Vergleich von Originalspitze mit Vollcarbonspitze (Solitip) - Was verändert sich? |
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Original von Jeronimo66
Ich habe mir noch mal meine Aufzeichnungen zur Dan Craft FT #3 angesehen. Die hat ja auch eine ziemlich krasse Spitzenaktion mit einem 3,75° Messwert von 15,6g was zur #5 gehört und eine ERN von 8,5. Für mich ist die aber keine #8, sondern ich finde sie als #5/6 am besten. Durch das Rückgrat wird sie aber auch bei #8 Schnüren wohl nicht in die Knie gehen. Die Rute kommt mit relativ vielen Schnurgewichten zurecht.
Gruß
Carsten |
Ich habe bzw. hatte auch so eine 9ft wt4 FTXL im Koecher. Die hatte ich noch von Scherf und schon vor laengerer Zeit mal aufgebaut, mit einem ganz eigenen Griff. Das ist auch so ein Donnerbolzen, ganz schlank aber ich habe da keine Schnur gefunden, die mir da richtig drauf gefallen hat und wohl deshalb fand ich die Rute nie als angenehm zu werfen. Und ich habe da auch sechser drauf probiert mit langem Profil und das hat alles nicht richtig geladen, also gefuehlt usw. Aber ich glaube schon, dass die mit der richtigen Schnur, die ich nicht gefunden habe, an der Kueste sicher eine Granate ist. Messwerte habe ich keine, die liegt mit einer Menge Material und anderen Ruten irgendwo in Deutschland eingelagert (hoffentlich noch
).
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09.01.2026 04:37 |
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Jeronimo66
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Moin,
die rote Rute ist fertig und der Bootslack härtet noch aus.
Ich habe inzwischen eine Elnettispitze abgesägt. Sie Ist aus der Reihe meiner Drillinge und war zwei Zentimeter kürzer in der Spitze. Die habe ich noch weiter abgesägt und eine Carbonhülse am Ende aufgeklebt. In diese kann ich jede beliebige Spitze mit einem AD einstecken, der < oder = dem ID der Hülse ist. (Die Idee Vollspitzen so auszuprobieren kommt von Reinhard, er steckt die Hülse aber nur auf.) Ich wollte mehr Halt, damit man die Spitzen auch mit angetapeten Ringen werfen könnte. So kann ich auch Spitzen ausprobieren, die ich ohne einen Test nie an eine Rute kleben würde, da mir die Biegung wohl zu krass oder zu unharmonisch vorkommen würde. Die Versteifung mit der Hülse ist zwar heftig und mit 5cm nicht so lang, spielt meiner Ansicht nach nur eine untergeordnete Rolle. Leider habe ich die Originalspitze in mehreren Schritten abgesägt, sie fällt als Referenz also aus. (Manchmal handele ich zu schnell.) Dafür habe ich aber die anderen Spitzen der Drillinge. Mit 110 und 300g, direkt vor der Hülse, belastet, biegen sich die Teile gleich. Es passt also mit dem Vergleich.
Ein paar Spitzen habe ich ausgetestet. Bei der Originalspitze kam ich im Direkten Vergleich auf 13,9g, was 0,1g mehr ist als in meiner Tabelle steht. Das ist eine völlig normale Abweichung.
Die anderen hatte ich direkt davor hintereinander gemessen, da war die Ausrichtung des Handteils gleich. Ich habe aber festgestellt, dass eine geringe Drehung des Handteils eine Veränderung im Bereich von 0,1-0,2g brachte (Bohrung in Griff nicht exakt zentrisch?). Auch ansonsten sind die Werte sicher nicht auf ein Zehntel Gramm genau. Es zeigt sich aber sehr deutlich, dass sich die ERN gering unterscheidet, während die 3,75° doch deutliche Unterschiede in der Klasse zeigt. Ich habe deshalb unter den 3,75° Wert noch die ungefähre Einordnung in die Schnurklasse geschrieben.
Den 15° Wert habe ich mir gespart, was ich im nachhinein falsch finde. Diese Messungen fasse ich aber wohl nicht wieder an. Habe erstmal die Nase voll davon.
Einige Ergebnisse überraschen mich allerdings bei genauem Ansehen. Da sollte ich wohl noch mal überprüfen. Vielleicht habe ich da etwas verwechselt.
