als Anlass genommen und mal wieder bei Theo M. reingeschaut. Habe die letzten Monate nicht verfolgt, aber sonst so ziemlich alles gesehen was er veröffentlicht hat.
Die Reparatur mit Glasfaserzapfen an so einer Stelle habe ich noch noch nicht bei ihm gesehen. Kürzer (länger geht hier auch nicht) und getapert ist der Zapfen auch. So einen angespitzten Zapfen habe ich bei ihm auch noch nicht gesehen. Die "Anspitzung" soll laut ihm einen möglichen Bruch am Übergang verhindern, der durch den harten Übergang entstehen kann. Also eine äußere Taperung im Gegensatz zu einer inneren Taperung mit Blankstücken, auch wenn er die Bedeutung für die Rutenaktion nicht erwähnt. (Bedeutet jetzt aber sehr viel zusätzliches Harz (Gewicht) im Blank. Und ist der flexibler als Glasfaser?) Da die Glasfaser nicht die Biegesteifigkeit der Kohlefaser hat will er sich diese über den Gewebeschlauch holen dessen Fasern schräg zur Blankrichtung laufen. Das Roving wird quer zur Blankrichtung aufgebracht und dient wohl nur für die Auffütterung und eine glatte Oberfläche nach dem Schliff.

Ob das Wiederstandmoment seiner Reparaturstelle ein ähnlich hohes Widerstandmoment wie der usprüngliche Blank hat und die Aktion und Rückstellung so wenig wie möglich beeinflusst wird?

Ihm scheint es zu reichen und er hat sehr viel mehr Erfahrung.

Ich bin aus meinen Erfahrungen etwas skeptisch, was die effektive Versteifung durch das kurze Stück Geflechtschlauch angeht, aber dazu mache ich vielleicht mal ein Thema auf wenn ich es ausprobiert habe. Meine versuche mit Roving zu versteifen fand ich wenig effektiv.

Gruß
Carsten
15.11.2025 10:02 Jeronimo66 ist offline E-Mail an Jeronimo66 senden Beiträge von Jeronimo66 suchen Nehmen Sie Jeronimo66 in Ihre Freundesliste auf
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> NÖ, er geht da unterschiedlich vor!

Das war ein Beispiel, ich habe nicht geschrieben das er ausschließlich so vorgeht!

Jedenfalls scheint mir eine entsprechende Reparatur - wenn es wirklich halten soll - aufwendig zu sein (dafür fehlt mir persönlich die Erfahrung). Ohne weitere Verstärkung sehr wahrscheinlich dass es auf Dauer weiter einreisst / bricht.

Die spiralförmige Fräsung finde ich schon sehr clever, dadurch dürfte der Kleber nicht wegfließen und er hat einen besseren Übergang der Biegesteifigkeit geschaffen.
15.11.2025 10:12 TorstenHtr ist offline E-Mail an TorstenHtr senden Beiträge von TorstenHtr suchen Nehmen Sie TorstenHtr in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von TorstenHtr
... er schleift die Teile konisch an, Zapfen Vollmaterial, dann aber zusätzlich außen Roving oder Geflecht....
Viele Grüße,
Torsten


Sorry, klang für mich kategorisch. Ich wollte deshalb darauf hinweisen, dass der Profi da sehr unterschiedlich arbeitet. Aber hast du ja jetzt richtig gestellt.


Fand die Spiralfräsung im ersten Moment auch clever. In meiner Lehre hat aber mein Meister mal gesagt: "Eine gute Verklebung braucht nur ganz wenig Kleber!" Gemeint hat er dass die Teile möglichst saugend passen sollten oder sogar mit Druck zusammengefügt werden. Wenn viel Kleber rausquillt ist das Verschwendung. Hohlräume mit Kleber füllen taugt auch nicht viel für die Festigkeit.
Ich finde spätestens den angespitzten Zapfen mit seiner Spiralnut, aus dem von mir verlinkten Video (ab Minute 2:40), deshalb echt übertrieben. Da steckt doch bestimmt 1g Kleber drin, der eher als Füllstoff denn als Klebstoff dient. Und echte Klebefäche ist auch kaum noch da. Also wenig dünne und hoch belastbare Klebeschicht und mehr mechanisch schlecht belastbare dicke Klebstoffschicht. Denke da ist der Profi auf dem Holzweg. Vollzapfen zu tapern finde ich aber trotzdem eine gute Idee. Die Spiralnut geht da einfach und schnell, hat aber auch seine Nachteile.
Wenn ich eine Drehbank hätte, dann würde ich mal versuchen Vollzapfen innen in 2-3 Stufen aufzubohren und so von beiden Seiten zu tapern. In der Mitte natürlich das Vollmaterial stehen lassen. Und einen kleinen Duplonproppen in beide Enden. (Mache ich mit Blankenden auch so, wenn ich einen FB aufklebe.) Dann hätte der Zapfen außen noch die volle hoch belastbare Klebefläche und wäre zu den Enden hin biegsamer. Und ich komme mit wenig Epoxidleber aus. Kostet aber mehr Zeit, wäre aber immer noch schneller als mit Blankstückchen tapern, wenn man denn die Drehbank hat.

