Ködergröße |
AngelDet
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Original von Tisie
Um's noch ein bißchen anzustacheln, noch 'ne Frage: bringen so extrem große Köder wirklich noch Vorteile in Form von mehr gefangenen großen Hechten oder fängt man damit nur weniger kleine Hechte? Oder warum sollte ein Großhecht einen 15er, 20er oder 23er Gummi nicht attackieren, sondern statt dessen nur das 40cm-Teil?
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Du hast es doch besonders mit dem zweiten Satz treffend beschrieben.
Das viel größere Problem für den Hechtangler mit dem Zielfisch großer Hecht liegt nach meiner Bebachtung eher woanders:
Je größer der Hecht, desto länger sind die Fressphasenrhytmen.
Was ich mir so erkläre, dass die großen Fische erstmal lange an ihrer Beute verdauen, was eine Menge große und kleine Fische im Bauch sein können.
Ich gehe nach meinen bisherigen Beoabchteungen und der "Hechtforschung"
im Sinne Hechtsichtbeobachtung bei Köderinspektion und Testbissen davon aus, dass große Kunstköder mißtrauischer genommen werden; jedenfalls meist.
Wenn Hechte allerdings so richtig in Freßlaune sind, sieht es bei 5 bis 9 nacheinander gefangenen Hechten für mich so aus, dass die dann gar nicht wählerisch sind.
So, wie sehen wir das mit den Aktivitätszeiten der Hechte?
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von AngelDet: 19.01.2010 23:18.
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19.01.2010 23:17 |
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OnTheMove
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Ei-jei-ei-ei, zickt doch beide net so rum, meiner is eh länger, besser....
Ich gebe Tiesi recht. Jeder hat seine Erfahrungen, jedes gewässer ist verschieden, jeder angelt anders.
Is wie ruten bau. der eine mag CTS, der andere Harrison, der andere beide nicht und ist trotdem froh.
Beim Angeln gibts nicht dieLösung, sonst würde ich mein Tackle sofort verschrotten.
Ich war zwar noch nie mit einem von euch Angel, leider, aber ich kann mir gut vorstellen, das ihr beide euer handwerk versteht, nur ihr habt beide verschiedene Gewässer, und verschiedene Methoden und vor allem verschiedene Ideologien.
grüße Markus
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20.01.2010 08:40 |
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Tisie
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Beiträge: 1.865
Herkunft: Berlin
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Hi Det,
| Zitat: |
Original von AngelDetDu hast es doch besonders mit dem zweiten Satz treffend beschrieben.
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das war ja eigentlich 'ne Frage
... hast Du eine Antwort darauf? Oder kann ich Deine Aussage so interpretieren, daß Du keine schlüssige Antwort darauf hast? Das würde mir auch weiterhelfen
| Zitat: |
Original von AngelDetSo, wie sehen wir das mit den Aktivitätszeiten der Hechte?
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Das ist schwer zu sagen, da man ja nicht weiß, warum der Meterhecht nicht gebissen hat
... zu den Fressphasen von Großhechten kann ich nichts sagen, ich hab ja noch nicht mal den Meter geknackt
... aber ich habe schon öfter die Erfahrung gemacht, daß die Aktivität der Hechte in einem Gewässer teilweise stark von bestimmten Bedingungen und Tageszeiten abhängt. Oft habe ich dann den Eindruck, daß wirklich ein Großteil der Hechte im Gewässer gut oder schlecht drauf ist, d.h. man fängt entweder mehrere Hechte oder gar keinen bzw. mit viel Anstrengung vielleicht noch einen zur Ehrenrettung
... habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
Gruß, Matthias
__________________ Raubfisch-Dezernat Berlin/Brandenburg
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20.01.2010 09:06 |
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Sebastian Lucius
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Dabei seit: 01.07.2008
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| Zitat: |
Original von AngelDet
| Zitat: |
Original von Sebastian Lucius
Ob ein Köder quirlig ist oder nicht, sagt nicht viel über die Fängigkeit aus.
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Das ist es nicht alleine, aber hohe Agilität steht bei allen mir persönlich bekannten Hechtanglern auf der Fangattraktionsskala ganz oben (allerdings genau genommen Stückzahl und nicht Größe).