Gruß
Carsten
Edit: Ließ mir keine Ruhe und ich habe fast alles noch mal überprüft. Und noch ausgerechnet wie viel Prozent es jeweils von der Originalspitze ausmacht. Die Tabelle ist also neu.
Jeronimo66 hat diese Bilder (verkleinerte Versionen) angehängt:
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09.01.2026 10:44 |
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Jeronimo66
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09.01.2026 18:03 |
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Reinhard 02
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Danke Carsten für die vielen Werte. Über manche muss ich ein wenig länger nachdenken, aber die Gegenüberstellung der 3,75° und der ERN - Werte finde ich sehr gut.
Reinhard
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09.01.2026 19:08 |
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hjb66
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Top Carsten,vieleicht ein bisschen viel Input für mich
aber die Schnurklassenveränderungen liegen schon im Bereich den ich mir gedacht habe,hast Dir echt viel Arbeit gemacht vielen Dank
Gruß Herwig
__________________ 08/15 zählt nicht
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09.01.2026 20:00 |
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Jeronimo66
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Moin,
Mehrarbeit war eigentlich nur das Einstellen hier. Den Solidtips wollte ich ja sowieso auf den Grund gehen.
@Herwig: Ist mir auch schon zu viel Input, wenn man die Messungen selber vornimmt wird es aber etwas verständlicher.
@Reinhart: Ich denke auch noch!
Nicht alle Werte erscheinen mir logisch, aber z.B. die 1-2,6mm ist von einem anderen Verkäufer und eine von 50cm mit Tape auf 40cm reduzierte Spitze.
Auch sind alle Sitzen mit Tape auf 3mm aufgedoppelt. Bei mehr Last, mag das auch mehr nachgeben. Der Übergang ist sicher nicht immer exakt gleich gut gelungen beim aufstecken.
Auch wirken bei den feinsten Spitzen mit zunehmender Belastung auch immer mehr Zug- als Biegekräfte, was dann zu recht ähnlichen Auslenkungsgewichten führt. Die Frage, die sich mir stellt ist, wie sich dass beim werfen anfühlt, wenn die Spitze irgendwann in Richtung Schnur zeigt und eigentlich keine Kraft mehr haben sollte beim Stopp noch Energie auf die Schnur zu übertragen.
Insgesamt scheinen mir aber so um die 40cm recht geeignet um die Rute im 3,75° Wert um "eine KLasse" zu reduzieren. Da mir 0,8mm als Spitzendurchmesser etwas zu gering erscheinen, würde ich wohl um die Klasse 5 nicht unter 1mm gehen.
Insgesamt sind die 40cm Spitzen geeignet um Spitzenbrüche zu reparieren oder ein Tuning vorzunehmen. Man braucht aber eine große Auswahl. 50-60cm Spitzen wären aber insgesamt deutlich geeigneter, weil eine Spitze dann für mehr als eine Rute als Reparatur- oder Tuningmaterial geeignet sein könnte.
Gruß
Carsten
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10.01.2026 08:18 |
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Hi,
die eine Spitze, die ohne weitere Fahne und Beschriftung, nur mit dem gelben Band, die sieht mir fast wie eine abgedrehte Spitze aus, bzw ich glaube da sowas wie Struktur ganz unten zu sehen. Hat die ganz oben an der Spitze noch irgendwas ? Laesst sie sich leicht verdrehen?
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10.01.2026 10:43 |
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Jeronimo66
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Moin,
#@Rene': Du hast gute Augen. Es handelt sich um die abgesägte Spitze von dem IM8 Blank.
Die Ruten sind beide fertig. Wetter und die Zeit verhindern aber den ersten Test.
Den Bootslack lege ich erstmal beiseite. Da habe ich bessere Ergebnisse mit verdünntem 2K Lack erzielt. Zudem ist er so ein Semifarbfixierer. Dachte das wäre bei dem Rot eine gute Idee, sieht aber schrecklich aus mit den Schatten. Selbst mattiert noch, was aber etwas kaschiert. Die erste Lage muss also bei dem Hellmanns Spar Urethan Waterbased immer ein 2K Lack oder ein anderer Farbfixierer sein.
Der Übergang zum Solidtip wird fast unsichtbar, wenn man ihn so platzieren kann, dass ein Ring darauf sitzt. Das Spitzenteil mit der Solidtip ist mit 4,7g kaum schwerer als das Originalteil mit 4,6g. Ganz in der Spitze halte ich es sogar für leichter.