Oder habe ich da einen Gedankenfehler?

Gruß
Carsten
15.11.2025 16:00 Jeronimo66 ist offline E-Mail an Jeronimo66 senden Beiträge von Jeronimo66 suchen Nehmen Sie Jeronimo66 in Ihre Freundesliste auf
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Ich halte "unsere" Ideen die hier so entwickelt werden für ziemlich gelungen! Auch Profis sollten nicht alles glauben was sie denken! Daumenhoch3
Und Probleme müssen auch erstmal erkannt werden...

Vollkarbonzapfen hohl bohren und damit tapern ist erstmal grundsätzlich wegen der "neutralen Faser" eine funktionierende Idee. Fragt sich wie hohl und beschreitet damit eigentlich den Weg der "Werke" mit ihren Zapfen.

Wenn ich nicht die Möglichkeit habe an abgedrehte Stahlzapfen ran zu kommen, würde ich auch einfach Vollkarbonzapfen rein tackern, schöne Passung frickeln, wenn ich den Blank auf "Stoss" reparieren kann vielleicht auch den Zapfen hohl bohren und außen drüber ein Roving. Ich halte das für einen gelungen und haltbaren Kompromiss und Reparatur.

Und wenn der Zapfen frei liegt, ich immer noch nicht an Stahlzapfen ran komme, einfach achtsam mit dem reparierten Blank umgehen. Wichtig ist doch vor allen, dazu dient doch diese Diskussion, das wir verstehen was da technisch vor sich geht! Dann kann ich mit dem reparierten Blank ganz anders umgehen. Anders ist die Sache mit "Profis" die damit Geld verdienen wollen....

LG,
Frank

Nachtrag: Die vermutlich zweitbeste Reparatur nach dem Stahlzapfen, vor dem Vollkarbonzapfen, ist sicher eine Hülse, aber auch die häßlichste Variante und die auf Passung zu bekommen gar nicht so einfach.

Nachtrag des Nachtrages: Das eigentliche Problem sind frei liegende Zapfen. Nur um das noch einmal zu betonen....

__________________
Die Hölle von der Leine - SOR Competition Spey Casting

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von fly fish one: 15.11.2025 18:06.

15.11.2025 17:40 fly fish one ist offline E-Mail an fly fish one senden Beiträge von fly fish one suchen Nehmen Sie fly fish one in Ihre Freundesliste auf
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Soso Stahlzapfen sind jetzt das Optimum Lacher

Wozu gibt es spaltfüllende Klebstoffe?

Epoxy hat ~1g/cm³ - kann ich nicht einschätzen, ob das jetzt so viel oder nachteilig wäre. (BTW GFK ~2g/cm³ / Stahl 7,9 g/cm³)

Hätte, wollte, könnte ..
Ich habe eine Drehbank, aber innen ausdrehen ist immer komplizierter, ich frage mich auch ob splitterfrei zu bohren so einfach wäre (und ob es überhaupt irgendeinen Vorteil hat). Theo hat auch Beispiele von missglückten Reparaturen auf Youtube (z.B. einfacher Zapfen ohne Verstärkung wieder gebrochen).
15.11.2025 21:50 TorstenHtr ist offline E-Mail an TorstenHtr senden Beiträge von TorstenHtr suchen Nehmen Sie TorstenHtr in Ihre Freundesliste auf
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Moin,

na ja ...

Gruß
Carsten
15.11.2025 22:15 Jeronimo66 ist offline E-Mail an Jeronimo66 senden Beiträge von Jeronimo66 suchen Nehmen Sie Jeronimo66 in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Jeronimo66
Moin,

So einen angespitzten Zapfen habe ich bei ihm auch noch nicht gesehen. Die "Anspitzung" soll laut ihm einen möglichen Bruch am Übergang verhindern, der durch den harten Übergang entstehen kann.