Und an deren Aussage und Wertung habe ich auch wenig Zweifel.
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Es klang so als wäre es dies.
Die mir persönlich bekannten professionellen Hechtangler streben nach Größe nicht nach Stückzahlen.
Sind wir jetzt noch bei Gummifischen? Für meinen Teil ja. Fangentscheidend ist, das der Köder sich frei bewegen kann. D.h. sollte bei einen Action Shad der Bewegungsspielraum so groß als möglich gehalten werden. Erreicht z.B. durch sehr kurze oder gar keine Jighaken.
| Zitat: |
Original von AngelDet
| Zitat: |
[quote]Original von Sebastian Lucius
Welches grundsätzliches Problem siehst du bei der Schwing+Wobbelfrequenz?
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Dass größe Köder langsamer wobbeln müssen, damit andere Frequenzen erzeugen.
Wobei ich nicht sage, dass die nicht fangen.
Besser träfe es: weitaus seltener. Die Fangstatistik bei einigen Wobblern in 2 oder 3 verschiedenen Größen sagt mir jedenfalls schon, dass die Hechte dass unterschiedlich attraktiv finden. Wobei ich nochmal ausdrücklich sage: Alle können fangen, haben sie jedenfalls. Wobei die größten Hechte sich nicht für die größten Wobbler interessierten.
Auch wenn ein kaum 60er Hecht sich einen Wobbler mit 24cm Body + Tieftauchschaufel reinpfeifen will u. tut , stimme ich Dir mit dem "hohlen Zahn" für den Großen sofort zu.
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Große Fische sind nicht so agil wie kleine, daher ist es m.M. nicht zielführend dies bei großen Ködern als fangentscheidend vorzuziehen.
Ein leicht lethargisches Köderspiel ist in den meisten Fällen ertragreicher als ein Wirbelwind.
Was auch richtig ist das große Köder nicht zwangsläufig große Fische nach sich ziehen. Gerade die kleinen bis 80cm knallen sich alles rein was möglich ist. Desto schneller sie wachsen umso geringer ist die Gefahr selbst gefressen zu werden. Für einen 120er ist es ein leichtes einen 80er zu verspeisen. Der überwiegende Teil der Fische die auf große Köder beißen, sind auch den Erwartungen entsprechend.
| Zitat: |
Original von AngelDet
| Zitat: |
[quote]Original von Sebastian Lucius
Hast du denn wenigstens mal den 30er gefischt, um zu wissen worauf ich anspielte? |
Mit den ganz großen Gummilatschen von 30 und mehr habe ich experimentiert, mich dann aber schnell entschieden, dass die nicht sonderlich attraktiv sein können, weil eher ein "Wabbelklumpen".
Vlt. gibt es bessere Systemmontagen, um daraus was zu machen?
Da experimentiere ich im Moment lieber weiter mit gesponnenem NaKöFi.
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Ich weiß ja nich welche Köder du gefischt hast, aber der Markt ab 30cm ist im Gummibereich auch nicht sonderlich groß. Ursprünglich meinte ich den Relax 30cm, der alles andere als wabblig ist. Im Gegenteil die Gummimischung ist zu steif, als das sie vernünftig Leben in den Köder bringen kann. Will heißen es bewegt sich nur der Schaufelschanz. Andere etwas kleinere Köder, wieder 9" Renosky Shad spielen mit dem ganzen Körper. Sie vollführen eine leichte Swimbaitbewegung (vgl.jointed lures) die eine sehr attraktive hydrodynamische Spur im Wasser hinterlässt, der der Hecht folgt.
Exkurs: eine hydrodynamische Spur sind feinste Wasserverwirbelungen, ähnlich den Wirlbelschleppen eines Flugzeuges. Ein Hecht spürt diese noch selbst wenn der Köder bis zu 30m (unter Idealbedingungen: strömungsarmer See) von ihm selbst entfernt ist.