Die zweite Spitze ist auch fast fertig, braucht nur noch ein oder zwei Lackschichten. Hier habe ich den „Fehler“ gemacht und nicht den ganzen Bereich mit Roving abgedeckt, den ich vom Lack freigekratzt habe. Die kleine Kuhle kann man sehen, was nicht nötig wäre. Der Farbunterschied von Roving, Blank und Spitze ist in Natura nicht so deutlich. Da diese Spitze eingeschoben ist, ist der Absatz auch deutlicher. Insgesamt aber trotzdem gelungen, auch wenn es diesmal kein Ring kaschiert. Die Aktion ist heftig, ich glaube aber es lässt sich werfen.
Jeronimo66 hat diese Bilder (verkleinerte Versionen) angehängt:
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12.01.2026 17:46 |
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Hi,
ja dann ist es ja klar, wenn das die Hohlspitze ist und keine solide. Das mit den Rovinguebergaengen hast Du echt drauf, finde ich.
Mein Gott die Fotos sind so scharf, nicht das ploetzlich Fingerabdruecke von Dir auftauchen, wo Du gar nicht warst.
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13.01.2026 11:43 |
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Jeronimo66
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Moin,
über was man heutzutage nicht alles nachdenken muss. Ist ja tatsächlich möglich Bilder als Vorlage zu verwenden. Habe sie mal lieber geändert.
Gruß
Carsten
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14.01.2026 07:23 |
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Jeronimo66
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Moin,
habe gestern die erste Spitze im Vergleich mit dem Original geworfen und heute die zweite, noch feinere Spitze. Gewählt habe ich eine Schnur die ich zweimal habe und die etwa 12,5g auf 9m wiegt. Durch eine Handlingzone lässt sie sich sehr gut noch einige Meter verlängern, ohne dass die Balance nachlässt. Beide Male habe ich die Schnur so weit verlängert, bis ich den Eindruck hatte dass mein gefühlter, optimaler Gewichtsbereich (ohne Doppelzug) überschritten wird. Das lag immer um 14g, bei allen drei Spitzen. Auch wenn die Originalspitze jedes mal etwas höher im Gewicht lag, ist der Unterschied (0,2-0,3g) zu gering um etwas daraus zu schließen.
Ich habe beim Werfen deutliche Unterschiede erwartet, wurde aber schon gestern enttäuscht. Entweder bin ich zu stumpf oder die Unterschiede sind geringer als ich dachte. Gestern hätte ich bei gleichfarbigen Ruten manchmal nicht gewusst, welche ich in der Hand hatte.
Die noch feinere Spitze kommt sie mir auf den ersten Metern etwas besser vor, aber wie sagt man so schön...nicht signifikant. Auf Weite fand ich die feinste Spitze vielleicht etwas schlechter, aber ebenfalls nicht signifikant.
Ich als mittelmäßiger Werfer hätte ich mich für die Rute entschieden die ich hübscher finde.
Morgen versuche ich mal leichtere Schnüre, mal sehen ob das etwas ausmacht.
Gruß
Carsten
Anbei die Daten der Ruten mit den verschiedenen Spitzen. Bilder mache ich vielleicht auch noch.
Ach ja, die ERN muss ich noch mal überprüfen. Eine ist glaube ich durch Copy and Paste entstanden, sehe ich gerade.
Jeronimo66 hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
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16.01.2026 17:21 |
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Reinhard 02
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Schöne Gegenüberstellung von ERN und 3,75°.
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16.01.2026 21:50 |
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Jeronimo66
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Moin,
und noch eine, wie ich finde spannende Entdeckung. Die IM8 Spitzen lassen sich gegen die Spitze der TAC Travelspinning tauschen. Eine Rute die nicht nur ich für eine schnelle Rute der Klasse 8 halte, auch wenn sie der ERN nach sogar eine #10 ist.
Die Rute hat mit der originalen IM8 Spitze nach 3,75° eine #7, mit der roten Spitze eine #6 und mit der noch feineren eine #5. Wenn das mit den Klassenveränderungen stimmt, dann hätte ich Spitzen, die die Rute zur "echten" 5er, 6er, 7er und 8er macht. Ich bin gespannt. Anbei noch Bilder von der Aktion bei 15° und der 1/3 Auslenkung. Schon ziemlich krasse Aktionen. Das letzte Bild zeigt die 1/3 Auslenkung der Rute mit ihrer Original-Spitze.