Gruß
Carsten



Was ist das für eine Überlegung??
Eine solche Kante hat man doch bei jeder Verbindung, egal ob verzapft oder O/U.
Und dort war es noch nie ein Problem, wenn das Männchen einen harten Übergang bildet.

Früher waren viel Ruten am unteren Ende des Weibchens verstärkt, aber meist ging diese Verstärkung nicht bis an die Oberkante des Männchens. Es ging mehr ums Einreißen des offenen Endes.
Diese Überlegung von Theo halte ich für überflüssig.
Natürlich kann es bei extremster Belastung an dieser Stelle zu einem Bruch kommen.
Aber wieviele Ruten sind direkt an dieser Kante gebrochen?

Meistens kracht es dann doch an einer anderen Stelle wg. Designfehler des blanks oder direkt oberhalb der Rutenhand, denn die bildet ja auch einen wunderbaren Scherpunkt.

Reinhard
16.11.2025 06:47 Reinhard 02 ist offline E-Mail an Reinhard 02 senden Beiträge von Reinhard 02 suchen Nehmen Sie Reinhard 02 in Ihre Freundesliste auf
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Moin,

sehe ich auch so Reinhard, solange die Biegesteifigkeit des Zapfens nicht erheblich stärker ist als der Blank sollte das kein Problem sein. Sonst hätte man davon auch schon gehört. Schon gar nicht bei Glasfaser, was auch als Vollzapfen biegsamer ist als die sonst verwendeten Zapfen aus dem gleichen Blankmaterial.


Und weil es raus muss:

Lieber Torsten,
Zitat:
Original von TorstenHtr

Hätte, wollte, könnte ..
Ich finde diese Worte unangemessen. Für sich stehend nutzt man sie dafür auszudrücken, dass jemand unrealistische Vorstellungen/Ideen hat oder seine Vorstellungen nicht umsetzt.
Das finde ich sehr unpassend, da ich in diesem Forum schon oft bewiesen habe (auch in diesem Faden), dass ich so oder so nicht in diese Kategorie gehöre! Der Konjunktiv II (Musste ich nachschlagen, Grammatik ist nicht so meins!) wird von mir oft genutzt, um Möglichkeiten oder Vorstellungen auszudrücken.
Ich würde diese Worte nie in einem Zusammenhang mit dem spaltfüllenden Klebstoff Epoxidharz und dem angespitzten Glasfaserzapfen verwenden. Da bin ich sicher, dass er die Spalte nicht zuverlässig klebt, da sie weit größer sind als die wenigen Zehntel mm die solche Kleber noch gut überbrücken können. Und ich glaube ich schon, dass man Carbonzapfen splitterfrei aufbohren kann und dass in einer Drehbank auch perfekt zentrisch, bin da aber nicht völlig sicher.

Aber danke für deinen Hinweis zu dem spezifischen Gewicht von Fiberglas und Epoxidharz. Stahl hatte ich im Kopf, habe dann aber gleich mal Carbon nachgeschlagen (gegoogelt). Mir war tatsächlich nicht bewusst, dass Carbon schwerer als Epoxidharz ist und nur wenig leichter als Glasfaser. Es geht also nur um die unnötige, nicht klebende Menge an Epoxidharz die man einbringt!

Gruß
Carsten
16.11.2025 08:33 Jeronimo66 ist offline E-Mail an Jeronimo66 senden Beiträge von Jeronimo66 suchen Nehmen Sie Jeronimo66 in Ihre Freundesliste auf
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Moin,

sorry, wenn ich die Diskussion hier etwas unterbreche. Habe mal bei AliExpress geschaut und tatsächlich auch Geflechtschlauch gefunden. Daneben noch jede Menge Angebote an Carbonmatten von der Rolle.
Wäre das evtl. auf eine Alternative zum Roving?


Grüße Christian
16.11.2025 09:39 antidotepp ist offline E-Mail an antidotepp senden Beiträge von antidotepp suchen Nehmen Sie antidotepp in Ihre Freundesliste auf
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Hi Carsten,

schon interessant warum jetzt meine Wortwahl unangemessen sein soll. Ich meine du hast sein Verfahren gleich madig gemacht ("Holzweg" etc.), ohne selbst es ausprobiert zu haben. Ich persönlich denke Theo hat da definitiv ein USP, ich habe solche Reparaturen bisher nirgens in der Qualität gesehen. Du kannst gerne für dein Verfahren eine Anleitung veröffentlichen, vielleicht ist es tatsächlich besser. Ich persönlich sehe das schon fast außerhalb des Hobbybereichs, d.h. ich würde das machen lassen - für eine vergleichbare Qualität müsste ich etliche Arbeitsstunden mit Experimenten und Üben verbringen. Im Zweifel würde ich die Technik kopieren, da wüsste ich zumindestens das es erprobt ist.