Nimmt man qualitaiv gute Köder wie z.B. Shads von Polinsky, Castaic: 12" Real Bait, Platinum und SBT, sind die Köder, obwohl sie von der Gummimischung weicher sind nicht wabbelig im Wasser. Wenn man weiß wie und mit welchem Gerät man sie am besten einsetzt, haben diese ein wunderbares Spiel. Welches mir unter schwierigen Bedingungen schon gute Fische gebracht hat. Der Köderfisch ist mir zu unpraktisch und ich kann ihn nicht akktaktiver führen, als einen Kunstköder. Zudem muss ich ihn erstmal besorgen. Mal schnell eine 30cm Plötze zu stippen ist auch nicht einfach und kostet Zeit. Zeit, die mir beim Hechtangeln fehlt. Denn Zeit ist Fisch.
Btw. das beste Naturködersystem ist das Wikam. Geworfen hält aber kein Köderfisch mehr als 20 Würfe aus. Na gut geschlenzt vieleicht mehr.
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20.01.2010 09:44 |
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Sebastian Lucius
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| Zitat: |
Original von Tisie
Um's noch ein bißchen anzustacheln, noch 'ne Frage: bringen so extrem große Köder wirklich noch Vorteile in Form von mehr gefangenen großen Hechten oder fängt man damit nur weniger kleine Hechte? Oder warum sollte ein Großhecht einen 15er, 20er oder 23er Gummi nicht attackieren, sondern statt dessen nur das 40cm-Teil?
Ich habe verglichen mit einigen anderen hier wirklich nicht viel Hechtangelerfahrung, aber ich habe auch schon gegenteilige Erfahrungen gemacht, d.h. die Hechte bissen nicht oder nur schlecht auf normal große Hechtköder, aber dafür sehr gut auf kleine Köder (und das nicht nur im Sommer, sondern z.B. auch im November). Und nun?
Gruß, Matthias |
Hi Großer,
beim ersten Punkt hast du mit beidem Recht. Man fängt mehr große Fische und selektiert die kleinen. Wenn der Köder dem Fisch attraktiv vorkommt, nimmt er auch einen 15ner Gummi. An über 90% der Fische angelt man jedoch vorbei, ohne einen Kontakt zu bekommen (Referenz: meine Taucherlebnisse). Da kann auch ein 40cm Gummi vorbeischwimmen. Bei kleinen Gummis sagen wir mal bis 9"
tritt bei fast allen Gewässern (in D) eine gewisse Konditionierung auf und die Fische beißen dann maximal aus Aggression. Fischt man größer, fischt man anders. Im Prinzip muss der Köder nicht sonderlich natürlich sein, er muss nur einen Schlüsselreiz auslösen, der den Hecht instiktiv zum Angriff verleitet.
Die Jahreszeiten kann man nur ganz grob den Ködergrößen zuordnen. In der kälteren Periode bringen größere Köder auch größere Fische.
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Sebastian Lucius: 20.01.2010 10:08.
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20.01.2010 10:06 |
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AngelDet
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Das Institut für Binnenfischerei hat es in einer Interviewveröffentlichung für die Hechte noch genauer anhand Versuchsreihen spezifiziert:
1 von 17 Hechten wird auf Kunstköder wieder gefangen.
D.h. beim Nachrechnen, dass 94% der Hechte lernfähig sind und den Kunstköder führderhin meiden.
Das ist kein Widerspruch, sonder unterstützt Deine "An über 90% der Fische angelt man jedoch vorbei".
In einigen Angelkonstellationen/kombinationen kann ich inzwischen sowas an "Raubfischköderinspektionen" auch selber gut bemerken und wundere mich nicht mehr über die gefühlten Absonderlichkeiten, die da auftreten, genausowenig über die Häufigkeit im Verhältnis zu Bissen.
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20.01.2010 10:26 |
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Tisie
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Herkunft: Berlin
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Hi Basti,
vielen Dank für die Erklärung!
D.h. also, daß auf große Köder nicht nur deshalb mehr große Fische gefangen werden, weil wirklich die Größe der Schlüsselreiz ist (=> bevorzugtes Beuteschema), sondern weil sich der Köder einfach von der breiten Masse der sonst angebotenen Köder abhebt und der große erfahrene Hecht deshalb weniger mißtrauisch darauf reagiert?