Gruß
Carsten
Update: Die Rute lässt sich mit der ganz feinen Spitze sehr gut werfen. Ich habe eine der Schnüre genommen, mit der ich die Rute an der Küste fische. Eine Loop Opti Stream #8 mit 18g auf 9,2m Keule. Eigentlich etwas leicht für die Rute, aber wirft sich gut. (Ist meine Kombirute, da ist mir die Rute als Spinnrute gerade kräftig genug und als Fliegenrute gerade nicht zu kräftig.)
Die feine Spitze reagiert schon beim Ausbringen der Leine und das Ganze fühlt sich mit kurzer Schur auch leichter an. Bei der ganzen Keule ist sie immer noch ein bisschen leichter im Gefühl. Auf Weite komme ich mit beiden Schnüren gleich gut, aber da bin ich ja nicht gerade meisterlich. Wenn ich mit der Rute Fische in unterschiedlichen Entfernungen anwerfen müsste, würde ich tatsächlich die feine Spitze für geeigneter halten. Insgesamt bin ich überrascht, dass sich die Spitze so gut macht.Das ganze müsste ich aber am Wasser ausprobieren. Es stellt sich nun die Frage, wie sie sich die Spitzen jeweils mit ihrem 3,75° Wert machen. Ich habe Guideline Bullets in 22,9g und 15,6g, die passen perfekt zum 3,75° Wert. Vielleicht komme ich morgen dazu. Und irgendwo in der Mottenkiste habe ich bestimmt auch eine #8 DT.
Und die IM8 will ich ja auch noch mit leichteren und schwereren Schnüren werfen.
Jeronimo66 hat diese Bilder (verkleinerte Versionen) angehängt:
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17.01.2026 13:52 |
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Jeronimo66
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Moin,
ich war heute eine Stunde mit der TAC Travelspinning draußen.
Ich habe neben der 15,6g und der 22,9g Bullet noch eine 8/9er DT mit rausgenommen.
Mit der Originalspitze lässt sich die 15,6g Schnur noch werfen, besser als gedacht, aber richtig gut ist das nicht.
Mit der leichten Spitze ist das Werfen von den ersten Metern an sehr viel besser. Ich komme auch weiter als mit der anderen Spitze. Es war ein Vergnügen mit der Schnur zu werfen, auch wenn man viele Leerwürfe braucht um auf Weite zu kommen.
Die 22,9g Schnur lässt sich mit der feinen Spitze gut werfen, ich würde die Spitze aber nicht der Originalspitze vorziehen. Das Werfen ging zwar auf kurze Entfernung besser. Bei der vollen Keulenlänge fand ich sie gleichwertig, aber beim Verlängern in die RL ging sie bei mir dann aber doch recht schnell in die Knie.
Die DT war wie ich erwartet habe sehr viel schlechter bei beiden Ruten. Ich mag DT's halt nicht. Mit der feinen Spitze konnte ich gerade so 14m in der Luft halten, was 22g bei der Schnur entspricht. Mit der Originalspitze schaffte etwa 1,5m mehr, was dann 25g entspricht.
Mein Urteil: Die feine Spitze macht die Rute definitiv besser mit der leichten Schnur. Nach oben verliert sie für mich aber ein wenig. Für mich gefühlt etwas mehr als ich der ERN entnehmen kann. Von dem Gewicht der DT ausgehend ist die Rute so zwar immer noch in der #8, mit der Originalspitze schafft sie aber etwas mehr. Mit dem Gewicht aller meiner mit #8 ausgezeichneten WF-Schnüre (17,5g-21,5g) wird sie aber gut zurecht kommen. Die Bullet mit ihren 22,8g habe ich laut meiner Liste mal als #10 gekauft.
Zu den IM8 Ruten bin ich nicht mehr gekommen.
Gruß
Carsten
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18.01.2026 19:40 |
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Jeronimo66
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Moin,
inzwischen waren die IM8 Blanks und Spitzen dran. Mit Keulenschnüren fand ich es schwierig die Spitzen zu vergleichen. Die Keule haben sie gleichermaßen gut geworfen. Durch das schon früh recht hohe Gewicht haben sich die Solidtip-Spitzen mit kurzer Leine besser angefühlt.