Zu dem Bohren, ich könnte das testen, CFK spanend zu bearbeiten ist so weit ich weiß schwierig, das Zeug splittert und ist abrasiv (deswegen verarbeitet Theo wahrscheinlich schleifend). Sauber zentrisch zu bohren geht auch nur auf der Drehbank, die dürften nur wenige privat besitzen. Die Sache ist auch, dass das Flächenträgheitsmoment ~ hoch 4 ist, die Wandstärke wahrscheinlich für den gleichen Effekt dünn sein müsste.

Reinhard, ich würde denken es gibt einen Unterschied zwischen Zapfen, die der Blankdesigner bewusst konstruiert hat und Rutenbrüchen die irgenwo auftreten könnten. Ich habe z.B. eine verzapfte 4teilige Daiwa, dort ist der Zapfenbereich optisch und fühlbar verstärkt.

Viele Grüße,
Torsten
16.11.2025 11:15 TorstenHtr ist offline E-Mail an TorstenHtr senden Beiträge von TorstenHtr suchen Nehmen Sie TorstenHtr in Ihre Freundesliste auf
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Wie ich erfuhr, gab es zu frühen Zeiten auch Firmen die Rutenteilungen mittels Stahlzapfen (Federstahl) herstellten. Jetzt nagelt mich nicht auf Quellen fest, aber die Grundlagen der technischen Mechanik zu den Vorgängen bei Biegung sind ja uralt und Firmen haben sich damit mit Sicherheit auseinander gesetzt und nach Lösungen gesucht. Bis Fenwick (Zitat meines Coaches) in den 60er Jahren die Überschübe erfand.

Es mag irgend wie erschreckend klingen, dass in einer Glas oder CFK Rute Stahl verbaut wird, aber es hat nun mal überragende Festigkeiten und wenn gerade in den Spitzenteilen kurze, hauchdünne Stahlzapfen sitzen, was soll sich da in der Praxis wirklich an der Rute im Wurf verschlechtern. Dieser Kokolores mit 33fach angeschliffenen, spiralisierten, zugekleisterten Carbon Zapfen! Jetzt mal ehrlich! Applaus Die echten Metaller und Meister dieses Faches unter uns, die würden sicher nicht lange fackeln!

LG,
Frank

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Die Hölle von der Leine - SOR Competition Spey Casting
16.11.2025 11:18 fly fish one ist offline E-Mail an fly fish one senden Beiträge von fly fish one suchen Nehmen Sie fly fish one in Ihre Freundesliste auf
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Da mein Text an einigen Stellen falsch zu verstehen war, habe ich in rot etwas editiert, damit klar wird, dass ich nicht die Rutenbauer aus diesem Forum kritisiere. Ganz im Gegenteil, ich finde das Wissen hier phänomenal!

Moin,

@Christian: Der Rovingschlauch ist in den kleinen Durchmessern bei Ali auch nicht wirklich günstiger als hier. Da würde ich lieber hier kaufen! Ich habe allerdings gerade einen Meter dort gekauft, aber nur weil ich sowieso diese schraubbaren Bissanzeiger haben wollte, die hier das Vielfache kosten. Da musste ich eh noch etwas dazunehmen um freien Versand zu erhalten. Muss das Zeug unbedingt mal ausprobieren und sehen ob es Steifigkeit reinbringt. Spätestens wenn du verschiedene Durchmesser haben willst, ist es günstiger hier zu kaufen.
Roving brauchst du zum stützen sowieso, außer du arbeitest wie Reinhard lieber mit Fireline oder anderen kaum dehnbaren Fäden. Wenn du etwas brauchst schick mir eine PN mit Adresse. Ich habe kilometerweise. Anwendungen für Carbonmatten fallen mir im Rutenbau nicht ein, was aber nichts heißen muss.

@Torsten: Es ging mir um die Wortwahl „Hätte, könnte, sollte…!“ Das habe ich doch geschrieben! Ist es so schwer da mal: „Sorry, war unpassend!“ zu sagen?

Wusste jetzt auch nicht, dass du der Anwalt von Theo M. bist. Und den angespitzten Fiberglaszapfen in viel Epoxidharz willst du ernsthaft verteidigen? Theo M. hat viele tolle Techniken veröffentlicht, vieles ist aber sicherlich auch schon lange vor seiner Zeit dagewesen. Und ganz sicher kann man einiges anders sehen, was er postuliert.