Gruß, Matthias
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20.01.2010 10:29 |
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OnTheMove
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nach der Theorie müsste man am Bodden bald mir 3" gummis auf Hecht Damen gehen.
grüße Markus
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20.01.2010 11:28 |
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Sebastian Lucius
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Dabei seit: 01.07.2008
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Herkunft: Oranienburg Skype-Name: riseb2007
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| Zitat: |
Original von Tisie
Hi Basti,
vielen Dank für die Erklärung!
D.h. also, daß auf große Köder nicht nur deshalb mehr große Fische gefangen werden, weil wirklich die Größe der Schlüsselreiz ist (=> bevorzugtes Beuteschema), sondern weil sich der Köder einfach von der breiten Masse der sonst angebotenen Köder abhebt und der große erfahrene Hecht deshalb weniger mißtrauisch darauf reagiert?
Gruß, Matthias |
Hi Matthias,
wie lange diese Konditionierung vorhält kann man nicht genau sagen, einige sprechen von Tagen andere von Wochen. Ein bestimmter Teil der Fische bekommt man nicht an den Haken weil er Hunger hatte, sondern weil er das was ihn stört aus seinem Bereich vertreiben möchte. So habe ich schon mehrfach miterlebt, dass die Fische neben dem Köder herschwimmen und ihn seitlich mit dem Kopf wegstoßen. Erst wenn es ihm zu bunt wird wird er (weg)gebissen.
Ist der Hecht auf Beutejagd habe ich für mich 3 Kriterien für eine Hechtattake bestimmt.
-Der Köder muss eine potentiell leichte Beute sein.
-Selbst wenn der Fisch auf kleine Beute eingestellt ist (Sommermonate) wird er eine leichte große Beute zwischen den vielen kleinen Fischen eher nehmen als einen Miniwobbler. Ich denke der Hecht wird instinktiv nach ökonomischen Gesichtspunkten handeln.
-Mindestens ein Schlüsselreiz muss von dem Köder ausgehen, sei es die Form, das Lichtspiel oder das Bewegungsmuster des Köders.
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20.01.2010 12:03 |
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Sebastian Lucius
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Dabei seit: 01.07.2008
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| Zitat: |
Original von AngelDet
Das viel größere Problem für den Hechtangler mit dem Zielfisch großer Hecht liegt nach meiner Bebachtung eher woanders:
Je größer der Hecht, desto länger sind die Fressphasenrhytmen.
Was ich mir so erkläre, dass die großen Fische erstmal lange an ihrer Beute verdauen, was eine Menge große und kleine Fische im Bauch sein können.
So, wie sehen wir das mit den Aktivitätszeiten der Hechte?
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Hmmm...deiner Theorie möchte ich mich nicht ganz anschließen. Die Verdaungsgeschwindigkeit ist (äußere Faktoren außen vor) beiden Fischen proportional gleich.
Ich habe schon einige Fische gefangen, wo die Schwanzflosse eines Bleis noch aus dem Schlund schaute.
Die Beißzeiten kann man nicht bestimmen. Jedes Gewässer ist zu unterschiedlich.
Besonders gute Erfolge hatte ich bei viel Wind min 3-4Bft und fallendem Luftdruck.
Eine Thorie ist, das die Sauerstoffsätigung des Wassers fällt und die Fische quasi gezwungen sind, in der noch sauerstoffreichen Zeit Beute zu schlagen um in der Zeit der "Sauerstoffuntersättigung" nicht mehr Energie verschwenden zu müssen als nötig.
Dies ist in großen sehr langsam fließenden Gewässern oder stehenden Gewässern so. Im Fluss gibt es andere Faktoren...
Im Bodden spielt der jeweilige Salzgehalt eine entscheidene Rolle bei der Aktivität der Fische.
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20.01.2010 12:21 |
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HeikoS
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Dabei seit: 31.05.2009
Beiträge: 69
Herkunft: Speyer
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| Zitat: |
Original von Sebastian Lucius
| Zitat: |
Original von AngelDet
Das viel größere Problem für den Hechtangler mit dem Zielfisch großer Hecht liegt nach meiner Bebachtung eher woanders:
Je größer der Hecht, desto länger sind die Fressphasenrhytmen.