Mit einer #4/5 DT (8,3g, Markenschnur mit kaum Dehnung) werfen sich alle drei Spitzen gut. Mit kurzer Leine sind die rote und die noch leichtere schwarze Solidtip minimal im Vorteil. Sie werfen auch engere Loops, wenn man sich keine Mühe beim Wurf gibt. Bei so einem Hauch von Fliegenschur (6,8g auf 9,1m) ist das aber fast egal. Man passt seine Bewegung ja an und enge Loops wären auf diese Entfernungen sowieso mehr etwas fürs Auge. Schnur konnte ich mit jeder Spitze etwa gleich viel in der Luft halten.
Dann habe ich an zwei Tagen mit Aventik Troutline DT Schnüren in #4 (7,7g), #5 (8,9g) und #6 (10,6g) ausgiebig geworfen. Die Schnüre haben auf den Werbebildern das Profil der Rio Trout LT DT und die Vermessung passt auch dazu. (Ein Bild habe ich angehängt.)
Es lassen sich alle drei Schnüre gut mit allen drei Spitzen werfen. Hierbei habe ich immer die Spitzen getauscht, da ich die Schnüre nicht doppelt habe. Die #5 und #6 haben mir am besten gefallen und ich konnte damit auch weiter werfen. Keine der Spitzen hat hierbei schlechter abgeschnitten, was die maximale Schnurmasse in der Luft anging oder bei der erzielten Weite. Da waren alle Spitzen gleichwertig. Auf kurze Entfernung erschienen mir die feineren Spitzen etwas vorteilhafter. Ich würde aber nicht sage, dass ich mit einer der Spitzen einen Fisch besser anwerfen könnte. Ich muss dazu allerdings sagen, dass bei Temperaturen um oder unter 0 Grad das Feingefühl doch leidet. Hier würde ich noch kein Urteil wagen. Auch kann ich wenig über die Schlaufen beim Wurf sagen, da es immer sehr hell war und kaum etwas erkennbar war. Insgesamt hatte ich aber den Eindruck, dass die ganz feine Spitze ein klein wenig besser performt hat. Zumindest bei der #5 Schnur. Das hat mich ehrlich etwas überrascht.
Insgesamt muss ich das aber am Wasser und wärmeren Wetter ausprobieren. Auch das Urteil von anderen Werfern wäre schon wichtig. Da hat ja jeder ein anderes Gefühl zu.
Was ich aber ziemlich sicher sagen kann ist, der 3,75° Messwert etwas "behauptet", was ich so nicht bemerken konnte. Der schwarzen Solidtip soll dem Wert nach die Rute um 1,5 Klassen nach unter verändern. Die Belastungsfähigkeit der Rute wird für mich nicht merkbar nach unten gesetzt. Ja, die Spitze reagiert früher auf die Schnur. Es ist aber nicht so, dass die Originalspitzen der IM8 für mich jetzt wirklich schlechter abschneiden.
Gruß
Carsten
Jeronimo66 hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
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22.01.2026 16:09 |
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Reinhard 02
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Danke, sehr informativ deine Wurfergebnisse.
Auch das spezielle Profil dieser DT ist mir bisher entgangen.
Die engeren Schlaufen derr feinen Spitze könnte vom subjektiven Wurfstil abhängen?
Wie ich schon geschrieben habe, werfe ich die engsten Schlaufen mit eher harten, sich wenig biegenden Spitzen.
Reinhard
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22.01.2026 17:41 |
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Tach,
ich verstehe, dass das abschliessende Fazit noch auf hoehere Temperaturen warten muss, aber bis hierhin ist das interessant. Besonders der Vergleich der leichten Spitze aus der 3,75Grad Messung, die eine leichtere Schnurklasse suggeriert, was im Wurf nicht auffaellt. Ist sie denn irgendwie auffallend breitbandiger (nach unten 1,5 Klassen) geworden ? Liesst sich ja nicht so.
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23.01.2026 06:35 |
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Jeronimo66
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Moin,
ich habe heute noch mal zwei Keulenschnüre auf kurze Distanz (ablegen bis ca. 12m) ausprobiert. Vorher lag mein Augenmerk mehr darauf, ob sich eine der Spitzen früher überlastet anfühlt. Beide Schnüre (je etwa 8,5m Keule mit 11,5g und 14,5g) waren mit der ganz feinen und der Originalspitze für mich gleichermaßen gut. Auffallend breitbandiger war die feine Spitze für mich nicht! -2,5° und eisiger leichter Wind sind aber auch nichts für kleine Unterschiede.
Gruß
Carsten
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23.01.2026 15:24 |
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