Wenn du empfiehlst dem Profi zu folgen oder lieber seine Arbeitsweise zu kopieren, dann zeigt das, dass du keine Ahnung hast welche Expertise hier im Forum steckt. Das ist ja wie in einem Tunigforum zu sagen: "Geh lieber in die Werkstatt bevor du den Ratschlägen hier folgst!" Da beschleicht mich das Gefühl, dass du das Wissen und Können hier anscheinend nicht ernst nimmst, ohne selbst Ahnung davon zu haben. Die Hobbyrutenbauer hier sind z.T. echt erstklassig und zusammen steckt hier mehr Wissen als bei irgendeiner Einzelperson.

Beispiel gefällig, nur von einigen die sich in diesem Faden beteiligten?

Schon im ersten Beitrag wurde das Probebiegen empfohlen. Und sicherlich nicht bei 3,75° und 15°, sondern um die Steifigkeit unter echter Last zu testen. Habe ich bei diesem Profi nie gesehen.

DHO hat eine Hülse empfohlen. So arbeitet der von dir genannte Profi bei Brüchen in der Spitze anscheinend nicht. Es ist aber ein bewährte und mit Sicherheit haltbare Lösung mit einer sehr kurzen Versteifung. DHO schiebt seine Vollcarbonspitzen auch an der Stelle ein, wo Blank und Spitze die gleiche Biegesteifigkeit haben. Das berechnet er vorher. Ebenfalls eine sehr gute Lösung.
So arbeitet der von dir benannteProfi nicht. Dieserist auch eigentlich immer für eine feinere Spitze die die Rute dann seiner Ansicht nach „in der Klasse verändert und verfeinert“. Da darf man hoffentlich anderer Meinung sein.

Reinhard hat auch sinnvolle Tipps gegeben. Und wenn du mal eines seiner Tunings in Natura gesehen hättest, inkl. Vierteilung mit Hülse und Zapfen an einem Überschub, dann würdest du feuchte Augen bekommen. Absolut erstklassiges Tuning, was im zusammengesteckten Zustand optisch nicht erkennbar ist. Von dem benannten Profi hätte die Rute vermutlich einen feineren Solitip und von oben in das zweite Teil eine Verstärkung eingeschoben bekommen. Eingeschäumt, damit es nicht klappern kann, der konus ist ja gegenläufig. Ich würde eine meiner besten selbstgebauten Rute darauf wetten, dass Reinhards Modifikation die bessere ist!

Und der Artikel den Frank verlinkt hat, der physikalisch nachweist, das Zapfen aus Carbon manchmal keine ausreichende Festigkeit haben, wenn ein Zapfen in einer Steckverbindung auch halten soll? Das ist doch hochwertiger Input für Rutenbauer. Du hast ja auch lesen können, dass diese Art von Zapfen auch schon von bekannten Herstellern verwendet wurden. Von der Steifigkeit sind sie sicher besser als Glasfiber oder Carbon und deinProfi hat von solchen Berechnungen auch noch nichts hören lassen.

Ich habe übrigens, auch wenn es schon zu spät dafür war, empfohlen die Quetschung einfach von innen durch ein Blankstück zu stützen und außen mit Roving. Das funktioniert tatsächlich, macht Reinhard auch so. Der Profi schneidet raus, zumindest kann ich mich nicht an diese Art der Reparatur erinnern, auch wenn ich wohl alle seine Videos gesehen habe. Früher hat er neben dem Zapfen noch ein Blankstück dazwischengestückelt um die alte Länge zu erhalten. Macht er heute wohl nicht mehr, ist auch ziemlich zeitaufwändig und erfordert viel Material aus dem man passendes auswählen kann. Ich habe sehr viel, aber da könnte es bei vielen Blanks nicht passen.

Gruß
Carsten

Edit: Und mal zwei original Solitips (Bild 2+4) und zwei Vollcarbonspitzen (Bild 1+3) von mir.

Jeronimo66 hat diese Bilder (verkleinerte Versionen) angehängt:
20251116_141920_compress65.jpg 20251116_141938_compress2.jpg 20251116_142112_compress29.jpg 20251116_142035_compress40.jpg

16.11.2025 17:08 Jeronimo66 ist offline E-Mail an Jeronimo66 senden Beiträge von Jeronimo66 suchen Nehmen Sie Jeronimo66 in Ihre Freundesliste auf
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