Was ich mir so erkläre, dass die großen Fische erstmal lange an ihrer Beute verdauen, was eine Menge große und kleine Fische im Bauch sein können.
So, wie sehen wir das mit den Aktivitätszeiten der Hechte?
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Hmmm...deiner Theorie möchte ich mich nicht ganz anschließen. Die Verdaungsgeschwindigkeit ist (äußere Faktoren außen vor) beiden Fischen proportional gleich.
Ich habe schon einige Fische gefangen, wo die Schwanzflosse eines Bleis noch aus dem Schlund schaute.
Die Beißzeiten kann man nicht bestimmen. Jedes Gewässer ist zu unterschiedlich.
Besonders gute Erfolge hatte ich bei viel Wind min 3-4Bft und fallendem Luftdruck.
Eine Thorie ist, das die Sauerstoffsätigung des Wassers fällt und die Fische quasi gezwungen sind, in der noch sauerstoffreichen Zeit Beute zu schlagen um in der Zeit der "Sauerstoffuntersättigung" nicht mehr Energie verschwenden zu müssen als nötig.
Dies ist in großen sehr langsam fließenden Gewässern oder stehenden Gewässern so. Im Fluss gibt es andere Faktoren...
Im Bodden spielt der jeweilige Salzgehalt eine entscheidene Rolle bei der Aktivität der Fische. |
Kann mich da voll und ganz anschließen.
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20.01.2010 12:31 |
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alex199
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Dabei seit: 05.07.2009
Beiträge: 107
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Ich hab folgene Erfahrung gemacht. Das gilt aber überwiegend für den Zander im Fluss (Niederrhein, Ijssel). Nach der Laichzeit ist es überhaut schwer ein Zander zu erwischen. Da sind die kleinere Köder erfolgreicher wie z.B. der Walleye Assassin. Ab August fische ich überwiegend mit 10-12,5cm Großen Köder da gehen alle Zander drauf von 20-95cm Größe. Hatte letzes Jahr auch die 16cm Köder probiert da ging aber kein einziger Zander drauf. Ich glaub die Köder Größe bei Zander spielt da keine große Rolle. Wenn die Zander fressen wollen da gehen die auf alles drauf. Beim Zander Angeln spielen da andere Faktoren eine größere Rolle wie z.B. Luftdruck, Wasserpegel ist aber ein anderes Thema....
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20.01.2010 13:05 |
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OnTheMove
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Dabei seit: 29.05.2009
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Ganz meine meinung, das unterstreicht meine erfahrung vom Rhein bei uns in Worms
grüße Markus
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20.01.2010 14:15 |
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takezo
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Dabei seit: 19.12.2008
Beiträge: 195
Herkunft: Friesland
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Also bei uns in Ostfriesland scheint das mal wieder gänzlich anders zu sein
Bzgl. des Zanders:
Beste Zeit meiner Meinung nach direkt nach der Laichzeit (bzw. während die Zander noch überm Nest stehen, jeder wie er es mag, zu dieser Zeit bemühe ich mich nicht allzu oft auf Zander zu angeln da ich auch gerne einen für die Pfanne mitnehme... Wobei man sich wundert wie lang in den Mai bzw. Juni das Brut/Laichgeschäft gehen kann....). Gerade zu dieser Zeit beißen bei uns die Zander am aggressivsten u eigentlich auf alles (auch ruhig größer!, ich Fische nach der Laichzeit mit Gufìs um 10cm) zum Hochsommer hin werde ich dann immer kleiner (auch viel Dropshot an den Einständen wenn das Wasser richtig warm ist,(bei uns sind die besten Zandergewässer meist unter 2m tief...) u im Herbst werden die Gufis dann bei mir auch wieder größer.
Mit den Hechten ist das so eine Sache, fische seit einiger Zeit auch gerne mit großen Ködern wobei ich
a) feststellen muss das ich wesentlich mehr Fehlattacken zu verzeichnen habe(obgleich die Hechte größer sind die beissen) liegt aber dann wohl am Equipment....
b) ich glaube das es schon so ist das die Großen vornehmlich Köder nehmen mit denen sie keine schlechten Erfahrungen gemacht haben, u mit extrem großen Ködern fischt nunmal nicht die Masse der Angler. Interessante Erfahrung meinerseits wwar das ich auf einen großen Salmo (für euch wahrscheinlich noch klein
....) im ersten Jahr etliche gute Fische u noch mehr Attacken bekommen habe, so dass dieser Köder mein absoluter Liebling wurde. Entsprechend hoch waren die Erwartungen im nächsten Jahr. Leider konnte der Salmo nicht an das Vorjahresergebnis anknüpfen. Ich habe das dann mal abgetan unter dem Aspekt das die meisten der Hechte wohl mit dem von mir geführten Köder schlechte Erfahrungen gemacht hatten. Das von mir vorrangig befischte Gewässser für Hecht ist eine recht kleine Kiesgrube, somit ist natürlich auch der Bestand an größeren Fischen recht begrenzt, so dass dieses durchaus für mich plausibel klingt.
Wenn denn an dem wäre dann heisst das im Umkehrschluss für mich möglichst immer wieder mal neue Dinge ausprobieren welche vor mir nicht schon tausend andere Angler gemacht haben. Und das ist es doch was angeln als Passion ausmacht.
Gruß
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20.01.2010 14:44 |
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AngelDet
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Dabei seit: 01.02.2008
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Herkunft: Region Woodland
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| Zitat: |
Original von Sebastian Lucius
Die Verdaungsgeschwindigkeit ist (äußere Faktoren außen vor) beiden Fischen proportional gleich. |
Große Brocken dauern aber länger.
| Zitat: |
Ich habe schon einige Fische gefangen, wo die Schwanzflosse eines Bleis noch aus dem Schlund schaute.
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Für mich eher ein Anzeichen für richtig gierig (über)fressen und den Hals dann nicht voll genug bekommen, aber in der Fressphase.
Anders herum sind die Bäuche eben auch oft komplett leer, auch bei gefangenen Fischen über Tage hinweg.
| Zitat: |
Die Beißzeiten kann man nicht bestimmen. Jedes Gewässer ist zu unterschiedlich.
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Das ist wohl das wichtigste und nicht aus dem Auge zu verlieren.
| Zitat: |
Besonders gute Erfolge hatte ich bei viel Wind min 3-4Bft und fallendem Luftdruck.
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Wind ja, fallender Luftdruck vernagelt nach meiner Beobachtung das Maul.
Aber: Die von mir beangelten Gewässer in Schweden und hier liegen sicher ca. 300m höher.
Am Niederungsfluss in Weser-Ems-Gebiet war ein gleichförmiges Tief und starke Bewölkung sehr erfolgreich, am besten warmer böiger Wind noch dazu. Wobei das bedeckte Wetter evtl. auch dem Uferangler sehr hilft, nicht entdeckt zu werden, ist bezogen auf große Seen ja Nahkampf. Zumal wie an vielen Kanälen und Tiefs keine Bäume oder Büsche vorhanden, d.h. vollkommen deckungslos.
| Zitat: |
Eine Thorie ist, das die Sauerstoffsätrigung des Wassers fällt und die Fische quasi gezwungen sind, in der noch sauerstoffreichen Zeit Beute zu schlagen um in der Zeit der "Sauerstoffuntersättigung" nicht mehr Energie verschwenden zu müssen als nötig.
Dies ist in großen sehr langsam fließenden Gewässern oder stehenden Gewässern so. Im Fluss gibt es andere Faktoren...
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Das mit dem Sauerstoffgehalt ist hier im Wasser kein Thema, weil sich die meisten Gewässer gar nicht so erwärmen können (Bergabschattung), und an den tiefen Stauseen etc. erst recht nicht. Außerdem praktisch keinen Eintrag und keine Eutrophierung, d.h. auch keine Sauerstoffauszehrung.
In Schweden war es meist ähnlich, und sehr tiefe Löcher bleiben auch dort noch kühl, wenn wie im Supersommer 95 und 97 die Oberflächentemperaturen auch mal auf 18 Grad stiegen.
Und die Hechte bleiben immer sehr agil.
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20.01.2010 14:58 |
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AngelDet
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| Zitat: |
Original von takezo
Interessante Erfahrung meinerseits wwar das ich auf einen großen Salmo (für euch wahrscheinlich noch klein
....) im ersten Jahr etliche gute Fische u noch mehr Attacken bekommen habe, so dass dieser Köder mein absoluter Liebling wurde. Entsprechend hoch waren die Erwartungen im nächsten Jahr. Leider konnte der Salmo nicht an das Vorjahresergebnis anknüpfen. Ich habe das dann mal abgetan unter dem Aspekt das die meisten der Hechte wohl mit dem von mir geführten Köder schlechte Erfahrungen gemacht hatten. Das von mir vorrangig befischte Gewässser für Hecht ist eine recht kleine Kiesgrube, somit ist natürlich auch der Bestand an größeren Fischen recht begrenzt, so dass dieses durchaus für mich plausibel klingt. |
Eine sehr interessante Beobachtung, die für mich genauso plausibel klingt und durch ein kleines geschlossenes Gewässer sicher überschaubar ist.
Ich habe an einem Niederungsfluss meiner Jugend dass eher umgekehrt gemacht: Sehr viele Hechte mit Köderfisch rausgefangen, mehr als man denken würde, die auf so einem Flusstück vorhanden wären, und den bestand doch wohl so niedergeangelt, dass die anderen Angler alle am fluchen waren: Keine Hechte mehr!
Ich habe dann durch den Hinweis eines Bekannten Stücke von 3 Hechten zum staatlichen Chem.Untersuchungsamt gebracht, und die Leuts waren auch sehr interessiert, und versprachen mal reinzuschauen.
Ein schriftiliches Ergebnis wollten sie dann nicht geben, weil sie in einem Anruf mitteilten, dass die PCB Belastung sehr hoch sei, und zwar mehr als 7mal so hoch wie für den Verzehr zugelassen.
Dazu würden sie ohne genauere Untersuchungreihen nichts zu schreiben.
Dazu muss man wissen, dass das gesamte Wassereinzugsgebiet des Flusses massiv von Baumschulen belegt ist.
Ich habe in Folge dann die Hechte wieder zurückgesetzt und auch mehr auf Aland und Döbel just-for-fun gefischt, und der Hechtbestand war nach einiger Zeit auch wieder mit leicht fangbaren vermehrt.
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20.01.2010 15:12 |
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Schleien-Stefan
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Herkunft: Bruchköbel
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| Zitat: |
| Original von alex199Hatte letzes Jahr auch die 16cm Köder probiert da ging aber kein einziger Zander drauf. Ich glaub die Köder Größe bei Zander spielt da keine große Rolle. |
Aber wenn Du mit Ködern >15cm nix mehr fängst spielt die Größe doch offensichtlich eine (negative) Rolle?
Für Hechte gibt es offensichtlich keine zu großen Köder, ich glaube nur nicht das man mit größeren Ködern die Fischgröße positiv beeinbflussen kann. Vermutlich steigt die Durchschnittsgröße, aber ob dadurch mehr große beissen? Weniger kleine sicher...
Ich würde das eher im Verhältnis zur normalen Nahrung sehen, wenn sich der Köder da anpasst halte ich das für prinzipiell erst mal gut.
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Bitte beachten: Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware! Du darfst sie kostenlos nutzen, allerdings ist sie nicht Open Source, das heisst Du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.
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20.01.2010 15:26 |
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AngelDet
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Wo das hier gerade zum Thema "Raubfisch und was futtert er" so gut passt,
gerade als Publikation der Binnenfischereiforschung gefunden und mal sehen ob ihr auf "Puff-Pellet-Zander" stehen würdet, ist dann mit der Ködergröße bedeutend einfacher
Eignung trockenfutteradaptierter Zander für den Besatz natürlicher Gewässer: Gelingt ihnen die Erbeutung lebender Futterfische?
Autor: WERNER, C., POONTAWEE, K., MÜLLER-BELECKE, A., BERGMANN, S., HÖRSTGEN-SCHWARK, G., WICKE, M.
Zeitschrift: Der Märkische Fischer (Beilage zum Märkischen Angler) 2010
Band: Nr.: 1 Seiten: 39-41
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20.01.2010 15:34 |
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